Берешит — сотворение мира и человек, Алекс Бленд
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Bereschit ist der erste Wochenabschnitt der Tora, der der Erschaffung der Welt und dem Beginn der menschlichen Geschichte gewidmet ist. Im Stenogramm von Alex Blend geht es um Adam und Chawa, Eden, die erste Tragödie, Kajin und Hewel, Geschlechterfolgen und die Bedeutungen hebräischer Wörter. Der Text wird von einer Transliteration, einer ÜbersetzungIm Original heißt es, der Text werde von einer russischen Übersetzung begleitet. Da diese Seite deutsch ist, steht hier neutral „einer Übersetzung“. und der Auslegung des Autors begleitet, die danach strebt, die Schrift „wie zum ersten Mal“ zu lesen.
Берешит — первая недельная глава Торы, посвящённая сотворению мира и началу человеческой истории. В стенограмме Алекса Бленда рассматриваются Адам и Хава, Эден, первая трагедия, Каин и Авель, родословия и значения ивритских слов. Текст сопровождается транслитерацией, русским переводом и авторским толкованием, стремящимся прочитать Писание «как в первый раз».
Lesen wie zum ersten Mal (1,1–31)
Читая, как в первый раз (1:1-31)
Wir beginnen mit dem hochinteressanten ersten Abschnitt der Tora – dem Abschnitt des Buches Bereschit, über den zu sprechen mir, ich gestehe, sehr schwerfällt, und zwar aus folgendem Grund. Es gibt zum Beispiel Wochenabschnitte, die aus einer Liste von Gaben bestehen, die die Häupter der Stämme in den Tempel brachten, oder aus irgendwelchen Geschlechterfolgen. Und du sitzt lange da, liest es wieder und wieder, überlegst, wie du das dem Zuhörer vermitteln kannst, damit es für ihn interessant ist, damit diese Tora süß ist und nicht irgendeine langweilige Liste. Und diese Vorbereitung braucht viel Zeit, bis sich etwas erschließt, was man den Menschen erzählen und womit man sie teilhaben lassen kann.
Мы начинаем с интереснейшей первой главы Торы – главы книги Берешит, о которой, призна́юсь, мне говорить очень трудно, и вот почему. Есть, например, недельные главы, состоящие из списка даров, которые главы колен приносили в храм, или из каких-то родословий. И ты долго сидишь, перечитываешь, думаешь, как донести это до слушателя, чтобы ему было интересно, чтобы эта Тора была сладкой, а не каким-то занудным списком. И эта подготовка занимает много времени, пока что-то раскроется, что можно людям рассказать и чем поделиться.
Im Gegensatz zu diesen Abschnitten zeichnet sich der Wochenabschnitt Bereschit dadurch aus, dass es eine Unmenge an Kommentaren zu ihm gibt! Man kann von Geheimnissen erzählen, von Verborgenem, und wohin man auch schaut und welche Lektionen man sich auch ansieht: „Verborgene Bedeutungen des Wochenabschnitts Bereschit“, „Der Maschiach im Wochenabschnitt Bereschit“, „Geheimnisse des Wochenabschnitts Bereschit“. Und eine endlose, endlose Menge solcher Lektionen.
В противоположность этим главам, недельная глава Берешит отличается тем, что комментариев на неё множество! Можно рассказать тайны, секреты, и куда ни глянь, и какие уроки не посмотришь: «Скрытые смыслы недельной главы Берешит», «Машиах в недельной главе Берешит», «Тайны недельной главы Берешит». И бесконечное, бесконечное множество таких уроков.
Ich aber möchte den allereinfachsten, den allerursprünglichsten Sinn des Abschnitts Bereschit erschließen. Ich war immer überzeugt und bin es auch jetzt, dass der Höchste, der uns die Tora gegeben hat, der Genialste aller Autoren und Schriftsteller aller Zeiten und Völker ist. Und wenn Er uns die Tora gibt, will Er, dass wir sie wenigstens ein Mal Abschnitt für Abschnitt lesen; dass wir, wenn wir den ersten Abschnitt lesen, nicht in den zweiten hineinschauen und nicht schon das Ende kennen. Uns aber verführt das. Selten können wir die Schrift wie zum ersten Mal lesen. Wer ist heute dazu fähig – so zu lesen, als hätte man es nie gelesen? Das ist sehr schwer. Wir wollen immer etwas sehen, wovon wir wissen, was wir ahnen, wir wollen es sofort in den Text „hineinlesen“, mit dem Finger darauf zeigen. Das ist wunderbar. Und es ist so weit gekommen, dass über das allererste Wort בְְּרֵאשִׁית (bereschít) ganze Bücher geschrieben wurden. Es gab also Menschen, die so tief in die Schrift eingetaucht sind, in ihre Geheimnisse, in ihre verborgenen Bedeutungen, dass sie dem ersten Wort ganze Bücher gewidmet haben. Recht ernsthafte und recht interessante Kommentare gibt es zum ersten Wort – בְְּרֵאשִׁית (bereschít). Das ist wunderbar, das ist sehr interessant. Und ich selbst, ich gestehe, liebe diese Bücher sehr. Mir gefällt es, wenn jemand darüber nachdenkt, warum die Tora mit dem Buchstäbchen ב (bet) beginnt, oder darüber, dass das Buchstäbchen ב (bet) zu einer Seite hin offen ist und uns gleichsam eröffnet, was sein wird, und nicht eröffnet, was davor war, wobei es ein kleines, kleines Schwänzchen übrig lässt, das dorthin, in die Vergangenheit, schaut, durch das man in die Vergangenheit hineinschauen kann. Jemand hat darüber nachgedacht, jemandem hat sich das so erschlossen. Und es ist unwichtig, ob das so beabsichtigt war (die Buchstaben der Tora waren ja ursprünglich andere) oder ob es nicht beabsichtigt war, aber der Gedanke ist interessant. Nur kann man sich mit diesem Gedanken auch sehr stark irren.
А мне хотелось бы раскрыть самый простой, самый первоначальный смысл главы Берешит. Я всегда был уверен и сейчас уверен, что Всевышний, давший нам Тору, – Самый Гениальный из авторов и писателей всех времён и народов. И, когда Он даёт нам Тору, Он хочет, чтобы хотя бы один раз мы её прочитали глава за главой; чтобы, читая первую главу, мы бы не заглядывали во вторую и не знали бы самого конца. А нас это соблазняет. Мы редко когда можем прочитать Писание как в первый раз. Кто сегодня на это способен – читать так, как будто никогда не читал? Это очень сложно. Мы всегда захотим увидеть что-то, о чём мы знаем, о чём догадываемся, захотим сразу же «вчитать» в текст, показать пальцем. Это замечательно. И дошло до того, что на самое первое слово בְְּרֵאשִׁית (береши́т) целые книги написаны. То есть были люди, которые настолько погрузились в Писание, в его тайны, в его скрытые смыслы, что посвятили первому слову целые книги. Достаточно серьёзные и достаточно интересные комментарии есть на первое слово – בְְּרֵאשִׁית (береши́т). Это замечательно, это очень интересно. И я сам, призна́юсь, очень люблю эти книги. Мне нравится, когда кто-то размышляет о том, почему Тора начинается с буковки ב (бет), или о том, что буковка ב (бет) открыта в одну сторону и как бы открывает нам, что будет, и не открывает, что было до того, оставляя маленький-маленький хвостик, который туда, в прошлое, смотрит, через который в прошлое можно заглянуть. Кто-то размышлял над этим, кому-то это так открылось. И неважно, было ли это в замысле (ведь буквы Торы изначально были другими) или этого не было в замысле, но мысль интересная. Просто с этой мыслью можно и ошибиться очень сильно.
Ich zeige euch so ein absichtlich dummes Beispiel, wobei ich die Tora mir zurechtbiege. Hier zum Beispiel: בְּרֵאשִׁית בָּרָא אֱלֹהִים אֵת (bereschít bará elohím et). Die ersten zwei Wörter beginnen mit dem Buchstäbchen ב (bet). Das ist der erste Buchstabe meines Familiennamens. Die zweiten zwei Wörter beginnen mit dem Buchstäbchen א (álef). Das sind die ersten Buchstaben meines Vornamens. Hier ist schon eine Andeutung: bet, alef – Blend Alexander. Gehen wir weiter. Das Wort אֱלֹהִים (elohím) ergibt nach der Gematria 86. Und das ergibt nach der Gematria auch mein Familienname – Blend. Da habe ich mich also ganz leicht hier hineingeschrieben, in den allerersten Vers der Schrift! Was natürlich nicht einmal annähernd darin steht.
Я покажу вам такой намеренно глупый пример, подгоняя Тору под себя. Вот, например: בְּרֵאשִׁית בָּרָא אֱלֹהִים אֵת (береши́т бара́ элоѓи́м эт). Первые два слова начинаются с буковки ב (бет). Это первая буква моей фамилии. Вторые два слова начинаются с буковки א (а́леф). Это первые буквы моего имени. Вот здесь уже намёк: бет, алеф – Бленд Александр. Идём дальше. Слово אֱלֹהִים (элоѓи́м) по гематрии 86. А это по гематрии и моя фамилия – Бленд. Вот я сюда легко и вписал себя, в самый первый стих Писания! Чего, конечно же, и близко нет.
Und es ist gut, wenn die Idee dumm ist und offensichtlich ist, dass sie hier hineingeschrieben wurde. Es gibt Ideen, die wir hier sehen wollen. Wir wollen sie sehr gern erkennen. Und es ist gut, wenn wir sie erkennen. Nehmen wir das Wort אֶת (et). Es besteht aus א (álef) und ת (taw) – dem ersten und dem letzten Buchstaben des Alphabets. Und man kann sagen: Da ist es – Alpha und Omega! Ja, das ist gut so gesagt, es ist gut, diesen Gedanken weiterzuentwickeln. Das ist interessant, aber man sollte auch den allereinfachsten, den allerursprünglichsten Sinn der Tora nicht vernachlässigen, nicht übersehen, den der Text niemals verliert. Es gibt eine solche Regel beim Lesen der Tora, dass der einfache Sinn niemals verschwindet. Man kann nicht sagen, es steht so geschrieben, im einfachen Sinn, aber in Wirklichkeit bedeutet es etwas anderes. Nein, der einfache Sinn ist in Wirklichkeit immer auch vorhanden. Deshalb schlage ich euch eine Reise vor (die vielleicht manchem auch ganz und gar uninteressant erscheinen wird) in den allereinfachsten, ursprünglichen Sinn des Wochenabschnitts Bereschit. Wir werden so lesen, wie ihn ein Mensch lesen würde, der dieses Buch zum ersten Mal aufgeschlagen hat und noch nicht so recht ahnt, wovon es handelt.
И хорошо, когда идея глупа, и очевидно, что она сюда вписана. Бывают идеи, которые нам хочется здесь увидеть. Очень хотим их разглядеть. И хорошо, когда мы их разглядываем. Возьмём слово אֶת (эт). Оно состоит из א (а́леф) и ת (тав) – первой и последней букв алфавита. И можно сказать: вот оно здесь – Альфа и Омега! Да, хорошо так сказать, хорошо развить эту мысль. Это интересно, но не сто́ит пренебрегать, не сто́ит упускать и самый простой, самыйпервоначальный смысл Торы, которого текст никогда не лишается. Есть такое правило в прочтении Торы, что простой смысл никогда не исчезает. Нельзя сказать, что написано так, в простом смысле, а на самом деле это означает что-то другое. Нет, простой смысл всегда на самом деле и существует. Поэтому я предлагаю вам путешествие (которое, может быть, кому-то покажется и неинтересным вовсе) в самый простой, первоначальный смысл недельной главы Берешит. Мы будем читать так, как прочитал бы её человек, который впервые открыл эту книгу и ещё не совсем догадывается, о чём она.
בְּרֵאשִׁית בָּרָא אֱלֹהִים אֵת הַשָּׁמַיִם וְאֵת הָאָרֶץ׃
Bereschít baráIn der russischen Umschrift steht das Betonungszeichen hier versehentlich auf einem Konsonanten. Nach dem Hebräischen liegt die Betonung auf der letzten Silbe: bará. Elohím et haschamájim we’ét ha’árez
Береши́т бар́а Элоѓи́м эт ѓашама́йим веэ́т ѓаа́рэц
1. Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
1. В начале сотворил Бог небо и землю.
Das Wort bereschít besteht aus der Präposition ב (bet), die man übersetzen kann als in, und dem Wort רֵאשִׁית (reschít) – Anfang, also „Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde“. Die Präposition bet kann man auch übersetzen als mit Hilfe von etwas, zum Beispiel mit einem Eispickel oder einer Spitzhacke. Und dann sagen wir: „Mit dem Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde“. Man kann es auch übersetzen als im Namen und um … willen: „Um des Anfangs willen schuf Gott den Himmel und die Erde“. Und die Kommentatoren haben sich natürlich in die eine, in die andere und in die dritte Richtung aufgemacht. Diese Richtungen zu suchen, zwingt sie auch die Tatsache, dass das Wort reschít (Anfang) nicht für sich allein gebraucht wird. Wenn wir sagen im Anfang, fragt sich: im Anfang wovon? im Anfang der Saison? im Anfang des Seins? Und man erwartet irgendein Substantiv, das beschreibt, um den Anfang wovon es geht. Deshalb neigen einige dazu, den übrigen Teil des Satzes als mit dem Anfang verbunden zu übersetzen, also: „Im Anfang der Erschaffung von Himmel und Erde durch Gott“. Man kann es auch so übersetzen. Aber wenn wir doch vom Verständnis des Pschat als des einfachen Sinnes sprechen, dann werden wir beim Lesen verstehen, dass das wahrscheinlichste Verständnis ist: „Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde, und so ist es geschehen“.
Слово береши́т состоит из предлога ב (бет), который можно перевести как в, и слова רֵאשִׁית (реши́т) – начало, то есть «В начале сотворил Бог небо и землю». Предлог бет можно перевести и как с помощью чего-то, например, ледорубом или киркой. И тогда мы скажем: «Началом сотворил Бог небо и землю». Можно перевести и как во имя и ради: «Ради начала сотворил Бог небо и землю». И комментаторы, конечно, пустились и в то, и в другое, и в третье направление. Искать эти направления их заставляет и тот факт, что слово реши́т (начало) не используется само по себе. Когда мы говорим в начале, спрашивается: в начале чего? в начале сезона? в начале бытия? И ждёшь какое-то существительное, которое опишет о начале чего идёт речь. Поэтому некоторые склонны переводить оставшуюся часть предложения как сочленённую с началом, то есть: «В начале сотворения Богом неба и земли». Можно и так это перевести. Но если говорить всё-таки о понимании пша́та как простого смысла, то при прочтении мы поймём, что наиболее вероятное понимание: «В начале сотворил Бог небо и землю, и вот как это было».
Bis zum Ende des dritten Tages werden wir die angekündigte Beschreibung sehen. Wir werden sehen, wie das entstand, was Erde genannt werden wird, und wie das entstand, was Himmel genannt werden wird: et haschamájim we’et ha’árez – den Himmel und die Erde. Sehr viel wird über diese Partikel את (et) gesprochen, die in Wirklichkeit eine Kasuspräposition ist, und man kann einfach übersetzen: den Himmel und die Erde. Aber es gibt eine Lesart der Tora, die sagt: Das Wort את (et) bedeutet immer auch das, was dazu hinzukommt, das, was sich darin befindet. Zum Beispiel ist et hadirá die Wohnung und das, was in ihr ist, irgendein Innenausbau und noch etwas anderes. Und dann kann man zum Beispiel et haschamájim verstehen als die Himmel und ihr ganzes Heer, alle Engel und all jene, die zum Dienst im Himmel bestimmt sind. Das ganze, sagen wir es so, himmlische Komplettpaket.
До конца третьего дня мы увидим анонсированное описание. Мы увидим, как появилось то, что будет названо землёю, и как появилось то, что будет названо небесами: эт ѓашама́йим вээт ѓаа́рэц – небо и землю. Очень много говорится про вот эту частицу את (эт), которая является на самом деле падежным предлогом, и можно просто перевести: небо и землю. Но есть прочтение Торы, которое говорит: всегда слово את (эт) означает и то, что добавляется к этому, то, что находится внутри этого. Например, эт ѓадира́ – это квартира и то, что есть внутри неё, какая-то отделка и что-то ещё. И тогда, например, можно понимать эт ѓашама́йим как небеса и всё их воинство, все ангелы и все те, кто предназначен к служению на небесах. Весь, скажем так, небесный комплект.
Ich denke, darauf muss man nicht tiefer eingehen, und man kann es so sagen: „Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde“. Und weiter werden Erklärungen folgen, die uns ausmalen, wie das vor sich ging, warum und was an welchen Tagen erschaffen wurde.
Я думаю, что в это можно не углубляться, и можно сказать так: «В начале сотворил Бог небо и землю». И дальше пойдут объяснения, которые нарисуют нам, как это происходило, почему и что в какие дни было создано.
וְהָאָרֶץ הָיְתָה תֹהוּ וָבֹהוּ וְחֹשֶׁךְ עַל־פְּנֵי תְהוֹם וְרוּחַ אֱלֹהִים מְרַחֶפֶת עַל־פְּנֵי הַמָּיִם׃
Weha’árez hajetá tóhu wawóhu wechóschech al-pené tehóm werúach Elohím merachéfet al-pené hammájim
Веѓаа́рэц ѓаета́ то́ѓу ваво́ѓу вехо́шех аль-пэнэ́ теѓо́м веру́ах Элоѓи́м мерахэ́фет аль-пенэ́ ѓама́йим
2. Und die Erde war leer, und Dunkelheit über dem Abgrund, und der Geist Gottes schwebt über dem Wasser.
2. И земля была пуста, и темнота над бездною, и Дух Божий носится над водою.
Und die Erde war tóhu wawóhu. Diese Wortverbindung – tóhu wawóhu – ist gar nicht so leicht zu verstehen. Abgesehen davon, dass sie schon durch ihren bloßen Klang eine gewisse Chaotik, ein „Durcheinandergemischtsein“ von allem vermittelt, wird tohu im Weiteren zur Bezeichnung von Leere, Wüste, etwas Leblosem, Sinnlosem und so weiter gebraucht. Die Bedeutung des Wortes wóhu hat sich in späteren semitischen Sprachen erhalten. Zum Beispiel bedeutet wóhu auch in arabischen Sprachen so etwas wie Leere, Verwahrlosung, Ungeordnetheit. Und hier ist höchstwahrscheinlich eben die Leere, die Leblosigkeit gemeint.
И земля была то́ѓу ваво́ѓу. Это словосочетание – то́ѓу ваво́ѓу – не так-то просто понять. Кроме того, что вот оно через само своё звучание передаёт некую хаотичность, «намешанность» всего, в дальнейшем тоѓу используется для обозначения пустоты, пустыни, чего-то безжизненного, бессмысленного и так далее. Значение слова во́ѓу сохранилось в поздних семитских языках. Например, в арабских языках во́ѓу тоже означает какая-то пустота, запущенность, неустроенность. И здесь, скорее всего, вот именно пустота, безжизненность имеется в виду.
Wechóschech al-pené tehóm – und Dunkelheit über dem Abgrund. Abgrund – das ist so eine russische Übersetzung, also „ohne Boden“Das russische Wort für „Abgrund“ (besdna) ist aus „ohne“ und „Boden“ gebildet; darauf bezieht sich der Autor. Das deutsche Wort ist anders gebildet.. Einen Boden gab es in Wirklichkeit schon, aber über den Tiefen der Wasser war Dunkelheit, weil es noch kein Licht gab.
Вехо́шех аль-пэнэ́ теѓо́м – и темнота над бездною. Бездна – это такой вот русский перевод, то есть «без дна». Дно на самом деле было, но над глубинами вод была темнота, потому что ещё не было света.
Werúach elohím merachéfet al-pené hammájim – und der Geist Gottes schwebt über dem Wasser. Man kann es so übersetzen. Rúach elohím ist in diesem Fall der Geist Gottes. Man kann es auch übersetzen als starker Wind. Tatsächlich wird das Wort elohím in der Bedeutung stark gebraucht, sowohl in Bezug auf den Wind als auch auf Lärm und auf Aufruhr. Und das Wort rúach kann, wie das wohl schon alle wissen, sowohl Geist als auch Wind bedeuten. Deshalb kann man den ganzen Ausdruck auch übersetzen als ein starker Wind schwebt über dem Wasser. Was der Autor gemeint hat, können wir schwer eindeutig sagen (wieder gibt es Kommentare in die eine wie in die andere Richtung). Und uns als Gläubigen gefällt es, dass die Kommentatoren sagen: „Rúach elohím, der Geist Gottes – das ist der Geist des Maschiach“. Aber wenn wir diesen Text zum ersten Mal lesen, dann wissen wir noch nichts vom Maschiach, wir haben noch nichts über ihn gelesen, und deshalb lesen wir hier einfach: „Der Geist Gottes schwebt über dem Wasser“.
Веру́ах элоѓи́м мерахэ́фет аль-пенэ́ ѓама́йим – и Дух Божий носится над водою. Можно перевести это так. Ру́ах элоѓи́м в данном случае – Дух Божий. Можно перевести и как сильный ветер. Действительно, слово элоѓи́м используется в значении сильный по отношению и к ветру, и к шуму, и к переполоху. А слово ру́ах, как это, наверное, уже все знают, может означать и дух, и ветер. Поэтому всё выражение в целом можно перевести и как сильный ветер носится над водою. Что имел в виду Автор, нам трудно сказать однозначно (снова, есть комментарии и в ту, и в другую сторону). И нам, как верующим, нравится, что комментаторы говорят: «Ру́ах элоѓи́м, Дух Божий – это Дух Машиаха». Но если мы читаем в первый раз этот текст, то мы ещё ничего не знаем про Машиаха, мы ещё про него ничего не прочитали, и поэтому мы здесь читаем просто: «Дух Божий носится над водою».
וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים יְהִי אוֹר וַיְהִי־אוֹר׃
Wajomer Elohím jehí or wajehi-ór
Ваёмер Элоѓи́м еѓи́ ор вайеѓи-о́р
3. Und Gott sprach: „Sei Licht!“ Und es wurde Licht.
3. И сказал Бог: «Будь свет!» И стал свет.
Es gibt eine Schwierigkeit in der russischen Übersetzung. Diese Schwierigkeit betrifft sowohl die vorliegenden Verse der Tora als auch besonders die Segenssprüche. Gott sagt nicht: „Möge Licht sein!“ Gott sagt: „Licht, sei!“ Und wenn ein Mensch segnet und sagt: „Möge Gott dir Gesundheit geben!“, „Möge der HERR dir Segen senden…“, dann gibt es im Original dieses „möge“ nicht, im Original steht: „Gott wird dir Gesundheit geben!“, „Gott wird dir Segen senden!“ Ich erkläre meinen Glauben! Ich verkünde, dass dies nach meinem Verständnis der Weltordnung geschehen wird! Ich behaupte das! Damit segne ich, verbinde ich dich mit der göttlichen Quelle, damit du es empfängst. Hier zeigt der Höchste Seine schöpferische Kraft, und Er gebietet dem Licht zu sein. Einfach: „Und der Höchste sprach: ‚Licht, sei!‘ Und es erschien Licht“.
Есть сложность в русском переводе. Эта сложность касается и данных стихов Торы и особенно благословений. Бог не говорит: «Да будет свет!» Бог говорит: «Свет, будь!» И когда человек благословляет и говорит: «Да даст тебе Бог здоровья!», «Да пошлёт тебе Господь благословения…», в оригинале нет вот этого «да», в оригинале есть: «Бог даст тебе здоровья!», «Бог пошлёт тебе благословение!» Я декларирую свою веру! Я провозглашаю, что, согласно моему пониманию мироустройства, это произойдёт! Я это утверждаю! Этим самым благословляю, присоединяю тебя к Божественному источнику, чтобы ты это получил. Здесь Всевышний проявляет Свою творческую силу, и Он повелевает свету быть. Просто: «И сказал Всевышний: «Свет, будь!» И появился свет».
וַיַּרְא אֱלֹהִים אֶת־הָאוֹר כִּי־טוֹב וַיַּבְדֵּל אֱלֹהִים בֵּין הָאוֹר וּבֵין הַחֹשֶׁךְ׃
Wajár Elohím et-haór ki-tów wajawdél Elohím ben haór uwén hachóschech
Вая́р Элоѓи́м эт-ѓао́р ки-то́в ваявдэ́ль Элоѓи́м бэн ѓао́р увэ́н ѓахо́шех
4. Und der Höchste sah das Licht, dass es gut ist, und der Höchste trennte das Licht und die Dunkelheit.
4. И увидел Всевышний свет, что он хорош, и разделил Всевышний свет и тьму.
Hier sprechen wir von einem Licht, das uns nicht bekannt ist. Das ist irgendein besonderes Licht, ein substanzielles Licht, das wir nach der Erschaffung der Leuchten nicht mehr sehen. Irgendein besonderes Licht, das man von der Dunkelheit hätte trennen können. Mit dem Licht, das wir kennen, das Welle oder Teilchen ist, ist das schwer zu machen, obwohl Physiker und kreationistische Wissenschaftler verschiedene Lösungen dieser Frage vorschlagen. Hier waren Licht und Dunkelheit wie Substanzen, die der Höchste trennen konnte. Er trennte sie in der Zeit, wie wir weiter sehen werden, das heißt, Er gab dem Licht eine gewisse Zeit und der Dunkelheit eine gewisse Zeit. Woher wissen wir das? Weil wir im 5. Vers lesen:
Здесь мы говорим о свете, который нам не знаком. Это какой-то особый свет, субстанциональный свет, который после создания светил мы уже не видим. Какой-то особый свет, который можно было бы отделить от тьмы. С тем светом, который мы знаем, который волна или частица, это сделать трудно, хотя физики и учёные-креационисты предлагают разные решения этого вопроса. Здесь свет и тьма были как субстанции, которые Всевышний мог разделить. Разделил их во времени, как мы увидим дальше, то есть дал какое-то время свету и какое-то время тьме. Почему мы это знаем? Потому что мы читаем в 5 стихе:
וַיִּקְרָא אֱלֹהִים לָאוֹר יוֹם וְלַחֹשֶׁךְ קָרָא לָיְלָה וַיְהִי־עֶרֶב וַיְהִי־בֹקֶר יוֹם אֶחָד׃
Wajikrá Elohím laór jom welachóschech kára lájla wajhi-érew wajhi-bóker jom echád
Вайикра́ Элоѓи́м лао́р ём велахо́шех ка́ра ла́йла вайѓи-э́рев вайѓи-бо́кер ём эха́д
5. Und der Höchste nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte Er Nacht. Und es war Abend, und es war Morgen: ein Tag.
5. И назвал Всевышний свет днём, а темноту назвал ночью. И был вечер, и было утро: день один.
Das Wort érew bedeutet Vermischung, Verschmelzung. Von dem Moment an, als der Höchste sagte: „Hier – Licht, hier – Dunkelheit“, geschieht zwischen ihnen eine Diffusion, die Grenze zwischen ihnen ist verschwommen, nicht streng. Und es gab eine Vermischung an der Nahtstelle von Tag und Nacht, wenn sich die Dunkelheit mit dem Licht vermischt. Genau das nennt man érew – Vermischung; learbéw – das ist mischen auf Hebräisch. Wajhi-bóker – es gab ein Durchpicken. Und es war Morgen, wenn das Licht durchsticht, durch die Dunkelheit hindurchgeht.
Слово э́рев означает смешение, слияние. С того момента, как Всевышний сказал: «Вот здесь – свет, вот здесь – тьма», между ними происходит диффузия, граница между ними размытая, нестрогая. И было смешение на стыке дня и ночи, когда тьма смешивается со светом. Это и называется э́рев – смешение; леарбе́в – это мешать на иврите. Вайѓи-бо́кер – было проклёвывание. И было утро, когда свет пронзает, проходит через тьму.
Jom echád – ein Tag. Ihr und ich haben noch nicht weitergelesen, und deshalb ist jom echád – ein Tag, nicht der erste Tag (jom rischón), wie es wäre, wenn wir zählen würden, sondern ein Tag. Warum so? In den alten Sprachen der semitischen Gruppe sagte man so: Tag, zweiter Tag, dritter Tag. In der späten Periode begann man zu sagen: erster Tag, zweiter Tag, dritter Tag. Und irgendwo dazwischen, gerade etwa als die Tora gegeben wurde, war es üblich zu sagen: ein Tag, zweiter Tag, dritter Tag. Wir erfassen hier die Sprache beim Übergang von einem Stil zum anderen.
Ём эха́д – день один. Мы пока с вами не читали дальше, и поэтому ём эха́д – это день один, не день первый (ём ришо́н), как было бы, если бы мы вели счёт, а день один. Почему так? В древних языках семитской группы говорили так: день, второй день, третий день. В поздний период стали говорить: первый день, второй день, третий день. А где-то в промежутке, вот как раз примерно когда давалась Тора, было принято говорить: день один, второй день, третий день. Мы уловим здесь язык при переходе от одного стиля к другому.
Also, der erste Tag – jom echád. Und es war Abend, und es war Morgen: ein Tag. Das ist das Ende des ersten Tages. Was haben wir gesehen? Dass der Höchste am ersten Tag das Licht schuf, das Licht und die Dunkelheit trennte und das Licht Tag nannte, die Dunkelheit aber Nacht nannte.
Итак, первый день – ём эха́д. И был вечер, и было утро: день один. Это конец первого дня. Что мы увидели? Что в первый день Всевышний сотворил свет, разделил свет и тьму, и назвал свет днём, а тьму назвал ночью.
וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים יְהִי רָקִיעַ בְּתוֹךְ הַמָּיִם וִיהִי מַבְדִּיל בֵּין מַיִם לָמָיִם׃
Wajomer Elohím jehí rakía betóch hammájim wihí mawdíl ben májim lamájim
ВаЁмер Элоѓи́м еѓи́ раки́я бето́х ѓама́йим виѓи́ мавди́ль бэн ма́йим лама́йим
6. Und Gott sprach: „Es sei rakía inmitten des Wassers, und sie scheide zwischen Wassern und Wassern.“
6. И сказал Бог: «Да будет раки́я внутри воды, и да разделяет она между водами и водами».
Das Wort rakía ist ein sehr schwer zu verstehendes Wort. Oft deutet man es auf Grundlage des Wortes lerakéa – prägen, herausprägen. Es sei gleichsam ein herausgeprägtes Gewölbe inmitten des Wassers. Dennoch greife ich vor und sage es, um die Bedeutung des Wortes zu verstehen. Wir wissen, dass es (das Gewölbe) dem Eis ähnlich ist, dass es leuchtet, und man kann sagen, dass das irgendein Eisgewölbe ist, man könnte es so verstehen. Aber das Wort lerakéa bedeutet auch verdünnten Raum schaffen. Lerakéa – das heißt nicht, nach außen oder nach innen gewölbtes Eisen zu schaffen, sondern diese Höhlung selbst zu schaffen, diese Leere. Daher zum Beispiel das Wort merkua, das auf Hebräisch Biskuit bedeutet, irgendein luftiger, aufgehender Teig. Also eine gewisse Verdünnung, Verdünntheit. Man kann das übersetzen als Atmosphäre: Es sei Atmosphäre, es sei verdünnter Raum inmitten des Wassers.
Слово раки́я – очень сложное для понимания слово. Часто его толкуют на основании слова лераке́а – чеканить, вычеканивать. Да будет как бы вычеканенный свод посреди воды. Всё-таки забегу вперёд и скажу, чтобы понять значение слова. Мы знаем, что он (свод) похож на лёд, что он светится, и можно сказать, что это какой-то ледовый свод, можно было бы так понять. Но слово лераке́а означает и создавать разрежённое пространство. Лераке́а – это не значит создать выгнутое или вогнутое железо, это создать саму эту вогнутость, эту пустоту. Отсюда, например, слово меркуа, которое на иврите означает бисквит, какое-то воздушное, поднимающееся тесто. То есть некое разрежение, разрежённость. Можно перевести это как атмосфера: да будет атмосфера, да будет разрежённое пространство посреди воды.
וַיַּעַשׂ אֱלֹהִים אֶת־הָרָקִיעַ וַיַּבְדֵּל בֵּין הַמַּיִם אֲשֶׁר מִתַּחַת לָרָקִיעַ וּבֵין הַמַּיִם אֲשֶׁר מֵעַל לָרָקִיעַ וַיְהִי־כֵן׃
Wajá’as Elohím et ha-rakía wajawdél ben hammájim aschér mittáchat larakía uwén hammájimIn der russischen Umschrift ist das zweite Wort für „die Wasser“ durch vertauschte Buchstaben verschrieben. Die deutsche Umschrift folgt dem Hebräischen: hammájim. aschér me’ál larakía wajhi-chén
Вая́ас Элоѓи́м эт ѓа-раки́я ваявдэ́ль бэн ѓама́йим аше́р мита́хат лараки́я увэ́н ѓама́ийм аше́р меа́ль лараки́я вайѓи-хэ́н
7. Und Gott machte rakía und trennte die Wasser, die unter rakía sind, und die Wasser, die über rakía sind. Und es wurde so.
7. И сделал Бог раки́я и разделил воды, которые под раки́я, и воды, которые над раки́я. И стало так.
Sehr viel kann man auch darüber sprechen. Nun, wenn wir die Physik kennen, können wir hier das System des Wasserkreislaufs in der Natur anwenden. Wenn wir losgehen, wieder einmal hinüberlaufen auf den Boden der Metaphern, können wir sagen: „Es gibt die Tora, die eine irdische Tora ist, die zur Offenbarung der Erde auf der Erde bestimmt ist. Es gibt die himmlische Tora, die vorerst dort aufbewahrt wird, beim Höchsten, oben. Denn auch in Bezug auf das Licht, das erste Licht (wir werden noch darauf zurückkommen), gibt es ebenfalls einen Midrasch, dass genau dieses ursprüngliche Licht der Höchste dort aufbewahrt hat, in den Himmeln, unter Seinem Thron.
Очень много и про это можно говорить. Ну, если мы знаем физику, мы можем применить здесь систему круговорота воды в природе. Если мы пойдём, забежим опять-таки на почву метафор, мы можем сказать: «Есть Тора, которая Тора земная, которая предназначена для раскрытия земли на земле. Есть Тора небесная, которая пока хранится там, у Всевышнего, наверху. Ведь и в отношении света, первого света (мы к нему ещё вернёмся) тоже существует мидраш, что вот этот самый первоначальный свет Всевышний сохранил там, на небесах, под Своим троном.
וַיִּקְרָא אֱלֹהִים לָרָקִיעַ שָׁמָיִם וַיְהִי־עֶרֶב וַיְהִי־בֹקֶר יוֹם שֵׁנִי׃
Wajikrá Elohím larakía schamájim wajhi-érew wajhi-bóker jom-schení
Вайикра́ Элоѓи́м лараки́я шама́йим вайѓи-э́рев вайѓи-бо́кер ём-шени́
8. Und Gott nannte rakía Himmel. Und es war Abend, und es war Morgen: der zweite Tag.
8. И назвал Бог раки́я небом. И был вечер, и было утро: день второй.
Somit können wir den zweiten Tag den Tag nennen, an dem die Himmel erschaffen wurden. Was können wir noch über den zweiten Tag sagen, wenn wir wieder vorgreifen oder in moderner Sprache lesen? Der zweite Tag nach dem Schabbat ist der Montag. Und an diesem Tag sah der Höchste, im Unterschied zum vorhergehenden Tag, nicht, dass es „gut“ ist. Vom zweiten Tag ist nicht gesagt, dass das gut ist, was gemacht wurde. Daher entstand so ein christlicher Gedanke, dass „der Montag ein schwerer Tag ist“. Auf dem Montag liegt kein solcher Segen wie auf dem Sonntag oder dem Dienstag.
Таким образом, второй день мы можем называть днём, в который сотворены небеса. Что ещё мы можем сказать про второй день, если мы забегаем опять вперёд или читаем современным языком? Второй день по субботе – это понедельник. И в этот день, в отличие от предыдущего дня, Всевышний не увидел, что это – «хорошо». Во второй день не сказано, что это хорошо то, что сделано. Отсюда родилась такая христианская мысль, что «понедельник – день тяжёлый». Нет на понедельнике такого благословения, как на воскресенье или вторнике.
וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים יִקָּווּ הַמַּיִם מִתַּחַת הַשָּׁמַיִם אֶל־מָקוֹם אֶחָד וְתֵרָאֶה הַיַּבָּשָׁה וַיְהִי־כֵן׃
Wajomer Elohím jikkawú hammájim mittáchat haschamájim el-makóm echád wetera’é hajabbaschá wajhi-chén
Ваёмер Элоѓи́м йикаву́ ѓама́йим мита́хат ѓашама́йим эль-мако́м эха́д ветераэ ́ѓаябаша́ вайѓи-хэ́н
9. Und Gott sprach: „Es sollen sich die Wasser, die unter den Himmeln sind, an einen Ort sammeln, und es zeige sich das Trockene.“ Und es wurde so.
9. И сказал Бог: «Да соберутся воды, которые под небесами, в одно место, и да явится суша». И стало так.
Das Wort jikkawú – sie fließen in ein Gefäß zusammen. Das Wort kaw – das ist in Wirklichkeit Linie; kawé – das ist etwas, das in eine Pfütze, in ein Gefäß zusammengeflossen ist; tikwá (Hoffnung) stammt von genau demselben Wort. Tikwá – das ist das Streben, diesen Faden nicht aus den Augen zu lassen, an dem entlang wir gehen, den Faden, den der Höchste uns gibt, den Faden der Führung des Höchsten.
Слово йикаву́ – сольются в один сосуд. Слово кав – это на самом деле линия; каве́ – эточто-то, стёкшее в одну лужицу, в один сосуд; тиква́ (надежда) происходит от этого же самого слова. Тиква́ – это стремление не упускать из виду вот эту нить, по которой мы идём, нить, которую Всевышний нам даёт, нить вождения Всевышнего.
Also geschieht die Formung, eigentlich die endgültige Formung jetzt schon der Erde. Das Wasser legt einen bestimmten Teil des Trockenen frei. Es erscheinen Grenzen zwischen dem Wasser und dem Trockenen.
Итак, происходит формирование, собственно, окончательное формирование теперь уже земли. Вода обнажает определённую часть суши. Появляются границы между водой и сушей.
וַיִּקְרָא אֱלֹהִים לַיַּבָּשָׁה אֶרֶץ וּלְמִקְוֵה הַמַּיִם קָרָא יַמִּים וַיַּרְא אֱלֹהִים כִּי־טוֹב׃
Wajikrá Elohím lajabbaschá érez ulmikwé hammájim kará jammím wajár Elohím ki-tów
Вайикра́ Элоѓи́м лаябаша́ э́рец ульмиквэ́ ѓама́йим кара́ ями́м вая́р Элоѓи́м ки-то́в
10. Und der HERR nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte Er Meere. Und der HERR sah, dass das gut ist.
10. И назвал Господь сушу землёй, а собрание вод назвал морями. И увидел Господь, что это хорошо.
Die Erde ist fast, fast fertig. Schon ist der Himmel über ihr geformt. Schon sind die Festländer geboren. Es bleibt nur, die letzten Verzierungen anzubringen.
Земля почти-почти закончена. Уже сформировано небо над ней. Уже родились материки. Осталось только нанести последние украшения.
וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים תַּדְשֵׁא הָאָרֶץ דֶּשֶׁא עֵשֶׂב מַזְרִיעַ זֶרַע עֵץ פְּרִי עֹשֶׂה פְּרִי לְמִינוֹ אֲשֶׁר זַרְעוֹ־בוֹ עַל־הָאָרֶץ וַיְהִי־כֵן׃
Wajomer Elohím tadsché ha’árez désche éssew masría séra ez perí ósse perí leminó aschér sar’o-wó al ha’árez wajhi-chén
Ваёмер Элоѓи́м тадше́ ѓаа́рэц дэ́ше э́сев мазри́я зэ́ра эц пери́ о́се пери́ лемино́ аше́р заръо-во́ аль ѓаа́рец вайѓи- хэ́н
11. Und Gott sprach: „Es wachse auf der Erde Gras (die Erde ‚begrase sich‘ mit Gras), das Samen sät, und Baum-Frucht, der Frucht schafft nach seiner Art, in welcher (in der Frucht) innen Same sein wird. All das wird auf der Erde sein.“ Und es wurde so.
11. И сказал Бог: «Пусть произрастёт на земле трава («растрави́тся» земля травою), которая сеет семя, и дерево-плод, которое творит плод по виду его, в котором (в плоде) будет внутри семя. Всё это будет на земле». И стало так.
Das Wort désche kann man als allgemeines Wort für allerlei Pflanzenwuchs verstehen – es entstehe auf der Erde Pflanzenwuchs. Das heißt, der Höchste sagt: „Es wachse auf der Erde Gras, das Samen sät, und Baum-Frucht in all seinen Arten, in welcher (in der Frucht) innen Same sein wird“.
Слово дэ́ше можно понять как общее слово для всевозможной растительности – пусть произойдёт на земле растительность. То есть Всевышний говорит: «Пусть произрастёт на земле трава, сеющая семя, и дерево-плод во всех его разновидностях, в котором (в плоде) будет внутри семя».
Im 12. Vers werden wir zum ersten Mal in einer halben Andeutung lesen, dass mit der Erde etwas schiefgegangen ist. Lasst uns auf die Details achten.
В 12 стихе мы впервые прочитаем полунамёком, что с землёй пошло что-то не так. Давайте обратим внимание на детали.
וַתּוֹצֵא הָאָרֶץ דֶּשֶׁא עֵשֶׂב מַזְרִיעַ זֶרַע לְמִינֵהוּ וְעֵץ עֹשֶׂה־פְּרִי אֲשֶׁר זַרְעוֹ־בוֹ לְמִינֵהוּ וַיַּרְא אֱלֹהִים כִּי־טוֹב׃
Wattozé ha’árez désche éssew masría séra leminéhu we’éz osse-perí aschér sar’o-wó leminéhu wajár Elohím ki-tów
Ватоцэ́ ѓаа́рэц де́ше э́сев мазри́я зэ́ра леминэ́ѓу веэ́ц осе-пери́ аше́р заръо-во́ леминэ́ѓу вая́р Элоѓи́м ки-то́в
12. Und die Erde zog Gras heraus, das Samen sät nach seiner Art, und Baum, der Frucht macht, in der Same ist. Und Gott sah, dass das gut ist.
12. И вытащила земля траву, сеющую семя по виду её, и дерево, делающее плод, в котором семя. И увидел Бог, что это хорошо.
Der Höchste gebot, dass ez perí ósse perí sei – Baum-Frucht, der Frucht macht. Man kann das so verstehen, dass der Höchste wollte, dass auch der Baum selbst den Geschmack der Frucht hat und eine ähnliche Frucht gibt. Die Erde aber macht ez ossé-perí, das heißt Baum, der Frucht gibt. Es scheint nur ein ausgelassenes Wort zu sein, aber das wird vermerkt als ein Ausdruck seitens der Erde, sei es von „Überhören“, sei es von Ungehorsam, was ein Problem für den Menschen anlegt, der aus Erde gemacht werden wird (übrigens greifen wir wieder vor).
Всевышний повелел, чтобы было эц пери́ о́се пери́ – дерево-плод, которое делает плод. Можно понять это так, что Всевышний хотел, чтобы и само дерево имело вкус плода, и давало подобный плод. Земля же делает эц осе́-пери́, то есть дерево, дающее плод. Казалось бы, одно пропущенное слово, но это отмечается как проявление землёй то ли «недослышки», то ли непослушания, что закладывает проблему для человека, который будет сделан из земли (впрочем, мы снова забегаем вперёд).
Also, der dritte Tag ist zu Ende. Trotz einer gewissen Ungenauigkeit sah der Höchste, dass das – gut ist.
Итак, третий день закончился. Несмотря на некоторую неточность, Всевышний увидел, что это – хорошо.
וַיְהִי־עֶרֶב וַיְהִי־בֹקֶר יוֹם שְׁלִישִׁי׃
Wajhi-érew wajhi-wóker jom schelischí
Вайѓи-э́рев вайѓи-во́кер ём шелиши́
13. Und es war Abend, und es war Morgen: der dritte Tag.
13. И был вечер, и было утро: день третий.
Am dritten Tag endet die Erschaffung der Erde: erstens – die Formung der Kontinente, als der Höchste das erste Mal „ki tow“ sagte – wie gut das ist, und zweitens – die abschließenden Ausbauarbeiten, als der Höchste der Erde gebot, sich mit Pflanzenwuchs zu bedecken.
В третий день заканчивается творение земли: первое – формирование континентов, когда Всевышний первый раз сказал «ки тов» – как это хорошо, и второе – окончательные отделочные работы, когда Всевышний повелел земле покрыться растительностью.
Also wurde die Erde bereit als Wohnort. Jetzt eben haben wir von dem erfahren, wovon wir in den ersten Versen des Kapitels gelesen haben: Im Anfang der Erschaffung von Erde und Himmel wurde rakía erschaffen, das Himmel genannt wurde, und es wurden die Kontinente geboren, die der Höchste Erde nannte. Die Tora hat angekündigt, dass es eine Erzählung über Erde und Himmel geben wird, und da hat sie sie erzählt: im Anfang, in den ersten drei Tagen geschah die Erschaffung von Erde und Himmel.
Итак, земля стала готовой как место жительства. Вот теперь мы и узнали о том, о чём читали в первых стихах главы: в начале сотворения земли и неба сотворено раки́я, которое было названо небом, и родились континенты, которые Всевышний назвал землёю. Тора объявила, что будет рассказ о земле и небе, и вот она его рассказала: в начале, в первые три дня произошло творение земли и неба.
Gerade ein solches Lesen des einfachen Sinnes, wenn etwas angekündigt wird und die Tora sagt: „Jetzt beschreibe ich euch das“ – und es beschreibt, ist mir ziemlich nahe. Ich weiß und verstehe, dass es Kommentatoren gibt, die sagen: „Dieses bereschit – im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde – steht überhaupt außerhalb der Schöpfungstage, und das war vorher, und Erde und Himmel standen da und warteten auf den Beginn der Schöpfung“. Auch ein solches Verständnis gibt es. Aber gerade das Lesen im Ganzen bringt mich zu dem Verständnis, dass im ersten Vers angekündigt, erzählt wird: „Jetzt wird die Rede sein von der Erschaffung der Erde und des Himmels“. Und in den ersten drei Tagen wird die Erschaffung der Erde und des Himmels beschrieben. Klar ist, dass es ein weiteres Lesen, eine weitere Entfaltung geben wird, dass die Wörter nicht zufällig gewählt sind, und im Evangelium nach Jochanan wird im Anfang auch nicht zufällig sein. Aber wir ziehen uns, zurückkehrend, hier wieder auf den einfachen Sinn zusammen, wir lesen ja zum ersten Mal.
Именно вот такое прочтение простого смысла, когда что-то объявлено, и Тора говорит: «Сейчас я вам это опишу» – и описывает, мне достаточно близко́. Я знаю и понимаю, что существуют комментаторы, которые говорят: «Вот это берешит – в начале сотворил Бог небо и землю – оно вообще вне дней творения, и это было до, и земля и небо стояли и ждали начала творения». Такое понимание тоже есть. Но вот именно общее прочтение наводит меня на понимание того, что в первом стихе объявлено, рассказано: «Сейчас пойдёт речь о сотворении земли и неба». И в первые три дня описывается сотворение земли и неба. Понятно, что будет дальнейшее прочтение, дальнейшее развитие, что слова выбраны не случайно, и в Евангелии от Йоханана в начале тоже будет не случайно. Но мы снова, возвращаясь, сжимаемся здесь до простого смысла, мы ведь в первый раз читаем.
Der 14. Vers – der Beginn des vierten Tages. Jetzt – so wie der Höchste die Welt schuf – macht Er gleichsam die abschließenden Ausbauarbeiten. Seht, wie parallel das sein wird: der vierte Tag und der erste Tag. Am ersten Tag wurde das Licht erschaffen, alles begann mit dem Licht. Über den vierten Tag lesen wir:
14 стих – начало четвёртого дня. Теперь – как Всевышний творил мир, Он делает как бы окончательные отделочные работы. Посмотрите, насколько это будет параллельно: четвёртый день и первый день. В первый день был сотворён свет, всё началось со света. Про четвёртый день мы читаем:
וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים יְהִי מְאֹרֹת בִּרְקִיעַ הַשָּׁמַיִם לְהַבְדִּיל בֵּין הַיּוֹם וּבֵין הַלָּיְלָה וְהָיוּ לְאֹתֹת וּלְמוֹעֲדִים וּלְיָמִים וְשָׁנִים׃
Wajomer Elohím jehí me’orót birkía haschamájim lehawdíl ben hajom uwén hallájla wehajú le’otót ulmo’adím uljamím weschaním
Ваёмер Элоѓи́м еѓи́ меоро́т бирки́я ѓашама́йим леѓавди́ль бэн ѓаём увэ́н ѓала́йла веѓаю́ леото́т ульмоади́м ульями́м вешани́м
14. Und Gott sprach: „Es sollen Lichter sein am himmlischen Rakía (oder im himmlischen Rakía), um den Tag und die Nacht zu scheiden, und sie sollen Zeichen sein für die Zeiten, und für die Tage, und für die Jahre;
14. И сказал Бог: «Да будут светила на небесном раки́я (или в небесном раки́я), чтобы разделять день и ночь, и будут они знамениями для сроков, и для дней, и для лет;
In Gang gesetzt ist der Prozess der Zeit, die durch Dynamik gemessen wird. Das Licht, das statisch war, wurde zu beweglichem Licht. Und das Licht schaltete um, wurde lebendig durch diese Lichter: So ist der vierte Tag parallel zum ersten. Die Lichter wurden, kann man sagen, zu Glühbirnen des ursprünglichen Lichts auf der erschaffenen, schon fertigen Erde. Genau diesen Grundsatz über die 6 Tage der Schöpfung möchte ich vermitteln: die ersten 3 Tage und die zweiten 3 Tage. Der erste Tag in der zweiten Dreiergruppe ist parallel zum ersten Tag in der ersten Dreiergruppe von Tagen. Und diese Parallelen werden wir gemeinsam im Weiteren noch sehen.
Запущен процесс времени, которое измеряется динамикой. Свет, который был статичным, стал светом подвижным. И свет переключился, о́жил через эти светила: так четвёртый день параллелен первому. Светила, можно сказать, стали лампочками первоначального света на созданной, уже готовой земле. Вот я хочу донести этот принцип про 6 дней творения: 3 дня первых и вторые 3 дня. Первый день во второй тройке параллелен первому дню в первой тройке дней. И эти параллели мы ещё с вами увидим в дальнейшем.
Und der 15. Vers erzählt weiter von der Erschaffung und der Bestimmung der Lichter:
А 15 стих продолжает рассказывать о сотворении и предназначении светил:
וְהָיוּ לִמְאוֹרֹת בִּרְקִיעַ הַשָּׁמַיִם לְהָאִיר עַל־הָאָרֶץ וַיְהִי־כֵן׃
Wehajú lim’orót birkía haschamájim leha’ír al-ha’árez wajhi-chén
Веѓаю́ лимъоро́т бирки́я ѓашама́йим леѓаи́р аль-ѓaа́рец вайѓи-хэ́н
15. Und sie sollen Lichter sein an den Himmeln, um auf der Erde zu leuchten.“ Und es wurde so.
15. И да будут они светилами на небесах, чтобы светить на земле». И стало так.
וַיַּעַשׂ אֱלֹהִים אֶת־שְׁנֵי הַמְּאֹרֹת הַגְּדֹלִים אֶת־הַמָּאוֹר הַגָּדֹל לְמֶמְשֶׁלֶת הַיּוֹם וְאֶת־הַמָּאוֹר הַקָּטֹן לְמֶמְשֶׁלֶת הַלַּיְלָה וְאֵת הַכּוֹכָבִים׃
Wajá’as Elohím et-schené hamme’orót haggedolím et-hammaór haggadól lememschélet hajom we’et-hammaór hakkatón lememschélet hallájla we’ét hakkochawím
Вая́ас Элоѓи́м эт-шенэ́ ѓамеоро́т ѓагедоли́м эт-ѓамао́р ѓагадо́ль лемемше́лет ѓаём веэт-ѓамао́р ѓакат́он лемемше́лет ѓала́йла веэ́т ѓакохави́м
16. Und der HERR machte zwei große Lichter: das große Licht zum Leuchten am Tag, und das kleine Licht als Licht in der Nacht, und die Sterne.
16. И сделал Господь два больших светила: большое светило для свечения днём, и малое светило для света ночью, и звёзды.
Natürlich entsteht die Frage: Es steht geschrieben „zwei große“, und dann steht geschrieben „ein großes und ein kleines“. Wie soll man das denn verstehen? Es gibt einen berühmten Midrasch, der davon spricht, dass der Mond sagte: „Wie kann das sein? Sollen zwei Könige mit einer Krone sein?“ Und der Höchste sagte zu ihm: „Du wirst abnehmen, damit es so etwas nicht gibt.“ Der Mond empörte sich und sagte: „Wie kann das sein? Weil ich etwas Kluges gesagt habe, werde ich bestraft!“ Und obwohl das so ein interessanter Midrasch ist, geht es jetzt nicht um Midraschim. Zwei große Lichter am Himmelsgewölbe – das sind zwei Lichter, die im Vergleich zu den Sternen groß sind. Das eine etwas größer, das andere etwas kleiner. Aber vor dem Hintergrund, wie wir die Sterne sehen, sind sie beide zweifellos groß.
Конечно, возникает вопрос: написано «два больших», а затем написано «большое и маленькое». Как же это понимать? Есть знаменитый мидраш, который говорит о том, что луна сказала: «Как это так? Будут два царя с одной короной?» И Всевышний ей сказал: «Ты будешь уменьшаться, чтоб такого не было». Луна возмутилась и сказала: «Как же так? Из-за того, что я сказала умную вещь, меня наказывают!» И хотя это такой интересный мидраш, но не о мидрашах сейчас речь. Два больших светила на небосводе – это два светила, которые большие по сравнению со звёздами. Одно побольше, другое поменьше. Но на фоне того, как мы видим звёзды, оба они безусловно большие.
וַיִּתֵּן אֹתָם אֱלֹהִים בִּרְקִיעַ הַשָּׁמָיִם לְהָאִיר עַל־הָאָרֶץ׃
WajitténDie russische Umschrift beginnt hier mit „we“; das Hebräische hat jedoch „wa“ mit verdoppeltem t. Die deutsche Umschrift folgt dem Hebräischen: wajittén. otám Elohím birkía haschamájim leha’ír al-ha’árez
Вэйитэ́н ота́м Элоѓи́м бирки́я ѓашама́йим леѓаи́р аль-ѓаа́рец
17. Und der HERR setzte sie an das Gewölbe des Himmels, damit sie auf der Erde leuchteten.
17. И поместил их Господь на свод небесный, чтобы они светили на земле.
וְלִמְשֹׁל בַּיּוֹם וּבַלַּיְלָה וּלֲהַבְדִּיל בֵּין הָאוֹר וּבֵין הַחֹשֶׁךְ וַיַּרְא אֱלֹהִים כִּי־טוֹב׃
Welimschól bajom uwallájla ulhawdíl ben haór uwén hachóschech wajár Elohím ki-tów
Вэлимшо́ль баём увала́йла ульѓавди́ль бэн ѓао́р увэ́н ѓахо́шех вая́р Элоѓи́м ки-то́в
18. Und sie herrschten über Tag und Nacht, schieden zwischen dem Licht und der Finsternis. Und der HERR sah, dass es gut ist.
18. И правили днём и ночью, разделяли между светом и тьмой. И увидел Господь, что это хорошо.
וַיְהִי־עֶרֶב וַיְהִי־בֹקֶר יוֹם רְבִיעִי׃
Wajhi-érew wajhi-bóker jom rewi’í
Вайѓи-э́рев вайѓи-бо́кер ём ревии́
19. Und es war Abend, und es war Morgen: der vierte Tag.
19. И был вечер, и было утро: день четвёртый.
וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים יִשְׁרְצוּ הַמַּיִם שֶׁרֶץ נֶפֶשׁ חַיָּה וְעוֹף יְעוֹפֵף עַל־הָאָרֶץ עַל־פְּנֵי רְקִיעַ הַשָּׁמָיִם׃
Wajomer Elohím jischrezú hammájim schérez néfesch chajá weóf jeoféf al-ha’árez al-pené rekía haschamájim
Ваёмер Элоѓи́м йишрецу́ ѓама́йим ше́рец нэ́феш хая́ вео́ф еофэ́ф аль-ѓаа́рец аль-пенэ́ реки́я ѓашама́йим
20. Und Gott sprach: „Es wimmle das Wasser vom Gewimmel des Lebens; und die Vögel sollen fliegen über der Erde am himmlischen Rakía.“
20. И сказал Бог: «да воскишит вода кишением жизни; и птицы да полетят над землёй по раки́я небесному».
וַיִּבְרָא אֱלֹהִים אֶת־הַתַּנִּינִם הַגְּדֹלִים וְאֵת כָּל־נֶפֶשׁ הַחַיָּה הָרֹמֶשֶׂת אֲשֶׁר שָׁרְצוּ הַמַּיִם לְמִינֵהֶם וְאֵת כָּל־עוֹף כָּנָף לְמִינֵהוּ וַיַּרְא אֱלֹהִים כִּי־טוֹב׃
Wajiwrá Elohím et-hattanniním haggedolím we’ét kol-néfesch hachajá haromésset aschér scharezú hammájim leminehém we’ét kol-óf kanáf leminéhu wajár Elohím ki-tów
Вайивр́а Элоѓи́м эт-ѓатанини́м ѓагедоли́м веэ́т коль-нэ́феш ѓахая́ ѓаромэ́сет аше́р шарецу́ ѓама́йим леминеѓе́м веэ́т коль-о́ф кана́ф леминэ́ѓу вая́р Элоѓи́м ки-то́в
21. Und der HERR schuf große Echsen (große Krokodile, irgendwelche großen Tiere), und jede lebendige kriechende Seele, wovon das Wasser wimmelte, und jeden geflügelten Vogel nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut ist.
21. И сотворил Господь больших ящеров (больших крокодилов, каких-то больших животных), и всякую душу живую ползающую, которыми воскишела вода, и всякую птицу крылатую по виду её. И увидел Бог, что это хорошо.
Viele versuchen, hier Dinosaurier zu finden. Man kann schwer bestreiten, dass es auch Dinosaurier sein können, aber hier wird beschrieben, dass der Höchste Tiere aller Größen erschuf, im Wasser und am Himmel.
Многие пытаются найти здесь динозавров. Трудно поспорить, что это могут быть и динозавры, но здесь описывается то, что Всевышний сотворил животных всех размеров, в воде и в небе.
וַיְבָרֶךְ אֹתָם אֱלֹהִים לֵאמֹר פְּרוּ וּרְבוּ וּמִלְאוּ אֶת־הַמַּיִם בַּיַּמִּים וְהָעוֹף יִרֶב בָּאָרֶץ׃
Wajwárech otám Elohím lemór perú urwú umil’ú et-hammájim bajammím wehaóf jírew ba’árez
Вайва́рех ота́м Элоѓи́м лемо́р перу́ урву́ умилъу́ эт-ѓама́йим баями́м веѓао́ф йи́рев баа́рец
22. Und Gott segnete sie und sprach: „Seid fruchtbar und mehrt euch, und füllt die Wasser der Meere, und die Vögel sollen sich vermehren auf der Erde.“
22. И благословил их Бог, говоря: «плодитесь и размножайтесь, и наполняйте воды морские, и птицы да умножатся на земле».
וַיְהִי־עֶרֶב וַיְהִי־בֹקֶר יוֹם חֲמִישִׁי׃
Wajhi-érew wajhi-bóker jom chamischí
Вайхи-э́рэв вайхи-бо́кер ём хамиши́
23. Und es war Abend, und es war Morgen: Der fünfte Tag.
23. И был вечер, и было утро: День пятый.
Wenn am zweiten Tag die Himmel erschaffen wurden, dann wurden am fünften Tag die himmlischen Tiere erschaffen, das heißt Tiere, die fähig sind, den Himmel zu erreichen. Weder der Mensch noch irgendwelche irdischen Tiere fliegen von ihrer Natur her. Und da die Himmel eine gewisse Dreidimensionalität darstellen, bewegen sich auch die an diesem Tag erschaffenen Tiere nicht nur rückwärts-vorwärts und rechts-links, sondern sind auch fähig, sich nach oben und nach unten zu bewegen. Auf der einen Seite die Vögel, die die Höhen der Himmel erreichen, auf der anderen Seite die Fische, die die Tiefen der Meere erreichen. Das ist eine Parallele zum zweiten Tag und wiederum die Scheidung von Oben und Unten: Da habt ihr die Wasser, die unter den Himmeln sind, in die die Fische eintauchen. Und das ist der Unterschied aller Lebewesen, die am fünften Tag der Schöpfung erschaffen wurden, zu denen, die am sechsten Tag erschaffen werden. Am fünften Tag wurden die erschaffen, die sich dreidimensional bewegen, die Höhe und Tiefe kennen.
Если во второй день были созданы небеса, то в пятый день были созданы животные небесные, то есть животные, способные достигать неба. Ни человек, никакие земные животные не летают по своей природе. И так как небеса представляют собой некоторую трёхмерность, также и созданные в этот день животные двигаются не только назад-вперёд и вправо-влево, но и способны двигаться вверх и вниз. С одной стороны – птицы, которые достигают высот небес, с другой стороны – рыбы, которые достигают глубин морей. Это параллель ко второму дню и опять-таки разделение верха и низа: вот вам воды, которые под небесами, куда погружаются рыбы. И это отличие всех живых существ, созданных в пятый день творения, от тех, которые будут созданы в день шестой. В пятый день созданы те, кто двигается трёхмерно, кто знает высоту и глубину.
Es gibt noch ein wichtiges Detail des fünften Schöpfungstages, das man nicht unerwähnt lassen kann – das ist der Segen. Der Höchste segnet die Fische und die Vögel. Er segnet sie, fruchtbar zu sein und sich zu mehren. Ich sage sehr oft, dass im Russischen Segen so etwas wie ein gutes Wort ist, ähnlich dem lateinischen benedictio – GutsprechenDas russische Wort für „Segen“ ist aus „gut“ und „Wort“ zusammengesetzt, ähnlich wie das lateinische benedictio. Das deutsche Wort „Segen“ ist anders gebildet; der Satz ist trotzdem wörtlich übersetzt.. Im Hebräischen ist Segen – wie ein Anschluss an die Steckdose. Der Höchste hat diese Tiere gleichsam in Sein Bionetz, Energienetz eingeschaltet und sagt ihnen: „Jetzt seid fruchtbar und mehrt euch.“ Zum ersten Mal erhielt jemand nicht nur einen Segen, sondern auch eine Aufgabe. Und das geht immer zusammen – Aufgabe und Segen. Und das ist die Besonderheit des fünften Tages. Wir werden das auch an den folgenden Tagen sehen. Und den Segen werden wir im Verlauf der ganzen Schrift wiederholt sehen.
Есть ещё одна важная деталь пятого дня творения, которую нельзя не отметить – это благословение. Всевышний благословляет рыб и птиц. Благословляет их плодиться и размножаться. Я очень часто говорю о том, что на русском языке благословение – это какое-то доброе слово, похожее на латинское benedictio – хорошоговорение. В иврите благословение – это как подсоединение к розетке. Всевышний словно включил этих животных в Свою биосеть, энергосеть и говорит им: «Теперь вы плодитесь и размножайтесь». Впервые кто-то получил не только благословение, но и задачу. А это всегда идёт вместе – задача и благословение. И это особенность пятого дня. Мы увидим это и в дальнейшие дни. А благословение мы на протяжении всего Писания будем видеть неоднократно.
Der sechste Tag:
Шестой день:
וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים תּוֹצֵא הָאָרֶץ נֶפֶשׁ חַיָּה לְמִינָהּ בְּהֵמָה וָרֶמֶשׂ וְחַיְתוֹ־אֶרֶץ לְמִינָהּ וַיְהִי־כֵן׃
Wajomer Elohím tozé ha’árez néfesch chajá leminá behemá warémes wechajto-érez leminá wajhi-chén
Ваёмер Элоѓи́м тоцэ́ ѓаа́рец нэ́феш хая́ лемина́ беѓема́ варэ́мес вехайто-э́рец лемина́ вайѓи-х́эн
24. Und Gott sprach: „Es ziehe heraus, ES HOLE AUS SICH HERVOR DIE ERDE lebendige Seele nach ihrer Art, Vieh und Kriechtiere und wilde Tiere nach ihrer Art.“ Und es wurde so.
24. И сказал Бог: «Пусть вытащит, ИЗВЛЕЧЁТ ИЗ СЕБЯ ЗЕМЛЯ душу живую по виду её, скот и пресмыкающихся, и диких животных по виду их». И стало так.
וַיַּעַשׂ אֱלֹהִים אֶת־חַיַּת הָאָרֶץ לְמִינָהּ וְאֶת־הַבְּהֵמָה לְמִינָהּ וְאֵת כָּל־רֶמֶשׂ הָאֲדָמָה לְמִינֵהוּ וַיַּרְא אֱלֹהִים כִּי־טוֹב׃
Wajá’as Elohím et-chaját ha’árez leminá we’et-habbehemá leminá we’ét kol-rémes ha’adamá leminéhu wajár Elohím ki-tów
Вая́ас Элоѓи́м эт-хая́т ѓаа́рец лемина́ веэт-ѓабеѓема́ лемина́ веэ́т коль-рэ́мес ѓаадама́ леминэ́ѓу вая́р Элоѓи́м ки-то́в
25. Und der HERR schuf alle Tiere der Erde nach ihrer Art, und das Vieh nach seiner Art, und alle Kriechtiere auf der Erde nach ihrer Art. Und der HERR sah, dass es gut ist.
25. И сотворил Господь всех животных земли по виду их, и скотину по виду её, и всяких пресмыкающихся на земле по виду их. И увидел Господь, что это хорошо.
Wir haben also gesagt, dieser sechste Tag ist parallel zum letzten Schliff bei der Erschaffung der Erde. Und Er bevölkert an diesem Tag diese geschliffene, fertiggestellte Erde mit Tieren, die auf der Erde gehen werden. Sie werden nicht die Möglichkeit haben zu fliegen, sie werden nicht die Möglichkeit haben zu schwimmen. Das heißt, schwimmen können sie, aber sie sind keine Wassertiere, sie können nicht in die Tiefen des Wassers hinabsteigen, ihnen ist bestimmt, an die Oberfläche der Erde „gebunden“ zu sein.
Итак, мы сказали, это шестой день параллелен последней шлифовке при сотворении земли. И Он в этот день населяет вот эту отшлифованную, доделанную землю животными, которые будут ходить по земле. У них не будет возможности летать, у них не будет возможности плавать. То есть плавать они могут, но они не водоплавающие, они не могут опускаться в водные глубины, им суждено быть «привязанными» к поверхности земли.
Die Welt ist also fast, fast fertig. Und der ganze göttliche Plan in Bezug auf die Schöpfung ist fast verwirklicht. Es fehlt dieser Welt nur… nur der Mensch.
Итак, мир почти, почти доделан. И весь Божественный замысел в отношении сотворения почти реализован. Не хватает для этого мира только… только человека.
וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים נַעֲשֶׂה אָדָם בְּצַלְמֵנוּ כִּדְמוּתֵנוּ וְיִרְדּוּ בִדְגַת הַיָּם וּבְעוֹף הַשָּׁמַיִם וּבַבְּהֵמָה וּבְכָל־הָאָרֶץ וּבְכָל־הָרֶמֶשׂ הָרֹמֵשׂ עַל־הָאָרֶץ׃
Wajomer Elohím na’assé adám bezalménu kidmuténu wejirdú widgát hajám uw’óf haschamájim uwabbehemá uwchol-ha’árez uwchol-harémes haromés al-ha’árez
Ваёмер Элоѓи́м наасэ́ ада́м бецальмэ́ну кидмутэ́ну вейирду́ видга́т ѓая́м увъо́ф ѓашама́йим увабеѓема́ увхоль-ѓаа́рец увхоль-ѓарэ́мес ѓаромэ́с аль-ѓаа́рец
26. Und Gott sprach: „lasst uns den Menschen erschaffen mit unserem Bild, wie Unsere Ähnlichkeit, damit er herrsche über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die kriechen auf der Erde“.
26. И сказал Бог: «сотворим человека образом нашим, как подобие Наше, чтобы он господствовал над рыбами морскими, и над птицами небесными, и над скотиной, и над всею землёю, и над всякими пресмыкающимися, пресмыкающимися на земле».
Na’assé adám – lasst uns den Menschen erschaffen. Das Wort na’assé steht im Plural – Wir werden machen. Wie viel ist dazu nicht schon alles gesagt worden! Jemand hat darin sofort die Dreifaltigkeit erblickt, gesehen und gesagt: „Da, seht ihr, es sind doch drei!“ Jemand sagt, dass na’assé der Pluralis Majestatis ist, wie seinerzeit der russische Zar schrieb: „Wir, Nikolaus II.“ Eine solche Form – der Pluralis Majestatis – kommt im Tanach noch einige Male vor, und deshalb kann man sie hier durchaus annehmen. So sagt zum Beispiel Daniel: „Die Bedeutung des Traums werden wir dem König sagen“, ebenfalls im Plural. Obwohl sich das größtenteils gerade auf Gott bezieht. In den benachbarten semitischen Sprachen, bei anderen semitischen Völkern ist es ebenfalls üblich, dass Gott von Sich im Plural spricht. Derselbe Koran, den wir hier ausschließlich als Quelle der Grammatik anführen, als Beispiel der Sprache, keinesfalls als maßgeblichen Text, sagt náchnu (wir). Das heißt, ein solcher Gebrauch, eine solche Form ist durchaus zulässig.
Наасэ́ ада́м – сотворим человека. Слово наасэ́ стоит во множественном числе – Мы сделаем. Сколько всего сказано по этому поводу! Кто-то в этом сразу же троицу усмотрел, увидел и сказал: «Вот, видите, их же трое!» Кто-то говорит, что наасэ́ – это множественное величественное, как в своё время писал российский царь: «Мы, Николай II». Подобная форма – множественное величественное – встречается ещё несколько раз в Танахе, и поэтому её здесь вполне можно допустить. Так, например, Даниэль говорит: «Значение сна скажем царю», тоже во множественном числе. Хотя, по большей части, это относится именно к Богу. В соседних семитских языках, у других семитских народов тоже принято, что Бог говорит о Себе во множественном числе. Тот же Коран, который мы приводим здесь исключительно как источник грамматики, как пример языка, ни в коем случае не как авторитетный текст, говорит на́хну (мы). То есть такое использование, такая форма вполне допустима.
Noch eine Variante – eine gewisse feierliche Form: „Achtung! Achtung! Möge die ganze Schöpfung, alles, was soeben erschaffen wurde, auf das schauen, was jetzt geschehen wird!“ Die Feierlichkeit des Augenblicks, in dem die ganze Welt als Wohnung vorbereitet ist, und nicht nur als Wohnung, sondern auch als Ort der Herrschaft Adams. Man kann sagen, dass Wir na’assé im Namen des ganzen Weltalls gesagt ist, seines himmlischen Teils und seines irdischen, das ist einfach ein Fest des Weltalls.
Ещё один вариант – некая торжественная форма: «Внимание! Внимание! Пусть всё творение, всё, что только что сотворено, смотрит на то, что сейчас будет происходить!» Торжественность момента, когда весь мир подготовлен как жильё, и не только жильё, но и как место царствования Адама. Можно сказать, что Мы наасэ́ – это от лица всего мироздания, небесной его части и земной, это просто праздник мироздания.
Noch ein Verständnis von na’assé adám: lasst uns erschaffen zusammen mit dem Menschen selbst. Das heißt, der Mensch, der Willensfreiheit besitzt, Wahlfreiheit besitzt, schöpferisches Potenzial besitzt, ist Mitbeteiligter des Schöpfers an seiner eigenen Erschaffung (wir werden später, wenn wir über den Begriff dmút (Ähnlichkeit) sprechen, das etwas ausführlicher berühren). Der Mensch gestaltet sich als Mensch, macht sich menschlicher oder göttlicher, man kann es so und so betrachten, aber das ist doch schon nicht mehr der einfache Sinn des Textes.
Ещё одно понимание наасэ́ ада́м: сотворим вместе с самим человеком. То есть человек, обладая свободой воли, обладая свободой выбора, обладая творческим потенциалом, является соучастником Творца в собственном сотворении (мы позже, когда будем говорить о понятии дму́т (подобие), коснёмся этого чуть подробнее). Человек устрояет себя как человека, делает себя человечнее или божественнее, можно и так и так посмотреть, но это уже всё-таки не простой смысл текста.
Der Höchste verkündet und sagt: „Na’assé adám (Lasst uns den Menschen erschaffen) bezalménu (mit Unserem Bild) kidmuténu (hier bedeutet die Präposition כִּ (ki) wie) wie Unsere Ähnlichkeit oder nach Unserer Ähnlichkeit oder damit er Unsere Ähnlichkeit sei“. Oft übersetzt man „nach Unserem Bild und nach Unserer Ähnlichkeit“. Beachtet, hier sind zwei verschiedene Präpositionen. Die erste, בְּ (be), bezalménu, über sie haben wir schon ganz am Anfang gesprochen. Das kann „mit Unserem Bild als Werkzeug“ sein, also „mit Hilfe Unseres Bildes“, mit Hilfe eines gewissen Geräts, das zélem heißt, vielleicht so eine Schablone oder irgendein Förmchen zum Ausstechen von Mürbeteig. Man kann sich alles Mögliche zusammenfantasieren. Aber tatsächlich kann man hier übersetzen – mit Unserem Bild, nach Unserer Ähnlichkeit. Wieder sagen wir (wir sind es gewohnt zu sagen): „Der Mensch ist nach Unserem Bild und Unserer Ähnlichkeit geschaffen“. Hier gibt es kein „und“! Hier kann man sagen „mit dem Bild, wie mit der Ähnlichkeit“, man kann sagen „im Bild, wie in der Ähnlichkeit“. Und man kann das verschieden übersetzen.
Всевышний провозглашает и говорит: «Наасэ́ ада́м (Сотворим человека) бецальмэ́ну (образом Нашим) кидмутэ́ну (здесь предлог כִּ (ки) означает как) как подобие Наше или по подобию Нашему, или чтобы он был Нашим подобием». Часто переводят «по образу Нашему и по подобию Нашему». Обратите внимание, здесь два разных предлога. Первый בְּ (бэ), бэцальмэ́ну, о нём мы уже сказали в самом начале. Это может быть «образом Нашим как инструментом», то есть «с помощью Нашего образа», с помощью некоего прибора, который называется це́лем, может быть, такое лекало или какая-то формочка для вырезания по песочному тесту. Можно нафантазировать что угодно. Но, действительно, можно перевести здесь – образом Нашим, по подобию Нашему. Снова мы говорим (привыкли говорить): «человек создан по образу и подобию Нашему». Здесь нет «и»! Здесь можно сказать «образом, как подобием», можно сказать «в образе, как в подобии». И можно по-разному это переводить.
Zélem – das ist Form. Semantisch nahe Wörter zum Wort zélem sind zum Beispiel zel (Schatten) oder zaláf (Scharfschütze) – der, der den nötigen Punkt trifft. Das heißt, zélem ist die genau wiedergegebene Form irgendeines Gegenstands oder die genau bewahrte, genau bestimmte Form von etwas.
Це́лем – это форма. Семантически близкие слова к слову це́лем, например, цель (тень) или цала́ф (снайпер) – тот, кто попадает в нужную точку. То есть це́лем – это точно переданная форма какого-то предмета или точно сохранённая, точно определённая форма чего-то.
Dmut – das ist Ähnlichkeit, Kongruenz, die Fähigkeit, ähnlich zu sein. Wenn wir vom Wort adám sprechen, kann man auch darin genau diese Wurzel finden. Adam – das ist der, der ähnlich werden wird, also: „Lasst uns einen ‚Ähnlichwerder‘ erschaffen“. Den Namen Adám, den haben wir jetzt eben so leicht gelesen. Wenn wir ihn zum ersten Mal lesen, kann man Adám in der allereinfachsten Bedeutung übersetzen (wie es Bibelkritiker gewöhnlich lieben) – rotwangig. Adám kann man übersetzen als der, der ähnlich werden wird. Adám kann man übersetzen als der, der fähig sein wird zu fantasieren. Fantasieren – das heißt erschaffen, sich etwas Neues ausdenken. So viel steckt darin!
Дмут – это подобие, конгруэнтность, способность быть похожим. Если мы говорим о слове ада́м, в нём тоже можно найти вот этот корень. Адам – это тот, кто будет уподобляться, то есть: «Создадим «уподоблялку». Имя Ада́м, мы его вот сейчас так легко прочитали. Когда мы читаем его в первый раз, Ада́м можно перевести в самом простом значении (как обычно любят библейские критики) – румяный. Ада́м можно перевести как тот, кто будет уподобляться. Ада́м можно перевести как тот, кто будет способен фантазировать. Фантазировать – значит творить, придумывать что-то новое. Так много в этом!
Man kann sagen: „Wir werden einen Menschen erschaffen, der Uns ähnlich sein wird, und fantasieren wird, ein Schöpfer sein wird, genauso wie Wir“. Hier ist gerade jener Fall, in dem der einfache Sinn selbst zulässt, eine Masse verschiedener Auslegungen anzunehmen.
Можно сказать: «Мы сотворим человека, который будет подобен Нам, и будет фантазировать, будет творцом таким же, как Мы». Здесь как раз тот самый случай, когда простой смысл сам позволяет допустить массу разных толкований.
Man kann sagen: „Wir werden einen Menschen-Schöpfer erschaffen, einen Menschen nach Unserem Bild, wie Unsere Ähnlichkeit, Uns ähnlich, damit er, wie auch Wir, was tue? – herrsche!“
Можно сказать: «Мы сотворим человека-творца, человека по образу Нашему, как подобие Наше, подобного Нам, чтобы он, как и Мы, что делал? – господствовал!»
Die Aufzählung der potenziellen Untertanen des Menschen geht in der Reihenfolge, in der sie erschaffen wurden. Schon ganz am Anfang, bei der Erschaffung der Himmelslichter, bei der Erschaffung der Zeit, sah der Höchste den Rahmen der Existenz des Menschen vor, denn gerade der Mensch wird ja diese Zeichen der Tage und Fristen haben. Und bei der Erschaffung der Tiere erschuf Er sie dazu, dass der Mensch über sie herrsche. Und da sehen wir, die Tiere werden in der Reihenfolge aufgezählt, in der sie erschaffen wurden.
Перечисление потенциальных подданных человека идёт по тому порядку, как они созданы. Ещё с самого начала, создавая светила, создавая время, Всевышний предусматривал рамки существования человека, ведь именно человек и будет иметь эти знамения дней и сроков. И, создавая животных, создавал их для того, чтобы человек над ними царствовал. И вот мы видим, животные перечисляются в том порядке, в котором они создавались.
Der Höchste sagt: „Ich werde ihn als König einsetzen über die Fische und über die Vögel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die kriechen auf der Erde“. Das ist das Ziel der Erschaffung des Menschen.
Всевышний говорит: «Я его воцарю и над рыбами, и над птицами, и над скотиной, и над всею землёю, и над всеми пресмыкающимися, пресмыкающимися на земле». Это – цель сотворения человека.
Im zweiten Kapitel werden wir alles sehr-sehr-sehr-sehr ausführlich lesen – wie es war und warum es so war und nicht anders. Aber wir, ihr und ich, haben das zweite Kapitel ja bisher noch nicht gelesen und nicht einmal aus dem Augenwinkel hineingeschaut, so haben wir es ja abgemacht. Deshalb sagt der Höchste vorerst so: „Ich werde den Menschen erschaffen, damit er Hausverwalter sei in genau diesem allerwunderbarsten Haus, das Ich in zwei Etappen erschaffen habe. Zuerst habe Ich es gebaut, dann habe Ich es in derselben Reihenfolge geschmückt“. Wir haben über diese Ebenen gesprochen. Hier ist der Abschluss, das Kirschlein auf der Torte des Universums. Das ist Adam, der all das verwalten wird.
Во второй главе мы очень-очень-очень-очень подробно всё прочитаем – как это было, и почему это было так, а не иначе. Но мы-то пока с вами вторую главу не читали, и даже краем глаза туда не заглядывали, мы ж так договорились. Поэтому пока Всевышний говорит так: «Я сотворю человека для того, чтобы он был управдомом вот в этом самом замечательном доме, который Я сотворил в два этапа. Сначала Я его построил, потом Я его в том же порядке украсил». Мы говорили про эти уровни. Здесь – завершение, вишенка на торте Вселенной. Это Адам, который будет всем этим управлять.
וַיִּבְרָא אֱלֹהִים אֶת־הָאָדָם בְּצַלְמוֹ בְּצֶלֶם אֱלֹהִים בָּרָא אֹתוֹ זָכָר וּנְקֵבָה בָּרָא אֹתָם׃
Wajiwrá Elohím et-ha’adám bezalmó bezélem Elohím bará oto sachár unkewá bará otám
Вайивра́ Элоѓи́м эт-ѓаада́м бецальмо́ бецэ́лем Элоѓи́м бара́ ото заха́р ункева́ бара́ ота́м
27. Und der HERR schuf den Menschen nach Seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf Er ihn; Mann und Frau schuf Er sie.
27. И сотворил Господь человека по образу Своему, по образу Божьему сотворил его; мужчину и женщину сотворил их.
Wir haben schon gesagt, dass bezalmó – das heißt mit Hilfe Seines zélem oder nach Seinem zélem. Sehr wichtig ist, dass die Absicht im 26. Vers ja war, bezélem kidmút zu erschaffen, also mit dem Bild (oder nach dem Bild) zu erschaffen, wie eine Ähnlichkeit. In diesem Vers ist nicht gesagt wie eine Ähnlichkeit. Und viele sagen, dass wie eine Ähnlichkeit möglicherweise das ist, was der Mensch noch zeigen muss. Der HERR schuf ihn bezélem, damit der Mensch selbst beschließt, kidmút zu sein, selbst beschließt, dem Höchsten ähnlich zu werden. In seinem ursprünglichen Potenzial ist das nicht erzwungen, das ist nicht festgeschrieben: Das ist eine Frage seiner Wahl.
Мы уже сказали, что бецальмо́ – это с помощью це́лема Своего, или по це́лему Своему. Очень важно, что замысел-то был в 26 стихе сотворить бецэ́лем кидму́т, то есть сотворить образом (или по образу), как подобие. В этом стихе не сказано как подобие. И многие говорят, что как подобие – это возможно то, что человек ещё должен проявить. Господь сотворил его бецэ́лем, чтобы человек сам решил быть кидму́т, сам решил уподобляться Всевышнему. В его изначальном потенциале это не насильственно, это не прописано: это вопрос его выбора.
Zu diesen Begriffen, bezélem und kidmút (oder wie es anders klingen wird – bedmút und kizelém), werden wir im 5. Kapitel zurückkehren. Dort werden wir diese Wörter, je nachdem wie sie gebraucht werden, wieder auseinandernehmen und die Frage beantworten, warum hier so geschrieben steht und dort anders, warum sich dort die Wortfolge geändert hat und warum die Präpositionen gewechselt haben. Aber wieder: Wir, ihr und ich, haben das fünfte Kapitel ja bisher noch nicht gelesen.
К этим понятиям, бецэ́лем и кидму́т (или как это будет звучать по-другому – бедму́т и кицэле́м) мы вернёмся в 5 главе. Там по мере употребления этих слов мы их снова разберём и ответим на вопрос, почему здесь написано так, а там иначе, почему там изменился порядок слов и почему поменялись предлоги. Но снова мы же пока с вами не читали пятой главы.
Ursprünglich ist Adam kein Junge, das ist nicht der Ehemann Chawas. Ursprünglich ist Adam Junge und Mädchen, Mann und Frau zusammen. Im zweiten und dritten Kapitel (wieder greife ich vor, was soll man machen) werden wir sehen, wie sie sich getrennt haben, aber vorerst lesen wir: sachár unkewá bará otám – Mann und Frau schuf Er sie. Ursprünglich schuf Er sie – Mann und Frau. Es gibt einen Adam, und das ist Mann und Frau. Das ist es, was wir jetzt lesen. Was weiter sein wird, erfahren wir weiter.
Изначально Адам – это не мальчик, это не муж Хавы. Изначально Адам – это мальчик и девочка, мужчина и женщина вместе. Во второй и третьей главах (снова забегу вперёд, куда ж деваться) мы увидим, как они разделились, но пока мы читаем: заха́р ункева́ бара́ ота́м – мужчину и женщину сотворил их. Изначально сотворил их – мужчину и женщину. Есть один Адам, и это мужчина и женщина. Это то, что мы сейчас читаем. Что будет дальше, мы узнаем дальше.
וַיְבָרֶךְ אֹתָם אֱלֹהִים וַיֹּאמֶר לָהֶם אֱלֹהִים פְּרוּ וּרְבוּ וּמִלְאוּ אֶת־הָאָרֶץ וְכִבְשֻׁהָ וּרְדוּ בִּדְגַת הַיָּם וּבְעוֹף הַשָּׁמַיִם וּבְכָל־חַיָּה הָרֹמֶשֶׂת עַל־הָאָרֶץ׃
Wajwárech otám Elohím wajomer lahém Elohím perú urwú umil’ú et-ha’árez wechiwschúha urdú bidgát hajám uw’óf haschamájim uwchol-chajá haromésset al-ha’árez
Вайва́рех ота́м Элоѓи́м ваёмер лаѓе́м Элоѓи́м перу́ урву́ умилъу́ эт-ѓаа́рец вехившу́ѓа урду́ бидга́т ѓая́м увъо́ф ѓашама́йим увхоль-хая́ ѓаромэ́сет аль-ѓаа́рец
28. Und schon jetzt segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: „seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und unterwerft sie und herrscht über den Fisch und über den Vogel des Himmels und über jedes Tier, das auf der Erde kriecht“.
28. И уже сейчас Бог благословил их и сказал им Бог: «плодитесь и размножайтесь, и наполняйте землю, и покоряйте её, и владычествуйте над рыбой, и над птицей небесной, и над всяким животным, пресмыкающимся на земле».
Die Erde wird sich nicht von selbst unterwerfen, unterwerft sie, das heißt, gestaltet sie nach eurer Art um. Wir werden das noch sehen, aber es gibt da so ein interessantes Beispiel: Je weiter die Zivilisation voranschreitet, desto mehr gerade Formen. Der Höchste hat eine Welt erschaffen, in der es praktisch keine geraden Linien gibt. Weder in der Tierwelt noch in der Pflanzenwelt. Man sollte meinen, die einfachste Lösung ist die Gerade. Nein, beim Höchsten gibt es das nicht. Und der Mensch, indem er die Erde füllt, die Erde umgestaltet (nach einer der Versionen, nach einer der Sichtweisen), füllt sie mit seinen geraden Linien. Und auf diese Weise unterwirft er sie. Das heißt, die Schöpfung muss sich dem Menschen erst noch unterwerfen. Wir werden im 2. Kapitel noch einmal darauf zurückkommen, ausführlicher. Urdú bidgát hajám – regiert, herrscht als Diktatoren, regiert mit eiserner Hand. Das Wort lerdót bedeutet ernsthafte, harte, dominierende Herrschaft. Rodán (Diktator) – stammt von derselben Wurzel.
Земля не будет сама покорена, покоряйте её, то есть переделывайте её на свой лад. Мы ещё увидим это, но такой вот есть интересный пример: чем дальше движется цивилизация, тем больше прямых форм. Всевышний сотворил мир, в котором практически нет прямых линий. Ни в животном мире, ни в растительном. Казалось бы, самое простое решение – прямая. Нет, у Всевышнего этого нет. И человек, наполняя землю, преобразуя землю (по одной из версий, по одному из взглядов), наполняет её своими прямыми линиями. И таким образом покоряет её. То есть творение должно ещё покориться человеку. Мы ещё раз во 2 главе к этому вернёмся, более подробно. Урду́ бидга́т ѓая́м – правьте, диктаторствуйте, правьте железною рукою. Слово лердо́т означает серьёзное, жёсткое, доминирующее правление. Рода́н (диктатор) – от этого же корня происходит.
Also, alles ist vollendet: Es gibt eine Welt, es gibt einen Herrn dieser Welt. Jetzt braucht es Benzin, Treibstoff, Batterien, um diesen ganzen Mechanismus in Gang zu halten.
Итак, всё закончено: есть мир, есть хозяин этого мира. Теперь нужен бензин, горючее, батареи для поддержания всего этого механизма.
וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים הִנֵּה נָתַתִּי לָכֶם אֶת־כָּל־עֵשֶׂב זֹרֵעַ זֶרַ אֲשֶׁר עַל־פְּנֵי כָל־הָאָרֶץ וְאֶת־כָּל־הָעֵץ אֲשֶׁר־בּוֹ פְרִי־עֵץ זֹרֵעַ זָרַע לָכֶם יִהְיֶה לְאָכְלָה׃
Wajomer Elohím hinné natátti lachém et-kol-éssew soréa séra aschér al-pené chol-ha’árez we’et-kol-ha’éz ascher-bó feri-éz soréa sára lachém jihjé le’ochlá
Ваёмер Элоѓи́м ѓинэ́ ната́ти лахэ́м эт-коль-э́сев зорэ́я зэ́ра аше́р аль-пенэ́ холь-ѓаа́рец веэт-коль-ѓаэ́ц ашер-бо́ фери-э́ц зорэ́я за́ра лахэ́м йиѓйе́ леохла́
29. Und Gott sprach: „Siehe, Ich habe euch alles Gras gegeben, das Samen sät, das auf der ganzen Erde ist, und jeden Baum, in dem Frucht des Baumes ist, der Samen sät, euch wird es zur Speise sein.
29. И сказал Бог: «Вот Я дал вам всякую траву, сеющую семя, которая по всей земле, и всякое дерево, в котором плод дерева, сеющее семя, вам будет в пищу.
Warum sagt man: das Samen sät? Das Gras wird sich erneuern. Das System ist so eingerichtet, dass man keinen Treibstoff nachfüllen muss. Das Gras wird sich auf der ganzen Erde erneuern.
Почему говорят: сеющую семя? Трава будет восполняться. Система устроена так, что горючее не надо подливать. Трава будет восполняться по всей земле.
וּלְכָל־חַיַּת הָאָרֶץ וּלְכָל־עוֹף הַשָּׁמַיִם וּלְכֹל רוֹמֵשׂ עַל־הָאָרֶץ אֲשֶׁר־בּוֹ נֶפֶשׁ חַיָּה אֶת־כָּל־יֶרֶק עֵשֶׂב לְאָכְלָה וַיְהִי־כֵן׃
Ulchol-chaját ha’árez ulchol-óf haschamájim ulchól romés al-ha’árez ascher-bó néfesch chajá et-kol-jérek éssew le’ochlá wajhi-chén
Ульхоль-хая́т ѓаа́рец ульхоль-о́ф ѓашама́йим ульхо́ль ромэ́с аль-ѓаа́рец ашер-бо́ нэ́феш хая́ эт-коль-е́рек э́сев леохла́ вайѓи-хэ́н
30. Und für alle Tiere und für alle Vögel des Himmels und für alles Kriechende auf der Erde, in denen eine lebendige Seele ist, – alles grüne Gewächs zur Speise“. Und es wurde so.
30. И для всех животных, и для всех птиц небесных, и для всяких пресмыкающихся на земле, в которых душа живая, – всякая зелёная растительность в пищу». И стало так.
Und es wurde so – das heißt, die Tierwelt passte sich an, ihre Energie und ihre Kraft von den Pflanzen zu bekommen. Davor haben sie sich offenbar einige Tage nicht direkt ernährt, und zumindest einige Stunden ernährten sie sich von der Kraft, der Energie Gottes. Wir sprechen darüber viel, als so einen Midrasch, dass der Mensch nicht vom Brot selbst lebt, sondern vom Wort Gottes (so kam in der Wüste das man vom Himmel herab). Davor, im Prozess der Erschaffung, erhielten die Tiere Nahrung durch eben jene Worte, durch die sie erschaffen worden waren.
И стало так – то есть животный мир приспособился получать свою энергию и свою силу от растений. До этого, видимо, не питались напрямую несколько дней и, по крайней мере, несколько часов они питались силой, энергией Божьей. Мы говорим об этом много, как такой мидраш, что человек живёт не самим хлебом, а словом Божьим (так в пустыне ман сходил с небес). До этого, в процессе сотворения, животные получали пищу через те самые слова, которыми они были созданы.
וַיַּרְא אֱלֹהִים אֶת־כָּל־אֲשֶׁר עָשָׂה וְהִנֵּה־טוֹב מְאֹד וַיְהִי־עֶרֶב וַיְהִי־בֹקֶר יוֹם הַשִּׁשִּׁי׃
Wajár Elohím et-kol-aschér assá wehinne-tów me’ód wajhi-érew wajhi-bóker jom haschischí
Вая́р Элоѓи́м эт-коль-аше́р аса́ веѓине-то́в мео́д вайѓи-э́рев вайѓи-бо́кер ём ѓашиши́
31. Und der HERR sah alles, was Er geschaffen hatte, und siehe, all das ist sehr gut. Und es war Abend, und es war Morgen: der sechste Tag.
31. И увидел Господь всё, что Он сотворил, и вот всё это очень хорошо. И был вечер, и было утро: день шестой.
Das ist eine kurze, gehaltvolle, lebendige Beschreibung des Kapitels. Wie ich versprochen habe, habe ich mich bemüht, nicht tief in die verborgenen Bedeutungen zu gehen, sondern über den einfachen Sinn zu sprechen. Ich hoffe, auch der einfache Sinn hat sich für euch als interessant erwiesen.
Это короткое, ёмкое, яркое описание главы. Как я и обещал, я постарался в тайные смыслы глубоко не уходить, а поговорить о простом смысле. Надеюсь, и простой смысл оказался вам интересен.
Bürger und Gäste Edens (2,1–25)
Граждане и гости Эдена (2:1-25)
In Kapitel 1, das wohl alle kennen und in Erinnerung haben, ging es um die sechs Tage der Schöpfung, um die Erschaffung all dessen, was wir Natur nennen, und um die Erschaffung des Menschen. Die ersten Verse unseres zweiten Kapitels schließen gleichsam ab, was im ersten gesagt wurde.
В 1 главе, которую, наверное, все знают и помнят, речь шла о шести днях Творения, о создании всего того, что мы называем природой, и о сотворении человека. Первые стихи нашей второй главы как бы завершают то, что было сказано в первой.
וַיְכֻלּוּ הַשָּׁמַיִם וְהָאָרֶץ וְכָל־צְבָאָם:
wajchullú haschamájim weha’árez wechol-zewa’ám
вайхулу́ ѓашама́йим веѓаа́рец вехоль-цеваа́м
1. Und vollendet wurden (oder und es vollendeten sich) der Himmel und die Erde und ihr ganzes Heer.
1. И завершены были (или и завершились) небо и земля, и всё воинство их.
Das Wort wajchullú bedeutet wurden vollendet, wie das Passiv wurde geboren, aber man kann es auch übersetzen als kam zur Welt, hier gibt es so einen eigenartigen Übergang: Einerseits wurden sie vollendet, andererseits erhielten sie eine gewisse Selbstständigkeit oder Abgeschlossenheit. Wenn ich sage geboren-sich, trotz dieses -sich am Ende, habe ich nicht mich selbst geboren, aber von diesem Moment an schalte ich mich als „Ich“ ein und beginne, ich selbst zu sein. Und, kehren wir zu unserem Vers zurück, auf den Himmel und die Erde bezogen: Sie erlangten Ganzheit, erlangten Existenz – der Himmel und die Erde und ihr ganzes Heer.
Слово вайхулу́ означает были завершены, как страдательный залог был рожден, но можно перевести и как родился, здесь такой своеобразный переход: с одной стороны, они были завершены, с другой стороны, они получили некоторую самостоятельность, или завершённость. Когда я говорю родился, несмотря на вот это -ся в конце, я себя не родил, но с этого момента я включаюсь как «я» и начинаю быть собой. И, возвратимся к нашему стиху применительно к небу и земле, они обрели целостность, обрели существование – небо и земля, и всё воинство их.
וַיְכַל אֱלֹהִים בַּיּוֹם הַשְּׁבִיעִי מְלַאכְתּוֹ אֲשֶׁר עָשָׂה וַיִּשְׁבֹּת בַּיּוֹם הַשְּׁבִיעִי מִכָּל־מְלַאכְתּוֹ אֲשֶׁר עָשָׂה׃
wajchál elohim bajom haschewi’í melachtó aschér assá wajischbót bajom haschewi’í mikkol-melachtó aschér assá
вайхА́ль элоЃим баём Ѓашевии́ мелахто́ АШЕ́Р асА́ ВАЙИШБО́Т БАЁМ ЃАШЕВИи́ МИКОЛЬ-МЕЛАХТО́ АШЕ́Р АСА́
2. Und Gott vollendete am siebten Tag all seine Arbeit, die Er tat. und ruhte, Hörte am siebten Tag mit jeder Arbeit auf, die Er tat.
2. И завершил Бог в седьмой день всю свою работу, которую Он делал. и отдыхал, Прекратил в седьмой день всякую работу, которую делал.
Die überwältigende Mehrheit übersetzt hier ungenau: bis zum siebten Tag vollendet. Denn natürlich drückt auf uns die Fortsetzung dieses Verses, die sagt: „Und der HERR ruhte sich am siebten Tag aus“ oder „Und der HERR ruhte am siebten Tag“. Aber in Wirklichkeit sagt der Text (und gibt keinen Anlass zu diesem zweiten Verständnis): „Am siebten Tag vollendete der HERR all seine Arbeit, die Er tat“. Gerade der siebte Tag als Tag der Ruhe vollendet, vollbringt die ganze Schöpfung. Ohne diesen Tag der Ruhe, ohne den siebten Tag, der die Schöpfung krönen wird, ist sie nicht vollendet, deshalb vollendete der Höchste gerade am siebten Tag die ganze Arbeit, die Er tat. Das Wort schwitá bedeutet heutzutage Streik, Arbeitsniederlegung. Hier gibt es keine Ruhe, die einer Müdigkeit entspräche, das Wort lischbót heißt gerade die Arbeit einstellen, das heißt, Er ruhte nicht aus, entspannte sich nicht auf irgendeine Weise, Gott bewahre. Er hörte eben mit jeder Arbeit auf, die Er tat.
Подавляющее большинство переводит здесь неточно: к седьмому дню завершил. Потому что, конечно, давит на нас продолжение этого стиха, который говорит: «И отдохнул Господь в день седьмой» или «И почил Господь в день седьмой». Но на самом деле текст говорит (и не дает повода для этого второго понимания): «В седьмой день Господь завершил всю свою работу, которую Он делал». Именно седьмой день, как день отдыха, завершает, вершит всё творение. Без этого дня отдыха, без седьмого дня, который будет венчать творение, оно не завершено, поэтому именно в седьмой день Всевышний завершил всю работу, которую делал. Слово швита́ на сегодняшний день означает забастовка, прекращение работы. Здесь нет отдыха, который соответствовал бы усталости, слово лишбо́т – именно прекращать работу, то есть Он не отдыхал, не расслаблялся каким-то образом, упаси Бог. Он именно прекратил всякую работу, которую делал.
וַיְבָרֶךְ אֱלֹהִים אֶת־יוֹם הַשְּׁבִיעִי וַיְקַדֵּשׁ אֹתוֹ כִּי בוֹ שָׁבַת מִכָּל־מְלַאכְתּוֹ אֲשֶׁר־בָּרָא אֱלֹהִים לַעֲשׂוֹת׃
wajwárech elohím et-jom haschewi’í wajkaddésch otó ki wo schawát mikkol-melachtó ascher-bará elohím la’assót
вайва́рех элоѓи́м эт-ём ѓашевии́ вайкадэ́ш ото́ ки во шава́т миколь-мелахто́ ашер-бара́ элоѓи́м лаасо́т
3. Und der HERR segnete den siebten Tag und heiligte ihn, und war in ihm, denn an ihm hörte Er auf zu tun, hielt alle Arbeit an, die der HERR schuf.
3. И благословил Господь день седьмой, и освятил его, и был в нём, ибо в нём прекратил делать, остановил всю работу, которую творил Господь.
Hielt alles an, was geschaffen und getan wurde, oder alles, was geschaffen wurde, um zu tun. Das heißt, der Höchste hat einen Mechanismus geschaffen, der anlaufen soll. Bará – schuf etwas, das im Weiteren la’assót – tun wird, das heißt, setzte einen arbeitenden Mechanismus in Gang. Und deshalb segnete Er diesen Tag, und im Segen dieses Tages liegt auch der Segen der ganzen Schöpfung, denn wir haben gesagt, dass der Schabbat die Krone der Schöpfung ist, die ganze Schöpfung ist im Schabbat gesegnet. Es gibt Gefährten-Brüder und einfach Gefährten, die sagen: „Wir werden am siebten Tag ruhen, und das wird der Sonntag sein, wir wählen den Sonntag.“ Und man kann wählen, so viel man will, wie man so sagt, wie ihr wollt, aber der Höchste sagt: „Ich habe den siebten Tag gesegnet.“ Erstens – gesegnet, zweitens – geheiligt, das heißt, ihn für Sich ausgesondert. Ihn ausgesondert als das, was Er als Ergebnis sehen will, als Wesen der Schöpfung, als Gipfel der Verbindung der Schöpfung mit dem Schöpfer. Man kann sagen, dass der Tag, an dem der Schöpfer mit der Schöpfung zufrieden ist, der Tag der Einheit von Schöpfung und Schöpfer ist. Dieser Tag ist also ein gesegneter, geheiligter und von Gott bestimmter Tag. Man kann jeden beliebigen anderen Tag wählen und ihn segnen, ihn heiligen, aber Gott segnet und heiligt gerade den Sabbattag. Ob wir das wollen oder nicht wollen, und welche anderen Tage wir auch plötzlich, Gott behüte, feiern wollten, der Höchste sagt: „Ich habe den Sabbattag gesegnet, Ich habe den Sabbattag geheiligt. Ich komme zu dir zum Stelldichein, zu dir zur Begegnung an Meinen Sabbaten. Das ist nicht dein Sabbat, nicht euer Sabbat, er ist euch gegeben, aber er ist Mein Sabbat, das ist der Tag der Begegnung mit Mir. Ich habe mit euch ein Stelldichein am Sabbat verabredet, und wenn ihr an einem anderen Tag kommt – nun, wie ihr wollt.“
Остановил всё, что творилось и делалось, или всё, что творилось для того, чтобы делать. То есть Всевышний сотворил механизм, который должен заработать. Бара́ – сотворил что-то, что в дальнейшем будет лаасо́т – делать, то есть запустил рабочий механизм. И поэтому благословил этот день, а в благословении этого дня и благословение всего творения, ведь мы сказали, что Шабат – это венец творения, всё творение благословлено в Шабат. Есть товарищи-братья и просто товарищи, которые говорят: «Мы будем отдыхать в седьмой день, и это будет воскресенье, мы выбираем воскресенье». И можно сколько угодно выбирать, как говорится, воля ваша, но Всевышний говорит: «Я благословил день седьмой». Первое – благословил, второе – освятил, то есть выделил его для Себя. Выделил его как то, что Он хочет видеть результатом, сутью творения, вершиной соединения творения с Творцом. Можно сказать, что день, когда Творец удовлетворён творением – это день единения творения и Творца. Этот день, таким образом, – благословенный, освящённый и предназначенный Богом день. Можно выбирать какой угодно другой день и благословлять его, святить его, но Бог благословляет и святит именно день субботний. Хотим мы этого или не хотим, и какие бы мы другие дни ни захотели вдруг, не дай Бог, отмечать, Всевышний говорит: «Я благословил день субботний, Я освятил день субботний. Я прихожу к тебе на свидание, к тебе на встречу в Мои субботы. Это не твоя суббота, не ваша суббота, она дана вам, но она Моя суббота, это день встречи со Мной. Я назначил свидание с вами в субботу, а если вы приходите в другой день – ну, воля ваша».
Das ist der 3. Vers des 2. Kapitels, und er krönt eigentlich das Thema des ersten Kapitels. Sieben Tage – die ganzheitliche Erschaffung der Welt. Bei sehr vielen Völkern sind Spuren davon geblieben, wir lesen oft in der Mythologie Babylons, Sumers, Akkads von diesen oder jenen Göttern, die in sechs Tagen etwas bauen und am siebten ruhen und so weiter. Für manche ist das ein Anlass, die Juden des Plagiats zu beschuldigen und zu sagen: Na also, ihr habt das von den Akkadern gestohlen, von den Sumerern oder vielleicht noch von jemand anderem. Aber das zeigt, dass die Menschheit sich an den Sabbat erinnerte. Wie viel Zeit verging von Adam bis zur Gabe der Tora? 26 Generationen. Das ist nicht so viel, dass man die ganze Geschichte, die ganze Überlieferung hätte verlieren können. Natürlich ist manches zur Mythologie geworden, manches wurde verzerrt, manches ist mit Verzerrungen überwuchert, aber dennoch ist die Erinnerung geblieben. Sieben Tage – das ist ein solcher Zeitabschnitt, der im ganzen Nahen Osten geheiligt wurde; in der ganzen Region sehen wir Spuren der Erinnerung daran, dass sieben Tage ein besonderer Zeitraum sind.
Это 3-ий стих 2-ой главы, и он, собственно, венчает тему первой главы. Семь дней – целостное творение мира. У очень многих народов остались следы этого, мы часто читаем в мифологии Вавилона, Шумера, Аккада о тех или иных богах, которые что-то строят в шесть дней, а в седьмой отдыхают и так далее. Для кого-то это повод обвинить иудеев в плагиате, сказать: ну вот, вы украли это у аккадцев, у шумеров или, может быть, ещё у кого-то. Но это говорит о том, что человечество помнило о субботе. Сколько времени прошло от Адама до дарования Торы? 26 поколений. Это не так уж много, чтобы всю историю, всё предание растерять. Конечно, что-то стало мифологией, что-то исказилось, что-то обросло искажениями, но тем не менее память осталась. Семь дней – это такой отрезок времени, который святили по всему Ближнему Востоку; по всему региону мы видим следы памятования о том, что семь дней – это особый промежуток времени.
Mit dem vierten Vers beginnt ein ganz anderes Thema, auch wenn es uns wie eine Wiederholung des vorigen erscheinen mag. Lasst uns lesen.
С четвёртого стиха начинается совсем другая тема, хотя она может показаться нам и повторением предыдущей. Давайте прочитаем.
אֵלֶּה תוֹלְדוֹת הַשָּׁמַיִם וְהָאָרֶץ בְּהִבָּרְאָם בְּיוֹם עֲשׂוֹת יְהוָה אֱלֹהִים אֶרֶץ וְשָׁמָיִם:
élle toledót haschamájim weha’árez behibbare’ám bejom assót adonáj elohím érez weschamájim
э́ле толедо́т ѓашама́йим веѓаа́рец беѓибареа́м беём асо́т адона́й элоѓи́м э́рец вешама́йим
4. Dies ist die Geschlechterfolge (die Hervorbringung) des Himmels und der Erde zur Zeit ihrer Erschaffung, an dem Tag, als der HERR Gott die Erde und den Himmel machte.
4. Вот родословие (порождение) неба и земли во время сотворения их, в тот день, когда делал Господь Бог землю и небо.
Wenn wir im vorigen Kapitel nur elohim gelesen haben – nur Gott, so erscheint hier zum ersten Mal der HERR. Gott offenbart Sich im vierbuchstabigen Namen, den die Juden traditionell HaSchém nennen – einfach der Name. In Wirklichkeit ist das das einzige Wort, das man in der hebräischen Sprache nicht aussprechen darf. Wir haben keinen irgendwie tabuisierten heiligen Wortschatz, es gibt nur dieses Wort, das der Priester aussprach, wenn er ins Allerheiligste eintrat. Und wer euch sagt, dass er Jehova hieß, und wer euch sagt, dass er Jahwe oder irgendwie anders hieß, – sie alle irren sich und kennen die richtige Aussprache nicht, und wer sie kennt, der wird ihn einfach nicht sagen. Es ist üblich, sich beim Aussprechen dieses Namens zurückzuhalten, deshalb hat man ihn im Neuen Testament, in den griechischen Texten, immer HERR oder Adonaj genannt (was auch wir tun werden), und in der Umgangssprache nennt man ihn HaSchém – Eben jener Name.
Если в прошлой главе мы читали только элоѓим – только Бог, то здесь впервые появляется Господь. Бог раскрывается в четырёхбуквенном Имени, которое традиционно евреи называют Аше́м – просто Имя. На самом деле это единственное слово, которое запрещено произносить в языке иврит. У нас нет какой-то табуированной священной лексики, есть только это слово, которое священник произносил, входя в Святая Святых. И кто вам говорит, что его звали Иегова, и кто вам говорит, что его звали Яхвэ или как-то по-другому, – все они ошибаются и не знают правильного произношения, а тот, кто знает, тот его просто не скажет. Принято воздерживаться в произнесении этого Имени, поэтому в Новом Завете, в греческих текстах, его всегда называли Господь или Адонай (то, что и мы будем делать), а в разговорной речи его называют Аше́м – То самое Имя.
Im ersten Teil lesen wir: dies ist die Geschlechterfolge. Die Geschlechterfolge sagt, dass schon eine Art Schema der Entwicklung über viele Geschlechter entstanden ist. Hier sehen wir, dass hier die Schöpfung schon mit dem Blick des Menschen beschrieben wird, aus der Sicht des Platzes, den der Mensch in ihr einnimmt. Warum lesen wir am Ende des Verses Erde und Himmel und nicht Himmel und Erde, wie am Anfang des Verses? Weil für den Menschen die Erde viel näher ist, wir leben auf der Erde, das ist unser Lebensraum, und nicht nur unser Lebensraum, sondern auch unser Arbeitsplatz, der Ort des Dienstes. Deshalb folgt jetzt für den Menschen die Erzählung darüber, welchen Platz der Mensch in all dem hat. Selbstverständlich gibt es verschiedene Ansätze dazu, warum diese und andere Geschichten, die die Tora erzählt, zweimal wiederholt werden. Und um diese Wiederholung zu erklären, sagen einige Erforscher der Tora (hauptsächlich Ungläubige), dass die Tora mehrere Autoren hat, dass sie aus mehreren verschiedenen, vielleicht sogar aus mehreren Dutzend verschiedenen Quellen besteht. Und da gibt es einen Autor, der den Namen Elohim verwendet, und es gibt einen Autor, der den Namen HERR Elohim verwendet. Jemand hat diese Quellen kompiliert und aus mehreren Büchern so ein Buch zusammengeklebt, in dem sich durch seine Ungeschicklichkeit oder Unvorsichtigkeit die Handlungen wiederholen. Was man nicht alles sagt! Ich glaube zutiefst daran, dass die Tora einen einzigen Autor hat, und wenn die Tora etwas zweimal wiederholt, dann liegt darin ein irgendwie verborgenerer Sinn als eine Kompilation. In diesem Fall kann man sagen, dass dies aus der Sicht des Menschen geschrieben ist. Man kann auch davon sprechen, dass es einen Plan und die Verwirklichung des Plans gibt, und wir werden im Laufe der Lektüre des Kapitels noch darüber sprechen.
В первой части мы читаем: вот родословие. Родословие говорит о том, что появилась уже какая-то схема развития на много родов. Здесь мы видим, что тут уже творение описывается взглядом человека, с точки зрения того места, которое занимает в нём человек. Почему в конце стиха мы читаем земли и неба, а не неба и земли, как в начале стиха? Потому что для человека земля гораздо ближе, мы живём на земле, это наша среда обитания, и не только наша среда обитания, но и наше рабочее место, место служения. Поэтому для человека сейчас пойдёт рассказ о том, каково место человека во всём этом. Разумеется, есть разные подходы к тому, почему эта и другие истории, которые рассказывает Тора, повторяются дважды. И, чтобы объяснить это повторение, некоторые исследователи Торы (в основном неверующие), говорят о том, что у Торы несколько авторов, что она состоит из нескольких разных, а может, и нескольких десятков разных источников. И вот есть автор, который использует имя Элоѓим, а есть автор, который использует имя Господь Элоѓим. Кто-то эти источники скомпилировал и из нескольких книг склеил одну такую вот книгу, в которой по его нерасторопности или неосторожности повторяются сюжеты. О чём только не говорят! Я глубоко верю в то, что автор у Торы один, и когда Тора что-то дважды повторяет, в этом есть какой-то более сокровенный смысл, чем компиляция. В данном случае можно сказать, что это написано с точки зрения человека. Можно говорить и о том, что есть замысел и реализация замысла, и мы по ходу чтения главы ещё поговорим об этом.
וְכֹל שִׂיחַ הַשָּׂדֶה טֶרֶם יִהְיֶה בָאָרֶץ וְכָל־עֵשֶׂב הַשָּׂדֶה טֶרֶם יִצְמָח כִּי לֹא הִמְטִיר יְהוָה אֱלֹהִים עַל־הָאָרֶץ וְאָדָם אַיִן לַעֲבֹד אֶת־הָאֲדָמָה׃
wechól sijách hassadé térem jihjé wa’árez, wechól-éssew hassadé térem jizmách, ki lo himtír adonáj elohím al-ha’árez we’adám ájin la’awód et-ha’adamá
вехо́ль сия́х ѓасадэ́ тэ́рем йиѓйе́ ваа́рец, вехо́ль-э́сев ѓасадэ́ тэ́рем йицма́х, ки ло ѓимти́р адона́й элоѓи́м аль-ѓаа́рец веада́м а́йин лааво́д эт-ѓаадама́
5. Kein Strauch des Feldes war auf der Erde, und kein Gras wuchs noch, denn der HERR Gott bewässerte die Erde nicht mit Regen (regnete nicht auf die Erde, wenn man wörtlich übersetzt). und es gibt keinen Menschen, um die Erde zu bearbeiten.
5. Никакого полевого кустарнка не было на земле, и никакой травы ещё не росло, потому что не орошал дождём Господь Бог землю (не дождил на землю, если перевести дословно). и нет человека, чтобы обрабатывать землю.
Hier lesen wir sofort, dass die Erde ihre Früchte gibt, wenn der Mensch sie bearbeitet. Wenn der Mensch die Erde nicht bearbeitet, dann wächst, wie man es hier verstehen kann, überhaupt nichts. Nicht, dass nur Löwenzahn, Feld-, Heilpflanzen oder Klette oder noch etwas anderes wüchsen – nichts wuchs, solange es den Menschen nicht gab. Das widerspricht teilweise dem, was wir vorher gelesen haben. Vorher haben wir gelesen, dass die Pflanzen vor dem Menschen erschaffen wurden und die Tiere vor dem Menschen erschaffen wurden. Warum lesen wir hier so? Das klären wir unterwegs, lasst uns vorerst weiterlesen.
Здесь мы сразу читаем, что земля даёт свои плоды, когда человек её обрабатывает. Если человек не обрабатывает землю, то, как здесь можно это понять, вообще ничего не растёт. Не то, что росли бы только одуванчики, полевые, лекарственные растения или репейник, или ещё что-то – ничего не росло, пока не было человека. Это отчасти противоречит тому, что мы читали раньше. Раньше мы читали, что растения созданы до человека и животные созданы до человека. Почему здесь мы читаем так? Разберёмся по ходу, давайте пока продолжим читать.
וְאֵד יַעֲלֶה מִן־הָאָרֶץ וְהִשְׁקָה אֶת־כָּל־פְּנֵי־הָאֲדָמָה׃
we’éd ja’alé min-ha’árez wehischká et-kol-pené ha’adamá
веэ́д яале́ мин-ѓаа́рец веѓишка́ эт-коль-пенэ́ ѓаадама́
6. Und Dampf stieg von der Erde auf und bedeckte die ganze Oberfläche des Bodens (der Erde).
6. И пар поднимался от земли, и покрывал всю поверхность почвы (земли).
Es gab also irgendwelche Unterwasserquellen, die ständig Dampf aufsteigen ließen, es gab eine ständige Wasserversorgung von unten. Was ist der Unterschied zwischen árez und adamá? Árez ist die Erde als Planet, als Weltgebäude; adamá ist das Material, das ist eher Boden, Erdreich.
То есть были какие-то подводные источники, которые постоянно поднимали пар, было постоянное водоснабжение снизу. Какая разница между а́рец и адама́? А́рец – это земля как планета, как мироздание; адама́ – это материал, это больше почва, грунт.
Wir haben also davon gelesen, dass Gott die Erde erschuf, auf der nichts wächst, weil es auf ihr keinen Regen gibt und keinen Menschen, der sie bearbeiten wird. Und, so sollte man meinen, wenn ich ein Leser bin, der zum ersten Mal die Tora aufgeschlagen hat, ich weiß, was ringsum geschieht, dann werde ich jetzt davon lesen, wie Gott den Menschen erschuf und Regen machte, der Mensch begann, auf der Erde zu arbeiten, und alles kam ins Rollen und lief so, wie ich es kenne. Aber entgegen unseren Erwartungen lesen wir etwas ganz anderes.
Итак, мы прочитали о том, что Бог сотворил землю, на которой ничего не растёт, потому что на ней нет дождя и человека, который её будет обрабатывать. И, казалось бы, если я читатель, который в первый раз открыл Тору, я знаю, что происходит вокруг, я сейчас прочитаю о том, как сотворил Бог человека и сделал дождь, человек стал работать на земле, и всё пошло-поехало так, как я знаю. Но, вопреки нашим ожиданиям, мы читаем нечто совсем другое.
וַיִּיצֶר יְהוָה אֱלֹהִים אֶת־הָאָדָם עָפָר מִן־הָאֲדָמָה וַיִּפַּח בְּאַפָּיו נִשְׁמַת חַיִּים וַיְהִי הָאָדָם לְנֶפֶשׁ חַיָּה׃
wajízer adonáj elohím et-ha’adám afár min-ha’adamá wajippách be’appáw nischmát chajím wajhí ha’adám lenéfesch chajá
вайи́цер адона́й элоѓи́м эт-ѓаада́м афа́р мин-ѓаадама́ вайипа́х беапа́в нишма́т хайи́м вайѓи́ ѓаада́м ленэ́феш хая́
7. Und der HERR Gott bildete den Menschen, Staub von der Erde, und blies in ihn den Atem des Lebens, und Adam wurde eine lebendige Seele.
7. И устроил Господь Бог человека, прах из земли, и вдул в него дыхание жизни, и стал Адам душой живою.
Das Wort jizár bedeutet Form geben, formen. Das heißt, der Höchste hat den Körper Adams aus dem Staub der Erde geformt, der offenbar vom Dampf benetzt war, aus heißer, nasser Erde den Menschen geformt. Das war das irdische Prinzip, der irdische Rohling. Er hauchte ihm den Atem des Lebens ein, im Grunde hauchte Er ihm Seinen Geist ein, in seine Nasenlöcher blies Er Sein inneres Wesen. Der Mensch wird sich von allen Tieren dadurch unterscheiden, dass er nicht nur an die Lebenserhaltung denkt. Er kann Schönheit sehen, kann von etwas begeistert sein, sich über etwas freuen, kann das erschaffen, was für ihn zum Leben nicht notwendig ist. Der Mensch ist ein Schöpfer, er hat eine Ästhetik, er hat den Wunsch, sich irgendwie zu verändern und die Welt umzugestalten, und darin liegt die Besonderheit des Menschen. Der Mensch ist das einzige Wesen, so weit wir bisher gelesen haben, in das der Höchste Seinen Geist eingehaucht hat. Auf diese Weise wurde der Mensch zu einem Wesen, das zwei Naturen in sich vereint. Wenn die Engel, über die wir überhaupt noch nichts gelesen haben, völlig himmlisch sind, und die Tiere, über die wir gesprochen haben, völlig irdisch, so vereint der Mensch in sich das Himmlische und das Irdische. Was also weiter? Vielleicht wird der Höchste zum Menschen sagen: „Nun, geh jetzt, bearbeite die Erde, und es wird Regen geben.“ Das heißt, wie wir vorher gelesen haben, wuchs nichts, weil es keinen Regen gab, weil es keinen Menschen gab, der gekommen wäre, die Erde zu bearbeiten. Jetzt gibt es den Menschen, und folglich kann man erwarten, dass man ihn jetzt gleich zu diesen Arbeiten schicken wird.
Слово йица́р означает придавать форму, сформировать. То есть Всевышний вылепил тело Адама из пыли земной, видимо, орошённой паром, из горячей мокрой земли вылепил человека. Это было земное начало, земная заготовка. Вдохнул в него дыхание жизни, по сути, вдохнул в него Свой дух, в его ноздри вдул Свою внутреннюю сущность. Человек будет отличаться от всех животных тем, что он думает не только о жизнеобеспечении. Он может видеть красоту, может восхищаться чем-то, радоваться чему-то, может создавать то, что не необходимо ему для жизни. Человек – творец, у него есть эстетика, у него есть желание как-то себя менять и мир преобразовывать, и в этом особенность человека. Человек – единственное существо, как мы читали до сих пор, в которое Всевышний вдохнул Свой Дух. Таким образом, человек стал существом, соединяющим в себе две природы. Если ангелы, о которых мы ещё вообще ничего не читали, совершенно небесные, а животные, о которых мы говорили, совершенно земные, то человек соединяет в себе небесное и земное. Что же дальше? Может быть, Всевышний скажет человеку: «Ну, иди сейчас, обрабатывай землю, и будет дождь». То есть, как мы прочитали раньше, ничего не росло, потому что не было дождя, потому что не было человека, который пришёл бы землю обрабатывать. Теперь есть человек, и, следовательно, можно ожидать, что вот сейчас его пошлют на эти работы.
וַיִּטַּע יְהוָה אֱלֹהִים גַּן־בְּעֵדֶן מִקֶּדֶם וַיָּשֶׂם שָׁם אֶת־הָאָדָם אֲשֶׁר יָצָר׃
wajittá adonáj elohím gan-be’éden mikkédem wajássem scham et-ha’adám aschér jazár
вайита́ адона́й элоѓи́м ган-беэ́ден микэ́дем вая́сем шам эт-ѓаада́м аше́р яца́р
8. Und der HERR Gott pflanzte einen Garten in Eden von Osten her und setzte (wörtlich: legte) dorthin den Menschen, den Er erschaffen hatte.
8. И насадил Господь Бог сад в Эдене с востока и поместил (дословно: положил) туда человека, которого сотворил.
Das Wort éden steht dem modernen hebräischen Wort éden oder édna nahe – Wonne, Feuchtigkeit, Zartheit; alles stammt von ein und derselben Wurzel. Aber éden bezeichnete in den alten Sprachen eher Steppe, irgendwelche weiten offenen Räume, ziemlich feucht, aber mit karger Vegetation. Eigentlich, von welcher Vegetation ist die Rede, wenn man uns schon vorgewarnt hat, dass es keinerlei Vegetation gibt? Also hat der HERR Gott eine Oase in der Steppe von Osten her gebaut, eingerichtet.
Слово э́ден близко к современному ивритскому слову э́ден или э́дна – нега, влага, нежность; всё происходит от того же самого корня. Но э́ден в древних языках больше обозначало степь, какие-то широкие открытые пространства, достаточно влажные, но с небогатой растительностью. Собственно, о какой растительности идёт речь, если нас уже предупредили, что растительности никакой нет? Итак, Господь Бог построил, устроил оазис в степи с востока.
Beachtet (das wird auch im Weiteren für das Verständnis sehr wichtig sein): Der Mensch ist kein Bürger Édens, der Mensch wurde nicht im Garten Eden geboren, er wurde dorthin versetzt.
Обратите внимание (это очень важно будет и в дальнейшем для понимания): человек – не гражданин Э́дена, человек не родился в Эденском саду, он туда помещён.
וַיַּצְמַח יְהוָה אֱלֹהִים מִן־הָאֲדָמָה כָּל־עֵץ נֶחְמָד לְמַרְאֶה וְטוֹב לְמַאֲכָל וְעֵץ הַחַיִּים בְּתוֹךְ הַגָּן וְעֵץ הַדַּעַת טוֹב וָרָע׃
wajazmách adonáj elohím min-ha’adamá kol-éz nechmád lemar’é wetów lema’achál we’éz hachajím betóch haggán we’éz haddá’at tow wará
ваяцма́х адона́й элоѓи́м мин-ѓаадама́ коль-э́ц нехма́д лемаръэ́ вето́в лемааха́ль веэ́ц ѓахайи́м бето́х ѓага́н веэ́ц ѓада́ат тов вара́
9. Und der HERR ließ aus der Erde jeden Baum wachsen, angenehm anzusehen und geeignet zur Speise, und den Baum des Lebens inmitten des Gartens, und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
9. И произрастил Господь из земли всякое дерево, приятное для вида и подходящее в пищу, и дерево жизни внутри сада, и дерево познания добра и зла.
Wir haben im vorigen Kapitel davon gesprochen, dass die Erde die Bäume nicht so hervorbrachte, wie Gott es wollte, dass der Geschmack des Baumes selbst nicht wie der Geschmack der Frucht war. Hier sprechen wir davon, dass der Höchste einen Baum wachsen ließ, angenehm zur Speise, das heißt, der Baum selbst war schmackhaft. In ebendiesem Garten, den der Höchste pflanzte, war der Baum, im Unterschied zu allem, so, wie es geplant war.
Мы в прошлой главе говорили о том, что земля произрастила деревья не так, как хотел Бог, что вкус самого дерева не был как вкус плода. Здесь мы говорим о том, что Всевышний произрастил дерево, приятное для пищи, то есть само дерево было вкусным. В этом самом саду, который Всевышний насадил, в отличие от всего, дерево было такое, как запланировано.
Wie viele verschiedene Varianten und Vermutungen sind vorgeschlagen und vermutet worden hinsichtlich dessen, was der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse ist. Der Ausdruck selbst Gut und Böse kennen wird im Tanach noch einige Male gebraucht. Zum Beispiel sagt im zweiten Buch Schmu’el (19,32) Barsillai der Giladiter: „Ich bin schon zu alt, um Gut und Böse zu kennen.“ Und davon ausgehend und von anderen Details, die wir im Weiteren lesen werden, schlossen einige Kommentatoren, dass dies der Baum des Begehrens ist, der Baum des sexuellen Begehrens, das erwacht, wenn man von ihm isst, so eine Art paradiesisches Aphrodisiakum.
Сколько всяких вариантов и предположений предложено и предположено относительно того, что такое Дерево познания добра и зла. Само выражение знать добро и зло употребляется в Танахе ещё несколько раз. Например, во второй книге Шмуэля (19:32) Барзиллай Гиладский говорит: «Я уже стар, чтобы знать добро и зло». И исходя из этого и других деталей, которые мы в дальнейшем прочитаем, некоторые комментаторы заключили, что это дерево влечения, дерево полового влечения, которое пробудится, если его съесть, этакий райский афродизиак.
Andere Kommentatoren sagten, weil gesagt ist: „Du bist wie ein Engel, der Gut und Böse kennt“, sei der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse einfach ein Baum der Allwissenheit, ein Baum der Erkenntnisse, die dem Menschen auch eine gewisse Verantwortung auferlegen. Es gibt keine eindeutige Antwort darauf, was das ist. Ich neige dazu zu denken, dass es tatsächlich ein Baum der Bewertung der eigenen Taten ist, der Fähigkeit, schlecht oder gut zu handeln, die Urteilskraft, die die natürliche Neigung des Menschen ersetzen wird. Damit der Mensch, mit der Tora, die aufs Herz geschrieben ist, instinktiv, auf der Ebene des Reflexes, dem Willen Gottes gemäß handelt. Anstatt die Entscheidung auf sich zu nehmen, den Willen Gottes mit seinem gesunden Menschenverstand zu bewerten, was eine Idee ist, die in eine Sackgasse führt. Selbstverständlich, denke ich, gibt es so viele Meinungen wie Menschen darüber, was das für ein Baum ist. Ich will mit niemandem streiten, und es ist durchaus möglich, dass ich in einem Jahr diese Geschichte völlig anders verstehen werde, so wie ich sie vor einigen Jahren anders verstanden habe. Dafür lesen wir ja die Tora ständig, um sie ständig neu zu durchdenken.
Другие комментаторы говорили, что поскольку сказано: «ты как ангел, знающий добро и зло», то Дерево познания добра и зла – это просто дерево всезнания, дерево знаний, которые накладывают и определённую ответственность на человека. Нет однозначного ответа, что это такое. Я склонен думать, что это действительно дерево оценки собственных поступков, способности поступать плохо или хорошо, рассудительность, которая заменит природную наклонность человека. Чтобы, имея Тору, написанную на сердце, человек инстинктивно, на уровне рефлекса поступал в соответствии с волей Божьей. Вместо того, чтобы принимать на себя решение оценивать волю Божью своим здравым смыслом, что является идеей тупиковой. Разумеется, я думаю, сколько людей, столько и мнений относительно того, что это за дерево. Я ни с кем не хочу спорить и, вполне возможно, что через год я буду совершенно по-другому понимать эту историю, как я несколько лет назад её по-иному понимал. На то мы и читаем Тору постоянно, чтобы постоянно её переосмысливать.
Also hat der Höchste Selbst den Garten gepflanzt, anstatt dass, wie wir erwartet haben, der Mensch das tun würde. Und der Höchste pflanzte in den Garten eine Menge verschiedener Bäume, die entweder angenehm anzusehen sind (das heißt, man kann dort im Schatten sitzen, ein Baum als Laube) oder angenehm im Geschmack, oder vielleicht vereint jeder Baum in sich das eine wie das andere. Es gibt keine unbequemen Bäume, es gibt nichts Unnötiges, keine Pappelwolle, die bei irgendwem eine Allergie auslöst – nichts dergleichen gibt es. Alles ist sehr bequem, ein sehr schöner Paradiesgarten. Um vorzugreifen: Was gibt es in diesem Paradiesgarten noch nicht, was es aber in der Schöpfung als solcher gibt? In diesem Paradiesgarten sehen wir weder Sonne noch Mond noch Sterne. Im Buch Dewarim (4,19) lesen wir: „Sonst blickst du zum Himmel auf und siehst die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und lässt dich verführen und wirst dich vor ihnen niederwerfen und wirst dem dienen, womit der HERR, dein Gott, alle Völker unter dem Himmel bedacht hat.“ Und hier sehen wir eine Andeutung darauf, dass die Sterne und die Heere des Himmels irgendwie mit den Völkern der Welt zu tun haben. Im Buch des Propheten Jeschajahu (60,19–20) ist über das Volk Israel gesagt, dass es für es keine Sonne und kein Sonnenlicht geben wird: „Nicht mehr wird die Sonne dir Licht am Tag sein, und der Glanz des Mondes wird dir nicht leuchten, sondern der HERR wird dir ewiges Licht sein, und Elohim wird deine Pracht sein. Deine Sonne wird nicht mehr untergehen, und dein Mond wird sich nicht verbergen, denn der HERR wird dir ewiges Licht sein, und die Tage deiner Trauer werden enden.“ Wenn wir das Urbild der kommenden paradiesischen Erde in diesem Paradiesgarten sehen und (wie wir im Weiteren sehen werden) das Urbild von érez Jisrael in diesem kommenden Paradiesgarten, dann fällt für uns vieles an seinen Platz. Wir haben von der allgemeinen Erschaffung der ganzen Erde gesprochen, vom Planeten Erde. Jetzt sprechen wir von der besonderen Fürsorge, die der Höchste für einen besonderen Winkel der Erde hat, wo es nichts gab, bis dort der Mensch erschien, wo der Mensch erscheint, der in sich das Himmlische und das Irdische vereint, wo der Ort selbst, den Gott erwählt hat, das Himmlische und das Irdische in sich vereinen wird. Wir werden noch auf diesen Vergleich zurückkommen: was es im Garten Eden gibt und was nicht und in der Schöpfung, wie sie im ersten Kapitel des Buches Bereschit beschrieben ist.
Итак, Всевышний Сам насадил сад, вместо того, как мы ожидали, что человек будет это делать. И Всевышний посадил в саду множество разных деревьев, которые либо приятны видом (то есть там можно сидеть в тенёчке, дерево-беседка), либо приятное на вкус, а, может быть, каждое дерево совмещает в себе и то, и то. Нет неудобных деревьев, нет ничего ненужного, никакого тополиного пуха, вызывающего аллергию у кого-нибудь, – ничего такого нет. Всё очень удобно, очень красивый Райский сад. Забегая вперёд: чего ещё нет в этом Райском саду, но что есть в мироздании как таковом? В этом Райском Саду мы не видим ни солнца, ни луны, ни звёзд. В книге Дварим (4:19) мы читаем: «А то взглянешь ты на небо, и увидишь солнце, и луну, и звёзды, всё воинство небесное, и прельстишься, и будешь поклоняться им, и будешь служить тому, чем наделил Господь Бог твой все народы под небом». И здесь мы видим намёк на то, что звёзды и воинства небесные каким-то образом имеют отношение к народам мира. В книге пророка Йешаяѓу (60:19-20) сказано про народ Израиля, что для него не будет солнца и не будет солнечного света: «Не будет больше солнце светом дневным для тебя, и сияние луны не будет светить тебе, но будет тебе Господь светом вечным, и Элоѓим будет великолепием твоим. Не зайдёт уже солнце твоё и луна твоя не скроется, ибо Господь будет тебе светом вечным и окончатся дни скорби твоей». Если мы увидим прообраз грядущей райской земли в этом Райском саду и (как мы увидим в дальнейшем) прообраз э́рец Исраэль в этом грядущем Райском саду, то многое для нас встанет на свои места. Мы говорили об общем создании всей земли, о планете Земля. Сейчас мы говорим про особое попечение, которое Всевышний имеет об особенном уголке земли, где ничего не было, пока там человек не появился, где появляется человек, который соединяет в себе небесное и земное, где само место, которое Бог избрал, будет соединять в себе небесное и земное. Мы ещё вернёмся к этому сравнению: что есть и чего нет в Эденском саду и в творении, как оно описано в первой главе книги Берешит.
וְנָהָר יֹצֵא מֵעֵדֶן לְהַשְׁקוֹת אֶת־הַגָּן וּמִשָּׁם יִפָּרֵד וְהָיָה לְאַרְבָּעָה רָאשִׁים׃
wenahár jozé me’éden lehaschkót et-haggán umischám jipparéd wehajá le’arba’á raschím
венаѓа́р ёцэ́ меэ́ден леѓашко́т эт-ѓага́н умиша́м йипарэ́д веѓая́ леарбаа́ раши́м
10. Und ein Fluss geht aus Eden hervor, um den Garten zu bewässern, und von dort teilt er sich in vier Arme.
10. И река выходит из Эдена, чтобы орошать сад, и оттуда она разделяется на четыре рукава.
Nicht genug damit, dass der Höchste keine Regenfälle eingerichtet hat, die vom Verhalten des Menschen abhängig wären, der Höchste gab einen Fluss, der aus Eden hervorgehen wird. Wieder: Was gibt es im Garten Eden nicht? Es gibt kein Meer, das heißt, alles Wasser ist süß, salzlos, trinkbar. Erinnert ihr euch, mit welcher Bitterkeit Kohelet ausruft: „Alle Flüsse gehen ins Meer, und das Meer wird nicht voll!“ Alles süße Wasser wird salzig, und das ist ein endloser, trostloser, trauriger Prozess. Hier sehen wir, dass es im Paradiesgarten nur süßes Wasser gibt, in dieser Welt gibt es auch kein Meer, früher aber haben wir gelesen, dass die Ansammlung der Wasser Meer genannt wurde. Diese Arme, diese vier Flüsse werden uns die Grenze des Paradiesgartens beschreiben, umreißen. Und wieder: Im ersten Kapitel haben wir von keinerlei Grenzen gelesen, dort ist nichts umrissen, nicht begrenzt. Dort geht es um die Schöpfung als Ganzes. Hier sehen wir zum ersten Mal klar umrissene Grenzen.
Мало того, что Всевышний не устроил дожди, которые находились бы в зависимости от поведения человека, Всевышний дал реку, которая будет выходить из Эдена. Снова: чего нет в Эдемском саду? Нет моря, то есть вся вода сладкая, пресная, пригодная для питья. Помните, с какой горечью восклицает Коѓелет: «Все реки идут в море, а море не наполняется!» Вся сладкая вода становится солёной, и это бесконечный, унылый, грустный процесс. Здесь мы видим, что в Райском саду только сладкая вода, в этом мире и моря тоже нет, а раньше мы читали, что собрание вод названо морем. Эти рукава, эти четыре реки опишут нам, очертят нам границу Райского сада. И снова: в первой главе мы не читали ни о каких границах, там ничего не очерчено, не ограничено. Там речь идёт о создании целиком. Здесь мы впервые видим ясно очерченные границы.
שֵׁם הָאֶחָד פִּישׁוֹן הוּא הַסֹּבֵב אֵת כָּל־אֶרֶץ הַחֲוִילָה אֲשֶׁר־שָׁם הַזָּהָב׃
schem ha’echád pischón hu hassowéw et kol-érez hachawilá ascher-schám hassaháw
шем ѓаэха́д пишо́н Ѓу Ѓасовэ́в эт коль-э́рец Ѓахавила́ ашер-ша́м ЃазаЃа́в
11. Der Name des ersten Flusses ist Pischon, er umfließt das Land Chawila, in dem Gold ist.
11. Имя первой реки Пишон, она огибает страну Хавила, в которой золото.
Es gibt viele verschiedene Versionen darüber, was das für ein Fluss ist – vom Ganges bis zum Blauen Nil; man nennt auch irgendwelche anderen Flüsse. Wo hat man den Paradiesgarten nicht überall gefunden, darunter sogar auf Fidschi. Mir liegt die Version nahe, dass Pischon und Gichon, zwei Flüsse, die man hier geografisch schwer erraten kann, der Blaue und der Weiße Nil sind, die zu einem Nil zusammenfließen, dem Strom Ägyptens. Diese Meinung vertreten sowohl religiöse Kommentatoren als auch Erforscher der Geschichte Israels. Man kann sich auch darauf stützen, dass in der frühen arabischen Literatur der Weiße Nil Dschihon genannt wird und der Blaue Nil Fisan genannt wird, und das heißt, wir haben Parallelen zu dieser Bestimmung. Dann ergibt sich, dass die Flüsse, die uns das Gebiet umreißen, zwei Arme eines Flusses, uns die Grenze des Verheißenen Landes umreißen, das heißt ebenjenes Landes, das später Israel verheißen werden wird – vom Fluss Ägyptens bis zum Fluss Euphrat. Wir begegnen oft dem Wort árez nicht einfach in der Bedeutung Erde, sondern in der Bedeutung des Landes Israel, und dafür kann man viele Beispiele anführen. Und wenn wir alles hier und weiter oben Gesagte analysieren, dann kann man sehen, dass der Paradiesgarten das Urbild, möglicherweise auch das geografische, des Landes Israel ist, des Ortes, wo das Volk zum ersten Mal in den Dienst des Höchsten gestellt werden wird. Deshalb, solange dort der Mensch nicht erschienen war, erschienen dort auch die Pflanzen nicht, das ist eine besondere Natur, eine besondere Vorsehung des Höchsten für das Land Israel. Deshalb ist dort auch mit den Tieren alles anders als im ersten Kapitel des Buches Bereschit.
Много разных версий есть по поводу того, что это за река – от Ганга до Голубого Нила; называют и какие-то другие реки. Где только не находили Райский Сад, в том числе даже на Фиджи. Мне близка версия, что Пишон и Гихон, две реки, которые географически здесь трудно угадать, – это Голубой и Белый Нил, которые сливаются в один Нил, поток Египетский. Такого мнения придерживаются и религиозные комментаторы, и исследователи истории Израиля. Можно опереться и на то, что в ранней арабской литературе Белый Нил назван Джихон, а Голубой Нил назван Фисан, и значит, мы имеем параллели к этому определению. Тогда получается, что реки, которые очерчивают нам территорию, два рукава одной реки, очерчивают нам границу Обетованной Земли, то есть той самой земли, которая впоследствии будет обето́вана Израилю – от реки Египетской до реки Ефрат. Мы много раз встречаем слово а́рец не просто в значении земля, но в значении страны Израиля, и тому можно приводить много примеров. И если мы проанализируем всё сказанное здесь и выше, то можно увидеть, что Райский сад – это прообраз, возможно, и географический, страны Израиля, места, где народ будет впервые поставлен на служение Всевышнему. Поэтому, пока там не появился человек, там не появились и растения, это особая природа, особый промысел Всевышнего о стране Израиля. Поэтому и с животными там всё не так, как в первой главе книги Берешит.
Also, der Name des ersten Flusses ist Pischon. Und wieder bezüglich der geografischen Begriffe, die hier verwendet werden. Es gibt viele verschiedene Versionen, Theorien und, ich scheue dieses Wort nicht, Spekulationen. Ich neige dazu zu meinen, dass Chawíla ein Teil der Arabischen Halbinsel ist, gerade dort, wo auch einer der Arme des Nils fließt.
Итак, имя первой реки – Пишон. И опять относительно географических понятий, которые здесь использованы. Есть много разных версий, теорий и, не побоюсь этого слова, спекуляций. Я склонен считать, что Хави́ла – это часть Аравийского полуострова, как раз там, где и протекает один из рукавов Нила.
וּזֲהַב הָאָרֶץ הַהִוא טוֹב שָׁם הַבְּדֹלַח וְאֶבֶן הַשֹּׁהַם׃
usaháw ha’árez hahí tow scham habbedólach we’éwen haschóham
узаЃа́в Ѓаа́рец ЃаЃи́ тов шам Ѓабедо́лах веэ́вен Ѓашо́Ѓам
12. Und das Gold jenes Landes ist gut, dort ist Bdolach, und der Stein Jaspis befindet sich dort auch.
12. И золото той земли хорошее, там бдолах, и камень яспис там тоже находится.
Im modernen Hebräisch bedeutet das Wort bdólach Kristall, im biblischen Hebräisch bedeutet es höchstwahrscheinlich irgendein aromatisches Harz, eines der teuren aromatischen Harze.
На современном иврите слово бдо́лах означает хрусталь, на иврите библейском это означает, скорее всего, какую-то ароматическую смолу, одну из дорогих ароматических смол.
וְשֵׁם־הַנָּהָר הַשֵּׁנִי גִּיחוֹן הוּא הַסּוֹבֵב אֵת כָּל־אֶרֶץ כּוּשׁ׃
weschem-hannahár haschení gichón hu hassowéw et kol-érez kusch
вешем-ЃанаЃа́р Ѓашени́ гихо́н Ѓу Ѓасовэ́в эт коль-э́рец куш
13. Und der Name des zweiten Flusses ist Gichon, Und er umgeht das ganze Land Kusch.
13. А имя второй реки Гихон, И он обходит всю землю Куш.
Wie ich schon gesagt habe, ist Gichon nach Vermutungen, denen ich zuzustimmen geneigt bin, der zweite Arm des Nils. Sie fließen später zu einem Strom zusammen. Wieder: Es gibt sehr viele verschiedene Versionen, so ist es oft, wenn niemand die richtige Antwort weiß, und deshalb sehe ich keinen Sinn darin, darüber zu streiten. Es gibt andere Meinungen, und es ist unmöglich, auf irgendeine Weise die Richtigkeit zu beweisen oder zu widerlegen.
Как я уже сказал, согласно предположениям, с которыми я склонен соглашаться, Гихон – это второй рукав Нила. Они сливаются позже в один поток. Снова: есть очень много разных версий, так часто бывает, когда никто не знает правильного ответа, и поэтому я не вижу смысла спорить по этому поводу. Есть другие мнения, и каким-то образом доказать правоту или опровергнуть невозможно.
Der Weiße Nil, von dem wir gesprochen haben, beginnt in Äthiopien, fließt aus Äthiopien und fließt mit dem übrigen Teil des Nils zusammen, und unter dem Land Kusch kann man hier durchaus Äthiopien verstehen oder ein anderes Land gerade aus jener Region, weil die Namen oft vermischt wurden. Mir gefällt die Idee sehr (deshalb halte ich mich beim Lesen an sie), dass es gerade um die Grenzen des Verheißenen Landes geht.
Белый Нил, о котором мы говорили, начинается в Эфиопии, течёт из Эфиопии и сливается с оставшейся частью Нила, и под страной Куш здесь вполне можно понимать Эфиопию или другую страну именно из того региона, потому что названия часто смешивались. Мне очень нравится идея (поэтому я её придерживаюсь при чтении), что речь идёт именно о границах Обетованной Земли.
וְשֵׁם הַנָּהָר הַשְּׁלִישִׁי חִדֶּקֶל הוּא הַהֹלֵךְ קִדְמַת אַשּׁוּר וְהַנָּהָר הָרְבִיעִי הוּא פְרָת׃
weschém hannahár haschelischí chiddékel hu haholéch kidmát aschúr wehannahár harewi’í hu ferát
веше́м ЃанаЃа́р Ѓашелиши́ хидэ́кель Ѓу ЃаЃоле́х кидма́т ашу́р веЃанаЃа́р Ѓаревии́ Ѓу фера́т
14. Und der Name des dritten Flusses ist Chiddékel (das ist der Tigris, wir wissen, wo er sich befindet), er geht östlich von Aschur. und der vierte Fluss – das ist der Efrat.
14. А имя третьей реки Хидэ́кель (это Тигр, мы знаем, где находится), он идёт к востоку от Ашура. а четвёртая река – это Эфрат.
Wir haben ungefähr die Grenzen des Paradiesgartens umrissen.
Мы обрисовали примерно границы Райского Сада.
וַיִּקַּח יְהוָה אֱלֹהִים אֶת־הָאָדָם וַיַּנִּחֵהוּ בְגַן־עֵדֶן לְעָבְדָהּ וּלְשָׁמְרָהּ׃
wajikkách adonáj elohím et-ha’adám wajannichéhu wegan-éden le’owdá ulschomrá
вайика́х адона́й элоЃи́м эт-Ѓаада́м ваянихэ́Ѓу веган-э́ден леовда́ ульшомра́
15. Und der HERR Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Edens, um diesen Garten zu bearbeiten und ihn zu bewahren.
15. И взял Господь Бог человека, и поместил его в саду Эдена, чтобы обрабатывать этот сад и беречь его.
Bearbeiten – das ist verständlich, der Garten erfordert Bearbeitung. Aber vor wem bewachen, wer konnte denn den Garten des Höchsten überfallen? Nun, natürlich heißt den Garten hüten, ihn zu bewahren, zu erhalten, sich um jedes Bäumchen zu kümmern und darauf zu achten, dass alle Bäume wachsen, genug Licht haben, Äste zu beschneiden vielleicht und so weiter. Das heißt, der Mensch ist, so kann man es in moderner Sprache sagen, als „Gastarbeiter“ genommen, als Lohnarbeiter, genommen als Verwalter des Paradiesgartens, als so ein eingeladener Verwalter. Aber der Begriff hüten hat, denke ich, noch eine solche Schicht, die man herausheben kann. Die Sache ist die, dass alles ja damit begann, dass der Mensch die Erde selbst bearbeiten sollte. Hier ist ein Garten gepflanzt; und zwar, wenn wir von den Bäumen dieses Gartens sprechen, ist hier kein Wort von Samen – wieder im Unterschied zum ersten Kapitel. In diesem Garten gibt es kein Säen, die Bäume und alles Übrige wachsen von selbst – bewahre das einfach. Das heißt, der Mensch ist als eine Art Geschenk in ein besonderes Land versetzt, in die besondere Gnade des Höchsten. Er ist schon in die göttliche Natur hineinversetzt, und man kann seine Teilhabe an dieser Natur hüten, dieses Geschenk der göttlichen Gegenwart auf der Erde hüten, das Vorhandensein des göttlichen Gartens auf der Erde, sich selbst in diesem Garten hüten, um nicht aus ihm vertrieben zu werden, wie es am Ende ja auch geschah (wieder greife ich vor, weil dieses leider traurige Ende alle kennen).
Обрабатывать – это понятно, сад требует обработки. Но от кого стеречь, кто же такой мог напасть на сад Всевышнего? Ну, конечно же, охранять сад – это беречь, сохранять его, заботиться о каждом деревце и следить, чтобы все деревья росли, имели достаточно света, подрезать ветки, может быть, и так далее. То есть человек, можно так сказать современным языком, взят «гастарбайтером», наёмным рабочим, взят в качестве управляющего Райским Садом, таким приглашённым управляющим. Но у понятия охранять, я думаю, есть ещё один такой пласт, который можно выделить. Дело в том, что началось-то всё с того, что человек должен был обрабатывать землю сам. Здесь насажен сад; причём, когда мы говорим о деревьях этого сада, здесь ни слова о семенах – снова, в отличие от первой главы. В этом саду нет сеяния, деревья и всё остальное растёт само собой – просто береги это. То есть человек в качестве такого дара помещён в особую страну, в особую милость Всевышнего. Он уже помещён внутрь Божественной природы, и можно охранять свою причастность к этой природе, охранять этот дар Божественного присутствия на земле, наличие Божественного сада на земле, охранять себя в этом саду, чтобы не оказаться из него изгнанным, как оно в конце концов и получилось (снова забегаю вперёд, потому что этот грустный, к сожалению, конец все знают).
וַיְצַו יְהוָה אֱלֹהִים עַל־הָאָדָם לֵאמֹר מִכֹּל עֵץ־הַגָּן אָכֹל תֹּאכֵל׃
wajzáw adonáj elohím al-ha’adám lemór mikkól ez-haggán achól tochél
вайца́в адона́й элоѓи́м аль-Ѓаада́м лемо́р мико́ль эц-Ѓага́н ахо́ль тохэ́ль
16. Und der HERR Gott gebot Adam und sprach: „Von jedem Baum des Gartens iss als Speise.
16. И заповедовал Господь Бог Адаму, говоря: «От всякого дерева сада едою ешь.
Das ist, was das Interessanteste ist, das allererste Gebot, das der Höchste dem Menschen gab. Gewöhnlich, wenn man fragt, welches das erste Gebot ist, sagt man: „Seid fruchtbar und mehrt euch.“ Seid fruchtbar und mehrt euch – das ist ein Segen. Andere sagen, dass das allererste Gebot, das der HERR dem Menschen gab, „iss nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ ist. Das ist auch nicht richtig. Wie wir lesen, ist das erste Gebot „iss!“ Zum Beispiel, wenn Chaim eine Apfelsine gegessen hat, dann ist die Apfelsine auf die Ebene Chaims aufgestiegen, ist zu Chaim geworden. Und genauso soll der Mensch Adam von jedem Baum im Garten essen, um alles Lebendige auf seine Ebene zu heben. Und was für eine Ebene hat er? Er hat die Ebene eines Wesens, das mit dem Höchsten in Kontakt steht, und dadurch beginnt alles, mit dem Höchsten in Kontakt zu treten, gerade Adam ist als so eine Art Brücke gedacht. Und der Höchste, wie ein guter Hausherr der Welt (wie eine Großmutter, zu der ihr gekommen seid, und sie hat fünfunddreißig Salate zubereitet, und sie wird gekränkt sein, wenn ihr, Gott bewahre euch, vierunddreißig probiert und den fünfunddreißigsten nicht probiert), sagt in seiner Gastfreundschaft zu diesem Gastarbeiter Adam: „Probier, Adamchen, probier, mein Lieber, von jedem der Bäume.“
Это, что самое интересное, самая первая заповедь, которую Всевышний дал человеку. Обычно, если спросишь, какая первая заповедь, говорят: «Плодитесь и размножаетесь». Плодитесь и размножайтесь – это благословение. Другие говорят, что самая первая заповедь, которую Господь дал человеку, – это «не ешь от дерева познания добра и зла». Это тоже неверно. Как мы читаем, первая заповедь – «ешь!» Например, если Хаим съел апельсин, то апельсин поднялся на уровень Хаима, стал Хаимом. И точно так же человек Адам должен есть от каждого дерева в саду, чтобы подымать всё живое на свой уровень. А какой у него уровень? У него уровень существа, контактирующего со Всевышним, и через это всё начинает вступать в контакт со Всевышним, именно Адам задуман как этакий мостик. И Всевышний, как добрый Хозяин мира (как бабушка, к которой вы пришли, а она приготовила тридцать пять салатов, и она обидится, если, упаси вас Бог, вы попробуете тридцать четыре и не попробуете тридцать пятый), в своём гостеприимстве к этому гастарбайтеру Адаму говорит: «Попробуй, Адамчик, попробуй, милый, от каждого из деревьев».
וּמֵעֵץ הַדַּעַת טוֹב וָרָע לֹא תֹאכַל מִמֶּנּוּ כִּי בְּיוֹם אֲכָלְךָ מִמֶּנּוּ מוֹת תָּמוּת׃
ume’éz haddá’at tow wará lo tochál mimménnu ki bejom acholchá mimménnu mot tamút
умеэ́ц Ѓада́ат тов вара́ ло тоха́ль мимэ́ну ки бэём ахольха ́мимэ́ну мот таму́т
17. Und (nicht „aber“ als Gegensatz, sondern doch „und“) VOM Baum der Erkenntnis von Gut und Böse iss nicht von ihm, denn an dem Tag, an dem du von ihm isst, wirst du des Todes sterben.“
17. И (не «а», как противоположность, а всё-таки «и») ОТ дерева познания добра и зла не ешь от него, ибо в день, когда ты поешь от него, ты смертью умрёшь».
Wir können vorerst, wenn wir das lesen, nicht verstehen, was des Todes sterben bedeutet. Wir werden darüber ausführlicher im dritten Kapitel sprechen. Es ist noch nicht verständlich, und Adam selbst weiß noch nicht, was der Tod ist, den er sterben wird, wenn er, Gott bewahre, von diesem Baum isst. Und es gibt scheinbar einen solchen Widerspruch: von allen Bäumen iss und von diesem Baum iss nicht. Am wahrscheinlichsten ist, dass man vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse hätte essen können, nachdem Adam vom Baum des Lebens gekostet hätte. Er wird erst zur Speise bereit sein, nachdem der Mensch die Tora erkannt hat. Wenn wir sagen, dass der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse der Baum ist, der es erlaubt, mit Hilfe seines Verstandes Taten zu vollbringen und Entscheidungen zu treffen, dann braucht man, um das richtig zu tun, ein solches Werkzeug wie die Tora, und es ist durchaus möglich, dass hier eine solche Absicht des Höchsten liegt. Wir werden noch darüber sprechen, aber vorerst bleibt so ein unverständliches Element der Handlung.
Мы пока, когда читаем это, не можем понять, что значит смертью умрёшь. Мы поговорим об этом более подробно в третьей главе. Ещё не понятно, и сам Адам ещё не знает, что такое смерть, которой он умрёт, если он, не дай Бог, поест от этого дерева. И вроде бы есть такое противоречие: от всех деревьев ешь и от этого дерева не ешь. Наиболее вероятно, что Дерево познания добра и зла можно было кушать после того, как Адам попробовал бы Дерево жизни. Оно будет готово в пищу только после того, как человек познает Тору. Если мы говорим, что Дерево познания добра и зла – это дерево, которое позволяет совершать поступки и принимать решения с помощью своего разума, то для того, чтобы это делать правильно нужен такой инструмент, как Тора, и вполне возможно, что такая здесь задумка Всевышнего. Мы ещё будем говорить об этом, а пока остаётся вот такой непонятный элемент сюжета.
Also, der Mensch ist in den Paradiesgarten versetzt, ihm ist die Arbeit gegeben, ihn zu hüten und ihn zu bearbeiten. Es ist die Erlaubnis gegeben, das Gebot gegeben, von allen Bäumen des Gartens zu essen, und verboten (oder er ist vorübergehend in der Möglichkeit eingeschränkt), vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen.
Итак, человек помещён в Райский сад, ему дана работа охранять его и обрабатывать его. Дано разрешение, дана заповедь кушать от всех деревьев сада и запрещено (или он временно ограничен в возможности) кушать от Дерева познания добра и зла.
וַיֹּאמֶר יְהוָה אֱלֹהִים לֹא־טוֹב הֱיוֹת הָאָדָם לְבַדּוֹ אֶעֱשֶׂהּ־לּוֹ עֵזֶר כְּנֶגְדּוֹ׃
wajomer adonáj elohím lo-tów hejot ha’adám lewaddó e’esse-ló éser kenegdó
ваёмер адона́й элоЃи́м ло-то́в Ѓеёт Ѓаада́м левадо́ ээсе-ло́ э́зер кенегдо́
18. Und der HERR Gott sprach: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist, Ich werde ihm aus ihm selbst eine Helferin machen.“
18. И сказал Господь Бог: «Нехорошо, чтобы человек был один, Я ему из самого его сделаю помощницу».
Oft übersetzt man das als es ist nicht gut für den Menschen, allein zu sein. Aber dem Menschen ist es in Wirklichkeit gut, allein zu sein. Ich kenne viele Menschen, die sich in der Einsamkeit sehr gut einrichten. Und ich kenne Menschen, die sich in Familien quälen. Dem Menschen ist es von seiner Natur her, wie er es selbst will, gut, allein zu sein, aber, wenn wir uns erinnern, besteht der Mensch aus Männlichem und Weiblichem (bisher ist das alles, was wir über den Menschen gelesen haben). Der Mensch besteht aus Mann und Frau, und wir haben bisher nichts anderes gelesen. Das Wort lewaddó kann man als in Verbindung, in Verklammerung verstehen, und deshalb kann man so sagen: „Es ist nicht gut für den Menschen, im zusammengefügten, im geschlossenen Zustand zu sein, lasst uns ihn in die männliche und die weibliche Komponente zerlegen.“
Часто переводят это как не хорошо человеку быть одному. Но человеку, на самом деле, хорошо быть одному. Я знаю много людей, которые очень хорошо устраиваются в одиночестве. И я знаю людей, которые мучаются в семьях. Человеку по своей природе, как ему самому хочется, хорошо быть одному, но, если мы помним, человек состоит из мужского и женского (пока это всё, что мы читали о человеке). Человек состоит из мужчины и женщины, и мы пока не прочитали что-то другое. Слово левадо́ можно понять как в соединении, в скреплении, и поэтому можно сказать так: «Нехорошо человеку быть в сложенном, в замкнутом состоянии, давайте его разложим на мужской и женский компонент».
Das Wort kenegdó kann man übersetzen als ihm entsprechend, und man kann es übersetzen als sich ihm widersetzend. Natürlich haben die Weisen das kommentiert und gesagt: „Wenn der Mensch würdig ist, ist sie ihm eine Helferin, wenn er nicht würdig ist, ist sie ihm eine Gegnerin, sie ist gegen ihn.“ Aber hier werden wir höchstwahrscheinlich sehen, jetzt sehen und im Weiteren sehen, dass es um eine Helferin geht, dass der Höchste den Umfang der Arbeit sieht, der vor dem Menschen steht (im Licht jener Aufgaben, die Gott ihm gegeben hat), und sagt, dass es gut wäre, ihm eine Helferin zu geben. Bevor das geschieht, ereignet sich eine völlig unerwartete Wendung der Ereignisse, in Vers 19.
Слово кенегдо́ можно перевести как соответствующий ему, и можно перевести как противящийся ему. Естественно, мудрецы это комментировали и говорили: «Если достоин человек, она ему помощница, если не достоин, она ему противница, она против него». Но здесь, скорее всего, мы увидим, увидим сейчас и увидим в дальнейшем, что речь идёт о помощнице, что Всевышний видит объём работы, который стоит перед человеком (в свете тех заданий, которые Бог ему дал), и говорит, что хорошо бы ему дать помощницу. Прежде чем это произойдёт, случается совершенно неожиданный поворот событий, в 19 стихе.
וַיִּצֶר יְהוָה אֱלֹהִים מִן־הָאֲדָמָה כָּל־חַיַּת הַשָּׂדֶה וְאֵת כָּל־עוֹף הַשָּׁמַיִם וַיָּבֵא אֶל־הָאָדָם לִרְאוֹת מַה־יִּקְרָא־לוֹ וְכֹל אֲשֶׁר יִקְרָא־לוֹ הָאָדָם נֶפֶשׁ חַיָּה הוּא שְׁמוֹ׃
Wajízer adonáj elohím min-ha’adamá kol-chaját hassadé we’ét kol-óf haschamájim wajawé el-ha’adám lir’ót ma-jikra-ló wechól aschér jikra-ló ha’adám néfesch chajá hu schemó
Вайи́цер адона́й элоЃи́м мин-Ѓаадама́ коль-хая́т Ѓасадэ́ веэ́т коль-о́ф Ѓашама́йим ваявэ́ эль-Ѓаада́м лиръо́т ма-йикра-ло́ вехо́ль аше́р йикра-ло́ Ѓаада́м нэ́феш хая́ Ѓу шемо́
19. Und der HERR schuf (formte) aus der Erde alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zum Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen wird, und jeder Name, den der Mensch einer lebendigen Seele geben wird, das wird auch sein Name sein.
19. И сотворил (сформировал) Господь из земли всех животных полевых и всех птиц небесных, и привёл к человеку, чтобы увидеть, как он назовёт их, и всякое имя, которое человек даст душе живой, это и будет его именем.
Wir stoßen wieder auf einen ernsten Widerspruch zwischen dem, was wir hier, im zweiten Kapitel, lesen, und dem, was wir ein Kapitel früher gelesen haben. Aber lasst uns nicht nur auf die Chronologie achten, sondern auch auf andere Unterschiede. Hier gibt es zum Beispiel keine Kriechtiere auf der Erde, hier gibt es keine Fische, nichts dergleichen erschafft der Höchste hier – nur Vögel und nur Tiere, unter denen eine Hilfe für den Menschen gesucht wird. Und wieder, eines der möglichen Verständnisse: Im Land Israel, in diesem Paradiesgarten, in diesem Modell des Dienstes, im Urbild des ersten, man kann sagen, paradiesischen Tempels gibt es eine besondere Fürsorge des Höchsten und eine etwas andere Chronologie. Das heißt, der Mensch in der Natur – er ist ein Inkubator-Mensch, „aufgezogen“ in so einem Inkubator, der „Paradiesgarten“ genannt wird, und in ihm sind auch die Tiere „aufgezogen“. Möglicherweise nur jene Tiere, die zur Domestizierung bestimmt sind, unter denen man auch eine gewisse Partnerschaft suchen kann. Und deshalb führt uns dieser Widerspruch wieder zu dem Gedanken, dass wir von einer gewissen regionalen Fürsorge sprechen, von einem menschlichen Winkel in dieser großen grenzenlosen Natur, von einem durch völlig klare Grenzen umrissenen Winkel für den Menschen.
Мы снова сталкиваемся с серьёзным противоречием между тем, что мы читаем здесь, во второй главе, и тем, что мы читали главой раньше. Но давайте обратим внимание не только на хронологию, но и на другие отличия. Здесь нет, например, пресмыкающихся по земле, здесь нет рыб, ничего такого Всевышний здесь не творит – только птицы и только животные, среди которых ищется подмога человеку. И снова, одно из возможных пониманий: в стране Израиля, в этом Райском саду, в этой модели служения, в прообразе первого, можно сказать, Райского Храма есть особый промысел Всевышнего и немного другая хронология. То есть человек в природе – он инкубаторский, «выращен» в таком инкубаторе, который назван «Райский сад», и в нём же «выращены» животные. Возможно только те животные, которые предназначены для одомашнивания, среди которых и можно искать какое-то партнёрство. И поэтому это противоречие снова подводит нас к мысли, что мы говорим о некоем региональном промысле, о человеческом уголке в этой большой безграничной природе, об обозначенном совершенно чёткими границами уголке для человека.
Also bringt der Höchste eigens für Adam, der zum Dienst in den Gan Éden (Paradiesgarten), gestellt wurde, aus der Erde des Paradiesgartens bestimmte Tiere hervor.
Итак, специально для Адама, поставленного на служение в Ган Э́ден (Райский сад), из земли Райского сада Всевышний производит определённых животных.
Der Höchste lehrt den Menschen, das Wesen aus der Vielfalt herauszulösen. Im ersten Kapitel haben wir gelesen: Die Pflanzenwelt ist erschaffen, die Tierwelt ist erschaffen – Tiere, Pflanzen. „Wie ist die Tierwelt Australiens?“ – „Dort leben Tiere.“ „Und wie ist die Pflanzenwelt Australiens?“ – „Dort wachsen Pflanzen.“ So kann der reden, der nicht lebt, nicht in Berührung kommt und nicht weiß, nicht bereit ist, sich damit zu befassen und zu lenken. Um zu lenken, muss man unterscheiden, man muss von jedem Tierchen einzeln erzählen, es betrachten, auf seine Eigenschaften schauen. Der Mensch kommt in eine Zoo-Schule, in der er konkrete Tiere aus der Masse der Tierwelt herauslöst, schaut, was sich nach welchen Wesenheiten unterscheidet. Und jedem Tier muss er einen Namen geben, das heißt schauen, was zu ihm passt, was mit ihm im Einklang ist. Wer gibt noch seinen Untergebenen Namen? Der König. Wir lesen viel in der Schrift, dass der König, wenn er sich einen Gefangenen oder einen Untertanen nimmt, ihm irgendeinen neuen Namen gibt. Einen Namen, der den Kriterien des Dienstes dieses Menschen im Königreich entsprechen wird. Und hier dasselbe: Adam wird aufgetragen, das Wesen jedes Tieres in dem Königreich zu offenbaren, das er auf sich genommen hat.
Всевышний учит человека выделять сущность из многообразия. В первой главе мы читали: сотворён растительный мир, сотворён животный мир – животные, растения. «Какой животный мир Австралии?» – «Там живут животные». «А каков растительный мир Австралии?» – «Там растут растения». Так может говорить тот, кто не живёт, не соприкасается и не знает, не готов заниматься и управлять. Для того, чтобы управлять, надо разделять, нужно рассказать о каждой зверюшке отдельно, разглядывать её, смотреть на её свойства. Человек попадает в школу-зоопарк, в которой он выделяет конкретных животных из массы животного мира, смотрит, что и по каким сущностям разделяется. И каждому животному он должен дать имя, то есть посмотреть, что ему подходит, что ему созвучно. Кто ещё даёт имена своим подчинённым? Царь. Мы много читаем в Писании, что царь, когда он берёт себе пленного ли, подданного ли, даёт ему какое-то новое имя. Имя, которое будет отвечать критериям служения этого человека в царстве. И здесь то же самое: Адаму поручается раскрыть сущность каждого животного в том царстве, которое он на себя принял.
וַיִּקְרָא הָאָדָם שֵׁמוֹת לְכָל־הַבְּהֵמָה וּלְעוֹף הַשָּׁמַיִם וּלְכֹל חַיַּת הַשָּׂדֶה וּלְאָדָם לֹא־מָצָא עֵזֶר כְּנֶגְדּוֹ׃
wajikrá ha’adám schemót lechol-habbehemá ul’óf haschamájim ulchól chaját hassadé ul’adám lo-mazá éser kenegdó
вайикра́ Ѓаада́м шемо́т лехоль-Ѓабеѓема́ улъо́ф Ѓашама́йим ульхо́ль хая́т Ѓасадэ́ улъада́м ло-маца́ э́зер кенегдо́
20. Und Adam gab allen Tieren Namen, und dem Vogel des Himmels, und jedem Tier des Feldes. und indem er all diese Wesenheiten herauslöste, fand Adam keinen Partner für sich.
20. И дал Адам имена всяким животным, и птице небесной, и всякому животному полевому. и, выделяя все эти сущности, Адам не нашёл себе пары.
Auch Adam lernt, die Welt zu lenken, lernt zu verstehen, womit man nur teilweise zusammenwirken kann und womit in ganzer Fülle. Man kann sich natürlich mit einem Hund, einem Pferd, einem Kamel oder einer Kuh anfreunden und sie im Dienst gebrauchen, aber eine Zusammenarbeit mit ihnen wird nicht gelingen. Indem er all diese Wesenheiten offenbarte, sah Adam, dass keines der Tiere zu ihm passt. Das ist kein Prozess, in dem der Höchste einen Partner für Adam sucht, das ist eine Demonstration für Adam, dass es möglich ist, irgendwelche Beziehungen mit der Tierwelt aufzubauen, mit jemand anderem, der nicht er ist. Und wenn er diese Schule durchläuft, ist er, man kann sagen, schon bereit für das Familienleben, und dann führt der Höchste eine chirurgische Operation durch.
Адам тоже учится управлять миром, учится понимать, с чем можно взаимодействовать только частично, а с чем взаимодействовать во всей полноте. Можно, конечно, подружиться с собакой, лошадью, верблюдом или коровой и использовать их на службе, но сотрудничество с ними не получится. Раскрывая все эти сущности, Адам увидел, что никто из животных ему не подходит. Это не процесс поиска Всевышним пары для Адама, это демонстрация Адаму возможности строить какие-то взаимоотношения с животным миром, с кем-то другим, кто не он. И когда он проходит эту школу, он уже, можно сказать, готов к семейной жизни, и тогда Всевышний проводит хирургическую операцию.
וַיַּפֵּל יְהוָה אֱלֹהִים תַּרְדֵּמָה עַל־הָאָדָם וַיִּישָׁן וַיִּקַּח אַחַת מִצַּלְעֹתָיו וַיִּסְגֹּר בָּשָׂר תַּחְתֶּנָּה׃
wajappél adonáj elohím tardemá al-ha’adám wajischán wajikkách achát mizzal’otáw wajisgór bassár tachténna
ваяпэ́ль адона́й элоЃи́м тардема́ аль-Ѓаада́м вайиша́н вайика́х аха́т мицалъота́в вайисго́р баса́р тахтэ́на
21. Und der Höchste warf einen Schlummer auf den Menschen, und er schlief ein, und nahm eine von seinen Zela und verschloss hinter ihm das Fleisch.
21. И накинул Всевышний дрёму на человека, и уснул он, и взял одну из его цела, и закрыл за ним плоть.
Traditionell wird das Wort zéla als Rippe übersetzt. Höchstwahrscheinlich ist das das Ergebnis eines Fehlers, und das Allerletzte, was das Wort zéla bedeutet, ist eben Rippe. Es gibt verschiedene Versionen. In alten Übersetzungen wird das Wort aléja oder Fettschwanz verwendet (das ist so ein Fettanhang am Schwanz eines Widders). Natürlich kann ein solcher Aspekt unangenehm erscheinen, dass die Frau eben aus diesem kleinen Stückchen erschaffen ist. Aber das ist der süßeste, der kalorienreichste, der weichste Teil des Schlachtkörpers, der weichste Teil des Körpers des Menschen, Adams. Heute gibt es einen solchen Teil nicht. Das heißt, aus dem „Schwänzchen“ Adams wurde die Frau erschaffen. Eine andere Version sagt, dass das Wort zéla einfach Seite bedeutet, als ob sie verschmolzen gewesen wären, wie siamesische Zwillinge. Der Höchste trennte das eine vom anderen und ließ dieses Fleisch zuwachsen. Es gibt noch einige verschiedene Versionen. Ich würde bei der Version bleiben, und ich halte mich an sie im Gefolge des Talmud, im Gefolge des klassischen Verständnisses des Wortes zéla, dass das irgendein Fettstückchen ist, das Adam hatte. Nun, und die Frau ist ja nicht hart wie ein Knochen (immerhin, die Schwestern – sie sind weich), und das sollte man auch nicht vergessen. Kurz, über das Wort zéla werden Diskussionen geführt, beeilt euch nicht zu denken, dass das eine Rippe ist.
Традиционно слово це́ла переводится как ребро. Скорее всего, это результат ошибки, и самое последнее, что слово це́ла означает, так это ребро. Есть разные версии. В древних переводах используется слово але́я или курдюк (это такой жировой отросток на хвосте барана). Конечно, может показаться неприятным такой аспект, что вот из этого маленького кусочка женщина сотворена. Но это самая сладкая, самая калорийная, самая мягкая часть туши, самая мягкая часть тела человека, Адама. Сегодня такой части нет. То есть из «хвостика» Адама была сотворена женщина. Другая версия говорит, что слово це́ла означает просто грань, как будто бы они были слиты, как сиамские близнецы. Всевышний отделил одно от другого и зарастил эту плоть. Есть ещё несколько разных версий. Я бы остановился на версии, и я её придерживаюсь вслед за Талмудом, вслед за классическим пониманием слова це́ла, что это какой-то жировой кусочек, который у Адама был. Ну, и женщина же не твёрдая, как кость (всё-таки сёстры – они мягкие), и об этом тоже не стоит забывать. Словом, дискуссии по поводу слова це́ла ведутся, не спешите думать, что это ребро.
וַיִּבֶן יְהוָה אֱלֹהִים אֶת־הַצֵּלָע אֲשֶׁר־לָקַח מִן־הָאָדָם לְאִשָּׁה וַיְבִאֶהָ אֶל־הָאָדָם׃
wajíwen adonáj elohím et-hazzelá ascher-lakách min-ha’adám le’ischá wajwi’éha el-ha’adám
вайи́вен адона́й элоЃи́м эт-Ѓацела́ ашер-лака́х мин-Ѓаада́м леиша́ вайвиэ́Ѓа эль-Ѓаада́м
22. Und der HERR Gott konstruierte die Zela, die Er vom Menschen genommen hatte, zu einer Frau um und brachte sie zum Menschen.
22. И переконструировал Господь Бог цела, которую взял у человека, в женщину, и привёл её к человеку.
Ein interessantes Wort: jíwen – konstruierte um, schuf. Das weist auf eine sehr komplizierte Art von Arbeit hin, eben so eine Konstrukteursarbeit beim Bauen. Wenn der Mensch, der Mann (adam), einfach geknetet ist, dann ist die Frau konstruiert, sie ist eingerichtet, sie ist sehr kompliziert und wunderbar eingerichtet, und der Mechanismus ihres Aufbaus ist viel komplizierter als beim adam.
Интересное слово йи́вен – переконструировал, создал. Это указывает на очень сложный вид работы, именно конструкторская такая работа при строительстве. Если человек, мужчина (адам), просто слеплен, то женщина сконструирована, она устроена, она очень сложно и чудно устроена, и механизм устройства гораздо сложнее, чем у адама.
Noch eine Auslegung des Wortes jíwen, auch sehr interessant: flocht einen Zopf. Tatsächlich bedeutet liwnót einen Zopf flechten. Das klingt sehr interessant und schön, meiner Meinung nach, dass den ersten Zopf auf der Erde der Frau der Höchste selbst geflochten hat.
Ещё одно толкование слова йи́вен, тоже очень интересное: заплёл косичку. Действительно, ливно́т означает заплетать косичку. Звучит очень интересно и красиво, на мой взгляд, что первую косичку на земле заплёл женщине сам Всевышний.
Hier möchte ich bei zwei wichtigen Details verweilen. Wie ich ganz am Anfang sagte, ist Adam eine Art Gastarbeiter, er ist in den Gan Éden genommen. Die Frau dagegen ist im Gan Éden geboren, sie hat dort die Staatsbürgerschaft. Was bedeutet das? Wenn der Gastarbeiter sich nicht sehr gut benimmt, kann man ihn aus dem Gan Éden hinauswerfen. Die Frau kann man aus dem Gan Éden nicht hinauswerfen, sie hat dort die Staatsbürgerschaft. Das heißt, wenn ich in meinem Land irgendein Verbrechen begehe, kann man mich mit einer Geldstrafe belegen, ins Gefängnis stecken, sogar, Gott bewahre, mancherorts auf den elektrischen Stuhl bringen, aber die Staatsbürgerschaft entziehen, mich aus dem Land werfen, das kann man nicht – im Unterschied zum Gastarbeiter. Und dasselbe mit der Frau und dem Mann. Der Mann, er ist ein „Zugereister“ im Gan Éden, die Frau aber, sie ist dort geboren. Das ist das erste wichtige Detail.
Здесь я хотел бы остановиться на двух важных деталях. Как я говорил в самом начале, Адам своего рода гастарбайтер, он взят в Ган Э́ден. Женщина же родилась в Ган Э́дене, у неё есть там гражданство. Что это значит? Если гастарбайтер будет себя не очень хорошо вести, его можно из Ган Э́дена вытурить. Женщину из Ган Э́дена вытурить нельзя, она там имеет гражданство. То есть, если я совершаю какое-то преступление в своей стране, меня можно штрафовать, сажать в тюрьму, даже, не дай Бог, кое-где на электрический стул, но лишить гражданства, выгнать меня из страны нельзя – в отличие от гастарбайтера. И то же самое с женщиной и мужчиной. Мужчина, он «понаехавший» в Ган Э́ден, а женщина, она там родилась. Это первая важная деталь.
Das zweite interessante und wichtige Detail: Eigentlich steht nirgends geschrieben, dass Adam aufwachte, als der Höchste den Schlaf über ihn brachte. Nun, natürlich können wir als Leser erraten, dass er aufwachte, aber es steht nirgends geschrieben, und darüber kann man auch nachdenken: Träumt er nicht etwa von der Frau? Also führt der Höchste die Frau zu Adam, und Adam beginnt, ein freudiges Lied zu singen.
Вторая интересная и важная деталь: на самом деле, нигде не написано, что Адам проснулся, когда Всевышний навёл на него сон. Ну, конечно, как читатели, мы можем догадаться, что проснулся, но нигде не написано, и об этом тоже можно поразмышлять: а не снится ли ему женщина? Итак, Всевышний приводит к Адаму женщину, и Адам начинает петь радостную песнь.
וַיֹּאמֶר הָאָדָם זֹאת הַפַּעַם עֶצֶם מֵעֲצָמַי וּבָשָׂר מִבְּשָׂרִי לְזֹאת יִקָּרֵא אִשָּׁה כִּי מֵאִישׁ לֻקֳחָה־זֹּאת׃
wajómer ha’adám sot happá’am ézem me’azamáj uwassár mibbesarí lesót jikkaré ischá ki me’ísch lukocha-sót
ваёмер Ѓаада́м зот Ѓапа́ам э́цем меацама́й уваса́р мибесари́ лезо́т йикарэ́ иша́ ки меи́ш лукоха-зо́т
In der Übersetzung geht das völlig verloren, aber Adam spricht hier in alten Versen, das ist wirklich ein freudiges Lied.
Это в переводе совсем теряется, но Адам говорит здесь древними стихами, это действительно радостная песнь.
Also sagt Adam: „Das ist Knochen von meinem Knochen, Fleisch von meinem Fleisch, sie wird mit dem Wort ischá (Frau) genannt werden, denn sie ist vom isch (Mann) genommen.“ Wenn auf Hebräisch, sagen wir, Stier – das ist par, dann ist Kuh – das ist pará, oder zum Beispiel Widder – das ist kéwes, und Schaf – das ist kiwsá, und man kann sagen, dass so eben mit dem Buchstäbchen ה (hej) das weibliche Geschlecht gebildet wird, und deshalb wird eben die Frau so vom Mann gebildet, das ist einfach die Bildung des weiblichen Geschlechts. In Wirklichkeit ist das nicht ganz eine Wortbildung, das ist eher ein Wortspiel. Das Wort isch stammt von der Wurzel oschésch (stark oder Kraft geben); das Wort ischá stammt von der Wurzel anúsch (schwach und schwach sein), und ein solcher Gleichklang, ein solches Wortspiel ist hier entstanden, dass diese Wörter isch und ischá zusammen als Bezeichnung für Junge und Mädchen vorkommen. Aber im Grunde sagt Adam, dass sie den Wunsch weckt, sie zu beschützen: „Ich werde sie beschützen, sie wird schwach sein, weil sie vom Starken genommen ist. Und mein erster Wunsch ist, sie zu beschützen, mein erstes Streben ihr gegenüber ist, sie zu schützen, zu behüten, zu bewahren, zärtlich mit ihr umzugehen, und alles Übrige.“ Das sind wirklich zwei verschiedene Wörter, zwei verschiedene Wurzeln: anaschím und naschím, im Plural. Und das Interessanteste ist, dass das Wort enoschút (Menschheit) wörtlich als „Schwachheit“ übersetzt wird, das heißt, die ganze Versammlung der Menschen ist nicht nach den Männern benannt, nicht nach der Bezeichnung der Männer, sondern nach der Bezeichnung der Frauen.
Итак, Адам говорит: «Это кость от кости моей, плоть от плоти моей, она будет называться словом иша́ (женщина), потому что она взята от иш (мужчины)». Если на иврите, скажем, бык – это пар, то корова – это пара́, или, например, баран – это ке́вес, а овца – это кивса́, и можно сказать, что так вот буковкой ה (ѓэй) образуется женский род, и поэтому вот женщина так образуется от мужчины, это просто образование женского рода. На самом деле, это не совсем словообразование, это, скорее, игра слов. Слово иш происходит от корня оше́ш (сильный или давать силу); слово иша́ происходит от корня ану́ш (слабый и быть слабым), и такое созвучие, такой каламбур здесь родился, что эти слова иш и иша́ встречаются вместе как название для мальчика и девочки. Но, по сути, Адам говорит, что она вызывает желание её защитить: «Я её буду защищать, она будет слабой, потому что она взята от сильного. И первое моё желание – защищать её, первое моё стремление по отношению к ней – защитить, уберечь, сохранить, трепетно к ней относиться, и всё остальное». Это действительно два разных слова, два разных корня: анаши́м и наши́м, во множественном числе. И самое интересное, что слово эношу́т (человечество) переводится дословно как «слабчество», то есть всё собрание людей названо не вслед за мужчинами, не по названию мужчин, а по названию женщин.
Und die Tora sagt weiter:
И Тора говорит дальше:
עַל־כֵּן יַעֲזָב־אִישׁ אֶת־אָבִיו וְאֶת־אִמּוֹ וְדָבַק בְּאִשְׁתּוֹ וְהָיוּ לְבָשָׂר אֶחָד׃
al-kén ja’asow-ísch et-awíw we’et-immó wedawák be’ischtó wehajú lewassár echád
аль-кэ́н яазов-и́ш эт-ави́в веэт-имо́ ведава́к беишто́ веЃаю́ леваса́р эха́д
24. Darum wird der Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.
24. Поэтому оставит человек отца своего и мать свою, и прилепится к жене своей, и будут они одна плоть.
וַיִּהְיוּ שְׁנֵיהֶם עֲרוּמִּים הָאָדָם וְאִשְׁתּוֹ וְלֹא יִתְבֹּשָׁשׁוּ׃
wajihjú schenehém arummím ha’adám we’ischtó weló jitboscháschu
вайиЃйю́ шенеЃе́м аруми́м Ѓаада́м веишто́ вело́ йитбоша́шу
25. Und sie waren beide nackt, Adam und seine schwache Hälfte, und schämten sich nicht.
25. И были они оба наги, Адам и слабая его половинка, и не стыдились.
Was gibt es hier nicht im Vergleich zu dem, was im ersten Kapitel war? Hier gibt es kein seid fruchtbar und mehrt euch. Wenn das erste Kapitel die Natur ist, deren Einrichtung selbst es mit sich bringt, fruchtbar zu sein und sich zu mehren, dann hier – schaut doch mal, was für eine Romantik hier ist: „Ich erlaube ihr, schwach zu sein, weil ich stark bin. Sie ist Bein von meinem Bein, Fleisch von meinem Fleisch. Und wir werden uns verbinden und zu einem Fleisch zurückkehren.“
Чего здесь нет по сравнению с тем, что было в первой главе? Здесь нет плодитесь и размножайтесь. Если первая глава – это природа, у которой само устройство подразумевает плодиться и размножаться, то здесь – вы посмотри́те, какая здесь романтика: «Я позволю ей быть слабой, потому что я сильный. Она кость от кости моей, плоть от плоти моей. И мы соединимся и вернёмся в одну плоть».
Sie waren beide nackt, er und seine Frau, und schämten sich nicht – die einen sagen, dass sie natürlich im Paradies keinerlei intimes Leben haben konnten, denn was für eine Leidenschaft gibt es schon im Paradies, und ohne Leidenschaft kann es auch kein intimes Leben geben. Andere sagen, dass sie im Paradies ein Geschlechtsleben hatten, aber genau so war es eben – leidenschaftslos, nur um das Gebot zu erfüllen, ohne irgendeine solche falsche Sinnlichkeit. Diese Kommentare kommen mir seltsam vor. Mir liegt ein dritter Ansatz nahe, der sagt, dass sie sowohl Liebe als auch Leidenschaft und Romantik und Anziehung zueinander hatten. Und warum schämten sie sich denn nicht voreinander, woher kommt diese Freiheit – sich nicht zu bedecken? Das kommt daher, dass es keinerlei Messlatten gab, nichts, was sie erreichen oder nicht erreichen konnten, keine Anforderung, kein Kriterium, dem sie hätten entsprechen oder nicht entsprechen können: denn genau das bringt das Wissen von tow we ra (Gut und Böse). hervor. Und deshalb mussten sie sich der Nacktheit des anderen nicht schämen. Und den Gesang Adams „Diesmal ist es Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch“ kann man das erste romantische Lied nennen. Ja, ich habe auch vorgegriffen, ich weiß, was im vierten Kapitel geschrieben sein wird: „Adam erkannte seine Frau.“ Wir werden zu Ende lesen und dort noch einmal darüber sprechen. Beeilt euch nicht, mir dieses Zitat anzuführen, ich erinnere mich, dass von „erkannte“ genau dort geschrieben steht.
Были они оба наги, он и жена его, и не стыдились – одни говорят, что, конечно же, у них не могло быть никакой интимной жизни в раю, потому что какая же в раю страсть, а без страсти и интимной жизни быть не может. Другие говорят, что была у них в раю половая жизнь, но вот именно такой она и была – бесстрастной, только ради исполнения заповеди, без какой-то такой вот ложной чувственности. Эти комментарии мне кажутся странными. Мне близок третий подход, который говорит, что была у них и любовь, и страсть, и романтика, и влечение друг к другу. А почему же они не стыдились друг друга, откуда это такая свобода – не прикрывать себя? Это от того, что не было никаких планок, не было чего-то, чего они могли достигнуть или не достигнуть, какого-то требования, какого-то критерия, которому они могли бы соответствовать или не соответствовать: ведь именно это выдвигает знание тов вэ ра (добра и зла). И поэтому они могли не стыдиться наготы друг друга. И песнопение Адама «На этот раз это кость от кости моей и плоть от плоти моей» можно назвать первой романтической песней. Да, я тоже забегал вперёд, я знаю, что будет написано в четвёртой главе: «Адам познал свою жену». Мы дочитаем и поговорим там об этом ещё раз. Не спешите приводить мне эту цитату, я помню, что про «познал» написано именно там.
Das ist die Geschichte des zweiten Kapitels. Ich denke, dass das das Urbild des Landes Israel ist, das Urbild des heiligen Volkes im heiligen Dienst, aber wir haben vereinbart, nicht vorzugreifen. Wir lesen hier die romantische Geschichte der Menschheit, die Geschichte davon, wie gut alles hätte sein können, wie romantisch gut alles begann.
Вот история второй главы. Я думаю, что это прообраз страны Израиля, прообраз святого народа в святом служении, но мы договорились вперёд не забегать. Мы читаем здесь романтическую историю человечества, историю о том, как хорошо всё могло бы быть, как романтически хорошо всё начиналось.
Die erste Tragödie (3,1–24)
Первая трагедия (3:1-24)
Das dritte Kapitel des Buches Bereschit beschreibt zweifellos die tragischste Situation, die tragischsten Ereignisse in der Geschichte der Menschheit. Diese Ereignisse haben auch auf euch und mich eingewirkt, und wirken ein, und werden noch weiter und weiter einwirken. Zweifellos wurde dieses Kapitel zum Fundament für viele Glaubensrichtungen und für viele Lehren. Es ist so sehr überwuchert, bedeckt mit Kommentaren und Auslegungen (und wie soll man hier nicht auslegen und nicht kommentieren, wenn die Ereignisse wirklich wichtig sind?), man hat darin schon so vieles gesehen, so viele allerlei Bilder und Gemälde, dass es schwer ist, hinter all diesem Gewand, dieser Einkleidung dieses Kapitels – bei aller Achtung vor den Schneidern, die es bekleidet und eingekleidet haben – schwer ist, hinter alldem den einfachsten, den ursprünglichsten Sinn zu sehen. Es ist schwer, auf alle Kleidchen zu verzichten, auf alle Kommentare, die wir gerade über dieses, so wichtige Kapitel schon kennen. Und dennoch, obwohl man sich über mich beschwert, dass ich den verborgenen Sinn nicht enthülle, und den Maschiach in der Tora nicht enthülle, und dass man mehr über den Maschiach und weniger über den einfachen Sinn sprechen müsste, weil der einfache Sinn nur ein Zuchtmeister ist (ich weiß das alles, ich erinnere mich an all das), und dennoch, ich wiederhole: Ich bin der Meinung, dass man ohne den einfachen Sinn nicht auskommt. Wenn man über den einfachen Sinn nachdenkt, findet jeder sowohl den Maschiach als auch irgendwelche verborgenen Bedeutungen – all das wird sich zeigen. Wir aber wollen es trotzdem versuchen, und ich schlage euch vor, alles zu vergessen, was ihr zuvor über das dritte Kapitel gelesen habt, alles zu vergessen, was ihr gedacht habt, auf die Erwartung zu verzichten, darin den Satan zu sehen, oder den Papst, oder Putin, oder den Teufel, oder sonst jemanden, und es so zu lesen, als hätten wir nur die ersten zwei Kapitel der Tora gelesen. Zu einer solchen Reise schlage ich euch vor aufzubrechen. Gefällt es euch nicht, dann hört, wie man so sagt, nicht zu, und wir beginnen mit dem allerersten Vers.
Третья глава книги Берешит описывает, безусловно, самую трагичную ситуацию, самые трагичные события в истории человечества. Эти события повлияли и на нас с вами, и влияют, и будут влиять ещё дальше и дальше. Безусловно, эта глава стала фундаментом для многих верований и для многих учений. Она настолько обросла, покрылась комментариями и толкованиями (а как тут не толковать и не комментировать, если события действительно важны?), в ней увидели уже столько всего, столько всевозможных образов и картин, что трудно за всем этим одеянием, облачением этой главы – при всём уважении к портным, которые её одевали и облачали – трудно за всем этим увидеть самый простой, самый первоначальный смысл. Трудно отказаться от всех одёжек, от всех комментариев, которые мы уже знаем именно об этой, такой важной главе. И тем не менее, хотя на меня жалуются, что я тайный смысл не раскрываю, и Машиаха не раскрываю в Торе, и что надо было бы больше о Машиахе, а меньше о простом смысле, потому что простой смысл только детоводитель (я всё это знаю, всё это помню), и тем не менее, я повторю: я считаю, что без простого смысла никуда не деться. Размышляя о простом смысле, каждый найдёт и Машиаха, и какие-то тайные смыслы – всё это обнаружится. А мы с вами всё-таки попытаемся, и я предлагаю вам забыть всё, что вы читали до этого о третьей главе, забыть всё, что вы думали, отказаться от ожидания увидеть в ней сатану, или папу римского, или Путина, или дьявола, или кого-то ещё, и прочитать её так, как будто мы читали только первые две главы Торы. Вот в такое путешествие я предлагаю вам отправиться. Нелюбо, как говорится, не слушайте, а мы начнём с самого первого стиха.
וְהַנָּחָשׁ הָיָה עָרוּם מִכֹּל חַיַּת הַשָּׂדֶה אֲשֶׁר עָשָׂה יְהוָה אֱלֹהִים וַיֹּאמֶר אֶל־הָאִשָּׁה אַף כִּי־אָמַר אֱלֹהִים לֹא תֹאכְלוּ מִכֹּל עֵץ הַגָּן׃
wehannachásch hajá arúm mikkól chaját hassadé aschér assá adonáj elohím wajomer el-ha’ischá af ki-amár elohím lo tochelú mikkól ez haggán
веЃанаха́ш Ѓая́ ару́м мико́ль хая́т Ѓасадэ́ аше́р аса́ адона́й элоЃи́м ваёмер эль-Ѓаиша́ аф ки-ама́р элоЃи́м ло тохелу́ мико́ль эц Ѓага́н
1. Die Schlange aber war die klügste von allen Tieren, die der HERR Gott gemacht hatte. Und sie sprach zur Frau: „Hat der HERR so gesagt: ‚Esst von keinem der Bäume im Garten‘?
1. А змей был самым умным из всех животных, которых сотворил Господь Бог. И сказал женщине: «так ли сказал Господь: «не ешьте ни от каких деревьев в саду»?
Schauen wir es uns etwas ausführlicher an. Wir erinnern uns aus dem vorigen Kapitel, dass Adam den Tieren die Namen gab. Der Höchste brachte die Tiere zu ihm, und offenbar gab Adam aufgrund einer gewissen Bekanntschaft mit dem Wesen der Tiere diesen Tieren Namen. Das sind nicht einfach zufällige Namen. Der Name nachásch (Schlange) stammt von derselben Wurzel wie das Verb lenachésch – nachsinnen, durchschauen, in das Wesen der Dinge eindringen, etwas erraten, eine gewisse Tiefe des Gedankens erreichen. Nachdem Adam die Schlange kennengelernt hatte, gab er ihr einen solchen Namen – „Schlaumeier“ oder „Verstehmeier“. Und wiederum, da diese Tiere dazu berufen waren, irgendwie mitzuarbeiten, dem Menschen irgendwie im Dienst zu helfen, obwohl sie ihm nicht ganz ein Gegenstück sind, so war auch die Schlange zum Dienst berufen, vielleicht mit ihrem Verstand. Sie war listiger als alle Tiere des Feldes, listiger oder klüger. Das Wort arúm wird in aramäischen Texten an dieser Stelle mit chákim übersetzt – einfach weise. Im vorigen Kapitel, als wir von Adam und seiner Frau lasen, dass sie nackt waren, wird dasselbe Wort im Plural verwendet – arummím (nackt), und man könnte hier so übersetzen: Die Schlange aber war die nackteste von allen Tieren. Aber wir haben in den ersten Kapiteln des Buches Bereschit schon mehrfach Kalauer oder Wortspiele gesehen. Und deshalb ist es vernünftig, ein anderes Verständnis dieses Wortes zu verwenden, das es auch gibt: die Schlange – die klügste von allen Tieren. Das ist – der Anfang.
Разберём чуть более подробно. Мы помним в прошлой главе, что имена животным давал Адам. Всевышний привёл к нему животных, и, видимо, на основании какого-то знакомства с сущностью зверей Адам давал этим зверям имена. Это не просто случайные имена. Имя наха́ш (змей) происходит от того же корня, что и глагол ленахэ́ш – размышлять, проницать, проницать в суть вещей, догадываться о чём-то, достигать какой-то глубины мысли. Познакомившись со змеем, Адам дал ему такое имя – «знайка» или «понимайка». И опять-таки, поскольку эти животные были призваны как-то сотрудничать, как-то помогать человеку в служении, хотя они и не полностью ему пара, так и змей призван был на службу, может быть, своим разумом. Он был хитрее всех зверей полевых, хитрее или умнее. Слово ару́м в арамейских текстах в этом месте переводится как ха́ким – просто мудрый. В прошлой главе, когда мы читали про Адама и его жену, что они были обнажены, используется то же самое слово во множественном числе – аруми́м (нагие), и можно было бы здесь перевести так: а змей был самым нагим из всех животных. Но мы уже неоднократно видели в первых главах книги Берешит каламбуры или игру слов. И поэтому разумно использовать другое понимание этого слова, которое тоже существует: змей – самый умный из всех зверей. Это – начало.
Es gibt eine Besonderheit der grammatischen Form. Man könnte so sagen: wajih́í nachásch – und die Schlange war die klügste von allen Tieren. Aber hier steht eine grammatische Form, die gleichsam Vergangenheit in der Vergangenheit ist: die Schlange aber war die klügste von allen Tieren. Das heißt, auch vor dieser ganzen Geschichte war die Schlange die klügste, und sie wäre König gewesen, wäre „wie ein Gockel“ herumstolziert, hätte von allen Bäumen des Gartens gegessen, vielleicht hätte man auch ihr eine Frau erschaffen, wenn nicht der Mensch erschienen wäre. Natürlich möchte die Schlange aufrecht gehen wie der Mensch, und vielleicht von allen Bäumen des Gartens essen, über alle Tiere herrschen und auch mit der Frau Umgang habenIm Russischen steht nur „mit Frau Umgang haben“, ohne Artikel; gemeint sein kann eine eigene Frau der Schlange oder die Frau Adams. Übersetzt ist wörtlich mit „mit der Frau“., sie ist doch die klügste – wenn nicht der Mensch wäre. Da habt ihr gesunde Konkurrenz.
Есть особенность грамматической формы. Можно было бы сказать так: вайиѓи́ наха́ш – а змей был самым умным из всех животных. Но здесь грамматическая форма, которая как бы прошедшая в прошедшем времени: а змей же былсамым умным из всех животных. То есть и до всей этой истории змей был самым умным, и он был бы королём, ходил бы «гоголем», ел бы от всех деревьев сада, может быть, и жену ему бы создали, если бы не появился человек. Естественно, змею хочется ходить прямо, как человеку, и, может быть, кушать от всех деревьев сада, властвовать над всеми животными и с женой тоже иметь общение, ведь он же самый умный – если бы не человек. Вот вам здоровая конкуренция.
Und die Schlange beginnt ein Gespräch mit der Frau und sagt zu ihr: „Hat der HERR so gesagt – esst von keinem der Bäume im Garten?“ Hat Gott etwa gesagt, dass man überhaupt nicht essen darf? Wovon ist hier die Rede? Wie das – man darf überhaupt nicht essen? Wie das – Gott hat verboten zu essen? Gott hat gerade geboten zu essen, und ich habe versucht, das Wesen davon zu erklären, indem ich sagte, dass, wenn der Mensch etwas isst, dieses Etwas ein Teil des Menschen wird. Weiter: Wenn der Mensch einen Apfel gegessen hat, und der Apfel ist zum Menschen geworden, und der Mensch wendet sich mit einem Gebet an den Höchsten oder bearbeitet sogar die Erde, wozu Gott ihn ja hingestellt hat, dann dient er mit eben diesem Apfel dem Höchsten, und auf diese Weise wird der Apfel erhöht und emporgehoben. Man hätte den Menschen direkt an die Batterien des Höchsten anschließen können, und der Mensch würde sich direkt vom Wort Gottes ernähren, ohne diesen ganzen Kreislauf des Wortes Gottes zu brauchen. Hat diese Welt Funktionen für den Höchsten? – Das ist es eigentlich, was die Schlange gefragt hat. Muss man sich überhaupt ernähren, braucht man überhaupt diese Welt, um Menschen zu sein? Muss man in dieser Welt ein Gottmensch sein, einer, der sich von den Bäumen des Gartens ernährt und dem HERRN dient? Oder wie die Engel sein, und essen muss man überhaupt nicht? Oder wie die Tierchen sein, und dem Höchsten nicht auf irgendeine besondere Weise dienen, mit irgendwelchen besonderen Weisungen? Die Frage nach der Zusammenarbeit einerseits des rationalen Verstandes und der Philosophie – mit der Prophetie, mit dem Dienst für den Höchsten, mit dem göttlichen Verstand andererseits. Vielleicht hat Gott gesagt: „Seid rein geistig, lebt ausschließlich von Geistigkeit“? Die Schlange wendet den Menschen, in diesem Fall die Frau, dem rationalen, sozusagen, Verstand zu. Die Schlange ist weise, aber sie ist ein Tier, sie hat keine Verbindung mit dem Göttlichen. Ich wiederhole noch einmal: Das ist der Anfang des Dialogs zwischen dem rationalen tierischen Verstand und dem göttlichen Verstand, zwischen dem gesunden Menschenverstand und der Prophetie, der Verbindung mit dem Höchsten. Die Schlange sagt: „Braucht man diese Welt überhaupt? Wenn ihr schon solche Propheten seid, braucht ihr dann diese Welt?“
И змей начинает разговор с женщиной, и говорит ей: «Так ли сказал Господь – не ешьте ни от каких деревьев в саду?» Разве Бог сказал, что кушать вообще нельзя? О чём здесь идёт речь? Как это – кушать вообще нельзя? Как это – Бог запретил есть? Бог как раз заповедовал есть, и я пытался объяснить природу этого, говоря, что, когда человек съедает что-то, это что-то становится частью человека. Дальше: когда человек съел яблоко, и яблоко стало человеком, и человек обращается ко Всевышнему с молитвой или даже обрабатывает землю, для чего Бог его и поставил, он этим самым яблоком служит Всевышнему, и таким образом яблоко возвышается и возносится. Можно было бы напрямую подключить человека к батарейкам Всевышнего, и человек питался бы Словом Божьим напрямую, не нуждаясь во всём этом кругообороте Слова Божия. Есть ли у этого мира функции для Всевышнего? – Вот о чём, собственно, спросил змей. Нужно ли вообще питаться, нужен ли вообще этот мир для того, чтобы быть людьми? Нужно ли в этом мире быть богочеловеку, тому, кто питается от деревьев сада и служит Господу? Или быть как ангелы, и кушать вообще не надо? Или быть как зверюшки, и не служить Всевышнему каким-то особым образом, имея какие-то особые повеления? Вопрос о сотрудничестве, с одной стороны, рационального ума и философии – с пророчеством, со служением Всевышнему, с Божественным разумом с другой стороны. Может быть, Бог сказал: «Будьте чисто духовными, живите исключительно духовностью»? Змей обращает человека, жену в данном случае, к рациональному, так сказать, разуму. Змей мудрый, но он животное, у него нет связи с Божественным. Я повторю ещё раз: это начало диалога между рациональным животным разумом и разумом Божественным, между здравым смыслом и пророчеством, связью со Всевышним. Змей говорит: «Нужен ли вообще этот мир? Если уж вы такие пророки, нужен ли вам этот мир?»
וַתֹּאמֶר הָאִשָּׁה אֶל־הַנָּחָשׁ מִפְּרִי עֵץ־הַגָּן נֹאכֵל׃
wattómer ha’ischá el-hannachásch mipperí ez-haggán nochél
вато́мер Ѓаиша́ эль-Ѓанаха́ш мипери́ эц-Ѓага́н нохэ́ль
2. Die Frau antwortet der Schlange: „Von den Früchten des Baumes des Gartens werden wir essen.
2. Женщина отвечает змею: «от плодов дерева сада мы будем кушать.
וּמִפְּרִי הָעֵץ אֲשֶׁר בְּתוֹךְ־הַגָּן אָמַר אֱלֹהִים לֹא תֹאכְלוּ מִמֶּנּוּ וְלֹא תִגְּעוּ בּוֹ פֶּן־תְּמֻתוּן׃
umepperí ha’éz aschér betoch-haggán amár elohím lo tochelú mimménnu weló tigge’ú bo pen temutún
умепери́ Ѓаэ́ц аше́р бетох-Ѓага́н ама́р элоЃи́м ло тохелу́ мимэ́ну вело́ тигеу́ бо пэн темуту́н
3. Aber von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: „Esst nicht von ihm und berührt ihn nicht, damit ihr nicht sterbt.“
3. А от плодов дерева, которое в центре сада, сказал Бог: «Не кушайте от него и не касайтесь его, чтобы вам не умереть».
Achtet auf das, wovon die Frau spricht, und zwar auf einige, sagen wir so, kleine Ungenauigkeiten. In Vers 9 des vorigen Kapitels haben wir davon gelesen, dass der Höchste einen Garten pflanzte und in ihm den Baum des Lebens pflanzte, ganz in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Ganz in der Mitte des Gartens wächst nicht der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, sondern der Baum des Lebens. Und die Frau sagt hier, dass der Höchste verboten hat, gerade von den Früchten des Baumes zu essen, der in der Mitte des Gartens ist. Das heißt, erstens: In der Mitte des Gartens ist der Baum des Lebens.
Обратите внимание на то, о чём говорит женщина, а именно на несколько, так скажем, маленьких неточностей. В 9 стихе прошлой главы мы читали о том, что Всевышний посадил сад и посадил в нём Дерево жизни, в самом центре сада, и Дерево познания добра и зла. В самом центре сада растёт не Дерево познания добра и зла, а Дерево жизни. И жена говорит здесь, что Всевышний запретил есть именно от плодов дерева, которое в центре сада. То есть первое: в центре сада – Дерево жизни.
Zweitens. In Bereschit (2,17) steht geschrieben: „… und vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, iss nicht von ihm.“ Hier aber sagt uns die Frau: „Von den Früchten des Baumes, iss nicht von ihm.“ Wieder, schon zum wiederholten Mal, begegnen uns im Text der Baum und die Früchte des Baumes durcheinander. Wir erinnern uns an die Geschichte des allerersten Kapitels, Verse 11 und 12, als die Erde das Wort Gottes nicht so erfüllt, wie der HERR es ihr sagt, als der Höchste sagte: „Mache ez perí óse perí“ – „Mache Baum-Frucht, die Frucht bringt“. Die Erde aber macht einfach einen Baum, der Frucht bringt. Im Unterschied zu dem, was der Höchste der Erde im ersten Kapitel befahl, fallen der Geschmack des Baumes und der Geschmack der Frucht verschieden aus, der Baum ist geschmacklos geworden. Als wir im zweiten Kapitel lasen, dass der Höchste den Garten pflanzte, da war der Geschmack des Baumes und der Geschmack der Frucht gleich, das haben wir auch festgestellt. Und der Höchste verbot, vom Baum zu essen. Hier aber lesen wir, dass die Frau sagt: von den Früchten des Baumes. Und das ist nicht irgendeine Kleinigkeit, über die wir hinwegspringen können.
Второе. В Берешит (2:17) написано: «… и от Дерева познания добра и зла не ешь от него». Здесь же женщина нам говорит: «От плодов дерева, не кушай от него». Снова, уже в который раз, дерево и плоды дерева вперемешку встречаются нам в тексте. Мы помним историю самой первой главы, 11 и 12 стихи, когда земля выполняет слово Божие не так, как Господь ей говорит, когда Всевышний сказал: «Сделай эц пери́ о́се пери́» – «Сделай дерево-плод, дающее плод». А земля делает просто дерево, дающее плод. В отличие от того, что Всевышний повелел земле в первой главе, вкус дерева и вкус плода получается разным, дерево получилось безвкусным. Когда во второй главе мы читали, что Всевышний насадил сад, там был вкус дерева и вкус плода одинаковый, мы это тоже отмечали. И Всевышний запретил есть от дерева. Здесь же мы читаем, что женщина говорит от плодов дерева. И это не какая-то мелочь, которую мы можем перескочить.
Das Dritte, was die Frau sagt, sie sagt: „Und diesen Baum anzurühren ist verboten“, obwohl niemand das Anrühren verboten hatte. Das heißt, die Frau erweitert auch die Grenzen des Verbots.
Третье, что говорит женщина, она говорит: «И прикасаться к этому дереву нельзя», хотя прикасаться никто не запрещал. То есть женщина тоже расширяет границы запрета.
Und wieder, was den Baum betrifft. Welcher Baum wächst denn nun in der Mitte des Gartens – der Baum des Lebens oder der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse? Man kann sagen, dass der Baum in der Mitte des Gartens nicht streng geometrisch irgendein einzelner kleiner Punkt ist, der die Mitte des Gartens darstellt, und dass in der Mitte des Gartens zwei Bäume wachsen und die Frau einfach den anderen Baum meint. Ein anderes Verständnis: Andere Kommentatoren sagen, dass in Wirklichkeit der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse ein und derselbe Baum sind, die ganze Frage ist, mit welcher Haltung, sozusagen, mit welchem inneren Anliegen du von diesem Baum isst. So oder so bleibt das Problem, denn in diesem ganzen Kapitel wird der Baum weder Baum des Lebens noch Baum der Erkenntnis von Gut und Böse genannt werden, die ganze Zeit wird von „jenem Baum“ die Rede sein. Das ist auch so eine nicht unwichtige Tatsache.
И снова, что касается дерева. Какое всё же дерево растёт в центре сада – Дерево жизни или Дерево познания добра и зла? Можно сказать, что дерево в центре сада это не строго геометрически какая-то одна точка маленькая, которая является центром сада, и что в центре сада растут два дерева, и женщина просто имеет в виду другое дерево. Другое понимание, другие комментаторы говорят, что, на самом деле, Дерево жизни и Дерево познания добра и зла – это одно и то же дерево, весь вопрос в том, с каким подходом, так сказать, с каким внутренним запросом ты от этого дерева ешь. Так или иначе, проблема остаётся, потому что во всей этой главе дерево не будет названо ни Деревом жизни, ни Деревом познания добра и зла, всё время будут говорить о «том дереве». Это тоже такой немаловажный факт.
Also, die Frau sagte: „Von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat man uns verboten zu essen und hat uns verboten, ihn anzurühren, damit wir nicht sterben.“ Der letzte Zusatz „und nicht anrühren“ ist möglicherweise eine Verschärfung, die Adam ihr gesagt hat, und möglicherweise eine Verschärfung, die sie sich selbst ausgedacht hat. Die Weisen legten das aus und sagten: „Seht, wie gefährlich es ist, Zusätze zur Tora zu machen.“ Und sie sagten, dass in diesem Moment die Schlange die Frau stieß, sie an den Baum drückte und sagte: „Siehst du, du berührst ihn, und nichts geschieht.“ So oder so ändert die Frau aus irgendeinem Grund sehr vieles an dem, was der Höchste Adam befohlen hat.
Итак, женщина сказала: «От плодов дерева, которое в центре сада, нам запретили есть и запретили к нему прикасаться, чтобы мы не умерли». Последнее добавление «и не прикасаться» – возможно, устрожение, которое ей сказал Адам, а возможно, устрожение, которое она сама придумала. Мудрецы толковали это и говорили: «Вот, смотрите, как опасно делать дополнения к Торе». И говорили, что в этот момент змей толкнул женщину, прижал её к дереву и сказал: «Вот видишь, ты прикасаешься и ничего не происходит». Так или иначе, женщина почему-то очень многое меняет в том, что повелел Всевышний Адаму.
וַיֹּאמֶר הַנָּחָשׁ אֶל־הָאִשָּׁה לֹא־מוֹת תְּמֻתוּן׃
wajomer hannachásch el-ha’ischá lo-mót temutún
ваёмер Ѓанаха́ш эль-Ѓаиша́ ло-мо́т темуту́н
4. Und die Schlange sagte zur Frau: „Nein, nicht des Todes werdet ihr sterben.
4. И змей сказал женщине: «Нет, не смертью умрёте.
כִּי יֹדֵעַ אֱלֹהִים כִּי בְּיוֹם אֲכָלְכֶם מִמֶּנּוּ וְנִפְקְחוּ עֵינֵיכֶם וִהְיִיתֶם כֵּאלֹהִים יֹדְעֵי טוֹב וָרָע׃
ki jodéa elohím ki bejom acholchém mimménnu wenifkechú enechém
ки ёдэ́я элоЃи́м ки беём ахольхэ́м мимэ́ну венифкеху́ энехэ́м
wihjitém kelohím jode’é tow wará
виЃйитэ́м келоЃи́м ёдеэ́ тов вара́
5. Aber Gott weiß, dass an dem Tag, an dem ihr von ihm essen werdet, und eure Augen werden sich öffnen, und ihr werdet sein wie Gott, Gut und Böse kennend.“
5. Но знает Бог, что в день, когда вы будете есть от него, и откроются глаза ваши, и будете как Бог, знающие добро и зло».
Tatsächlich, Gott hat euch an Seinen Tisch gesetzt, ihr seid am Tisch beim Höchsten. Aber ihr seid nicht verpflichtet, an Seinem Tisch zu sitzen: Ihr könnt sein wie Er, könnt euren eigenen Tisch decken und werdet sein wie Er, wenn ihr von diesem Baum esst. Die Schlange sagte hier nicht zur Frau: „Iss, probier! Eine schmackhafte Frucht, eine schmackhafte Speise! Was für ein guter Baum!“ Die Schlange wies die Frau einfach darauf hin, ließ in ihr die Möglichkeit entstehen, – vom Standpunkt des rationalen Verstandes, des gesunden Menschenverstandes – das Gebot des Verbots, vom Baum zu essen, abzuwägen. So funktioniert die Sünde. Der Mensch wird im Grunde von seiner eigenen Begierde verführt. Wenn er auf etwas blickt, trifft er selbst die Entscheidung, man führt ihn nur heran, bringt ihn dazu, auf jenen Gegenstand zu schauen, der ihn verführen kann, und in diesem Moment wählt er selbst – sich verführen zu lassen oder sich nicht verführen zu lassen. Im sechsten Vers lesen wir, was mit der Frau geschah.
Действительно, Бог посадил вас за Свой стол, вы – за столом у Всевышнего. Но вы не обязаны сидеть у Него за столом: вы можете быть как Он, можете свой стол накрыть и будете как Он, если вы съедите от этого дерева. Змей здесь не сказал жене: «Ешь, попробуй! Вкусный плод, вкусная еда! Какое хорошее дерево!» Змей просто указал женщине, зародил в ней возможность взвесить – с точки зрения рационального ума, здравого смысла – заповедь запрета кушать от дерева. Так работает грех. Человек соблазняется, по сути, собственной похотью. Глядя на что-то, он сам принимает решение, его только подводят, заставляют его посмотреть на тот объект, который может его соблазнить, и в этот момент он сам выбирает – соблазниться или не соблазниться. В шестом стихе мы читаем, что произошло с женщиной.
וַתֵּרֶא הָאִשָּׁה כִּי טוֹב הָעֵץ לְמַאֲכָל וְכִי תַאֲוָה־הוּא לָעֵינַיִם וְנֶחְמָד הָעֵץ לְהַשְׂכִּיל וַתִּקַּח מִפִּרְיוֹ וַתֹּאכַל וַתִּתֵּן גַּם־לְאִישָׁהּ עִמָּהּ וַיֹּאכַל׃
wattére ha’ischá ki tow ha’éz lema’achál wechí ta’awa-hu la’enájim wenechmád ha’éz lehaskíl wattikkách mippir’jo wattochál wattittén gam-le’ischá immá wajochál
ватэ́ре Ѓаиша́ ки тов Ѓаэ́ц лемааха́ль вехи́ таава-Ѓу лаэна́йим венехма́д Ѓаэ́ц леЃаски́ль ватикА́х мипиръё ватохА́ль ватитэ́н гам-леишА́ имА́ ваёхА́ль
6. Und die Frau sah, dass dieser Baum gut zur Speise ist (das heißt, das ist die Begierde des Fleisches), dass er angenehm ist, begehrenswert für die Augen (die Begierde der Augen), und sie (die Frucht) ist angenehm für den Erfolg (sie gibt Verstand und die Fähigkeit, Erfolg zu haben, erfolgreich zu sein – der Hochmut des Lebens), und sie nahm von seinen Früchten und aß. und gab auch ihrem Mann, zusammen mit ihr, und auch er aß.
6. И увидела женщина, что дерево это хорошо для пищи (то есть это похоть плоти), что оно приятно, вожделенно для глаз (похоть очей), и он (плод) приятен для успешности (он даёт разум и способность преуспевать, быть успешным – гордость житейская), и взяла от плодов его и ела. и дала также мужу своему, вместе с ней и он тоже ел.
Das heißt, das ist die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen, sie (die Frucht) gibt Verstand und die Fähigkeit, Erfolg zu haben, erfolgreich zu sein – der Hochmut des Lebens. Im Buch des Propheten Jeschajahu (52,13) ist über den Maschiach gesagt: „Hiné jaskíl awdí“ – „Siehe, Mein Knecht ist erfolgreich geworden“. Hier will auch die Frau erfolgreich sein. Sie sah, dass der Baum ihr helfen kann. Das hatte die Schlange ihr nicht gesagt, das sagten ihr ihre Augen, ihr Sehen, sie hat es selbst gesehen. Die Schlange gab ihr nur die Möglichkeit, darauf zu schauen, ließ sie in ihrem Herzen zulassen, dass sie darauf schauen kann.
То есть это похоть плоти, похоть очей, он (плод) даёт разум и способность преуспевать, быть успешным – гордость житейская. В книге пророка Йешаяѓу (52:13) сказано про Машиаха: «Ѓинэ́ йаски́ль авди́» – «Вот раб Мой сделался успешным». Здесь женщина тоже хочет быть успешной. Она увидела, что дерево может ей помочь. Этого змей ей не говорил, это ей сказали её глаза, её зрение, она сама это увидела. Он только дал ей возможность посмотреть на это, дал ей допустить в сердце своём, что она может посмотреть на это.
Beachtet, hier hat sie wieder „von seinen Früchten“ genommen, obwohl sie gerade wusste und sagte, dass man von den Früchten nicht essen darf (obwohl es das Verbot gab, vom Baum zu essen, darauf werden wir noch zurückkommen).
Обратите внимание, здесь снова«от плодов его» взяла, несмотря на то что она как раз знала и говорила, что от плодов нельзя есть (хотя был запрет есть от дерева, к этому мы ещё вернёмся).
Adam, beachtet, isst vom Baum und fragt überhaupt nichts. Er fragt nicht, vielleicht weil er überhaupt keinen Kontakt zu seiner Frau hat, der Kontakt zwischen ihnen hat sich nicht ergeben, oder er fragt nicht, vielleicht aus dem Grund, den wir etwas weiter verstehen werden.
Адам, обратите внимание, ест от дерева и вообще ничего не спрашивает. Не спрашивает, может быть, потому что он вообще никак не контактирует с женой, не задался у них контакт, или не спрашивает, может быть, по той причине, которую мы чуть дальше поймём.
וַתִּפָּקַחְנָה עֵינֵי שְׁנֵיהֶם וַיֵּדְעוּ כִּי עֵירֻמִּם הֵם וַיִּתְפְּרוּ עֲלֵה תְאֵנָה וַיַּעֲשׂוּ לָהֶם חֲגֹרֹת׃
wattippakáchna ené schenehém wajede’ú ki erummím hem wajitperú alé te’ená waja’asú lahém chagorót
ватифака́хна энэ́ шенеЃе́м ваедеу́ ки эруми́м Ѓем вайитперу́ але́ теэна́ ваяасу́ лаЃе́м хагоро́т
7. Und es öffneten sich die Augen bei beiden, und sie sahen, dass sie nackt sind, und nähten Feigenblätter zusammen und machten sich Riemen, Umgürtungen.
7. И открылись глаза у обоих, и увидели они, что наги́, и сшили фиговые листья, и сделали себе ремни, опоясания.
Das Wort chagorá bedeutet tatsächlich Riemen. Man kann verstehen und sehen, dass die Menschen, Adam und seine Frau, irgendeine Unreinheit im unteren Teil ihres Körpers spürten und sich eine Umgürtung machten, einen Gürtel, der den unteren Teil des Körpers und den oberen trennt – nicht so sehr, um die Nacktheit zu bedecken, als vielmehr, um die Unreinheit abzutrennen, wenn man das wörtlich versteht. Also, ihre Augen öffneten sich, sie sahen irgendeine Unreinheit und machten sich Umgürtungen oder Gürtel oder Riemen, wie man das auch immer verstehen will. Hatten sie vorher geschlossene Augen? Das ist so eine Frage, die sich natürlich aufdrängt. Das Wort tifakáchna (vom Verb lifkóach) bedeutet aufmerksam schauen, genau hinsehen, angespannt hinsehen auf etwas; pikéach – das ist ein wachsamer Mensch. Und hier kann man sagen, dass, als sie von der Prophetie zur Vernünftigkeit umschalteten, zum gesunden, physischen, tierischen Verstand, sich auch das einschaltete, was pikchút genannt wird – das heißt irgendeine Wachsamkeit, die Notwendigkeit, sich zu schützen, sich zu examinieren und sich ständig zu überprüfen, irgendeine Skala, mit der man sich abgleichen musste. In diesem Sinn wurden ihre Augen wachsam.
Слово хагора́ действительно означает ремень. Можно понять и увидеть, что люди, Адам и его жена, почувствовали какую-то нечистоту в нижней части своего тела и сделали себе опоясание, пояс, который разделяет нижнюю часть тела и верхнюю – не столько прикрыть наготу, сколько отделить нечистоту, если понимать это дословно. Итак, у них открылись глаза, они увидели какую-то нечистоту и сделали себе опоясания, или пояса, или ремни, как угодно можно это понимать. Были ли у них до этого закрытые глаза? Это такой вопрос, который, естественно, напрашивается. Слово тифака́хна (от глагола лифко́ах) означает внимательно смотреть, всматриваться, напряженно всматриваться во что-то; пике́ах – это бдительный человек. И здесь можно сказать, что, когда они переключились от пророчества к разумности, к здравому, физическому, животному разуму, включилось и то, что называется пикху́т – то есть какая-то бдительность, необходимость защищать себя, экзаменовать себя и проверять себя постоянно, какая-то шкала, с которой понадобилось себя сверять. В этом смысле глаза их стали бдительными.
וַיִּשְׁמְעוּ אֶת־קוֹל יְהוָה אֱלֹהִים מִתְהַלֵּךְ בַּגָּן לְרוּחַ הַיּוֹם וַיִּתְחַבֵּא הָאָדָם וְאִשְׁתּוֹ מִפְּנֵי יְהוָה אֱלֹהִים בְּתוֹךְ עֵץ הַגָּן׃
Wajischme’ú et-kól adonáj elohím mithalléch baggán lerúach hajom
Вайишмеу́ эт-ко́ль адона́й элоЃи́м митЃале́х бага́н леру́ах Ѓаём
wajitchabbé ha’adám we’ischtó mippené adonáj elohím betóch ez haggán
вайитхабэ́ Ѓаада́м веишто́ мипенэ́ адона́й элоЃи́м бето́х эц Ѓага́н
8. Und sie hörten die Stimme des HERRN Gott, die Stimme, die ging, die im Garten erklang, im Tageswind. Und es versteckte sich adam und seine Frau vor dem HERRN Gott im Baum, der im Garten ist.
8. И услышали голос Господа Бога, голос, который шёл, который раздавался в саду, в дневном ветре. И спрятался адам и его жена от Господа Бога в дереве, которое в саду.
Die düstersten Kommentare sagen, dass dies ein Urbild des hölzernen Sarges ist, in dem der Mensch landen wird. Der Mensch versteckte sich im Baum wie in einem Sarg. Die rationalsten Kommentare sagen, dass hier „im Baum, der im Garten ist“ – das ist „unter den Bäumen, die im Garten sind“. Es gibt noch solche Varianten: Vielleicht war im Baum irgendeine Höhlung. So oder so versteckte sich der Mensch im Baum, der im Garten ist.
Самые мрачные комментарии говорят, что это прообраз деревянного гроба, в котором человек окажется. Человек спрятался в дереве, как в гробу. Самые рациональные комментарии говорят, что здесь «в дереве, которое в саду» – это «среди деревьев, которые в саду». Есть ещё такие варианты, может быть, в дереве было дупло какое-то. Так или иначе, спрятался человек в дереве, которое в саду.
וַיִּקְרָא יְהוָה אֱלֹהִים אֶל־הָאָדָם וַיֹּאמֶר לוֹ אַיֶּכָּה׃
wajikrá adonáj elohím el-ha’adám wajomer lo ajékka
вайикра́ адона́й элоЃи́м эль-Ѓаада́м ваёмер ло ае́ка
9. Und der HERR Gott rief den Menschen und sprach zu ihm: „Wo bist du?“
9. И воззвал Господь Бог к человеку и сказал ему: «Где ты?»
וַיֹּאמֶר אֶת־קֹלְךָ שָׁמַעְתִּי בַּגָּן וָאִירָא כִּי־עֵירֹם אָנֹכִי וָאֵחָבֵא:
wajomer et-kolechá schamá’ti baggán wa’irá ki-eróm anóchi wa’echawé
ваёмер эт-колеха́ шама́’ти бага́н ваира́ ки-эро́м ано́хи ваэхавэ́
10. Und er antwortete ihm: „Ich hörte Deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich, weil ich nackt bin, und versteckte mich.“
10. И ответил ему: «Я слышал голос Твой в саду, и я испугался, потому что я наг, и спрятался».
Diese Unreinheit spürend, kann der Mensch nicht mehr vor dem Höchsten erscheinen und versteckt sich deshalb, und so sagt er es Ihm auch.
Чувствуя эту нечистоту, человек уже не может явится перед Всевышним и поэтому прячется, и так Ему и говорит.
וַיֹּאמֶר מִי הִגִּיד לְךָ כִּי עֵירֹם אָתָּה הֲמִן־הָעֵץ אֲשֶׁר צִוִּיתִיךָ לְבִלְתִּי אֲכָל־מִמֶּנּוּ אָכָלְתָּ׃
wajomer mi higgíd lechá ki eróm átta hamin-ha’éz aschér ziwwitícha lewiltí achól-mimménnu achálta
ваёмер ми Ѓиги́д леха́ ки эро́м а́та Ѓамин-Ѓаэ́ц аше́р цивити́ха левильти́ ахо́ль-мимэ́ну аха́льта
11. Und sprach (der HERR sagt zum Menschen): „Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Es sei denn, du hast von dem Baum, über den Ich dir geboten habe, dass du nicht von ihm essen sollst, gegessen.“
11. И сказал (Господь говорит человеку): «Кто тебе сказал, что ты наг? Разве что от дерева, о котором Я тебе заповедовал, чтобы ты не ел от него, ты ел».
Hier spricht der Höchste nicht von den Früchten des Baumes, sondern vom Baum: „Etwa von dem Baum, über den Ich dir geboten habe, nicht von ihm zu essen, hast du gegessen.“
Здесь Всевышний говорит не про плоды дерева, а про дерево: «Разве от дерева, о котором Я тебе заповедовал не есть от него, ты ел».
וַיֹּאמֶר הָאָדָם הָאִשָּׁה אֲשֶׁר נָתַתָּה עִמָּדִי הִוא נָתְנָה־לִּי מִן־הָעֵץ וָאֹכֵל:
wajomer ha’adám ha’ischá aschér natátta immadí hi natená-lí min-ha’éz wa’ochél
ваёмер Ѓаада́м Ѓаиша́ аше́р ната́та имади́ Ѓи натена́-ли́ мин-Ѓаэ́ц ваохэ́ль
12. Und Adam sprach: „Die Frau, die Du bei mir sein ließest, sie hat mir von diesem Baum gegeben, und ich aß.“
12. И сказал Адам: «Женщина, которой Ты дал быть со мной, она дала мне от этого дерева, и я ел».
Also antwortet Adam dem Höchsten und sagt: „Die Frau, die Du mir gegeben hast, sie hat mir diese Frucht gegeben, und ich aß.“ Man kann sagen, dass das ein Finger ist, der auf die Frau gerichtet ist: „Sie ist schuld!“ Man kann es so erklären und darin den ersten Verrat der Geschichte sehen: So hat Adam seine Frau verraten. Man kann es auch anders sagen, dass Adam zum Höchsten sagt: „Du hast mir diese Frau gegeben, ich vertraue ihr völlig, da Du sie mir gegeben hast.“ Das ist so, wie wenn ihr in ein fremdes Land kommt und euer Freund sagt: „Meine Tochter wird mit euch spazieren gehen, sie wird mit euch herumgehen, damit man euch nicht betrügt, damit man euch nicht übers Ohr haut.“ Und ihr werdet danach diesem Mädchen vertrauen. Der Höchste gab Adam (wir haben gesagt: Adam ist ein „Gastarbeiter“ im Paradies), der Höchste machte ihm eine Ureinwohnerin des Paradieses. Frau Ischá, die künftige Chawa (noch nicht Chawa, einfach ischá – Frau), sie ist „Made in Gan Éden“, sie ist dort eine Ureinwohnerin. Der Höchste gab sie ihm und sagte: „Hier hast du eine Gehilfin.“ Adam vertraut ihr natürlich ganz und gar – und was würdet ihr tun, wenn Gott euch eine Gehilfin gäbe? Und er sagt: „Wie kann das sein? Du hast mir doch diese Frau gegeben! Und sie hat mir gegeben, und ich aß!“
Итак, Адам отвечает Всевышнему и говорит: «Женщина, которую Ты мне дал, она дала мне этот плод, и я ел». Можно сказать, что это палец, повёрнутый в сторону женщины: «Она виновата!» Можно так объяснить это и увидеть в этом первое предательство в истории: так Адам предал свою жену. Можно сказать и по-другому, что Адам говорит Всевышнему: «Ты дал мне эту женщину, я ей полностью доверяю, поскольку Ты мне её дал». Это похоже на то, как если вы приедете в незнакомую страну и ваш друг скажет: «Моя дочка погуляет с вами, она с вами походит, чтобы вас не обманули, чтобы вас не облапошили». И вы после этого будете доверять этой девушке. Всевышний дал Адаму (мы сказали: Адам – «гастарбайтер» в Раю), Всевышний сделал ему коренную жительницу Рая. Госпожа Иша́, будущая Хава (ещё не Хава, просто иша́ – женщина), она «Made in Ган Э́ден», она коренная жительница там. Всевышний её дал ему и сказал: «Вот тебе помощница». Адам, конечно, целиком и полностью ей доверяет – а что бы вы делали, если бы Бог дал вам помощницу? И он говорит: «Как же так? Это же Ты мне дал эту женщину! И она мне дала, и я ел!»
וַיֹּאמֶר יְהוָה אֱלֹהִים לָאִשָּׁה מַה־זֹּאת עָשִׂית וַתֹּאמֶר הָאִשָּׁה הַנָּחָשׁ הִשִּׁיאַנִי וָאֹכֵל:
wajomér adonáj elohím la’ischá ma-sót assít wattómer ha’ischá hannachásch hassi’éni wa’ochél
Ваёме́р адона́й элоЃи́м лаиша́ ма-зо́т аси́т вато́мер Ѓаиша́ Ѓанаха́ш Ѓасие́ни ваохэ́ль
13. Der Höchste fragt die Frau sogleich: „Was hast du da getan, wie hast du so etwas getan?“ Und die Frau sprach: „Die Schlange hat mich verführt (man kann sagen, mich angestiftet), und ich aß.“
13. Всевышний тут же спрашивает женщину: «Что это ты сделала, как ты такое сделала?» И сказала женщина: «Змей соблазнил меня (можно сказать, подбил меня), и я ела».
Das Wort hassi’éni kann man übersetzen (und viele übersetzen es so) als die Schlange hat um mich geworben oder die Schlange hat mich geheiratet. Denn in Wirklichkeit, und damit haben wir begonnen, will die Schlange … Was will die Schlange denn? Die Klügste im Garten, die man durch Adam ersetzt hat, will von allen Bäumen im Garten essen, vielleicht aufrecht gehen wie Adam, über alle Tiere herrschen und nebenbei seine Frau mitnehmen – soll diese Frau jetzt ihre Sekretärin sein, wozu braucht Adam sie. Wo war Adam während all dessen? Nun, wo soll er schon sein – er ist doch angestellt, die Erde zu bearbeiten, er ist dort im Garten bei der Arbeit, seine Frau ist zu Hause. Die Schlange begann den Umgang mit ihr mit eben solchen Zielen, und hier ist die Frau in verwirrten Gefühlen, sagt: „Die Schlange hat mich angestiftet, sie ist doch klug, sie ist ein ‚Alleswisser‘, und dieser Name zwingt sozusagen dazu, das zu berücksichtigen, was sie sagt.“ Außerdem hat sie möglicherweise versucht, sich der Frau zu bemächtigen, und davon sprechen auch sehr viele Midraschim, sehr viele Überlieferungen. Und der direkte Text lässt sich hier auch so verstehen: „Die Schlange hat mich zur Frau genommen“ oder „Hat um mich geworben, und ich aß.“ Danach fragt der Höchste nicht mehr, warum die Schlange das tat. Warum sie das tat, das werden wir an der Strafe selbst sehen.
Слово ѓасие́ни можно перевести (и многие переводят) как змей сватался ко мне или змей женился на мне. Ведь на самом деле, и мы начали с этого, змей хочет… Чего же хочет змей? Самый умный в саду, которого заменили Адамом, хочет есть от всех деревьев в саду, может быть, ходить прямо, как Адам, властвовать над всеми животными и заодно прихватить его жену – пусть теперь эта женщина будет у него секретарём, зачем она Адаму. Где во время всего этого был Адам? Ну, где ему быть – он же нанят землю обрабатывать, он там, в саду, на работе, его женщина дома. Змей начал с ней общение вот с такими целями, и здесь женщина в растерянных чувствах, говорит: «Змей меня подбил, он ведь умный, он «знайка», и это имя заставляет, так сказать, принимать во внимание то, что он говорит». Кроме того, возможно, он попытался женщиной овладеть, и об этом тоже очень много мидрашей, очень много традиций говорит. И прямой текст здесь тоже можно так понять: «Змей взял меня в жёны» или «Посватался ко мне, и я ела». После этого Всевышний уже не спрашивает, почему змей это делал. Почему он это делал, мы увидим это из самого наказания.
וַיֹּאמֶר יְהוָֹה אֱלֹהִים אֶל־הַנָּחָשׁ כִּי עָשִׂיתָ זֹּאת אָרוּר אַתָּה מִכָּל־הַבְּהֵמָה וּמִכֹּל חַיַּת הַשָּׂדֶה עַל־גְּחֹנְךָ תֵלֵךְ וְעָפָר תֹּאכַל כָּל־יְמֵי חַיֶּיךָ׃
wajomer adonáj elohím el-hannachásch ki assíta sot arúr attá mikkól-habbehemá umikkól chaját hassadé al-gechonechá teléch we’afár tochál kol-jemé chajécha
Ваёмер адона́й элоЃи́м эль-Ѓанаха́ш ки аси́та зот ару́р ата́ мико́ль-Ѓабеѓема́ умико́ль хая́т Ѓасадэ́ аль-гехонеха́ теле́х веафа́р тоха́ль коль-емэ́ хае́ха
14. Und der HERR Gott sprach zur Schlange: „Weil du dies getan hast, bist du verflucht mehr als alles Vieh und mehr als alle Tiere des Feldes. auf deinem Bauch wirst du kriechen, und Staub wirst du essen alle Tage deines Lebens.
14. И сказал Господь Бог змею: «За то, что ты сделал это, проклят ты более всякой скотины и более всякого животного полевого. на брюхе своём ты будешь ползать, и прах будешь есть во все дни жизни твоей.
Was bedeutet das? Der Nachásch, der über alle Tiere herrschen wollte, erwies sich als verfluchter, verstoßener, verachteter als alle Tiere. Du wolltest aufrecht gehen – wir reißen dir auch die Beinchen ab, die du hattest. Hatte die Schlange tatsächlich Beinchen? Wenn wir wieder zum zweiten Kapitel zurückkehren, wo von den Tieren erzählt wird, die der Höchste erschuf und zu Adam brachte, so werden dort die Kriechtiere nicht aufgezählt. Im ersten Kapitel haben wir von den Kriechtieren gelesen, im zweiten Kapitel gibt es unter den Tieren des Gan Éden keine Kriechtiere. Die Schlange war ursprünglich kein Kriechtier, sie hatte irgendwelche Beinchen-Füße. Es ist schwer, sich vorzustellen, wie das alles aussah, aber offenbar gab es sie, weil die Schlange hier einen solchen Fluch erhält – auf ihrem Bauch zu gehen.
Что это значит? Наха́ш, который хотел править всеми животными, оказался прокля́тее, изгна́ннее, презре́ннее всех животных. Ты хотел ходить прямо – мы у тебя и лапки, которые у тебя были, оторвём. Действительно, были ли у змея лапки? Если мы снова вернёмся ко второй главе, где рассказывается о животных, которых Всевышний создал и привёл к Адаму, то там не перечисляются пресмыкающиеся. В первой главе мы про пресмыкающихся читали, во второй главе среди животных Ган Э́дена пресмыкающихся нет. Змей изначально не был пресмыкающимся, у него какие-то лапки-ноги были. Трудно себе представить, как всё это выглядело, но, видимо, они были, потому что здесь змей получает такое проклятье – ходить на брюхе своём.
Die Schlange, die alles probieren und alle Geschmäcker anstelle des Menschen genießen wollte, wird jetzt nur Erde essen, was sie auch isst. Die Schlange hat tatsächlich keine Geschmacksrezeptoren, und was sie auch isst, alles wird nach Staub schmecken. Heute sprechen die Forscher davon, dass die Schlange Geschmäcker nicht spürt, nicht unterscheidet. Das ist noch eine Strafe, möglicherweise für den Wunsch, von allen Früchten des Gartens zu essen.
Змей, который хотел всё пробовать и всеми вкусами наслаждаться вместо человека, теперь будет кушать только землю, что бы он ни кушал. У змеи действительно нет вкусовых рецепторов, и, что бы она ни кушала, всё будет со вкусом пыли. Сегодня исследователи говорят о том, что змея не чувствует, не различает вкусы. Это ещё одно наказание, возможно, за желание кушать от всех плодов сада.
וְאֵיבָה אָשִׁית בֵּינְךָ וּבֵין הָאִשָּׁה וּבֵין זַרְעֲךָ וּבֵין זַרְעָהּ הוּא יְשׁוּפְךָ רֹאשׁ וְאַתָּה תְּשׁוּפֶנּוּ עָקֵב׃
wa’ewá aschít benechá uwén ha’ischá uwén sar’achá uwén sar’á hu jeschufechá rosch we’attá teschufénnu akéw
ваэва́ аши́т бенеха́ увэ́н Ѓаиша́ увэ́н заръаха́ увэ́н заръа́ Ѓу ешуфеха́ рош веата́ тешуфэ́ну акэ́в
15. Und Feindschaft werde Ich setzen zwischen dir und zwischen der Frau, und zwischen deinem Samen und zwischen ihrem Samen. ihr Samen wird dich auf den Kopf schlagen, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“
15. И вражду положу между тобой и между женой, и между семенем твоим и между семенем её. её семя будет бить тебя по голове, а ты будешь жалить его в пяту».
Mit dem Samen der Frau ist nicht irgendein besonderer Samen gemeint: Die Eizellen der Frau werden ebenfalls Samen genannt, sowohl in der Tora als auch in der Überlieferung. Deshalb gibt es wiederum solche, die hier messianische Parallelen heraussuchen; man kann sie heraussuchen, aber man muss bedenken, dass séra sich auch an anderen Stellen der Tora auf die Frau bezieht.
Под семенем жены подразумевается не какое-то особое семя: яйцеклетки женщины тоже называются семенем и в Торе, и в традиции. Поэтому опять-таки есть те, кто выискивает здесь мессианские параллели; можно их выискивать, но нужно помнить, что зе́ра относится к жене и в других местах Торы тоже.
Interessant ist, dass die Wörter jeschufechá und teschufénnu nicht ein und dasselbe Verb sind, obwohl sie ähnlich sind. Das eine bedeutet auf den Kopf schlagen oder von oben schlagen, das andere bedeutet stechen. Das heißt, der Höchste sagt: „Ich werde dich auf ewig zum Feind der Frau machen“, und man kann sagen: „Mein Junge, du wolltest dich der Frau bemächtigen? Du wirst bei der Frau Abscheu erregen alle Tage deines Lebens.“ Und das ist bis heute so. Auch erwachsene Männer fürchten sich vor Schlangen, aber die Angst vor Schlangen wird gewöhnlich mit Frauen in Verbindung gebracht. Obwohl es wiederum natürlich zahlreiche Ausnahmen gibt, und die Tora spricht hier von einem allgemeinen Prinzip.
Интересно, что слова ешуфеха́ и тешуфэ́ну – это не один и тот же глагол, хотя они похожи. Один означает бить по голове или бить сверху, другой означает жалить. То есть Всевышний говорит: «Я тебя навек сделаю врагом женщины», и можно сказать: «Сынок, ты хотел овладевать женщиной? Ты будешь вызывать у женщины омерзение во все дни жизни своей». И это до сих пор так. И взрослые мужчины тоже боятся змей, но страх змей обычно ассоциируется с женщинами. Хотя снова есть, конечно же, многочисленные исключения, и Тора здесь говорит об общем принципе.
אֶל־הָאִשָּׁה אָמַר הַרְבָּה אַרְבֶּה עִצְּבוֹנֵךְ וְהֵרֹנֵךְ בְּעֶצֶב תֵּלְדִי בָנִים וְאֶל־אִישֵׁךְ תְּשׁוּקָתֵךְ וְהוּא יִמְשָׁל־בָּךְ׃
el-ha’ischá amár harbá arbé izzewonéch weheronéch be’ézew teledí waním we’él-ischéch teschukatéch wehú jimschól bách
эль-Ѓаиша́ ама́р Ѓарба́ арбэ́ ицевонэ́х веЃеронэ́х беэ́цев теледи́ вани́м веэ́ль-ише́х тешукатэ́х веЃу́ йимшо́ль ба́х
16. Und zur Frau sprach Er: „mehrend werde Ich mehren deinen Kummer und deine Schwangerschaft, in Traurigkeit wirst du Kinder gebären, nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, und er wird über dich herrschen.“
16. А женщине сказал: «умножая, умножу печаль твою и беременность твою, в грусти будешь ты рождать детей, к мужу твоему будет вожделение твоё, и он будет править тобой».
Natürlich ist der erste Gedanke, der einem in den Kopf kommt, und das ist auch ein richtiges Verständnis, dass das die Schmerzen sind, die mit der Geburt verbunden sind. Frauen sagen, dass es so wehtut, dass man meint, noch ein klein wenig, noch ein Tröpfchen, und ich sterbe überhaupt, das heißt, ein sehr starker Schmerz. Ich werde das nicht ausführlich nacherzählen, den Schwestern geht das natürlich näher. Aber möglicherweise geht es hier auch nicht um den Schmerz bei der Geburt, es gibt Frauen, die auch schmerzlos gebären. Möglicherweise geht es hier darum, dass die Welt sich so sehr verändern wird, dass die Frau darüber trauern wird, dass sie Kinder in diese unvollkommene Welt des Leidens gebiert, wo es unmöglich ist, ihnen Sicherheit und Glück zu gewährleisten, wo kein angepflanzter Garten ist, in dem es heißt „kau Kokosnüsse, iss Bananen“, sondern ein Ort, wo man schwer arbeiten muss. Als Antwort auf das Argument „die Schlange, nachásch, hat mich angestiftet“ oder „hat mich verführt“, oder, noch schlimmer, „hat um mich geworben“, sagt der Höchste: „Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein.“ Teschuká ist ein unbändiges Verlangen, der Wunsch, mit jemandem zusammen zu sein. Es entsteht in der Welt eine solche Situation: Wenn ich (egal, ob ich Mann oder Frau bin) den Wunsch habe, das zu bekommen, was jemand anderes besitzt, dann bekommt dieser Jemand Macht über mich. Ich bin von ihm abhängig, wenn er das hat, was ich sehr brauche, was ich mir sehr wünsche. Wenn eine Frau sich sehr wünscht, einen Mann zu haben, bekommt der Mann Macht über sie. Der Höchste richtet die Beziehungen so ein. Ist das für immer so? Wir lesen später, im Buch Schir haSchirim (wieder erlaube ich mir vorzugreifen), wie das Mädchen sagt: „Aní ledodí we’aláj teschukató“ – „Ich gehöre meinem Geliebten, und nach mir ist sein Verlangen.“ Das heißt, diese Situation kann sich auch ändern, wenn tatsächlich Liebe entsteht, Einheit zwischen Mann und Frau, zwischen Adam und Gott, zwischen dem rationalen Verstand und der Offenbarung, zwischen Philosophie und Prophetie.
Конечно, первая мысль, которая приходит в голову, и это тоже правильное понимание, что это боли, связанные с родами. Женщины говорят, что это настолько больно, что, казалось бы, вот ещё чуть-чуть, ещё капельку, и вообще умру, то есть очень сильная боль. Я не буду это подробно пересказывать, сёстрам, конечно, чувствительнее. Но, возможно, здесь речь идёт и не о боли при родах, есть женщины, которые и безболезненно рожают. Возможно, что речь здесь идёт о том, что мир настолько изменится, что женщина будет скорбеть от того, что она рожает детей в этот несовершенный мир страдания, где невозможно обеспечить им безопасность и счастье, где не насаженный сад, в котором «жуй кокосы, ешь бананы», а место, где нужно тяжело трудиться. В ответ на аргумент, что «змей, наха́ш, подбил меня» или «соблазнил меня», или, ещё хуже, «посватался ко мне», Всевышний говорит: «К мужу твоему будет вожделение твоё». Тшука́ – это безудержное желание, желание быть с кем-то. Возникает в мире такая ситуация: если у меня (неважно, мужчина я или женщина) есть желание получить то, чем кто-то другой обладает, то у этого кого-то появляется власть надо мной. Я нахожусь в зависимости от него, если у него есть то, что мне очень нужно, что мне очень хочется. Когда женщине очень хочется иметь мужа, муж получает над ней власть. Всевышний так устраивает взаимоотношения. Навсегда ли это так? Мы читаем позже, в книге Шир ѓаширим (снова позволю себе забежать вперёд), как девушка говорит: «Ани́ ледоди́ вэала́й тшукато́» – «Я принадлежу возлюбленному моему, и ко мне вожделение его». То есть эта ситуация может и поменяться, когда действительно возникает любовь, единство между мужчиной и женщиной, между Адамом и Богом, между рациональным умом и откровением, между философией и пророчеством.
וּלְאָדָם אָמַר כִּי־שָׁמַעְתָּ לְקוֹל אִשְׁתֶּךָ וַתֹּאכַל מִן־הָעֵץ אֲשֶׁר צִוִּיתִיךָ לֵאמֹר לֹא תֹאכַל מִמֶּנּוּ אֲרוּרָה הָאֲדָמָה בַּעֲבוּרֶךָ בְּעִצָּבוֹן תֹּאכֲלֶנָּה כֹּל יְמֵי חַיֶּיךָ׃
ul’adám amár ki schamáta lekól ischtécha wattóchal min-ha’éz aschér ziwwitícha lemór lo tochál mimménnu arurá ha’adamá ba’awurécha be’izzawón tochalénna kol jemé chajécha
Улъада́м ама́р ки шама́та леко́ль иштэ́ха вато́халь мин-Ѓаэ́ц аше́р цивити́ха лемо́р ло тоха́ль мимэ́ну арура́ Ѓаадама́ баавурэ́ха беицаво́н тохале́на коль емэ́ хае́ха
17. Und zu Adam sprach Er: „Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem Ich dir geboten habe mit den Worten: ‚Iss nicht davon‘, ist die Erde um deinetwillen verflucht, mit Gram wirst du dich nähren alle Tage deines Lebens.
17. А Адаму сказал: «Поскольку ты послушался голоса жены своей и ел от дерева, о котором Я заповедовал тебе, говоря: «Не ешь из него», проклята земля за тебя, с горестью будешь питаться ты во все дни жизни твоей.
Die Erde ist der Ort, an dem der Mensch dient. Da die Frau eine Gehilfin ist und eine ihrer Aufgaben die Hervorbringung der Generation ist, erhält sie die Strafe in diesem Bereich, in der Beziehung zum Mann. Genauso auch Adam. Er ist gesandt, auf der Erde zu arbeiten, und als Strafe erweist sich ihm die Erde um seinetwillen als verflucht. Außerdem haben wir ja eine Andeutung darauf gelesen, dass mit der Erde etwas schiefgelaufen ist (1,12), als sie die Frucht nicht so hervorbrachte, wie es nötig war. Und hier kehrt dieser Fluch zur Erde zurück. Wir werden darüber später noch einmal lesen.
Земля – это место, где человек служит. Так как женщина – помощница, и одна из её задач – воспроизведение поколения, то она получает наказание в этой сфере, во взаимоотношении с мужем. Точно также и Адам. Он послан работать на земле, и в качестве наказания ему земля оказывается проклята за него. Кроме того, мы ведь читали намёк на то, что с землёй что-то пошло не так (1:12), когда она не произрастила плод так, как нужно. И здесь к земле возвращается это проклятье. Мы ещё раз об этом прочитаем позже.
Hier ist es dasselbe Wort – azwút (Traurigkeit, Kummer), das wir im 16. Vers auch in Bezug auf die Frau gelesen haben. Daraus ziehe ich den Schluss, dass höchstwahrscheinlich bei „mit Gram wirst du dich nähren“ nicht von körperlichem Schmerz die Rede ist.
Здесь то же самое слово – ацву́т (грусть, печаль), которое мы читали в 16 стихе в отношении и жены. Из этого я делаю вывод, что, скорее всего, «с горестью будешь питаться» – не о физической боли речь.
וְקוֹץ וְדַרְדַּר תַּצְמִיחַ לָךְ וְאָכַלְתָּ אֶת־עֵשֶׂב הַשָּׂדֶה׃
wekóz wedardár tazmíach lach we’achaltá et-éssew hassadé
веко́ц ведарда́р тацми́ях лах веахальта́ эт-э́сев Ѓасадэ́
18. Kletten und Dornen wird sie dir hervorbringen, und du wirst das Gras des Feldes essen.
18. Репей и колючки произрастит она тебе, и будешь есть траву полевую.
Der HERR Gott sagt: „Anstelle des Gartens, den Ich gepflanzt habe, wird jetzt sie dir Dornen und Kletten sprießen lassen. Du wirst nicht mehr nur die Bäume haben, die zu dir passen, nur Fruchtbäume, du wirst diesen Luxus nicht mehr haben, sondern sie wird dir Klette und Dorn hervorbringen.“
Господь Бог говорит: «Вместо сада, который Я насадил, теперь она будет проращивать тебе колючки и репейники. У тебя уже не будут только те деревья, которые тебе подходят, только плодовые деревья, у тебя уже не будет этой роскоши, но она произрастит тебе репей и колючку».
בְּזֵעַת אַפֶּיךָ תֹּאכַל לֶחֶם עַד שׁוּבְךָ אֶל־הָאֲדָמָה כִּי מִמֶּנָּה לֻקָּחְתָּ כִּי־עָפָר אַתָּה וְאֶל־עָפָר תָּשׁוּב:
bese’át appécha tóchal léchem ad schuwechá el-ha’adamá ki mimménna lukkáchta ki-afár átta we’él-afár taschúw
безеа́т апэ́ха то́халь ле́хем ад шувеха́ эль-Ѓаадама́ ки мимэ́на лука́хта ки-афа́р а́та веэ́ль-афа́р ташу́в
19. Im Schweiß deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zur Erde zurückkehrst, denn du bist von ihr genommen, weil du Staub bist, und du wirst zum Staub zurückkehren.“
19. В поте лица своего будешь есть хлеб, пока не вернёшься в землю, ибо ты из неё взят, потому что ты прах, и ты вернёшься в прах».
Indem der Mensch sich vom göttlichen Verstand, von der Prophetie, man kann so sagen, von der „Gottmenschheit“ abgeschaltet und sich, wiederum, man kann so sagen, auf die „Schlangenmenschheit“, auf den rationalen Verstand umgeschaltet hat, hat er das göttliche Prinzip verloren, oder es ist so schwach geworden, dass dort nur ein Stück Erde übrig blieb, nur ein Stück Staub. Nicht nur der Mensch hat sich auf diese Weise vom Höchsten getrennt, sondern auch die ganze Welt. Denn der Mensch war die einzige kleine Brücke, deshalb ist auch die Erde verflucht, deshalb kommen auch die Dornen: Das ganze Weltgebäude wird sich verändern, weil in Wirklichkeit gilt: „Du bist Staub, und du wirst zum Staub zurückkehren. Du hättest ein Gottmensch sein können, hättest in dir das Göttliche und das Irdische verbinden können, aber du bist ein rein irdischer Adam geblieben.“
Отключившись от Божественного разума, от пророчества, можно так сказать, от «богочеловечества» и переключившись, опять-таки, можно так сказать, на «змеечеловечество», на рациональный ум, человек лишился божественного начала или оно настолько ослабело, что там остался лишь кусок земли, лишь кусок праха. Не только человек таким образом отсоединился от Всевышнего, но также и весь мир. Ведь человек был единственным мостиком, поэтому и земля проклята, поэтому и колючки пойдут: всё мироздание изменится, потому что, на самом деле, «ты прах, и ты вернёшься в прах. Ты мог бы быть богочеловеком, мог бы соединять в себе божественное и земное, но ты остался чисто земным Адамом».
וַיִּקְרָא הָאָדָם שֵׁם אִשְׁתּוֹ חַוָּה כִּי הִוא הָיְתָה אֵם כָּל־חָי:
wajikrá ha’adám schem ischtó chawwá ki hi hajetá em kol-cháj
Вайикра́ Ѓаада́м шем ишто́ хава́ ки Ѓи Ѓаета́ эм коль-ха́й
20. Und Adam nannte den Namen seiner Frau Chawa, weil sie die Mutter alles Lebendigen war.
20. И назвал Адам имя своей жены Хава, потому что она была матерью всего живого.
Das Wort chawá, den Namen Chawá, kann man am einfachsten natürlich als die Leben Gebende im wörtlichen Sinn verstehen, vom Wort chajím (Leben), und man kann hier irgendeine grammatische Form hineinzwängen: Chawá als die Leben Gebende; man kann es, aber es muss nicht unbedingt so sein. Eine andere interessante Form drängt sich auf, wenn wir ein klein wenig zum ersten Kapitel zurückkehren, wo gesagt ist, dass Adam zu einer lebendigen Seele wurde. Der aramäische Targum übersetzt das als „wurde zu einer sprechenden Seele“. Gerade die Fähigkeit zu sprechen macht Adam zu einer lebendigen Seele, die Äußerung des Lebens in der Seele ist ihre Fähigkeit zu sprechen. Das Wort chawá kann man vom aramäischen chiwá her übersetzen, von der gemeinsemitischen Wurzel die Sprechende – die, die zum Sprechen bringt, die die Gabe der Rede gibt, die die Rede lehrt. Und da die Welt durch den Logos, das Wort des Höchsten, erschaffen ist, kann man es so verstehen, dass das Sprechen Adams, das Vorhandensein sprechender Wesen in der Welt, allem Lebendigen Leben gibt. Es gibt solche, die im Namen Chawá auch eine Parallele zum aramäischen, altsemitischen Wort Schlange, sehen, was schwer hierher passt, in unser Schema als „die allem Lebendigen Leben Gebende“. Ich würde sagen, hier ist es sowohl „die Leben Gebende als auch die Rede Gebende“. Wir lesen wieder eine komplizierte Verflechtung, ein kompliziertes Wortspiel.
Слово хава́, имя Хава́, проще всего, конечно, понять как дающая жизнь в буквальном смысле, от слова хаи́м (жизнь), и можно натянуть сюда какую-то грамматическую форму: Хава́ как дающая жизнь; можно, но это не обязательно так. Другая интересная форма напрашивается, если мы чуть-чуть вернёмся в первую главу, когда сказано, что Адам стал душою живою. Арамейский Таргум переводит это как «стал душою говорящей». Именно способность говорить делает Адама душой живой, проявление жизни в душе – это её способность говорить. Слово хава́ можно перевести от арамейского хива́, общесемитского корня говорящая – та, которая заставляет говорить, которая даёт дар речи, которая обучает речи. И, поскольку мир сотворён Логосом, Словом Всевышнего, можно так понять, что говорение Адама, наличие в мире говорящих существ даёт жизнь всему живому. Есть те, которые видят в имени Хава́ и параллель с арамейским, древнесемитским словом змей, что трудно укладывается сюда, в нашу схему как «дающая жизнь всему живому». Я бы сказал, что здесь и «дающая жизнь, и дающая речь». Мы снова читаем сложное переплетение, сложную игру слов.
וַיַּעַשׂ יְהוָה אֱלֹהִים לְאָדָם וּלְאִשְׁתּוֹ כָּתְנוֹת עוֹר וַיַּלְבִּשֵׁם:
wajá’as adonáj elohím le’adám ul’ischtó kotnót or wajalbischém
Вая́ас адона́й элоЃи́м леада́м улъишто́ котно́т ор ваяльбише́м
21. Und der HERR Gott machte Adam und seiner Frau Kleider aus Haut (Hemdchen aus Haut), und kleidete sie.
21. И сделал Господь Бог Адаму и жене его одежды из кожи (рубашечки из кожи), и одел их.
Da sie begannen, sich ihrer Nacktheit zu schämen, musste man sie kleiden, und der Höchste machte ihnen Kleider aus Haut. Einige Kommentatoren sagen (das ist vielleicht ein mystischerer Zugang, aber er passt auch in den einfachen Sinn), dass der Höchste hier Adam und Chawa Körper gemacht hat. Ihre Kleider aus Haut, das „Umnähen“ mit Haut – das ist der endgültige Erwerb physischer Körper, und davor waren sie nicht in einem physischen Körper. Man kann es auch so verstehen. Aber man kann es auch einfach verstehen, dass der Höchste der erste Schneider ist. Man kann es auch so sagen, wie man es sieht, dass der Höchste für sie Tiere opferte und aus der Haut dieser Tiere ihnen Kleider machte. In jedem Fall wurden zum ersten Mal irgendwelche Tiere getötet, damit aus ihrer Haut Kleider für Adam und Chawa gemacht würden.
Поскольку они стали стыдиться своей наготы, их надо было одеть, и Всевышний сделал им одежды из кожи. Некоторые комментаторы говорят (это более, может быть, мистичный подход, но и в простой смысл он тоже укладывается), что здесь Всевышний сделал Адаму и Хаве тела. Их одежды из кожи, «обшитие» кожей – это окончательное приобретение физических тел, а до этого они в физическом теле не были. Можно и так понять. Но можно понять и по-простому, что Всевышний – первый портной. Можно сказать и так, как это видят, что за них Всевышний принёс в жертву животных, а из кожи этих животных сделал им одежды. В любом случае какие-то животные были впервые убиты для того, чтобы из кожи их были сделаны одежды для Адама и Хавы.
Der 22. Vers ist sehr, sehr schwer zu verstehen.
22-ой стих – очень-очень сложный для понимания.
וַיֹּאמֶר יְהוָה אֱלֹהִים הֵן הָאָדָם הָיָה כְּאַחַד מִמֶּנּוּ לָדַעַת טוֹב וָרָע וְעַתָּה פֶּן־יִשְׁלַח יָדוֹ וְלָקַח גַּם מֵעֵץ הַחַיִּים וְאָכַל וָחַי לְעֹלָם׃
wajomer adonáj elohím hen ha’adám hajá ke’achád mimménnu ladá’at tow wará we’attá pen-jischlách jadó welakách gam me’éz hachajím we’achál wacháj le’olám
Ваёмер адона́й элоЃи́м Ѓен Ѓаада́м Ѓая́ кеаха́д мимэ́ну лада́ат тов вара́ Веата́ пен-йишла́х ядо́ велака́х гам меэ́ц Ѓахайи́м веаха́ль ваха́й леола́м
22. Und der HERR Gott sprach: „Siehe, Adam ist geworden wie einer von Uns, Gut und Böse wissend; jetzt aber, damit er nicht seine Hand ausstrecke zum Baum des Lebens, und esse, und ewig lebe.“
22. И сказал Господь Бог: «Вот Адам стал как один из Нас, знающий добро и зло, теперь же дабы не простёр он руку к дереву жизни, и поест, и будет жить вечно».
„Adam ist geworden wie einer von Uns“ – meistens wird es genau so übersetzt. Man kann es auch so sagen: „Adam hat sich von Uns getrennt, ist selbstständig geworden, Gut und Böse wissend“. Wenn man mimménnu auf Adam selbst bezieht, dann ergibt sich, dass Adam, Gut und Böse wissend, anfing, die Welt zu regieren, indem er sich vom Höchsten trennte. Man kann auch sagen, dass Adam der Erste wurde, von dem das Weitere ausgehen wird, von dem die Tradition der Gut und Böse Wissenden ausgehen wird.
«Адам стал как один из Нас» – чаще всего это именно так переводится. Можно и так сказать: «Адам отделился от Нас, стал самостоятельным, знающим добро и зло». Если мимэ́ну отнести к самому Адаму, тогда получится, что Адам, зная добро и зло, стал управлять миром, отделившись от Всевышнего. Можно также сказать, что Адам стал первым, от которого пойдёт дальнейшее, от которого пойдёт традиция знающих добро и зло.
Bevor man diesen Vers auslegt, muss man ihn richtig übersetzen. Die traditionelle Übersetzung – Adam ist geworden wie einer von Uns – ist in Wirklichkeit nicht die einzig richtige Variante. Es ist verständlich, dass viele Anhänger verschiedener Lehren darin eine Vielheit der Personen Gottes und dergleichen sehen wollen, aber lasst uns wieder daran denken, dass das nicht die einzig mögliche Übersetzung ist. Und höchstwahrscheinlich kann man davon sprechen, dass Adam sich irgendwie vom Höchsten getrennt hat oder Adam eine neue Tradition begründet hat, der Erste in irgendeiner Kette der Gut und Böse Wissenden wurde. Denn später werden wir lesen, dass Adam schon nach seinem Bild und Gleichnis zeugte.
Прежде чем толковать этот стих, его нужно правильно перевести. Традиционный перевод – Адам стал как один из Нас – на самом деле, не единственно правильный вариант. Понятно, что многим сторонникам разных доктрин хочется увидеть в этом множественность личностей Бога и тому подобное, но снова давайте помнить, что это не единственно возможный перевод. И, скорее всего, можно говорить о том, что Адам каким-то образом отделился от Всевышнего или Адам основал новую традицию, стал первым в какой-то цепочке знающих добро и зло. Ведь позже мы прочитаем, что Адам родил по образу и подобию уже своему.
Warum darf der Mensch nicht ewig leben? Nicht weil der Höchste irgendeine Konkurrenz von Seiten des Menschen fürchtet, sondern weil der Mensch zu herrschen begann, sich anschickte, die Welt mit einem rein rationalen Verstand zu regieren. Der Höchste sagte, dass der rationale Verstand über die ganze Erde zu herrschen begann. Derjenige, der Herrscher der ganzen Erde war, hat sich der Vorherrschaft des rationalen Verstandes ergeben. Jetzt aber darf er nicht ewig leben, weil der rationale Verstand nicht unsterblich sein kann, denn die Welt an sich ist materiell, und die Materie muss sterblich sein. Und deshalb sagt der Höchste, dass Adam in diesem Zustand nicht ewig leben darf.
Почему человеку нельзя жить вечно? Не потому, что Всевышний боится какой-то конкуренции со стороны человека, а потому, что человек стал править, собрался править миром с чисто рациональным разумом. Всевышний сказал, что рациональный ум стал править всей землёй. Тот, кто был правителем всей земли, поддался преобладанию рационального ума. Теперь же нельзя, чтобы он жил вечно, потому что рациональный ум не может быть бессмертным, ибо мир сам по себе материален, и материя должна быть смертна. И поэтому Всевышний говорит, что нельзя, чтобы в этом состоянии Адам жил вечно.
וַיְשַׁלְּחֵהוּ יְהוָה אֱלֹהִים מִגַּן־עֵדֶן לַעֲבֹד אֶת־הָאֲדָמָה אֲשֶׁר לֻקַּח מִשָּׁם:
wajschallechéhu adonáj elohím miggán-éden la’awód et-ha’adamá aschér lukkách mischám
вайшалехэ́Ѓу адона́й элоЃи́м мига́н-э́ден лааво́д эт-Ѓаадама́ аше́р лука́х миша́м
23. Und der Höchste schickte ihn fort aus dem Paradiesgarten, damit er die Erde bearbeite, aus der er genommen ist.
23. И отослал его Всевышний из райского сада, чтобы обрабатывать землю, из которой он взят.
Wieder möchte ich daran erinnern, dass wir davon gesprochen haben, dass Chawa (oder Ischá), die Frau Adams, – sie ist Bürgerin des Paradiesgartens, niemand vertreibt sie, sie geht selbst. Über Adam ist gesagt: „wajschallechéhu (und schickte ihn fort) der HERR Gott aus dem Paradiesgarten“. Das alles hat mit Chawa überhaupt nichts zu tun, sie ist nicht eingesetzt, die Erde zu bearbeiten, sie ist nicht aus der Erde genommen, und man kann sie nirgendwohin ausweisen, weil das Paradies ihre Heimat ist. Ausgewiesen wird Adam. Chawa geht als seine Begleiterin mit, auch sie hat gesündigt, und sie bleibt die „kleine Brücke“ des Menschen – der paradiesische Mensch in unserer Welt. Chawa und ihre ganze Nachkommenschaft, alle Frauen – sie sind die Vertreterinnen des Paradieses in unserer irdischen Welt. Sie sind, in Männersprache gesagt, ein klein wenig nicht von dieser Welt, sie sind völlig anders als wir (Männer), gerade deshalb, weil sie irgendwo dort im Kosmetiktäschchen oder in der Handtasche oder tief im Schrank, unter den Kleidern, den Pass einer Bürgerin des Paradieses verstecken.
Снова хочется напомнить, что мы говорили о том, что Хава (или Иша́), жена Адама, – она гражданка Райского Сада, её никто не выгоняет, она сама уходит. Про Адама сказано: «вайшалехэ́ѓу (и отослал его) Господь Бог из Райского Сада». Это всё к Хаве не имеет вообще никакого отношения, она не поставлена обрабатывать землю, она не взята из земли, и её некуда высылать, потому что Рай – это её родина. Высылается Адам. Хава идёт как сопровождающая его, она тоже согрешившая, и она остаётся «мостиком» человека – райский человек в нашем мире. Хава и всё её потомство, все женщины – это представительницы Рая в нашем земном мире. Они чуть-чуть, мужским языком говоря, не от мира сего, они совершенно другие, чем мы (мужчины), именно потому, что где-то там в косметичке, или в сумочке, или глубоко в шкафу, под одёжкой, они прячут паспорт гражданки Рая.
וַיְגָרֶשׁ אֶת־הָאָדָם וַיַּשְׁכֵּן מִקֶּדֶם לְגַן־עֵדֶן אֶת־הַכְּרֻבִים וְאֵת לַהַט הַחֶרֶב הַמִּתְהַפֶּכֶת לִשְׁמֹר אֶת־דֶּרֶךְ עֵץ הַחַיִּים׃
wajgáresch et-ha’adám wajaschkén mikkédem legán-éden et-hakkeruwím we’ét láhat hachérew hammithappéchet lischmór et-dérech ez hachajím
Вайга́реш эт-Ѓаада́м ваяшкэ́н микэ́дем лега́н-э́ден эт-Ѓакеруви́м веэ́т ла́Ѓат Ѓахэ́рев Ѓамитѓапэ́хет лишмо́р эт-дэ́рех эц Ѓахайи́м
24. Und trieb den Menschen hinaus, und stellte östlich (oder vor) Gan Eden die Keruwim auf und das sich drehende Schwert, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.
24. И изгнал человека, и поставил к востоку (или пе́ред) Ган Эдена херувимов и меч вращающийся, чтобы охранять путь к дереву жизни.
Das sich drehende Schwert, dessen Klinge sich dreht und gleichsam den Umlauf des natürlichen Lebens bildet, den Kreislauf des Jahres und überhaupt den Kreislauf von allem, ein Symbol der menschlichen Moral, ein Symbol der Einteilung der Welt in Schlechtes, Gutes und Verschiedenes.
Меч вращающийся, лезвие которого крутится и как бы образует оборот природной жизни, круговорот года и вообще круговорот всего, символ человеческой морали, символ деления мира на плохое, хорошее и разное.
Der Baum des Lebens ist, wie wir uns erinnern, die Tora. Wir haben schon darüber gesprochen, das hat seine tiefen Bedeutungen. Es werden 26 Generationen vergehen, bevor die Tora dem Menschen gegeben wird, und dort wird es auch eine Art Gegenüberstehen, Entgegenwirken geben – die Begegnung des Baumes des Lebens und des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse.
Дерево жизни – это, как мы помним, Тора. Мы говорили уже об этом, у этого есть свои глубокие смыслы. Пройдёт 26 поколений, прежде чем Тора будет дана человеку, и там тоже будет своего рода противостояние, противодействие – встреча Дерева жизни и Дерева познания добра и зла.
Und obwohl mehr Fragen geblieben sind als Antworten, beenden wir das Studium des dritten Kapitels des Buches Bereschit.
И хотя вопросов осталось больше, чем ответов, мы заканчиваем изучение третьей главы книги Берешит.
Erstgeburt und Starrsinn (4,1–26)
Первенство и упрямство (4:1-26)
וְהָאָדָם יָדַע אֶת־חַוָּה אִשְׁתּוֹ וַתַּהַר וַתֵּלֶד אֶת־קַיִן וַתֹּאמֶר קָנִיתִי אִישׁ אֶת־יְהוָה׃
weha’adám jadá et-chawwá ischtó wattáhar wattéled et-kájin wattómer kaníti isch et-adonáj
веЃаада́м яда́ эт-хава́ ишто́ вата́Ѓар ватэ́лед эт-ка́йин вато́мер кани́ти иш эт-адона́й
1. Adam aber erkannte Chawa, seine Frau, und sie wurde schwanger und gebar Kajin, Und sie sprach: „Ich habe dem HERRN einen Mann gemacht (oder: ich habe zusammen mit dem Höchsten erschaffen, einen Menschen gemacht).“
1. Адам же познал Хаву, жену свою, и она забеременела и родила Каина, И сказала: «Я сделала мужа Господу (или я вместе со всевышним сотворила, сделала человека)».
Wie auch im ersten Vers des vorigen, dritten Kapitels in Bezug auf die Schlange sehen wir hier eine ungewöhnliche, für das Hebräische seltene grammatische Form, die eine Vergangenheit in der Vergangenheit bedeutet. Das heißt, zu jenem Zeitpunkt hatte Adam Chawa, seine Frau, schon erkannt, und man kann hier verstehen, richtiger wird es sein zu verstehen, dass Adam Chawa schon im Paradies erkannt hat. Darüber, sage ich noch einmal, habe ich schon beiläufig gesprochen, es gibt einen großen philosophischen Streit: Gab es ein intimes Leben im Paradies, ist das Paradies irgendein Ort, zu dem die Menschheit zurückzukehren streben soll, oder ist es irgendeine Kinderwiege, wo es kein Erwachsenenleben geben soll. Wenn man das Wort erkannte in dieser grammatischen Form liest und sich auch daran erinnert, dass der Höchste zu Adam und Chawa „seid fruchtbar und mehrt euch“ gesagt hat, noch lange vor der Vertreibung, kann man annehmen, dass es im Paradies doch ein intimes Leben gab.
Как и в первом стихе предыдущей третьей главы в отношении змея, мы видим здесь необычную, редкую для иврита грамматическую форму, которая означает прошедшее в прошедшем. То есть на тот момент Адам уже знал Хаву, жену свою, и можно понять здесь, правильнее будет понять, что уже в Раю Адам Хаву познал. Об этом, снова скажу, я уже упоминал вскользь, есть большой философский спор: была ли интимная жизнь в Раю, является ли Рай каким-то местом, куда человечество должно стремиться вернуться или это какая-то детская колыбель, где никакой взрослой жизни не должно быть. Читая слово познал в данной грамматической форме, а также помня, что Всевышний сказал Адаму и Хаве «плодитесь и размножайтесь» ещё задолго до изгнания, можно предположить, что всё-таки интимная жизнь в Раю была.
Also hatte Adam zu dieser Zeit Chawa, seine Frau, schon erkannt. Höchstwahrscheinlich war Chawa zum Zeitpunkt der Vertreibung schwanger, und nach der Vertreibung gebiert sie Kajin. Sie sagte 4 Wörter, mit denen sie den Namen Kajin kommentierte. Jedes dieser Wörter für sich ist uns verständlich, aber das alles zusammen zu verknüpfen ist viel schwieriger. Kaníti ist ein Verb in der ersten Person der Vergangenheit, das bedeutet: ich habe gekauft, ich habe gemacht oder ich habe geschaffen. Isch ist Mann oder Mensch, Ehemann. Et-adonáj ist dem HERRN. Man kann verstehen: „Ich habe dem HERRN einen Mann gemacht“ oder „Ich habe zusammen mit dem Höchsten einen Menschen erschaffen (oder einen Menschen gemacht)“. Zum ersten Mal in der Geschichte wird ein Mensch geboren. Kajin ist das erste Erzeugnis, das Chawa zusammen mit dem Höchsten hergestellt hat, wie sie darüber sagt. Außerdem kann man das Wort kájin, das vom Wort kaníti (machen oder wirtschaften) kommt, auch als der Wirtschaftende übersetzen, denn der Mensch ist ja dazu geschaffen, letztendlich die Erde zu verwalten. Also wird der Name Kajin sehr feierlich verkündet, als ein gemeinsames Erzeugnis mit dem Höchsten, als jemand, der erwerben und besitzen wird. Über den anderen Bruder aber wird gleichsam im Vorbeigehen gesprochen.
Итак, Адам к тому времени уже познал Хаву, жену свою. Скорее всего, на момент изгнания Хава была беременна и после изгнания она рожает Каина. Она сказала 4 слова, комментируя имя Каин. Каждое из этих слов в отдельности нам понятно, но всё это вместе увязать гораздо сложнее. Кани́ти – это глагол первого лица прошедшего времени, означающий я купила, я сделала или я создала. Иш – это мужчина или человек, муж. Эт-адона́й – это Господу. Можно понять: «Я сделала мужа Господу» или «Я вместе со Всевышним сотворила человека (или сделала человека)». Впервые в истории рождается человек. Каин – первое изделие, изготовленное Хавой совместно со Всевышним, как она об этом говорит. Кроме того, слово ка́йин, которое происходит от слова кани́ти (делать или хозяйствовать) можно перевести и как хозяйствующий, ведь человек создан для того, чтобы управлять землёй в конечном счёте. Итак, имя Каин очень торжественно объявлено как совместное со Всевышним изделие, как кто-то, кто будет приобретать и владеть. О другом же брате сказано как бы мимоходом.
וַתֹּסֶף לָלֶדֶת אֶת־אָחִיו אֶת־הָבֶל וַיְהִי־הֶבֶל רֹעֵה צֹאן וְקַיִן הָיָה עֹבֵד אֲדָמָה׃
wattóssef lalédet et-achíw et-háwel wajhí-héwel ró’e zon wekájin hajá owéd adamá
вато́сэф лале́дет эт-ахи́в эт-Ѓа́вель вайЃи́-Ѓе́вель ро́э цон века́йин Ѓая́ овэ́д адама́
2. Und sie fuhr fort (und außerdem), gebar seinen Bruder Hewel. und Hewel war ein Hirte des Viehs, Kajin aber war ein Ackerbauer.
2. И продолжила (а кроме того), родила брата его ѓевеля. и был ѓевель пастухом скота, а Каин был земледельцем.
Der Name Hewel wird hier in keiner Weise kommentiert. Das Wort héwel bedeutet Nichtigkeit, Dampf, der aus dem Mund kommt, etwas Vergängliches und Lebloses. Wozu gibt man einem Kind einen solchen Namen? Es gibt auch eine andere Bedeutung in älteren semitischen Sprachen, die Chawa möglicherweise bekannt waren: Das ist die Bedeutung Hirte, und sie passt hier viel besser.
Имя Ѓевель здесь никак не комментируется. Слово ѓе́вель означает суету, пар, выходящий изо рта, что-то временное и безжизненое. Зачем давать такое имя ребёнку? Есть и другое значение в более древних семитских языках, которые, возможно, Хаве были знакомы: это значение пастух, и оно здесь гораздо больше подходит.
Es scheint, Kajin ist viel „menschlicher“ als Hewel, denn er setzt die Arbeit fort, die Adam aufgetragen war – die Erde zu bearbeiten. Wir haben sowohl im ersten Kapitel als auch im zweiten und im dritten gelesen, dass Adam mit der Bearbeitung der Erde verbunden ist. Wer setzt hier diese Tradition fort? Kajin. Zugleich sind in der Welt gewisse Veränderungen geschehen, und Adam befindet sich nicht mehr im Garten, den der Höchste gepflanzt hat, Adam lebt jetzt auf der verfluchten Erde. Und er muss wählen zwischen der Welt des Höchsten, zwischen dem, „Brückchen“ dorthin, nach oben, zu bauen und irgendwie dorthin hinaufzuklettern, und dem, auf dieser Erde zu wirtschaften. Kajin ist Grundbesitzer und Ackerbauer, er lebt sesshaft – Ackerbau setzt eine sesshafte Lebensweise voraus. Der Mensch bindet sich an das Stück Land, das er bearbeitet, baut dort später Städte oder besät es jedenfalls und kümmert sich um dieses Stück Land. Im Unterschied dazu ist der Hirte eine Art Steppenroller, ein Wanderer, der kein eigenes Erbteil hat. Wer noch, das wissen wir aus der Geschichte, wird später kein Erbteil haben? Die Leviten, das heißt die, die dem Höchsten dienen. Unsere Vorfahren waren hauptsächlich Hirten, und die Propheten hatten in der Regel keine Erbteile an ihrem Land. Das heißt, hier ist nicht nur ein Zusammenstoß von Ackerbau und Viehzucht, hier ist auch ein Zusammenstoß zweier Ansätze im Verhältnis zur Erde und zum Höchsten. Und wir werden jetzt sehen, wie sich das weiter entwickelt.
Казалось бы, Каин гораздо «человечнее», чем Ѓевель, ведь он продолжает ту работу, которая Адаму была поручена, – обрабатывать землю. Мы читали и в первой главе, и во второй, и третьей, что Адам связан с обработкой земли. Кто здесь продолжает эту традицию? Каин. В то же время в мире произошли некие изменения, и Адам уже не находится в саду, насаженном Всевышним, Адам живёт теперь на про́клятой земле. И ему предстоит выбирать между миром Всевышнего, между тем, чтобы строить «мостики» туда, наверх, и туда как-то карабкаться, и тем, чтобы хозяйствовать на этой земле. Каин землевладелец и земледелец, он живёт оседло – земледелие подразумевает оседлый образ жизни. Человек привязывается к тому участку земли, который он обрабатывает, строит там впоследствии города или, во всяком случае, засевает его и заботится об этом участке земли. В отличие от этого пастух – это своего рода перекати поле, бродяга, не имеющий своего надела. Кто ещё, мы знаем из истории, не будет позже иметь надела? Левиты, то есть те, кто служит Всевышнему. Наши предки в основном были пастухами, и пророки, как правило, не имели наделов своей земли. То есть здесь не только столкновение земледелия и животноводства, здесь и столкновение двух подходов отношения к земле и ко Всевышнему. И мы сейчас увидим, как это развивается дальше.
וַיְהִי מִקֵּץ יָמִים וַיָּבֵא קַיִן מִפְּרִי הָאֲדָמָה מִנְחָה לַיהוָה:
wajhí mikkéz jamím wajawé kájin mipperí ha’adamá minchá ladonáj
вайЃи́ микэ́ц ями́м ваявэ́ ка́йин мипери́ Ѓаадама́ минха́ ладона́й
3. Und es war am Ende der Tage: und Kajin brachte von den Früchten der Erde dem HERRN ein Opfer,
3. И было в конце дней: и принёс Каин от плодов земли в жертву Господу,
Kajin ist der Erstgeborene, ihm sind, sozusagen, auch die Opfer in die Hände gelegt. Und er bringt von den Früchten der Erde minchá ladonáj (eine Opfergabe für den HERRN). Nun, Hewel sieht das auch, und er möchte auch.
Каин – первенец, ему, так сказать, и жертвы в руки. И он приносит от плодов земли минха́ ладона́й (жертвоприношение Господу). Ну, Ѓевель тоже это видит, и ему тоже хочется.
וְהֶבֶל הֵבִיא גַם־הוּא מִבְּכֹרוֹת צֹאנוֹ וּמֵחֶלְבֵהֶן וַיִּשַׁע יְהוָה אֶל־הֶבֶל וְאֶל־מִנְחָתוֹ:
wehéwel hewí gam-hú mi bechorót zonó umechelwehén wajíscha adonáj el-héwel we’el-mincható
веЃе́вель Ѓеви́ гам-Ѓу́ ми бехоро́т цоно́ умехельвеЃе́н вайи́ша адона́й эль-Ѓе́вель веэль-минхато́
4. und Hewel brachte auch (achtet darauf: Kajin ist der Urheber der Idee, Hewel aber brachte auch) von den Erstlingen seines Viehs und von ihrem Fett. und der HERR sah an (hob empor) Hewel und sein Opfer,
4. а ѓевель тоже принёс (обратите внимание: Каин – автор идеи, а Ѓевель тоже принес) от первинок скота своего и от тука их. и призрел (поднял) Господь ѓевеля и его жертву,
וְאֶל־קַיִן וְאֶל־מִנְחָתוֹ לֹא שָׁעָה וַיִּחַר לְקַיִן מְאֹד וַיִּפְּלוּ פָּנָיו:
we’él-kájin we’él-mincható lo scha’á wajíchar lekájin
веэ́ль-ка́йин веэ́ль-минхато́ ло шаа́ вайи́хар лека́йин
me’ód wajippelú panáw
мео́д вайипелу́ пана́в
5. aber auf das Opfer Kajins sah Er nicht. Und das wurde für Kajin sehr bitter, und sein Gesicht fiel.
5. а на жертву Каина не призрел. И горько это стало очень Каину, и пало лицо его.
Von niemandem sonst in der Tora steht geschrieben, dass es bitter wurde und das Gesicht fiel, nur von Kajin. Warum kam es so, dass der HERR das Opfer Hewels annahm und das Opfer Kajins nicht annahm? Viele sagen: Hier steht geschrieben (und das ist völlig zutreffend), dass Hewel von den Erstlingen seines Viehs und vom Besten seines Viehs brachte, Kajin aber einfach von den Früchten brachte, nicht vom Besten, sondern einfach von den Früchten brachte er. Aber die Menschen opfern mit unterschiedlichem Maß an Opferbereitschaft, warum nicht beide Opfer annehmen? Was ist falsch an Kajins Opfer? Kann man denn nur vom Besten ein Opfer bringen? Tatsächlich, genau so ergibt es sich. Der Höchste sagt: „Die Opfergabe ist nicht Essen, das ihr Mir bringt, sie ist nicht ein Anteil, den ihr Mir vorbeibringt. Sie ist ein Zeugnis dafür, dass Ich der Herr dieser Welt bin, dass der ganze Segen, eure ganze Arbeit und alle Ergebnisse eurer Arbeit Mein Segen sind. Deshalb bringt ihr das Erste von den Früchten, das Beste von den Früchten bringt ihr Mir. Nicht weil Ich so wählerisch bin, sondern weil das ein Zeugnis ist, das ihr gebt.“ Kajin ist die Frucht, sozusagen, der Zusammenarbeit, der Partnerschaft von Mensch und Gott, was zum Teil schon in seinem Namen angelegt ist, bei seiner Benennung als Kajin verkündet wurde, und hier verhält er sich zum Höchsten wie zu einem Partner: als bringe er Seinen Anteil an ihrer gemeinsamen Arbeit. Er bringt Ihm von den Früchten der Erde, so wie man sich einem Partner gegenüber verhalten soll, er bringt dem Höchsten Seinen Anteil vorbei. Hewel brachte wirklich eine Gabe, so wie man eine Gabe bringen soll. Und deshalb sah der Höchste die Gabe Hewels an, die Opfergabe Kajins aber sah Er nicht an. Nicht weil sie schlechter war, sondern weil sie im Grunde genommen gar keine Opfergabe war. Das kränkte Kajin sehr, er ist doch schließlich der Erstgeborene: er ist der Erstgeborene, er ist der Erste, er ist die Wurzel im Paradies, der, der noch im Paradies empfangen wurde, die Frucht der Zusammenarbeit von Mensch und Gott – der Erste, der Erste, der Erste… Und da nimmt man irgendeinen Bruder, mit einem überhaupt unverständlichen Namen, und seine Opfergabe wird angenommen. Kränkend bis zum Gehtnichtmehr.
Ни про кого больше в Торе не написано, что стало горько, и упало лицо, только про Каина. Почему так получилось, что Господь принял жертву Ѓевеля и не принял жертву Каина? Многие говорят: здесь написано (и это справедливо совершенно), что Ѓевель принёс от первинок своего скота и от лучшего из своего скота, а Каин принёс просто от плодов, не от лучшего, а просто от плодов принёс. Но люди жертвуют с разной степенью жертвенности, почему не принять обе жертвы? Что неправильного в жертве Каина? Разве только от лучшего можно приносить жертву? Действительно, так и получается. Всевышний говорит: «Жертвоприношение – это не еда, которую вы Мне приносите, это не доля, которую вы Мне заносите. Это свидетельство того, что Я – хозяин этого мира, что всё благословение, весь ваш труд и все результаты вашего труда – это Моё благословение. Поэтому вы приносите первое от плодов, лучшее из плодов приносите Мне. Не потому, что Я такой переборчивый, а потому, что это свидетельство, которое вы даёте». Каин – плод, так сказать, сотрудничества, партнёрства человека и Бога, что отчасти заложено уже в его имени, провозглашено при его наречении Каином, и здесь он относится ко Всевышнему как к партнёру: словно приносит Его долю в их общем труде. Приносит Ему от плодов земли, как и положено относиться к партнёру, заносит Всевышнему Его долю. Ѓевель принёс действительно приношение, как положено приносить приношение. И поэтому Всевышний призрел на приношение Ѓевеля, а на жертвоприношение Каина не призрел. Не потому, что оно было хуже, а потому, что оно и жертвоприношением, в общем-то, не было. Это стало очень обидно Каину, ведь он же первенец в конце концов: он – первенец, он – первый, он – корень в Раю, тот, кто ещё в Раю зачат, плод сотрудничества человека и Бога – первый, первый, первый… И тут берут какого-то брата, с вообще непонятным именем, и его жертвоприношение принимается. Обидно доне́льзя.
וַיֹּאמֶר יְהוָה אֶל־קָיִן לָמָּה חָרָה לָךְ וְלָמָּה נָפְלוּ פָנֶיךָ:
wajomer adonáj el-kájin lámma chára lach welámma nafelú fanécha
ваёмер адона́й эль-ка́йин ла́ма ха́ра лах вела́ма нафелу́ фанэ́ха
6. Und der HERR sprach zu Kajin: „Warum ist es dir denn so bitter, warum bist du so gekränkt, warum ist dein Gesicht gefallen?
6. И сказал Господь Каину: «Почему же тебе так горько, почему тебе так обидно, почему упало лицо твоё?
הֲלוֹא אִם־תֵּיטִיב שְׂאֵת וְאִם לֹא תֵיטִיב לַפֶּתַח חַטָּאת רֹבֵץ וְאֵלֶיךָ תְּשׁוּקָתוֹ וְאַתָּה תִּמְשָׁל־בּוֹ׃
haló im-tetíw se’ét we’ím lo tetíw lappétach chattát rowéz we’elécha teschukató we’attá timschól-bó
Ѓало́ им-тети́в сеэ́т веи́м ло тети́в лапэ́тах хата́т ровэ́ц веэле́ха тешукато́ веата́ тимшо́ль-бо́
7. Denn wenn du dich besserst (ein schwer zu übersetzendes Verb, tetíw), wenn du Gutes tun wirst, wirst du das Gesicht erheben können. und wenn du dich nicht bessern wirst, dann wird an deiner Tür die Sünde lagern (die Sünde wird dich jagen, die Sünde wird dir auflauern). nach dir ist sein Verlangen, du kannst über ihn herrschenIm Russischen sind „Sünde“ und „Bruder“ beide männlich, daher kann sich „sein Verlangen“ und „über ihn“ auf beide beziehen, wie der Autor anschließend erklärt. Deshalb steht hier „sein“ und „ihn“, obwohl „Sünde“ im Deutschen weiblich ist..“
7. Ведь если ты исправишься (трудный для перевода глагол тети́в), если ты будешь делать доброе, ты сможешь поднять лицо. а если ты не будешь исправляться, тогда у твоей двери будет лежать грех (грех будет охотится на тебя, грех будет поджидать тебя). к тебе влечение его, ты можешь им властвовать».
Wenn du dich besserst – se‘ét, du wirst das Gesicht erheben können. Andererseits kann das Wort se‘ét bedeuten (so sagen manche) – deine Sünde wird getragen werden. Aber eine Sünde hat bisher noch gar keine stattgefunden; es gab vielleicht eine falsche Handlung, aber das ist noch keine Sünde. Die dritte Variante, se‘ét zu verstehen, lesen wir am Ende des Buches Bereschit. Als Jaakow seine Söhne segnet, sagt er zu Re’uwen: „Du bist mehr se’ét, in dir ist mehr Erstgeburt.“ Und dann kann man verstehen: „Wenn du dich besserst, wirst du der Erstgeborene sein. Jetzt ist es so gekommen, dass Mir das Opfer deines jüngeren Bruders lieber ist, und er kommt eher für den Dienst eines Kohen in Frage. Aber wenn du dich besserst, wird alles anders sein, und du wirst wieder den ersten Platz einnehmen.“ Man kann es auch verstehen als du wirst das Gesicht erheben oder als deine Sünde wird getragen werden. Aber, wie ich schon gesagt habe, dieses letzte Verständnis ist nicht sehr wahrscheinlich. Es wird sich jemand finden, der widerspricht. Streitet.
Если ты исправишься – сеэ́т, ты сможешь поднять лицо. С другой стороны, слово сеэ́т может означать (так некоторые говорят) – твой грех будет понесён. Но греха пока ещё никакого не состоялось; было, может, неправильное действие, но это ещё не грех. Третий вариант понимания сеэ́т мы читаем в конце книги Берешит. Когда Яаков благословляет своих сыновей, он говорит Реувену: «Ты более сеэ́т, в тебе больше первенства». И тогда можно понять: «Если ты исправишься, ты будешь первенцем. Сейчас так получилось, что жертвоприношение твоего младшего брата Мне более любо, и он более тянет на коѓенское служение. Но, если ты исправишься, всё будет по-другому, и ты снова станешь первенствовать». Можно понять и как ты подымешь лицо или как твой грех будет понесён. Но, как я уже сказал, это последнее понимание не очень вероятно. Найдётся, кто поспорит. Спорьте.
Den letzten Teil des Satzes kann man ebenfalls verschieden verstehen, und ich möchte hier einige Worte zur Verteidigung der Übersetzer sagen. Sehr oft verurteilen Leute diese oder jene Übersetzung und sagen: „Ach, wie falsch, wie verzerrt ist das alles übersetzt. Wie unverständlich das alles ist.“ Wir begegnen oft solchen Stellen – ich begegne solchen Stellen, denen ich zwei, drei Übersetzungen zu geben versuche, und es kann davon viel mehr geben. Also kann man sagen, dass es um die Sünde geht. Du bist es, den sie braucht, nicht sie dich. Sie ist an dir interessiert, nicht du an ihr, und deshalb kannst du über sie herrschen. Sie ist es, die dich jagt, aber du brauchst sie nicht, du bist es, den sie braucht – die Sünde. Man kann verstehen, dass der Höchste über die Sünde schon gesprochen hat und jetzt über den Bruder spricht, über Hewel: „Dein Bruder will mit dir sein, will mit dir in Frieden sein, er liebt dich, und deshalb wirst du über ihn herrschen, du wirst ihn lenken. Er erkennt dich als Erstgeborenen an, und wegen dieses Opfers wird er nicht hochmütig werden und sich nicht für den älteren Bruder halten.“ Diese zwei Verständnisse gibt es. Sie ergänzen einander, sie sind verschieden, und beide Verständnisse kann man im Text sehen, und da kann man nichts machen. Das erste Verständnis – die Sünde hat Verlangen nach dir, du bist es, den sie braucht, deshalb wirst du über sie herrschen. Das zweite Verständnis – die Sünde wird an deiner Tür lagern. Möglicherweise ist hier die Versuchung gemeint, zu töten, irgendwie mit dem Bruder abzurechnen. Aber der Höchste sagt über den Bruder: „Zugleich musst du verstehen, dass der Bruder Frieden mit dir will, und du wirst über ihn herrschen.“ Der Höchste ruft hier, was auch immer die übrigen Worte des Verses bedeuten mögen, Kajin zur Buße auf und sagt: „Du kannst besser werden.“
Последнюю часть предложения тоже можно понять по-разному, и я хочу здесь сказать несколько слов в защиту переводчиков. Очень часто люди осуждают тот или иной перевод и говорят: «Ох, как неправильно, как искажённо оно всё переведено. Насколько это всё непонятно». Мы часто встречаем такие места – я встречаю такие места, которым пытаюсь дать два-три перевода, а их может быть гораздо больше. Итак, можно сказать, что это про грех. Это ты ему нужен, не он тебе. Это он в тебе заинтересован, не ты в нём, и поэтому ты можешь над ним властвовать. Это он за тобой охотится, но тебе он не нужен, это ты ему нужен – греху. Можно понять, что Всевышний о грехе уже сказал, а сейчас говорит о брате, о Ѓевеле: «Твой брат хочет с тобой быть, хочет быть с тобой в мире, он тебя любит, и поэтому ты будешь править им, ты будешь управлять им. Он признаёт тебя первенцем и из-за этой жертвы он не возгордится и не возомнит себя старшим братом». Вот эти два понимания существуют. Они взаимодополняющие, они разные, и оба эти понимания можно увидеть в тексте, и ничего с этим не поделаешь. Первое понимание – это грех имеет к тебе влечение, ты ему нужен, поэтому ты будешь господствовать над ним. Второе понимание – грех будет лежать у твоей двери. Возможно, здесь подразумевается соблазн убить, как-то разделаться с братом. Но Всевышний говорит о брате: «В то же время, ты пойми, что брат хочет мира с тобой, и ты будешь править им». Всевышний, что бы ни значили остальные слова стиха, призывает здесь Каина к покаянию и говорит: «Ты можешь стать лучше».
וַיֹּאמֶר קַיִן אֶל־הֶבֶל אָחִיו וַיְהִי בִּהְיוֹתָם בַּשָּׂדֶה וַיָּקָם קַיִן אֶל־הֶבֶל אָחִיו וַיַּהַרְגֵהוּ:
wajomer kájin el-héwel achíw wajhí bihjotám bassadé wajákom kájin el-héwel achíw wajahargéhu
ваёмер ка́йин эль-Ѓе́вель ахи́в вайЃи́ биЃйёта́м басадэ́ вая́ком ка́йин эль-Ѓе́вель ахи́в ваяЃаргэ́ѓу
8. Und Kajin sprach zu seinem Bruder. Und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kajin gegen Hewel, seinen Bruder, und tötete ihn.
8. И сказал Каин брату своему. И было, когда они были в поле, и восстал Каин на Ѓевеля, брата своего, и убил его.
Beginnen wir damit, zu verstehen, was Kajin denn nun zu Hewel gesagt hat. Einige Kommentatoren und sogar einige Übersetzungen, darunter auch die samaritanische Tora (die samaritanischen Handschriften der Tora), fügen hier den Satz lass uns aufs Feld gehen hinzu, das heißt, Kajin sagte zu Hewel: „Komm, lass uns hinausgehen und reden.“ Und auf dem Feld ist dann alles geschehen. Andere versuchen zu sagen, dass Kajin, statt hier, an dieser Stelle, Buße zu tun, statt dem Höchsten zu sagen: „Vergib, HERR, vergib, dass ich neidisch bin, vergib, dass ich mich nicht bessere, vergib, dass ich nicht an die Erstgeburt heranreiche“, hinging und anfing, mit Hewel zu reden. Und es ist unwichtig, was er sagt. Dritte sagen, dass Kajin gekommen ist, um all diese Worte zu Hewel zu sagen: „Ich werde mich noch bessern, ich werde trotzdem über dich herrschen, ich bin trotzdem der Priester, ich bin trotzdem, trotzdem, trotzdem …“ Ich neige zu der Ansicht, dass tatsächlich, da die Tora hier nicht enthüllt, was Kajin sagt, der Kern darin liegt, dass Kajin, statt mit dem Höchsten zu reden, hinging, um mit seinem Bruder zu reden. Sie gingen hinaus aufs Feld. Das Feld ist ein neutraler Ort, dieser Ort ist eine Grenze zwischen den besiedelten Orten und der wilden Natur überhaupt. Das Feld ist der Ort, an dem Hewel sein Vieh weidet, an dem Kajin Ackerbau treibt. Es ist auch der Ort, woher die Schlange stammt, die klüger ist als alle Tiere des Feldes. Es ist der Ort, an dem ihre Natur am stärksten zum Vorschein kommt, ihre Natur ist hier zusammengestoßen, und es geschah, was geschah. Eine Tragödie geschah, Kajin erhob sich gegen seinen Bruder und tötete ihn.
Начнём с того, чтобы понять, что же всё-таки Каин сказал Ѓевелю. Некоторые комментаторы и даже некоторые переводы, и в том числе самаритянская Тора (самаритянские рукописи Торы), добавляют здесь фразу пойдём в поле, то есть Каин сказал Ѓевелю: «Пойдём, выйдем поговорим». И в поле всё уже случилось. Другие пытаются сказать, что вместо того, чтобы здесь, в этом месте, покаяться, чтобы сказать Всевышнему: «Прости, Господи, прости, что я завистливый, прости, что я не исправляюсь, прости, что я не тяну на первенство», Каин пошёл и стал говорить с Ѓевелем. И неважно, что он говорит. Третьи говорят, что все вот эти слова Каин пришёл говорить Ѓевелю: «Я ещё исправлюсь, я всё равно буду тобой править, я всё равно священник, я всё равно, всё равно, всё равно…» Я склонен думать, что действительно, поскольку Тора здесь не приоткрывает, что говорит Каин, то суть в том, что Каин вместо того, чтобы говорить со Всевышним, пошёл говорить со своим братом. Они вышли в поле. Поле – это место нейтральное, это место – граница между заселёнными местами и дикой природой вообще. Поле – это место, где Ѓевель пасёт свой скот, где Каин занимается земледелием. Это ещё и место, откуда родом змей, который умнее всех зверей полевых. Это место, где их природа наиболее проявлена, их природа здесь столкнулась, и случилось то, что случилось. Случилась трагедия, Каин восстал на своего брата и убил его.
וַיֹּאמֶר יְהוָה אֶל־קַיִן אֵי הֶבֶל אָחִיךָ וַיֹּאמֶר לֹא יָדַעְתִּי הֲשֹׁמֵר אָחִי אָנֹכִי:
wajomer adonáj el-kájin e héwel achícha wajomer lo jada’ti haschomér achí anóchi
ваёмер адона́й эль-ка́йин э Ѓе́вель ахи́ха ваёмер ло яда’ти Ѓашомэ́р ахи́ ано́хи
9. Und der HERR sprach zu Kajin: „Wo ist Hewel, dein Bruder?“ Und er sprach zu Ihm: „Ich weiß nicht. Bin ich etwa der Hüter meines Bruders?“
9. И сказал Господь Каину: «Где ѓевель, брат твой?» И сказал Ему: «Я не знаю. Разве я сторож брату своему?»
Wir haben davon gesprochen, dass Kajin in einem solchen Zustand lebt, dass er gleichsam ein Partner des Höchsten ist. Und deshalb sagt er hier: „Warte mal, steht etwa in meinem Vertrag, dass ich auch noch meinen Bruder hüten muss? Ich bearbeite hier die Erde, frag mich nach der Erde, dann antworte ich Dir.“ Wenn ein Mensch sich als Partner des Höchsten fühlt, erhebt er nicht nur sich selbst über die Brüder, über seine ganze Familie, sondern zieht auch den Höchsten auf jene Ebene herab, auf der er, wie ihm scheint, den Höchsten wie einen Partner übers Ohr hauen kann. Und hier sagt Kajin: „Ich weiß von nichts. Was hast Du denn?“ Der Höchste wendet sich an Kajin genauso, wie Er sich an Adam gewandt hat. „Wo bist du?“, fragte Er Adam, damit auch Adam die Möglichkeit hätte, seine Reue auszudrücken, und hier bietet der Höchste Kajin zum zweiten Mal an, Buße zu tun. Man kann sagen: „Vergib, HERR, ich habe getan, begangen, ich bereue …“ Aber das ist nicht, was Kajin sagt.
Мы говорили о том, что Каин живёт в таком состоянии, что он как бы партнёр Всевышнему. И поэтому здесь он говорит: «Подожди, разве у меня в договоре прописано, что я ещё брата своего должен охранять? Я вот землю обрабатываю, спроси меня про землю, я Тебе отвечу». Почувствовав себя партнёром Всевышнего, человек не только подымает себя над братьями, над всей своей семьёй, но и опускает Всевышнего на тот уровень, где, как ему кажется, он Всевышнего может обдурить как партнёра. И здесь Каин говорит: «Ничего не знаю. Ты чего?» Всевышний обращается к Каину точно так же, как Он обратился к Адаму. «Где ты?» – спросил Он Адама, чтобы у Адама тоже была возможность выразить своё раскаяние, и здесь во второй раз Всевышний предлагает Каину раскаяться. Можно сказать: «Прости, Господи, я сделал, совершил, каюсь…» Но это не то, что Каин говорит.
וַיֹּאמֶר מֶה עָשִׂיתָ קוֹל דְּמֵי אָחִיךָ צֹעֲקִים אֵלַי מִן־הָאֲדָמָה:
wajomer me assíta kol demé achícha zo’akím eláj min-ha’adamá
ваёмер мэ аси́та коль демэ́ ахи́ха цоаки́м эла́й мин-Ѓаадама́
10. Und der HERR sprach: „Was hast du getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu Mir aus der Erde.
10. И сказал Господь: «Что ты сделал? Голос крови брата твоего кричит ко Мне из земли.
Me assíta – das ist das, was Er im vorigen Kapitel zur Frau gesagt hat: „Was hast du getan?“
Мэ аси́та – это то, что Он говорил в прошлой главе женщине: «Что ты сделала?»
וְעַתָּה אָרוּר אָתָּה מִן־הָאֲדָמָה אֲשֶׁר פָּצְתָה אֶת־פִּיהָ לָקַחַת אֶת־דְּמֵי אָחִיךָ מִיָּדֶךָ:
we’attá arúr átta min-ha’adamá aschér pazetá et-píha lakáchat et-demé achícha mijadécha
веата́ ару́р а́та мин-Ѓаадама́ аше́р пацета́ эт-пи́ѓа лака́хат эт-демэ́ ахи́ха миядэ́ха
11. Nun aber bist du verfluchter als die Erde, die ihren Mund auftun musste, das Blut deines Bruders aus deinen Händen zu nehmen (das ist natürlich eine Metapher, so beschreibt der Höchste diese Tragödie).
11. Теперь же проклят ты больше, чем земля, которая вынуждена была раскрыть рот, брать кровь брата твоего из рук твоих (это, конечно, метафора, так Всевышний описывает эту трагедию).
Wenn wir im vorigen Kapitel gelesen haben, dass die Erde verflucht ist, so ist jetzt Kajin noch mehr verflucht als die Erde.
Если в прошлой главе мы читали, что земля проклята, то теперь Каин проклят ещё больше, чем земля.
כִּי תַעֲבֹד אֶת־הָאֲדָמָה לֹא־תֹסֵף תֵּת־כֹּחָהּ לָךְ נָע וָנָד תִּהְיֶה בָאָרֶץ:
ki ta’awód et-ha’adamá lo-tosséf tet-kochá lach na wanád tihjé wa’árez
ки тааво́д эт-Ѓаадама́ ло-тосэ́ф тет-коха́ лах на вана́д тиЃйе́ ваа́рец
12. Nun aber, wenn du die Erde bearbeiten wirst, wird sie dir keine Kraft mehr geben. Ein Umherirrender und ein Landstreicher wirst du auf der Erde sein.“
12. Теперь же, когда ты будешь обрабатывать землю, она не будет больше давать тебе силу. Скитальцем и бродягой ты будешь на земле».
Vielleicht kann Kajin hier jetzt bereuen und sagen: „Vergib mir, Höchster“? Nein, das geschieht wieder nicht.
Может быть, здесь сейчас Каин может раскаяться и сказать: «Прости меня, Всевышний»? Нет, этого снова не происходит.
וַיֹּאמֶר קַיִן אֶל־יְהוָה גָּדוֹל עֲוֹנִי מִנְּשֹׂא:
wajomer kájin el-adonáj gadól awoní minnesó
ваёмер ка́йин эль-адона́й гадо́ль авони́ минесо́
13. Und Kajin sprach zum HERRN: „Meine Strafe ist größer, als man tragen kann.
13. И сказал Каин Господу: «Наказание моё больше, чем можно понести.
הֵן גֵּרַשְׁתָּ אֹתִי הַיּוֹם מֵעַל פְּנֵי הָאֲדָמָה וּמִפָּנֶיךָ אֶסָּתֵר וְהָיִיתִי נָע וָנָד בָּאָרֶץ וְהָיָה כָל־מֹצְאִי יַהַרְגֵנִי:
hen geráschta otí hajom me’ál pené ha’adamá umippanécha essatér wehajíti na wanád ba’árez wehajá chol-moze’í jahargéni
Ѓен гера́шта оти́ Ѓаём меа́ль пенэ́ Ѓаадама́ умипанэ́ха эсатэ́р веЃайи́ти на вана́д баа́рец веЃая́ холь-моцеи́ яЃаргэ́ни
14. Siehe, heute hast Du mich vom Angesicht der Erde vertrieben, und vor Deinem Angesicht werde ich mich verbergen, und ich werde wandern und umherirren, umherstreifen auf der Erde, und jeder, der findet, wird mich töten.“
14. Вот сегодня Ты изгнал меня от лица земли, и от лица Твоего я буду прятаться, и буду я странствовать и скитаться, бродяжничать по земле, и всякий, кто найдёт, убьёт меня».
Wovor fürchtet sich Kajin eigentlich? Wer kann ihn töten? Nach der Überlieferung sagt man: Wen haben sie denn geheiratet? – die Schwestern. Vielleicht wird eine der Schwestern, möglicherweise die Schwester Hewels, für die er als Ehemann bestimmt war, Blutrache üben und Kajin nach der noch nicht entstandenen Tradition der Blutrache töten. Oder Adam wird irgendwann ein Sohn heranwachsen, der diesen Kajin einholt, findet und tötet: Dauert es dort etwa lange, bis Kinder heranwachsen? Oder irgendein Tier wird ihn zerreißen, den schutzlosen Kajin. Und der Höchste erweist Kajin wieder Gnade.
Чего, собственно, боится Каин? Кто может его убить? По традиции говорят: на ком же они женились? – на сёстрах. Может быть, кто-то из сестёр, возможно, сестра Ѓевеля, которой он был предназначен в мужья, займётся кровной местью и убьёт Каина по ещё не зародившийся традиции кровной мести. Или у Адама подрастёт когда-нибудь сын и нагонит, найдёт этого Каина и убьёт его: долго ли там расти детям? Или животное какое-то растерзает его, беззащитного Каина. И Всевышний снова проявляет к Каину милость.
וַיֹּאמֶר לוֹ יְהוָה לָכֵן כָּל־הֹרֵג קַיִן שִׁבְעָתַיִם יֻקָּם וַיָּשֶׂם יְהוָה לְקַיִן אוֹת לְבִלְתִּי הַכּוֹת־אֹתוֹ כָּל־מֹצְאוֹ:
wajomer lo adonáj lachén kol-horég kájin schiw’atájim jukkám wajássem adonáj lekájin ot lewiltí hakkot-otó kol-moze’ó
ваёмер ло адона́й лахэ́н коль-Ѓорэ́г ка́йин шивъата́йим юка́м вая́сем адона́й лека́йин от левильти́ Ѓакот-ото́ коль-моцео́
15. Und der HERR sprach zu ihm: „Darum: Jeder, der Kajin tötet, an dem wird es siebenfach gerächt werden.“ Und der HERR machte Kajin ein Zeichen, damit ihn nicht jeder töte, der ihn findet.
15. И сказал ему Господь: «Посему всякий, кто убьёт Каина, всемеро отмстится ему». И сделал Господь Каину знак, чтобы не убил его всякий, кто найдёт его.
Viele Midraschim, Überlieferungen sprechen über dieses Zeichen. Die einen sagen, dass es irgendein Horn ist; andere sagen, dass es irgendein Siegel auf der Stirn ist, das der Höchste ihm gemacht hat. Man kann allerlei vermuten. Das ist dem sehr ähnlich, was später mit den Zufluchtsstädten sein wird, wohin ein Mensch fliehen kann, wo er unter Schutz gerät. Das heißt, der Höchste hat Kajin die Strafe umgewandelt: Statt der Strafe für vorsätzlichen Mord erhält er die Strafe als unvorsätzlicher Mörder. Und verschieden kann die Antwort auf die Frage sein, warum Kajin hier nicht sofort getötet wird, warum Kajin, der Mörder, den Tod nicht verdient. Manche sagen: „Weil die ganze Menschheit ausgerottet würde.“ Nun, wieso denn die ganze Menschheit? Es gibt doch noch Adam und Chawa, sie werden noch gebären. Andere sagen: „Weil das Verbot des Tötens noch nicht verkündet war, deshalb kann man auch die Todesstrafe nicht anwenden.“ Dritte sagen: „Wir haben doch im vorigen Kapitel auch von einem Menschen gelesen, der sterben sollte, aber nicht starb oder nicht sofort starb, und hier geht es darum, dass auch Kajin in diesem Moment irgendwelche Lebenskräfte verloren hat.“ So oder so, eine solche Strafe mit einer solchen eingebauten Gnade wird Kajin verkündet. Was tut Kajin nun?
Много мидрашей, традиций говорят об этом знаке. Одни говорят, что это какой-то рог; другие говорят, что это какая-то печать на лбу, которую ему Всевышний сделал. Можно всякое предположить. Это очень похоже на то, что впоследствии будет с городами-убежищами, куда человек сможет убежать, где он попадает под защиту. То есть Всевышний сменил Каину наказание: вместо кары за преднамеренное убийство он получает наказание как убийца непреднамеренный. И разный может быть ответ на вопрос, почему Каин не убит здесь сразу, почему Каин, убийца, не заслуживает смерти. Некоторые говорят: «Потому что будет истреблено всё человечество». Ну, как же всё человечество? Ведь есть ещё Адам и Хава, они ещё родят. Другие говорят: «Потому что ещё не был объявлен запрет на убийство, поэтому и смертную казнь нельзя применить». Третьи говорят: «А мы в прошлой главе тоже читали о человеке, который должен был умереть, но не умер или не умер сразу, и здесь речь идёт о том, что Каин тоже лишился каких-то жизненных сил в этот момент». Так или иначе, вот такое наказание с такой встроенной милостью объявлено Каину. Что же делает Каин?
וַיֵּצֵא קַיִן מִלִּפְנֵי יְהוָה וַיֵּשֶׁב בְּאֶרֶץ־נוֹד קִדְמַת־עֵדֶן:
wajéze kájin millifné adonáj wajéschew be’érez-nód kidmát-éden
вае́це ка́йин милифнэ́ адона́й вае́шев беэ́рец-но́д кидма́т-э́ден
16. Kajin ging hinaus vom Angesicht des Höchsten und ließ sich sesshaft nieder im Land Nod, vor Eden.
16. Каин вышел от лица Всевышнего и поселился оседлым образом в стране Нод, перед Эденом.
Wer ging danach, viel später, vom Angesicht des Höchsten hinaus? Das war der Prophet Jona, der vor dem Angesicht des Höchsten floh. Was tat der Prophet Jona, als der Höchste ihm sagte, in die Stadt Ninwe zu gehen, was Fisch bedeutet? Jona sagte: „Und ich fliehe nach Tarschisch“, was Thunfisch bedeutet. Das heißt, statt nach Rybinsk fahre ich nach Rybnoje. Ich habe sozusagen gewissermaßen den Willen des Höchsten erfüllt, da gibt es nichts zu beanstanden. So ein Wortspiel ist das. Der Höchste schickt Jona, wie wir wissen, dann auch einen Fisch und sagt: „Du willst, Jona, mit Worten spielen? Na, dann lass uns mit Worten spielen.“
Кто после этого, намного позже выходил от лица Всевышнего? Это был пророк Йона, который бежал от лица Всевышнего. Что сделал пророк Йона, когда Всевышний сказал ему идти в город Нинве, что означает рыба? Йона сказал: «А я побегу в Таршиш», что означает тунец. То есть вместо Рыбинска я поеду в Рыбное. Я вроде как бы и выполнил волю Всевышнего, придраться тут не к чему. Такая вот игра слов. Всевышний, как мы знаем, рыбу Йоне и посылает, и говорит: «Ты хочешь, Йона, поиграть в слова? Ну, давай поиграем в слова».
Was tut Kajin? Er geht hinaus vom Angesicht des Höchsten. Aber statt nad (ein Umherirrender, ein Landstreicher) zu sein, wurde er ein Bewohner des Landes Nod (Umherirren). Er ließ sich nieder, es steht gerade wajéschew geschrieben, er wurde sesshaft im Land Nod. Wir wissen nicht, wer diesen Ländern die Namen gab. Wie dem auch sei, der Name des Landes Nod bedeutet Umherirren oder Landstreicherei, und dort ließ sich Kajin nieder. Von diesem Land wird gesagt, dass es vor Eden liegt, das heißt, er kehrte sogar noch zurück, bewegte sich in die Richtung, aus der man ihn vertrieben hatte. Kajin handelt entgegen dem Gebot des Höchsten, nimmt die Strafe des Höchsten nicht an. Statt ein Umherirrender zu werden, wird er ein sesshafter Bewohner.
Что делает Каин? Он выходит от лица Всевышнего. Но вместо того, чтобы быть над (скитальцем, бродягой), он стал жителем страны Нод (скитание). Он поселился, написано именно вае́шев, осел в стране Нод. Мы не знаем, кто давал названия этим странам. Так или иначе, название страны Нод означает скитание или бродяжничество, и там поселился Каин. Об этой стране сказано, что она находится перед Эденом, то есть ещё и вернулся, двинулся в ту сторону, откуда его изгнали. Каин действует вопреки повелению Всевышнего, не принимает наказания Всевышнего. Вместо того, чтобы стать скитальцем, он становится оседлым жителем.
Im 17. Vers lesen wir die Geschlechterfolge Kajins. Wir werden sie wohl erst ganz verstehen, wenn wir schon das 5. Kapitel lesen und sie mit der Geschlechterfolge eines anderen Sohnes Adams vergleichen, wo sehr ähnliche Namen stehen. Alles ähnlich, und doch nicht ähnlich! Und auf diese Unterschiede werden wir achten.
В 17-ом стихе мы читаем родословную Каина. Её мы поймём, наверное, до конца, когда будем читать уже 5-ую главу и сравнивать её с родословной другого сына Адама, где очень похожие имена. Всё схоже, да не схоже! И мы на эти различия обратим внимание.
וַיֵּדַע קַיִן אֶת־אִשְׁתּוֹ וַתַּהַר וַתֵּלֶד אֶת־חֲנוֹךְ וַיְהִי בֹּנֶה עִיר וַיִּקְרָא שֵׁם הָעִיר כְּשֵׁם בְּנוֹ חֲנוֹךְ:
wajéda kájin et-ischtó wattáhar wattéled et-chanóch wajhí bóne ir wajikrá schem ha’ír keschém benó chanoch
вае́да ка́йин эт-ишто́ вата́Ѓар ватэ́лед эт-хано́х вайЃи́ бо́не ир вайикра́ шем Ѓаи́р кеше́м бено́ ханох
17. Und Kajin erkannte seine Frau, und sie wurde schwanger und gebar Chanoch. Und er baute eine Stadt und nannte den Namen der Stadt wie den Namen seines Sohnes, Chanoch.
17. И Каин познал свою жену, и зачала она, и родила Ханоха. И он построил город, и назвал название города, как имя сына своего, Ханох.
Wir haben schon gesagt, dass die Frau Kajins möglicherweise eine Schwester ist, die zusammen mit ihm geboren wurde. Den Namen Chanóch kann man übersetzen als Erzieher, Lehrer, Mentor, Anführer. Im fünften Kapitel werden wir von einem anderen Chanoch lesen, der vor dem HERRN wandelte und den der HERR zu Sich nahm. Hier lesen wir auch von Chanoch, die Namen sind ja dieselben, aber die Taten völlig andere. Indem er die Landwirtschaft verließ, dem Wandern, dem Umherirren und der Arbeit auf dem unfruchtbaren, nicht ertragreichen Boden entfloh, wird Kajin zum Begründer einer solchen „städtischen“ Kultur. Und er zeugt einen Sohn, und baut eine Stadt, und nennt diese Stadt nach dem Namen seines Sohnes. Statt ein Umherirrender zu sein, zeugt er einen Sohn. Und die Stadt und der Sohn werden in gleichem Maße sein Werk. Scheinbar ein schöner Name, Chanoch (Erzieher), aber dieser Name, der zuerst der Name eines Menschen wurde, wird später zum Namen einer Stadt. Und wie kann man über die Bewohner dieser Stadt sprechen? So wie man über einen Menschen sagt: Mich hat die Straße erzogen. So beginnt die Stadt die Menschen zu erziehen, irgendeine Struktur der Erziehung.
Мы уже сказали, что жена Каина – это, возможно, сестра, которая вместе с ним родилась. Имя Хано́х можно перевести как воспитатель, учитель, наставник, вожатый. В пятой главе мы будем читать про другого Ханоха, который ходил перед Господом и которого Господь к Себе взял. Здесь мы тоже читаем про Ханоха, имена-то те же, но поступки совершенно другие. Уйдя от сельского хозяйства, сбежав от странствований, скитаний и работы на неплодоносной, неплодородной земле, Каин становится основателем такой «городской» культуры. И он рождает сына, и строит город, и называет этот город именем своего сына. Вместо того чтобы быть скитальцем, он рождает сына. И город, и сын становятся в одинаковой степени его творением. Вроде бы красивое имя Ханох (воспитатель), но это имя, став сначала именем человека, впоследствии становится именем города. И как можно сказать про жителей этого города? Как говорят про человека: меня воспитала улица. Так людей начинает воспитывать город, какая-то структура воспитания.
וַיִּוָּלֵד לַחֲנוֹךְ אֶת־עִירָד וְעִירָד יָלַד אֶת־מְחוּיָאֵל וּמְחִיּיָאֵל יָלַד אֶת־מְתוּשָׁאֵל וּמְתוּשָׁאֵל יָלַד אֶת־לָמֶךְ:
wajiwwaléd lachanóch et-irád we’irád jalád et-mechuja’él umchijja’él jalád et-metuscha’él umetuscha’él jalád et-lámech
вайивале́д лахано́х эт-ира́д веира́д яла́д эт-мехуяэ́ль умхияэ́ль яла́д эт-метушаэ́ль уметушаэ́ль яла́д эт-ла́мех
18. Und dem Chanóch wurde Irád geboren, und Irad zeugte Mechuja’él, und Mechuja’él zeugte Metuscha’él, und Metuscha’él zeugte Lémech.
18. И родился у Хано́ха Ира́д, а Ирад родил Мехуяэ́ля, а Мехуяэ́ль родил Метушаэ́ля, а Метушаэ́ль родил Ле́меха.
Irad kann man übersetzen als ir rad – eine heruntergekommene, herunterkommende oder „herunterbringende“ Stadt. Mechuja’el – dieser Name besteht aus zwei Wörtern: mechu – löscht aus, wischt weg und el – Gott, das heißt der, der Gott auslöschen wird. Metuscha’el – diesen Namen kann man übersetzen als der, der Gott vergessen wird. Über den Namen Lemech ist es schwer, etwas zu sagen. Im modernen Hebräisch ist lámech oder lémech irgend so ein Einfaltspinsel, Dummkopf, Tropf, aber das sind natürlich späte Bedeutungen. Manche deuten das Wort lámech von lomáku her – so eine Art Kohen, ein Vertreter der Gottheit auf Erden, vielleicht als Beginn des Heidentums, ein Mensch, der sich selbst zum Gott ausruft.
Ирад можно перевести как ир рад – опустившийся, опускающийся или «опускающий» город. Мехуяэль – это имя состоит из двух слов: меху – сотрите, стирайте и эль – Бог, то есть тот, кто сотрёт Бога. Метушаэль – это имя можно перевести как тот, кто забудет Бога. Об имени Лемех трудно что-то сказать. В современном иврите ла́мех или ле́мех – это какой-то простак, дурачок, простачок, но это, конечно, поздние значения. Некоторые толкуют слово ла́мех от лома́ку – этакий коѓэн, представитель божества на земле, может быть, как начало язычества, человек провозглашающий себя богом.
וַיִּקַּח־לוֹ לֶמֶךְ שְׁתֵּי נָשִׁים שֵׁם הָאַחַת עָדָה וְשֵׁם הַשֵּׁנִית צִלָּה:
wajikkach-ló lémech scheté naschím schem ha’achát adá weschém haschenít zillá
вайиках-ло́ ле́мех шетэ́ наши́м шем Ѓааха́т ада́ веше́м Ѓашени́т цила́
19. Lemech nahm sich zwei Frauen: der Name der einen Ada und der Name der anderen Zilla.
19. Лемех взял себе двух жён: имя одной Ада и имя другой Циля.
Die eine Frau wurde in der Regel genommen, um dem Mann intim nahe zu sein, und die zweite Frau wurde genommen, um sich um den Haushalt zu kümmern. Obwohl, wie wir im Weiteren sehen werden, das nur eine der Versionen ist, oder es kamen auch allerlei Fehlgriffe vor. Im Allgemeinen gibt es dazu verschiedene Ansichten. Erstaunlich ist, dass wir hier zum ersten Mal lesen, wie jemand sich zwei Frauen nahm.
Одна жена, как правило, бралась для того, чтобы быть интимно близкой к мужу, а вторая жена бралась для того, чтобы заниматься хозяйством. Хотя, как мы увидим в дальнейшем, это только одна из версий, или же случались всякие промахи. В общем, есть разные взгляды на этот счёт. Удивительно то, что здесь мы впервые читаем, как не́кто взял себе двух жён.
וַתֵּלֶד עָדָה אֶת־יָבָל הוּא הָיָה אֲבִי יֹשֵׁב אֹהֶל וּמִקְנֶה:
wattéled adá et-jawál HU hajá awí joschéw óhel umikné
ватэ́лед ада́ эт-ява́ль ЃУ Ѓая́ ави́ ёше́в о́Ѓель умикнэ́
20. Ada gebar Jawal, er war der Vater aller, die mit dem Vieh in Zelten sitzen.
20. Ада родила Яваля, он был отцом всех сидящих в шатрах со скотом.
Das heißt, er war der Vater aller Viehhändler. Dieser Name, Jawal, klingt dem Namen Hewel sehr ähnlich, wie eine Art, vielleicht, Andenken an Hewel, vielleicht aber auch ein gewisser Hohn. Das, womit Hewel sich beschäftigte, verwandelte sich bei den Nachkommen Kajins in eine Art industrielles Geschäft.
То есть он был отцом всех торговцев скотом. Это имя, Яваль, звучит очень похоже на имя Ѓевель, как какое-то, может быть, памятование Ѓевеля, а может, и некая издёвка. То, чем Ѓевель занимался, превратилось у потомков Каина в некий индустриальный бизнес.
וְשֵׁם אָחִיו יוּבָל הוּא הָיָה אֲבִי כָּל־תֹּפֵשׂ כִּנּוֹר וְעוּגָב:
weschém achíw juwál HU hajá awí kol-tofés kinnór we’ugáw
веше́м ахи́в юва́ль ЃУ Ѓая́ ави́ коль-тофэ́с кино́р веуга́в
21. Und der Name seines Bruders Juwal, er war der Stammvater aller Musiker, derer, die auf der Harfe und auf dem (höchstwahrscheinlich) Blasinstrument spielen (möglicherweise ist es eine Flöte oder etwas Ähnliches).
21. А имя брата его Юваль, он был родоначальником всех музыкантов, тех, кто играет на арфе и на (скорее всего) духовом инструменте (возможно, это флейта или что-то похожее).
In den Kommentaren vermeidet man oft, Blasinstrumente Blasinstrumente zu nennen, weil das Spielen auf Blasinstrumenten ziemlich schändlich war. Die Wurzel ugáw selbst ist gewissermaßen mit einer Art Werben verbunden: la’agów bedeutet flirten, jemandem den Hof machen. Daher übrigens auch die Bezeichnung der Geschlechtskrankheit agéwet, und daher, so seltsam es ist, auch agwanijá – „Liebesapfel“, oder Tomate. So dreht sich ein Wort in der Sprache. In diesem Namen, Juwal, kann man ebenfalls eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Namen Hewel sehen, unbedingt. Und wieder kann man sagen: Wenn Hewel als Hirte für sich zu seinem Vergnügen auf Musikinstrumenten spielte, so verwandelt sich hier, in der städtischen Version Kajins, die Musik in eine Industrie. So entsteht also Kultur, Handel, Musikinstrumente.
В комментариях часто избегают того, чтобы называть духовые инструменты духовыми из-за того, что игра на духовых инструментах была достаточно постыдной. Сам корень уга́в связан как бы с некоторыми ухаживаниями: лааго́в означает флиртовать, ухаживать за кем-то. Отсюда, кстати, и название венерического заболевания аге́вет, и отсюда же, как ни странно, и агвания́ – «яблоко любви», или помидор. Так вот вращается слово в языке. В этом имени, Юваль, тоже можно увидеть некое сходство с именем Ѓевель, безусловно. И снова можно сказать, что если Ѓевель, как пастух, играл себе на музыкальных инструментах в своё удовольствие, то здесь, в городской версии Каина, музыка превращается в индустрию. Итак, рождается культура, торговля, музыкальные инструменты.
וְצִלָּה גַם־הִוא יָלְדָה אֶת־תּוּבַל קַיִן לֹטֵשׁ כָּל־חֹרֵשׁ נְחֹשֶׁת וּבַרְזֶל וַאֲחוֹת תּוּבַל־קַיִן נַעֲמָה:
wezillá gam-hí jaledá et-túwal kájin lotésch kol-chorésch nechóschet uwarsél wa’achót tuwal-kájin na’amá
вецила́ гам-Ѓи́ яледа́ эт-ту́валь ка́йин лотэ́ш коль-хорэ́ш нехо́шет уварзэ́ль ваахо́т туваль-ка́йин наама́
22. Und Zilla gebar ebenfalls Túwal-Kájin. Er war ein Bearbeiter von Metallen, Kupfer und Eisen. Und die Schwester von Túwal-Kájin – Na’amá.
22. А Циля тоже родила Ту́валь-Ка́Йина. Он был обработчиком металлов, меди и железа. А сестра Ту́валь-Ка́Йина – Наама́.
Na’amá bedeutet die Liebenswürdige oder die Angenehme. Über sie sagen manche, gestützt auf ihren Namen, dass sie die Begründerin der Unterhaltungsindustrie wurde. Nach den Namen wie nach der Verhaltensweise zu urteilen, ist Gott in der Familie Lemechs schon nicht einmal mehr als Erinnerung vorhanden.
Наама́ означает приязненная или приятная. О ней некоторые говорят, основываясь на её имени, что она стала основательницей индустрии развлечений. Судя и по именам, и по образу поведения, в семье Лемеха Бог отсутствует уже даже как воспоминание.
וַיֹּאמֶר לֶמֶךְ לְנָשָׁיו עָדָה וְצִלָּה שְׁמַעַן קוֹלִי נְשֵׁי לֶמֶךְ הַאְזֵנָּה אִמְרָתִי כִּי אִישׁ הָרַגְתִּי לְפִצְעִי וְיֶלֶד לְחַבֻּרָתִי:
wajomer lémech lenascháw adá wezillá schemá’an kolí nesché lémech ha’asénna imratí ki isch harágti lefiz’í wejéled lechabburatí
ваёмер ле́мех ленаша́в ада́ вецила́ шема́ан коли́ неше́ ле́мех Ѓаазэ́на имрати́ ки иш Ѓара́гти лефицъи́ вее́лед лехабурати́
23. Und Lemech sprach zu seinen Frauen Ada und Zilla: „Hört meine Stimme, Frauen Lemechs, hört meine Reden: Wenn einer von den Männern mich verwundet, den werde ich töten; wenn einer mich verletzt, werde ich auch einen solchen Knaben töten.
23. И сказал Лемех жёнам своим Аде и Циле: «Слушайте голоса моего, жёны Лемеха, слушайте речения мои: если кто ранит меня из мужей, того я убью; если кто повредит меня, я и мальчика такого убью.
Auch hier lesen wir einen sehr schwer zu übersetzenden Text. Er wird unterschiedlich verstanden, Midraschim dazu gibt es eine Unmenge, und ich führe nur eine Auslegung dieses Verses an. Lemech sagt: „Für mein ‚Wehwehchen‘ töte ich einen Menschen, und für mein Wündchen töte ich einen Knaben.“
Здесь мы читаем тоже очень сложный для перевода текст. Понимается он по-разному, мидрашей на этот счёт бездна, и я приведу только одно толкование этого стиха. Лемех говорит: «За «вавку» свою я убью человека, и за ранку свою я убью мальчика».
כִּי שִׁבְעָתַיִם יֻקַּם־קָיִן וְלֶמֶךְ שִׁבְעִים וְשִׁבְעָה:
ki schiw’atájim jukkam-kajin welémech schiw’ím weschiw’á
ки шивъата́йим юкам-кайин веле́мех шивъи́м вешивъа́
24. Denn für Kajin wird siebenfach gerächt, für Lémech aber siebzigmal siebenfach“
24. Потому что за Каина отмстится всемеро, а за Ле́меха семьдесят раз всемеро»
Die Kühnheit wächst und wächst. In diesen Worten liegt auch eine Art Erlaubnis: „Töten darf man jetzt, jedenfalls mir, Lemech, ist es erlaubt. Kajin tötete wegen einer Opfergabe, ich kann wegen eines Kratzerchens, wegen eines Wündchens sowohl einen erwachsenen Mann als auch ein kleines Kind töten. Und wie für Kajin ein Schutz gesetzt ist, so wird auch für mich ein Schutz gesetzt werden.“ Unterdessen entsteht ein völlig neues Geschlecht, eine neue Linie der Menschheit, eine Linie, über die wir im fünften Kapitel mehr sprechen werden.
Дерзновение всё растёт и растёт. В этих словах есть и некое дозволение: «Убивать теперь можно, во всяком случае, мне, Лемеху, можно. Каин убил из-за жертвоприношения, я могу убить из-за царапинки, из-за ранки и взрослого мужчину, и маленького ребёнка. И как Каину поставлена защита, так же и мне будет поставлена защита». А тем временем зарождается совершенно новый род, новая линия человечества, линия, о которой будем говорить больше в пятой главе.
וַיֵּדַע אָדָם עוֹד אֶת־אִשְׁתּוֹ וַתֵּלֶד בֵּן וַתִּקְרָא אֶת־שְׁמוֹ שֵׁת כִּי שָׁת־לִי אֱלֹהִים זֶרַע אַחֵר תַּחַת הֶבֶל כִּי הֲרָגוֹ קָיִן:
wajéda adám od et-ischtó wattéled ben wattíkra et-schemo schet ki schat-lí elohím séra achér táchat héwel ki haragó kájin
вае́да ада́м од эт-ишто́ ватэ́лед бэн вати́кра эт-шемо шет ки шат-ли́ элоЃи́м зэ́ра ахэ́р та́хат Ѓе́вель ки Ѓараго́ ка́йин
25. Adam aber erkannte noch einmal seine Frau, und sie gebar einen Sohn und nannte seinen Namen Schet: „Gelegt hat mir der HERR einen anderen Samen anstelle Hewels, den Kajin getötet hat.“
25. Адам же ещё раз познал свою жену, и родила сына, и назвала его имя Шет: «Положил мне Господь другое семя вместо Ѓевеля, которого убил Каин».
Der Name Schet bedeutet hineingelegt oder gelegt.
Имя Шет означает вложенный или положенный.
Von der Feierlichkeit und dem Pomp des Kapitelanfangs bleibt nichts übrig, von solchem Streben, solcher Kühnheit, Zusammenarbeit mit dem Höchsten bleibt hier auch schon nichts übrig, außer allenfalls, wie wir gesagt haben, dass hier die Geschlechterfolge Kajins steht, zu der wir noch zurückkehren werden.
От торжественности и помпезности начала главы ничего не остаётся, от такого стремления, дерзновения, сотрудничества со Всевышним тут уже тоже ничего не остаётся, кроме разве что, как мы сказали, здесь родословие Каина, к которому мы ещё вернёмся.
וּלְשֵׁת גַּם־הוּא יֻלַּד־בֵּן וַיִּקְרָא אֶת־שְׁמוֹ אֱנוֹשׁ אָז הוּחַל לִקְרֹא בְּשֵׁם יְהוָה:
ulschét gam-hú jullád-bén wajikrá et-schemó enósch as huchál likró beschém adonáj
ульше́т гам-Ѓу́ юла́д-бэ́н вайикра́ эт-шемо́ эно́ш аз Ѓуха́ль ликро́ беше́м адона́й
26. Auch dem Schet wurde ein Sohn geboren, und sein Name wurde Enosch genannt. damals begann man, den Namen des HERRN anzurufen.
26. У Шета тоже родился сын, и имя его названо Энош. тогда стали взывать Имя Господа.
Enósch bedeutet menschlich, schwach, daher auch die Bezeichnung der Menschheit – enoschút, die Nachkommen Enoschs.
Эно́ш значит человечный, слабый, отсюда и название человечества – эношу́т, потомки Эноша.
Was ist das? Was bedeutet man begann, den Namen des HERRN anzurufen? So viele Menschen, so viele Meinungen. Man kann es so sagen: Damals begann man, den HERRN beim Namen zu rufen. Aber der HERR sagt im Buch Schemot, dass Er sich unter diesem Namen nicht offenbart hatte. Damals begann man, den Menschen „theophore“ Namen zu geben – Namen, die den Namen des Höchsten in sich enthalten, so kann man es auch verstehen. Oder damals begann man, zum Höchsten zu beten, das heißt, nachdem sie den Dritten hervorgebracht hatte, begann die ganze Menschheit, in Gestalt der übrig gebliebenen Menschen und des irgendwohin vertriebenen Kajin, vielleicht zum Höchsten zu rufen, Ihn anzurufen und Ihn um Schutz zu bitten. Es gibt auch andere Kommentatoren, die sagen: „Damals begann man, alles Mögliche mit dem Namen des Höchsten zu benennen“, das heißt, damals entstand der Götzendienst. Wieder stoßen wir auf eine Situation, in der irgendein kurzer, schwieriger, nicht sehr verständlicher Satz im Text viele verschiedene Übersetzungen hervorruft, und sie alle haben ein Recht auf Existenz. Und ich lasse diese Vielfalt der Varianten bei euch, damit ihr nachdenken und selbst entscheiden könnt, wie das übersetzt wird.
Что это такое? Что значит стали взывать Имя Господа? Сколько людей, столько и мнений. Можно так сказать: тогда стали звать Господа по Имени. Но Господь говорит в книге Шмот, что Он не открывался этим Именем. Тогда стали давать людям «теофорные» имена – имена, включающие в себя Имя Всевышнего, так тоже можно понять. Или тогда стали молиться Всевышнему, то есть родив третьего, всё человечество, в лице оставшихся людей и куда-то изгнанного Каина, может быть, стало взывать ко Всевышнему, призывать Его и просить Его о защите. Есть и другие комментаторы, которые говорят: «Тогда всё что попало стали называть именем Всевышнего», то есть тогда родилось идолопоклонство. Снова мы сталкиваемся с ситуацией, когда какая-то короткая, сложная, не очень понятная фраза в тексте вызывает много разных переводов, и все они имеют право на существование. А я оставлю эту многовариантность вместе с вами, чтобы вы могли подумать и сами решить, как это переводится.
Rätsel über Rätsel (5,1–6,8)
Загадка на загадке (5:1-6:8)
Bevor wir mit dem Lesen des fünften Kapitels beginnen, möchte ich sagen, dass es in gewisser Weise gleichsam in Klammern steht und die Haupthandlung des Buches Bereschit unterbricht. Es ist sowohl Teil der Handlung als auch zugleich ein gewisser erläuternder Exkurs. Denkt daran.
Перед тем, как начать читать пятую главу, хочется сказать, что некоторым образом она стоит как бы в скобках, прерывая основной сюжет книги Берешит. Она и часть сюжета, и в то же время некоторое справочное отступление. Помните об этом.
זֶה סֵפֶר תּוֹלְדֹת אָדָם בְּיוֹם בְּרֹא אֱלֹהִים אָדָם בִּדְמוּת אֱלֹהִים עָשָׂה אֹתוֹ:
se séfer toledót adám bejom beró elohím adám bidmút elohím assá otó
зэ сэ́фер толедо́т ада́м беём беро́ элоЃи́м ада́м бидму́т элоЃи́м аса́ ото́
1. Dies ist das Buch des Stammbaums Adams am Tag, da Gott den Menschen schuf, in der Ähnlichkeit Gottes ihn schuf.
1. Вот книга родословия Адама в день, когда сотворил Бог человека, подобием Бога сотворил его.
Das Wort toledót wird ins Russische gewöhnlich übersetzt als Stammbaum. Im Russischen erwarten wir, wenn wir Stammbaum sagen, eine Liste der Vorfahren. Das Wort toledót bedeutet auf Hebräisch Zeugungen, vom Wort leholíd – zeugen. Deshalb werden wir, wenn wir dem Wort toledót, begegnen, meistens eine Liste der Nachkommen sehen.
Слово толедо́т на русский язык переводится обычно как родословие. В русском языке, когда мы говорим родословие, мы ждём списка предков. Слово толедо́т на иврите значит порождения, от слова леѓоли́д – рождать. Поэтому, когда мы встречаем слово толедо́т, чаще всего мы будем видеть список потомков.
In Bereschit (1,26.27) haben wir gelesen, dass, als der Höchste sich anschickt, den Menschen zu erschaffen, Er beabsichtigt, ihn bezalménu (in Unserem Bild) kidmuténu (nach Unserer Ähnlichkeit) zu erschaffen; kidmút – nach der Ähnlichkeit. Hier lesen wir, dass der Mensch bidmút erschaffen ist – in der Ähnlichkeit Gottes. Das heißt, der Akzent wird darauf liegen, dass der Mensch eine in ihm angelegte Funktion hat, danach zu streben, dem Höchsten ähnlich zu werden, danach zu streben, wie der Höchste zu sein. Das kann im guten Sinn sein, das kann auch im schlechten Sinn sein. Im schlechten Sinn haben wir davon gelesen, als Chawa sein wollte wie Gott, der Gut und Böse kennt, und die Hand nach der Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse ausstreckte. Und als Kajin sich ebenfalls als Grundbesitzer dachte, und als Herrscher auf der Erde, und als Partner, ebenbürtig dem Höchsten. Und wieder wird in unserem Kapitel, in unserer Geschichte, von dieser Ähnlichkeit die Rede sein.
В Берешит (1:26,27) мы читали, что, когда Всевышний собирается творить человека, Он намеревается его творить бецальмэ́ну (образом Нашим) кидмутэ́ну (по подобию Нашему); кидму́т – по подобию. Здесь мы читаем, что человек создан бидму́т – в подобии Божьем. То есть акцент будет на том, что человек имеет заложенную в себе функцию стремиться к уподоблению Всевышнему, стремиться быть как Всевышний. Это может быть в хорошем смысле, это может быть и в плохом смысле. В плохом смысле мы читали об этом, когда Хава захотела быть как Бог, знающий добро и зло, и протянула руку к плоду Дерева познания добра и зла. И когда Каин тоже мыслил себя землевладельцем, и властителем на земле, и партнёром, равным Всевышнему. И снова в нашей главе, в нашей истории будет идти речь об этом подобии.
זָכָר וּנְקֵבָה בְּרָאָם וַיְבָרֶךְ אֹתָם וַיִּקְרָא אֶת־שְׁמָם אָדָם בְּיוֹם הִבָּרְאָם:
sachár unkewá bera’ám wajwárech otám wajikrá et-schmám adám bejom hibbare’ám
заха́р ункева́ бераа́м вайва́рех ота́м вайикра́ эт-шма́м ада́м беём Ѓибареа́м
2. Als Mann und Frau schuf Er sie, und segnete sie, und nannte ihren Namen (das heißt zusammen) Adam am Tag ihrer Erschaffung.
2. Сотворил их мужчиной и женщиной, и благословил их, и назвал имя их (то есть вместе) Адам в день сотворения их.
Die Wörter sachár unkewá bedeuten Männchen und Weibchen im modernen Hebräisch, das Männliche und das Weibliche. Wir kehren zum Thema des ersten Kapitels zurück: Adam (der Mensch) als ganzheitliche Schöpfung schloss Mann und Frau in sich ein, das Männliche und das Weibliche.
Слова заха́р ункева́ означают самец и самка в современном иврите, мужское и женское. Мы возвращаемся к теме первой главы: Адам (человек) как цельное творение включал в себя мужчину и женщину, мужское и женское.
וַיְחִי אָדָם שְׁלֹשִׁים וּמְאַת שָׁנָה וַיּוֹלֶד בִּדְמוּתוֹ כְּצַלְמוֹ וַיִּקְרָא אֶת־שְׁמוֹ שֵׁת:
wajchí adám scheloschím um’át schaná wajoled bidmutó kezalmó wajikrá et-schemó schet
вайхи́ ада́м шелоши́м умъа́т шана́ ваёлед бидмуто́ кецальмо́ вайикра́ эт-шемо́ шет
3. Und Adam lebte 130 Jahre, und zeugte in seiner Ähnlichkeit, nach seinem Bild, Und nannte seinen Sohn mit dem Namen Schet.
3. И жил Адам 130 лет, и родил подобием своим, по образу своему, И назвал своего сына именем Шет.
Wieder, lasst uns auf die kleinen Details und auf die Präpositionen achten: wajoled bidmutó kezalmó – zeugte in seiner Ähnlichkeit, nach seinem Bild. Das heißt, Adam selbst war ursprünglich dazu geplant, erschaffen zu werden im Bild nach der Ähnlichkeit, hier aber – in der Ähnlichkeit nach dem Bild. Zuallererst wird der Wunsch kopiert, dem Bild zu entsprechen, und dann erst, an zweiter Stelle, das Bild selbst.
Снова, давайте обращать внимание на мелкие детали и на предлоги: ваёлед бидмуто́ кецальмо́ – родил подобием своим, по образу своему. То есть сам Адам изначально планировался быть созданным образом по подобию, здесь же – подобием по образу. Прежде всего копируется желание соответствовать образу, а затем уже, во вторую очередь, сам образ.
Der Name Schet bedeutet Grundlage sein, zur Grundlage gelegt sein, in die Grundlage hineingelegt sein. Und das, worauf der Mensch sitzt, wird ebenfalls mit dem Wort schet bezeichnet.
Имя Шет означает быть основанием, быть положенным в основание, вложенным в основание. Ито, на чём человек сидит, тоже называется словом шет.
Hier ist es Zeit für einen gewissen lyrischen, kommentierenden Exkurs. Vor einigen Jahren ist im Netz ein solcher Text aufgetaucht, ein solcher Midrasch, in dem die Namen der zehn Patriarchen aus genau diesem fünften Kapitel des Buches Bereschit in Form eines Evangeliums dargeboten werden – hier werde angeblich die Vorbereitung der Welt auf das Kommen des Maschiach beschrieben. Leider erfordert das ein sehr starkes Zurechtbiegen des Textes und zuweilen Gewalt am Text. Das heißt, ich halte dieses Evangelium in Anführungszeichen, sagen wir so, für in diesen Text „hineingelesen“, es ist ursprünglich nicht darin. Ich glaube zutiefst, ich glaube von ganzer Seele, dass die Tora und die ganze Schrift vom Maschiach sprechen. Und deshalb, wenn man diesen Text einfach aufrichtig liest, versucht, in seinen Sinn einzudringen, dann werden wir in ihm den Maschiach sehen. Sehen – nicht erfinden, sondern eben sehen – indem wir eben in den Text schauen und nicht in unsere Fantasie. Deshalb stehe ich Versuchen immer misstrauisch gegenüber, in den Text „hineinzulesen“, den Maschiach dort zu erkennen, wo Er nicht so direkt gezeigt ist. Denn das diskreditiert unseren Glauben. Wenn wir gezwungen sind, uns Beweise auszudenken, wenn wir die Beweise lieb gewonnen haben, und letzten Endes sogar wenn wir einfach ständig, ständig uns selbst „evangelisieren“ und ständig, ständig irgendwelche Beweise brauchen, was sagt das dann über unseren Glauben? Deshalb lasst uns die Namen der Patriarchen lesen, versuchen, die Tora zu verstehen, ihren einfachen Sinn, ihre geheime Andeutung, ihren Kommentar, ihre Auslegung, und darin den Maschiach sehen, dort, wo Er ist, uns bemühen, nicht zu fantasieren, nicht zu träumen, nicht „hineinzulesen“, was in der Tora nicht ist. Ich versichere euch, wir werden den Maschiach in ihr aufrichtig und ehrlich sehen. Das ist – wir schließen die Klammern – das Ende des lyrischen Exkurses.
Здесь время сделать некое лирическое, комментаторское отступление. Несколько лет назад в сети появился такой текст, такой мидраш, в котором имена десяти патриархов из вот этой самой пятой главы книги Берешит подаются в виде евангелия – мол, здесь описывается подготовка мира к приходу Машиаха. К сожалению, это требует очень большой натяжки текста и временами насилия над текстом. То есть я считаю, что это евангелие в кавычках, скажем так, «вчитано» в этот текст, его там изначально нет. Я глубоко верю, всей душой своей верю, что Тора и всё Писание говорят о Машиахе. И поэтому, если просто искренне читать этот текст, пытаться вникать в его смысл, то мы увидим в нём Машиаха. Увидим – не придумаем, а именно увидим – смотря именно в текст, а не в нашу фантазию. Поэтому я всегда настороженно отношусь к попыткам «вчитать» в текст, разглядеть Машиаха там, где Он не показан настолько прямо. Ведь это дискредитирует нашу веру. Если мы вынуждены придумывать себе доказательства, если мы полюбили доказательства и в конечном счёте даже если мы просто постоянно, постоянно «евангелизируем» самих себя и постоянно, постоянно нуждаемся в каких-то доказательствах, то что это говорит о нашей вере? Поэтому давайте читать имена патриархов, пытаться понять Тору, её простой смысл, её тайный намёк, её комментарий, её толкование и видеть в этом Машиаха там, где Он есть, стараться не фантазировать, не мечтать, не «вчитывать» то, чего в Торе нет. Я вас уверяю, мы Машиаха в ней увидим искренне и честно. Это – закрываем скобки – конец лирического отступления.
וַיִּהְיוּ יְמֵי־אָדָם אַחֲרֵי הוֹלִידוֹ אֶת־שֵׁת שְׁמֹנֶה מֵאֹת שָׁנָה וַיּוֹלֶד בָּנִים וּבָנוֹת:
wajihjú jeme-adám acharé holidó et-schét schemoné me’ót schaná wajoled baním uwanót
вайиЃйю́ еме-ада́м ахарэ́ Ѓолидо́ эт-ше́т шемонэ́ мео́т шана́ ваёлед бани́м увано́т
4. Und die Tage Adams nach der Geburt Schets waren 800 Jahre, und er zeugte Söhne und Töchter.
4. И было дней Адама после рождения Шета 800 лет, и родил сынов и дочерей.
Es gibt eine recht alte jüdische Quelle – den Midrasch Aggada, der davon spricht, dass Adam insgesamt 56 Kinder zeugte: 33 Söhne und 23 Töchter. Manche berufen sich, wenn sie diese Zahlen anführen, auf Josef Flavius. Bei Josef Flavius habe ich das unter ihrem Verweis nicht gefunden. Der Midrasch Aggada ist zwar alt, aber doch ein Midrasch. Diese Zahlen gehen um, wandern von Text zu Text – 33 Söhne, 23 Töchter, viele-viele-viele Söhne und Töchter, aber diejenigen, die diesen Zahlen begegnen, sollten doch daran denken, dass das ein Midrasch ist, ungeprüfte Information, und wir wissen nicht, wie viele Söhne und Töchter Adam in Wirklichkeit gezeugt hat.
Есть достаточно древний еврейский источник – мидраш Агада, который говорит о том, что Адам родил всего 56 детей: 33 сына и 23 дочери. Некоторые, когда приводят эти цифры, ссылаются на Йосефа Флавия. У Йосефа Флавия я не нашёл этого по их ссылке. Мидраш Агада, хотя и древний, но всё-таки мидраш. Эти цифры ходят, кочуют из текста в текст – 33 сына, 23 дочери, много-много-много сынов и дочерей, но всё-таки стоит помнить тем, кто встречает эти цифры, что это мидраш, информация непроверенная, и мы не знаем, сколько сынов и дочерей родил Адам на самом деле.
וַיִּהְיוּ כָּל־יְמֵי אָדָם אֲשֶׁר־חַי תְּשַׁע מֵאוֹת שָׁנָה וּשְׁלֹשִׁים שָׁנָה וַיָּמֹת:
wajihjú kol-jemé adám ascher-chájDie russische Umschrift hat hier ein gehauchtes h statt ch. Nach dem Hebräischen lautet das Wort „chaj“ (er lebte), so steht es auch hier. teschá me’ót schaná uschloschím schaná wajamót
вайиЃйю́ коль-емэ́ ада́м ашер-Ѓа́й теша́ мео́т шана́ ушлоши́м шана́ ваямо́т
5. Und alle Tage Adams, die er lebte, waren 900 Jahre und 30 Jahre, und er starb.
5. И было всех дней Адама, которые он прожил, 900 лет и 30 лет, и умер он.
וַיְחִי־שֵׁת חָמֵשׁ שָׁנִים וּמְאַת שָׁנָה וַיּוֹלֶד אֶת־אֱנוֹשׁ:
wajchi-schét chamésch schaním um’át schaná wajoled et-enósch
вайхи-шет́ хамэ́ш шани́м умъа́т шана́ ваёлед эт-эно́ш
6. Und Schet lebte 5 Jahre und 100 Jahre (das heißt 105 Jahre), und zeugte Enósch.
6. И жил Шет 5 лет и 100 лет (то есть 105 лет), и родил Эно́ша.
Wir haben schon über den Namen Enosch gesprochen. Man kann ihn übersetzen als schwach, schutzbedürftig. Man kann ihn einfach als menschlich übersetzen. Wir haben auch gesagt, dass die Menschheit (enoschút) die „Enóschheit“ ist, die Nachkommen des Enosch oder die Schwächlinge.
Мы говорили уже об имени Энош. Можно перевести как слабый, нуждающийся в защите. Можно перевести просто как человечный. Мы также сказали, что человечество (эношу́т) – это «эно́шество», потомки Эноша или слабаки.
וַיְחִי־שֵׁת אַחֲרֵי הוֹלִידוֹ אֶת־אֱנוֹשׁ שֶׁבַע שָׁנִים וּשְׁמֹנֶה מֵאוֹת שָׁנָה וַיּוֹלֶד בָּנִים וּבָנוֹת:
wajchi-schét acharé holidó et-enósch schéwa schaním uschmoné
вайхи-ше́т ахарэ́ Ѓолидо́ эт-эно́ш ше́ва шани́м ушмонэ́
me’ót schana wajoled baním uwanót
мео́т шана ваёлед бани́м увано́т
7. Und Schet lebte nach der Geburt Enoschs 7 Jahre und 800 Jahre (das heißt 807 Jahre), und zeugte Söhne und Töchter.
7. И жил Шет после рождения Эноша 7 лет и 800 лет (то есть 807 лет), и родил сынов и дочерей.
וַיִּהְיוּ כָּל־יְמֵי־שֵׁת שְׁתֵּים עֶשְׂרֵה שָׁנָה וּתְשַׁע מֵאוֹת שָׁנָה וַיָּמֹת:
wajihjú kol-jeme-schét schetém esré schaná utschá me’ót schaná wajamót
вайиЃйю́ коль-еме-ше́т шетэ́м эсрэ́ шана́ утша́ мео́т шана́ ваямо́т
8. Und alle Tage Schets waren 912 Jahre, und er starb.
8. И были все дни Шета 912 лет, и он умер.
וַיְחִי אֱנוֹשׁ תִּשְׁעִים שָׁנָה וַיּוֹלֶד אֶת־קֵינָן:
wajchí enósch tisch’ím schana wajoled et-kenán
вайхи́ эно́ш тишъи́м шана ваёлед эт-кена́н
9. Und Enosch lebte 90 Jahre, und zeugte Kenan.
9. И жил Энош 90 лет, и родил Кенана.
Wir haben den Namen Kajin ein wenig berührt in der Bedeutung Hersteller, Meister, Besitzer – derjenige, der macht, und derjenige, der besitzt. Kenan stammt von derselben Wurzel, und in den meisten semitischen Sprachen bedeutet dieser Name Schmied. Man kann ihn auch hier so übersetzen.
Мы немножко касались имени Каин в значении изготовитель, мастер, владелец – тот, кто делает, и тот, кто владеет. Кенан происходит от того же корня, и в большинстве семитских языков это имя означает кузнец. Можно и здесь его так перевести.
וַיְחִי אֱנוֹשׁ אַחֲרֵי הוֹלִידוֹ אֶת־קֵינָן חֲמֵשׁ עֶשְׂרֵה שָׁנָה וּשְׁמֹנֶה מֵאוֹת שָׁנָה וַיּוֹלֶד בָּנִים וּבָנוֹת:
wajchí enósch acharé holidó et-kenán chamésch esré schaná uschmoné me’ót schaná wajoled baním uwanot
вайхи́ эно́ш ахарэ́ Ѓолидо́ эт-кена́н хамэ́ш эсрэ́ шана́ ушмонэ́ мео́т шана́ ваёлед бани́м уванот
10. Und Enósch lebte nach der Geburt Kenáns 815 Jahre, und zeugte Söhne und Töchter.
10. И жил Эно́ш после рождения Кена́на 815 лет, и родил сынов и дочерей.
וַיִּהְיוּ כָּל־יְמֵי אֱנוֹשׁ חָמֵשׁ שָׁנִים וּתְשַׁע מֵאוֹת שָׁנָה וַיָּמֹת:
wajihjú kol-jemé enósch chamésch schaním utschá me’ót schaná wajamót
вайиЃйю́ коль-емэ́ эно́ш хамэ́ш шани́м утша́ мео́т шана́ ваямо́т
11. Und alle Tage Enoschs waren 5 Jahre und 900 Jahre (das heißt 905 Jahre), und er starb.
11. И было всех дней Эноша 5 лет и 900 лет (то есть 905 лет), и он умер.
וַיְחִי קֵינָן שִׁבְעִים שָׁנָה וַיּוֹלֶד אֶת־מַהֲלַלְאֵל:
wajchí kenán schiw’ím schaná wajoled et-mahalal’él
вайхи́ кена́н шивъи́м шана́ ваёлед эт-маЃалальэ́ль
12. Und Kenan lebte 70 Jahre, und zeugte Mahalalel.
12. И жил Кенан 70 лет, и родил МаЃальальэля.
Der Name Mahalalel besteht aus der Wurzel halel (preisen), daher auch das allen bekannte Alleluja, und dem Wort El – Gott. Das heißt der Gott Preisende, oder man kann es übersetzen als strahlender, gepriesener Gott. Dieser Name klingt natürlich sehr ähnlich wie jener Name, den wir in der Nachkommenschaft Kajins gelesen haben – Mechujael. Dort bedeutet er der den Höchsten auslöscht, derjenige, der den Namen des HERRN auslöscht. Hier sehen wir ihn in völlig umgekehrtem Kontext – der Gott Preisende.
Имя Маѓалальэль состоит из корня ѓалель (прославлять), отсюда и всем известное аллелуйя, и слова эль – Бог. То есть прославляющий Бога или можно перевести как сияющий, прославляющийся Бог. Имя это, конечно, очень созвучно с тем именем, которое мы читали в потомстве Каина – Мехуяэль. Там это означает стирающий Всевышнего, тот, кто стирает Имя Господне. Здесь мы видим совершенно в обратном контексте – прославляющий Бога.
Da wir hier das Wort halel, berühren, was Preisung, bedeutet, möchte ich eine Bemerkung machen, mit der ich wohl schon vielen ein wenig lästig geworden bin. Wenn Menschen das Wort Alleluja aussprechen, dann möchte man und es scheint einem, dass es auf hebräische Art wäre, chalelú oder challelúja zu sagen. In Wirklichkeit ist alelú – das ist preist, und chalelú – das ist entehrt. Chillul HaSchem – das ist die Verunglimpfung, die Entehrung Gottes. Deshalb, wenn jemand, Gott bewahre, chalelú sagt, dann wird das bedeuten verunglimpft, entehrt. Es ist doch besser, entweder auf Russisch AllelujaGemeint ist die im Russischen übliche Form ohne h. Die im Deutschen gewohnte Form „Halleluja“ entspricht der zweiten, vom Autor empfohlenen Aussprache mit leicht gehauchtem h. zu sagen oder mit einem kaum merklichen ה (Hej) zu sprechen – haleluja, aber nicht chalelú zu sagen, denn das Ergebnis wird ein völlig anderes sein.
Поскольку мы касаемся здесь слова ѓалель, что означает прославление, хочется сделать замечание, с которым я, наверное, уже многим поднадоел. Когда люди произносят слово аллелуйя, то хочется и кажется, что будет на еврейский лад сказать халелу́ или халлелу́я. На самом деле, алелу́ – это прославляйте, а халелу́ – это позорьте. Хилуль Ашем – это опорочивание, обесчещивание Бога. Поэтому, когда кто-то, не дай Бог, скажет халелу́, то это будет означать порочьте, позорьте. Всё-таки лучше или говорить по-русски аллелуйя, или говорить с чуть заметным ה (ѓэй) – ѓалелуя, но не говорить халелу́, потому что результат будет совершенно другой.
Also, Mahalalel wurde geboren.
Итак, родился Маѓалальэль.
וַיְחִי קֵינָן אַחֲרֵי הוֹלִידוֹ אֶת־מַהֲלַלְאֵל אַרְבָּעִים שָׁנָה וּשְׁמֹנֶה מֵאוֹת שָׁנָה וַיּוֹלֶד בָּנִים וּבָנוֹת
wajchí kenán acharé holidó et-mahalal’él arba’ím schaná uschmoné me’ót schaná wajoled baním uwanót
вайхи́ кена́н ахарэ́ Ѓолидо́ эт-маЃалальэ́ль арбаи́м шана́ ушмонэ́ мео́т шана́ ваёлед бани́м увано́т
13. Und Kenán lebte nach der Geburt Mahalalels 840 Jahre, und zeugte Söhne und Töchter.
13. И жил Кена́н после рождения МаЃальальэля 840 лет, и родил сынов и дочерей.
וַיִּהְיוּ כָּל־יְמֵי קֵינָן עֶשֶׂר שָׁנִים וּתְשַׁע מֵאוֹת שָׁנָה וַיָּמֹת:
wajihjú kol-jemé kenán ésser schaním utschá me’ót schaná wajamót
вайиЃйю́ коль-емэ́ кена́н э́сер шани́м утша́ мео́т шана́ ваямо́т
14. Und alle Tage des Lebens Kenans waren 910 Jahre, und er starb.
14. И было всех дней жизни Кенана 910 лет, и он умер.
וַיְחִי מַהֲלַלְאֵל חָמֵשׁ שָׁנִים וְשִׁשִּׁים שָׁנָה וַיּוֹלֶד אֶת־יָרֶד:
wajchí mahalal’él chamésch schaním weschischím schaná wajoled et-járed
вайхи́ маЃалальэ́ль хамэ́ш шани́м вешиши́м шана́ ваёлед эт-я́ред
15. Und Mahalalel lebte 65 Jahre, und zeugte Járed.
15. И жил МаЃальальэль 65 лет, и родил Я́реда.
Wir haben über Irad gelesen, und hier lesen wir über Jarad. Das Verb larédet ist mit dem Hinabsteigen verbunden, und auch hier ist die Bedeutung des Namens mit dem Hinabsteigen verbunden – mit dem, der hinabsteigt, sich senkt, die Knie beugt. In diesem Fall ein gemeinsemitisches, altes Wort, das Knecht bedeutet – Knecht Gottes oder Diener Gottes –, einen solchen Namen hat der Mensch, der der Sohn Mahalalels war. Wieder eine Ähnlichkeit, fast Homonyme, fast ähnlich im Klang. So, und doch nicht so.
Мы читали об Ираде, а здесь мы читаем о Яраде. Глагол ларе́дет связан со спуском, и здесь тоже значение имени связано со спуском – с тем, кто спускается, опускается, преклоняет колени. В данном случае общесемитское, древнее слово, которое означает раб – раб Божий или служитель Божий, – такое имя у человека, который был сыном Маѓальальэля. Снова схожесть, почти омонимы, почти схожие в звучании. Так, да не так.
וַיְחִי מַהֲלַלְאֵל אַחֲרֵי הוֹלִידוֹ אֶת־יֶרֶד שְׁלֹשִׁים שָׁנָה וּשְׁמֹנֶה מֵאוֹת שָׁנָה וַיּוֹלֶד בָּנִים וּבָנוֹת:
wajchí mahalal’él acharé holidó et-jéred scheloschím schaná uschmoné me’ót schaná wajoled baním uwanót
вайхи́ маЃалальэ́ль ахарэ́ Ѓолидо́ эт-е́ред шелоши́м шана́ ушмонэ ́ мео́т шана́ ваёлед бани́м увано́т
16. Und Mahalalel lebte nach der Geburt Jareds 830 Jahre, und zeugte Söhne und Töchter.
16. И жил Маѓальальэль после рождения Яреда 830 лет, и родил сынов и дочерей.
וַיִּהְיוּ כָּל־יְמֵי מַהֲלַלְאֵל חָמֵשׁ וְתִשְׁעִים שָׁנָה וּשְׁמֹנֶה מֵאוֹת שָׁנָה וַיָּמֹת׃
wajihjú kol-jemé mahalal’él chamésch wetisch’ím schaná uschmoné me’ót schaná wajamot
вайиЃйю́ коль-емэ́ маЃалальэ́ль хамэ́ш ветишъи́м шана́ ушмонэ ́ мео́т шана́ ваямот
17. Und alle Tage Mehalalels waren 895 Jahre, und er starb.
17. И было всех дней МеЃальальэля 895 лет, и он умер.
וַיְחִי־יֶרֶד שְׁתַּיִם וְשִׁשִּׁים שָׁנָה וּמְאַת שָׁנָה וַיּוֹלֶד אֶת־חֲנוֹךְ:
wajchí-jéred schetájim weschischím schana um’at schaná wajoled et-chanóch
вайхи́-е́ред шета́йим вешиши́м шана умъат шана́ ваёлед эт-хано́х
18. UND LEBTE Járed 162 Jahre, und zeugte Chanóch.
18. И ЖИЛ Я́ред 162 года, и родил Хано́ха.
Chanoch ist in der russischen Tradition als Enoch bekanntIn der russischen Bibeltradition heißt Chanoch „Enoch“; so steht es hier wörtlich. In deutschen Bibeln ist die übliche Form „Henoch“., und wir kommen nicht drum herum. Wir werden auch über ihn sprechen müssen.
Ханох известен в русской традиции как Енох, и нам никуда не деться. Нам придётся о нём тоже поговорить.
וַיְחִי־יֶרֶד אַחֲרֵי הוֹלִידוֹ אֶת־חֲנוֹךְ שְׁמֹנֶה מֵאוֹת שָׁנָה וַיּוֹלֶד בָּנִים וּבָנוֹת:
wajchí-jéred acharé holidó et-chanóch schemoné me’ót schaná wajoled baním uwanót
вайхи́-е́ред ахарэ́ Ѓолидо́ эт-хано́х шемонэ́ мео́т шана́ ваёлед бани́м увано́т
19. Und Jared lebte, nachdem er Chanoch gezeugt hatte, 800 Jahre, und zeugte Söhne und Töchter.
19. И жил Яред, после того как родил Ханоха, 800 лет, и родил сынов и дочерей.
וַיִּהְיוּ כָּל־יְמֵי־יֶרֶד שְׁתַּיִם וְשִׁשִּׁים שָׁנָה וּתְשַׁע מֵאוֹת שָׁנָה וַיָּמֹת:
wajihjú kol-jemé-jéred schetájim weschischim schaná utschá me’ót schaná wajamót
вайиЃйю́ коль-емэ́-е́ред шета́йим вешишим шана́ утша́ мео́т шана́ ваямо́т
20. Und alle Tage Jareds waren 962 Jahre, und er starb.
20. И было всех дней Яреда 962 года, и он умер.
וַיְחִי חֲנוֹךְ חָמֵשׁ וְשִׁשִּׁים שָׁנָה וַיּוֹלֶד אֶת־מְתוּשָׁלַח:
wajchí chanóch chamésch weschischím schaná wajoled et-metuschálach
вайхи́ хано́х хамэ́ш вешиши́м шана́ ваёлед эт-метуша́лах
21. Und Chanóch lebte 65 Jahre, und zeugte Metuschálach.
21. И жил Хано́х 65 лет, и родил Метуша́лаха.
Wenn wir uns erinnern: chanóch – das ist Lehrer, Mentor, einer, der erzieht, oder der ein neues Haus weiht, so kann man dieses Wort übersetzen. Die einfachste, die sich am meisten aufdrängende Übersetzung des Namens Metuschalach – der, der seinen Tod fortgeschickt hat: metó – seinen Tod, schelách – hat fortgeschickt. Aber das ist vom Standpunkt des modernen Hebräisch oder zumindest des mittelalterlichen Hebräisch aus. Da wir über eine alte Sprache sprechen, kann man auch eine ältere Deutung annehmen: metój – Mensch oder Mann, schelách – schel elohim, das heißt Gottesmann, großer Mann, Mann Gottes. Man kann es auch so verstehen. Da es Argumente sowohl in die eine als auch in die andere Richtung gibt und die Übersetzung nicht so grundsätzlich ist, möchte ich nicht streiten und mir das Hemd zerreißen, deshalb lasse ich zwei Übersetzungen stehen, so wie sie sind. Übrigens mache ich das ja immer gern so.
Если вспомним, хано́х – это учитель, наставник, воспитывающий или освящающий новый дом, так можно перевести это слово. Самый простой, самый напрашивающийся перевод имени Метушалах – тот, кто отослал свою смерть: мето́ – смерть свою, шела́х – отправил. Но это с точки зрения современного иврита или, по крайней мере, средневекового иврита. Поскольку мы говорим о языке древнем, можно предположить и более древнее толкование: мето́й – человек или муж, шела́х – шель элоѓим, то есть муж Божий, муж великий, человек Божий. Можно понять и так. Поскольку аргументы есть и в ту, и в другую сторону, и не так уж принципиален перевод, спорить и рвать на себе рубашку не хочется, поэтому оставляю два перевода, как они есть. Впрочем, я так всегда и люблю делать.
וַיִּתְהַלֵּךְ חֲנוֹךְ אֶת־הָאֱלֹהִים אַחֲרֵי הוֹלִידוֹ אֶת־מְתוּשֶׁלַח שְׁלֹשׁ מֵאוֹת שָׁנָה וַיּוֹלֶד בָּנִים וּבָנוֹת:
wajithalléch chanóch et-haelohím acharé holidó et-metuschálach schelósch me’ót schaná wajoled baním uwanót
вайитЃале́х хано́х эт-ЃаэлоЃи́м ахарэ́ Ѓолидо́ эт-метуша́лах шело́ш мео́т шана́ ваёлед бани́м увано́т
22. Und Chanoch wandelte vor Gott (das heißt, er lebte nicht einfach) nach der Geburt Metuschálachs 300 Jahre, und zeugte Söhne und Töchter.
22. И ходил Ханох перед Богом (то есть, не просто жил) после рождения Метуша́лаха 300 лет, и родил сынов и дочерей.
וַיְהִי כָּל־יְמֵי חֲנוֹךְ חָמֵשׁ וְשִׁשִּׁים שָׁנָה וּשְׁלֹשׁ מֵאוֹת שָׁנָה:
wajhí kol-jemé chanóch chamésch weschischím schaná uschlósch me’ót schaná
вайЃи́ коль-емэ́ хано́х хамэ́ш вешиши́м шана́ ушло́ш мео́т шана́
23. Und es waren alle Tage des Lebens Chanochs 365 Jahre.
23. И было всех дней жизни Ханоха 365 лет.
Das kann auch eine Anspielung auf eine gewisse Fülle sein. 365 – sofort drängt sich die Anzahl der Tage auf, ein ganzes Jahr, was eine ziemlich symbolische Zahl ist.
Это может быть и аллюзией на какую-то полноту. 365 – сразу же напрашивается количество дней, целый год, что довольно-таки символическая цифра.
וַיִּתְהַלֵּךְ חֲנוֹךְ אֶת־הָאֱלֹהִים וְאֵינֶנּוּ כִּי־לָקַח אֹתוֹ אֱלֹהִים:
wajithalléch chanóch et-haelohím we’enénnu ki-lakách otó elohím.
вайитЃале́х хано́х эт-ЃаэлоЃи́м веэнэ́ну ки-лака́х ото́ элоЃи́м.
24. Und Chanóch wandelte vor Gott, und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn.
24. И ходил Хано́х перед Богом, и не стало его, ибо взял его Бог.
Nun, einfach ein sehr interessanter Vers! Natürlich ist das viel Nahrung für Nachdenken, Fantasien, Vermutungen, Offenbarungen und so weiter. Was ist denn mit Chanoch geschehen, und wohin hat der Höchste ihn genommen? Viele Kommentatoren sagen, dass Chanoch zum Engel der Engel wurde, zu so einem Lehrmeister in der Schule der Engel, der mit dem Namen Metatron genannt wird. Übrigens ist dieser Name selbst, Metatron, griechischer Herkunft, und das spricht dafür, dass die Idee in der Epoche des Hellenismus entstand. Es gibt sehr viele Bücher, die henochische Literatur genannt werden. Die Bücher Chanochs, von denen es mehrere gibt, erschienen und kamen einige Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung in Umlauf. Diese Bücher erzählen teilweise die Geschichte des Weltalls, den Aufbau der oberen, höchsten Welten und vieles andere. Verschiedene Bücher Chanochs erzählen verschiedene Geschichten, das ist eine ganze Literatur. Ein Teil von ihnen ist in griechischer Übersetzung auf uns gekommen, ein Teil in aramäischer, ein Teil sogar in altslawischen oder äthiopischen Übersetzungen; diese Bücher haben verschiedenen Umfang, verschiedenes Format. Sehr oft werde ich gefragt: „Wie soll man sich zu den Büchern Chanochs verhalten?“ Seltener fragt man: „Und was, ist Chanoch für Sie keine Autorität?“ Ich antworte gleich: Chanoch ist für mich eine Autorität, unbedingt. Die Bücher Chanochs sind, nach ihrer Sprache und ihrem Inhalt zu urteilen, wenn sie überhaupt auf Grundlage irgendwelcher Zeugnisse, irgendwelcher Geschichten über Chanoch geschrieben sind, sehr spät geschrieben, in der Zeit des zweiten Tempels. Geschrieben auf Griechisch, auf Aramäisch, und kaum ist das etwas, das unmittelbar aus der Feder Chanochs kam (obwohl sie möglicherweise irgendwelche Prophezeiungen Chanochs enthalten). Wie soll man sich dazu verhalten? Als zu etwas, das uns bezeugt und erzählt, woran die Juden in jener Zeit glaubten, was sie im Kopf hatten, was sie beunruhigte, das heißt als zum historischen Hintergrund des Kommens des Maschiach. Das ist sehr wichtig. Muss man alles aus diesen Büchern annehmen und aufnehmen? Ich denke, Gott bewahre. Wir wissen nicht, von wem diese Bücher redigiert wurden, durch wessen Hände sie gegangen sind, und viele Gedanken dort sind zweifelhaft, und es gibt viele Widersprüche zwischen den verschiedenen Büchern Chanochs. Deshalb sie lesen – ja, natürlich. Wenn ihr die Geschichte des Glaubens kennen wollt, wenn ihr verstehen wollt, wovon die Juden lebten, wovon Israel lebte, dann natürlich lesen. Wenn ihr in ihnen göttliche Offenbarung sehen wollt, dann seid vorsichtig. Es gibt noch eine weitere Versuchung. Wenn Menschen das eine oder andere Buch finden (das kann das Buch des Gerechten sein, oder ein Buch irgendwelcher Offenbarungen, oder irgendein weiteres Evangelium, oder irgendein weiterer Text), sagen sie: „Da ist sie, die Wahrheit, die man immer vor uns versteckt hat! Da ist das, was man vor uns verbirgt!“ Wir möchten die Wahrheit irgendwo anders finden, irgendeine exklusive, vor allen verborgene, aber nur uns offenbarte, das möchten wir sehr. Man möchte sehr gern wissen, was andere nicht wissen. Und oft kommt das von der Unlust, in dem zu graben, was wir haben, das heißt unmittelbar in der Schrift, die wir besitzen. Und die Unlust, in ihr zu graben, kann daher entstehen, dass man uns gleichsam schon alles erzählt hat, dass wir in ihr schon alles kennen, dass uns in ihr schon alles verständlich ist, und es scheint, als gäbe es nichts mehr, wohin man sich wenden könnte, und man müsste wohl etwas Neues studieren. Aber denkt die Schrift neu durch, studiert die Schrift, studiert das, was schon da ist, und das Buch Chanóchs soll euch bei diesem Studium helfen – nicht stören, nicht ein Gegengewicht bilden, sondern eben helfen, damit ihr die Geschichte besser versteht.
Ну просто очень интересный стих! Конечно же, это много пищи для размышлений, фантазий, догадок, откровений и так далее. Что же произошло с Ханохом и куда Всевышний его взял? Многие комментаторы говорят, что Ханох стал Ангелом ангелов, таким наставником в школе ангелов, называемым именем Метатрон. Впрочем, само это имя, Метатрон греческого происхождения, и это говорит о том, что идея возникла в эпоху эллинизма. Есть очень много книг, которые называются Енохианской литературой. Книги Ханоха, которых несколько, появились и стали иметь хождение за несколько веков до новой эры. Эти книги рассказывают отчасти историю мироздания, устройство горних, вышних миров и многое другое. Разные книги Ханоха рассказывают разные истории, это целая литература. Часть из них дошла до нас в греческом переводе, часть – в арамейском, часть – даже в древнеславянских или эфиопских переводах; эти книги разного размера, разного формата. Очень часто меня спрашивают: «Как относиться к книгам Ханоха?» Реже спрашивают: «А что, для вас Ханох не авторитет?» Отвечу сразу: Ханох для меня авторитет, безусловно. Книги Ханоха, судя по их языку и содержанию, если и написаны на основании каких-то свидетельств, каких-то историй о Ханохе, то написаны очень поздно, в период второго Храма. Написаны по-гречески, по-арамейски, и едва ли это то, что вышло из-под пера Ханоха непосредственно (хотя, возможно, какие-то пророчества Ханоха содержат). Как к этому относиться? Как к тому, что свидетельствует и рассказывает нам, во что верили евреи в тот период, что было у них в головах, что их беспокоило, то есть исторический фон прихода Машиаха. Это очень важно. Всё ли нужно принимать и воспринимать из этих книг? Я думаю, упаси Бог. Мы не знаем, кем эти книги редактировались, через чьи руки они прошли, и много мыслей там сомнительных, и много противоречий между разными книгами Ханоха. Поэтому читать их – да, конечно. Если вы хотите знать историю веры, если вы хотите понимать, чем жили евреи, чем жил Израиль, то, конечно, читать. Если вы хотите увидеть в них Божественное откровение, то будьте осторожны. Есть и ещё один соблазн. Когда люди находят ту или иную книгу (это может быть Книга Праведного, или книга каких-то откровений, или какое-то ещё евангелие, или какой-то ещё текст), они говорят: «Вот она истина, которую от нас всегда прятали! Вот то, что от нас скрывают!» Нам хочется найти истину где-то на стороне, какую-то эксклюзивную, укрытую от всех, но открытую только нам, очень хочется. Очень хочется знать то, что другие не знают. И часто это происходит от нежелания копать в том, что у нас есть, то есть непосредственно в Писании, которое мы имеем. А нежелание копать в нём может возникнуть из-за того, что нам как бы всё уже рассказали, что мы всё в нём уже знаем, что нам всё в нём уже понятно, и вроде бы деваться больше некуда и надо бы изучать что-то новое. Но переосмысливайте Писание, изучайте Писание, изучайте то, что уже есть, а книга Хано́ха пусть вам поможет в этом изучении – не помешает, не встанет в противовес, а именно поможет, чтобы лучше понимать историю.
Dasselbe betrifft auch solche Bücher wie die Bücher Malkizedeks, das Buch Noachs, das Buch des Engels Rasiel, das Adam zugeschrieben wird, und eine Menge anderer Pseudepigraphen, das heißt Bücher, deren Autorschaft einem anderen Menschen zugeschrieben wird. Natürlich ist Chanoch eine sehr rätselhafte Gestalt. Natürlich möchte man eine Lösung des Rätsels, was das für eine Gestalt ist. Und natürlich war es für viele Autoren, Denker, verlockend, sich in die Haut Chanochs oder Noachs zu versetzen, ihren geistlichen Zustand zu durchleben (oder sich selbst darin zu täuschen, dass sie sich in diesem Zustand befinden). So entstand diese Literatur, aber das sind keine Bücher von Betrügern. Das sind eher Bücher von Träumern, Revisionisten, „Visionierern“ und so weiter. Dennoch muss man daran denken, dass das von Menschen geschriebene Bücher sind – sowohl das Buch Chanochs als auch das Buch Adams und das Buch Noachs und allerlei Literatur, die Malkizedek zugeschrieben wird. Chanoch und Malkizedek sind einfach so rätselhafte Gestalten, dass sie selbst um sich herum eine eigenartige Aufregung erzeugen. Die Bücher waren in der Epoche der Apostel bekannt. Wir wissen, dass der Apostel Jehuda sich auf das Buch Chanochs beruft, als auf ein gängiges. Er stellte sich gar nicht die Frage, wer der Autor dieser Bücher ist, und möglicherweise sagte er das, wovon das Buch spricht, und es stützt sich tatsächlich auf die Prophezeiung Chanochs. Aber wir haben keine Möglichkeit, das zu bestimmen, in diesen Büchern die Körner von der Spreu zu trennen. Deshalb als historische Quelle – unbedingt ja, als Quelle zum Nachdenken – ja, als göttliche Offenbarung – ich denke, nein. Und ich möchte nicht, ich warne im Voraus, in irgendwelche Streitigkeiten in Bezug auf das Buch Chanochs geraten. Ich äußere nur meine Meinung.
Это же касается и таких книг, как книги Малкицедека, книга Ноаха, книга Ангела Разиэля, приписываемая Адаму, и множества других псевдоэпиграфов, то есть книг, авторство которых приписывается другому человеку. Конечно, Ханох – очень загадочная фигура. Конечно, хочется разгадки, что это за фигура. И, конечно, многим авторам, мыслителям, было соблазнительно почувствовать себя в шкуре Ханоха или Ноаха, пережить их духовное состояние (или обманывать себя в том, что они находятся в этом состоянии). Так рождалась эта литература, но это не книги обманщиков. Это, скорее, книги мечтателей, ревизионистов, «виденщиков» и так далее. Тем не менее нужно помнить, что это книги, написанные людьми – и книга Ханоха, и книга Адама, и книга Ноаха, и всевозможная литература, приписываемая Малкицедеку. Ханох и Малкицедек просто настолько загадочные фигуры, что сами вокруг себя создают своеобразный ажиотаж. Книги были известны в эпоху апостолов. Мы знаем, что апостол Йеѓуда ссылается на книгу Ханоха, как на расхожую. Он и не задавался вопросом, кто автор этих книг, а возможно, он говорил то, о чём книга говорит, и она действительно опирается на пророчество Ханоха. Но нам нет возможности это определить, отделить зёрна от плевел в этих книгах. Поэтому как исторический источник – безусловно да, как источник для размышления – да, как Божественное откровение – я думаю, нет. И я не хочу, заранее предупреждаю, впасть в какие-то споры в отношении книги Ханоха. Я только высказываю своё мнение.
וַיְחִי מְתוּשֶׁלַח שֶׁבַע וּשְׁמֹנִים שָׁנָה וּמְאַת שָׁנָה וַיּוֹלֶד אֶת־לָמֶךְ:
wajchí metuschálach schewá uschmoním schaná um’át schaná wajoled et-lámech
вайхи́ метуша́лах шева́ ушмони́м шана́ умъа́т шана́ ваёлед эт-ла́мех
25. Und Metuschalach lebte 180 Jahre, und zeugte LAmech.
25. И жил Метушалах 180 лет, и родил ЛАмеха.
Wir haben über den Namen Lemech gesprochen, haben ihn vom Wort lomaku, abgeleitet, das priesterlich dienend, sich für einen Priester haltend, sich für einen großen Menschen haltend bedeutet. So kann man das übersetzen.
Мы говорили про имя Лемех, производили его от слова ломаку, которое означает священствующий, считающий себя священником, считающий себя великим человеком. Так можно это перевести.
וַיְחִי מְתוּשֶׁלַח אַחֲרֵי הוֹלִידוֹ אֶת־לֶמֶךְ שְׁתַּיִם וּשְׁמוֹנִים שָׁנָה וּשְׁבַע מֵאוֹת שָׁנָה וַיּוֹלֶד בָּנִים וּבָנוֹת:
wajchí metuschálach acharé holidó et-lémech schetájim uschmoním schaná uschwá me’ót schaná wajoled baním uwanót
вайхи́ метуша́лах ахарэ́ Ѓолидо́ эт-ле́мех шета́йим ушмони́м шана́ ушва́ мео́т шана́ ваёлед бани́м увано́т
26. Und Metuschálach lebte nach der Geburt Lámechs 782 Jahre, und zeugte Söhne und Töchter.
26. И жил Метуша́лах после рождения Ла́меха 782 года, и родил сынов и дочерей.
וַיִּהְיוּ כָּל־יְמֵי מְתוּשֶׁלַח תֵּשַׁע וְשִׁשִּׁים שָׁנָה וּתְשַׁע מֵאוֹת שָׁנָה וַיָּמֹת:
wajihjú kol-jemé metuschalach téscha weschischím schaná utschá me’ót schaná wajamót
вайиЃйю́ коль-емэ́ метушалах тэ́ша вешиши́м шана́ утша́ мео́т шана́ ваямо́т
27. Und alle Tage Metuschalachs waren 969 Jahre, und er starb.
27. И было всех дней Метушалаха 969 лет, и умер он.
Metuschalach ist der Langlebigste in der ganzen Schrift: der Mensch, der länger lebte als irgendjemand in der biblischen Geschichte.
Метушалах – самый большой долгожитель во всём Писании: человек, который жил дольше кого-либо в библейской истории.
וַיְחִי־לֶמֶךְ שְׁתַּיִם וּשְׁמֹנִים שָׁנָה וּמְאַת שָׁנָה וַיּוֹלֶד בֵּן:
wajchi-lémech schetájim uschmoním schaná um’át schaná wajoled ben
вайхи-ле́мех шета́йим ушмони́м шана́ умъа́т шана́ ваёлед бэн
28. Und Lemech lebte 182 Jahre und zeugte einen Sohn.
28. И прожил Лемех 182 года и родил сына.
Hier wird der Name des Sohnes nicht sofort genannt, weil, wie wir schon wissen, das Genre des Stammbaums uns zum eigentlichen Gipfel hinführt, um dessentwillen er eigentlich geschrieben wurde.
Здесь не называется сразу имя сына, потому что, как мы уже знаем, жанр родословной подводит нас к самому пику, ради чего она, собственно, и писалась.
וַיִּקְרָא אֶת־שְׁמוֹ נֹחַ לֵאמֹר זֶה יְנַחֲמֵנוּ מִמַּעֲשֵׂנוּ וּמֵעִצְּבוֹן יָדֵינוּ מִן־הָאֲדָמָה אֲשֶׁר אֵרְרָהּ יְהוָה:
wajikrá et-schemó nóach lemór sé jenachaménu mimma’assénu ume’izzewón jadénu min-haadamá aschér ererá adonáj
вайикра́ эт-шемо́ нóax лемо́р зэ́ енахамэ́ну мимаасэ́ну умеицево́н ядэ́ну мин-Ѓаадама́ аше́р эрера́ адона́й
29. Und er nannte ihn mit dem Namen Noach, indem er sagte: „Dieser ist es, der uns trösten wird (oder uns ‚bereuen lassen‘ wird) von unseren Taten und von dem Kummer unserer Hände, von der Erde, die der HERR verflucht hat.“
29. И назвал он его именем Ноах, говоря: «Это тот, кто утешит нас (или «раскает» нас) от дел наших и от скорби рук наших, от земли, которую проклял Господь».
Also bekommt der Junge den Namen Noach, weil er vor allem jenachém ist – er wird trösten, befreien, „bereuen lassen“. Aber jeder Mensch, der Hebräisch kann, wird sagen, dass das Wort noach vom Verb lanúach (ruhen) stammt, und das Verb lenachém (trösten oder bereuen lassen) – das ist ein völlig anderes Verb. Wie kann Noach mit lenachém verbunden sein? Und hier gibt es eine sehr interessante Erscheinung. Tatsächlich wird im modernen Hebräisch der Name Noach als Noach gelesen. Im tiefen Altertum aber, lange vor Mosche, gab es einen solchen Begriff wie die Memation, wenn am Ende eines Wortes (im Nominativ) der Buchstabe מ (Mem) hinzugefügt wurde, ich sage das jetzt vereinfacht. Deshalb wurde Noach als Nochm gelesen, und dementsprechend konnte Nochm durchaus von lenachém stammen, das wäre ein passendes Wortspiel. Wenn die Schreiber die Tora im dritten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung oder sogar im zehnten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung selbst erfunden hätten, wären sie nie und nimmer darauf gekommen, sie hätten nichts von der Memation gewusst. Und das spricht dafür, dass die Tora nicht erfunden ist. Noch ein Beweis dafür, dass die Tora nicht erfunden ist. Das hier Versteckte, das hier Übriggebliebene – ein Zeugnis dafür, dass das Wortspiel, obwohl es schon nicht mehr verständlich ist, trotzdem erhalten bleibt. Übrigens verwandelt genau diese Memation, die den Buchstaben מ (Mem) in die Endung der Wörter einführt, durchaus möglicherweise das Wort Eloha – Gott in Elohim, und es scheint uns, dass das ein Plural ist, aber in Wirklichkeit ist das eine solche Wortform, so etwas wie ein gewisser Artikel, eine Form des Nominativs. Es gibt darüber Arbeiten, es gibt diejenigen, die damit streiten, aber dennoch hat eine solche Version ein Recht auf Existenz.
Итак, мальчик получает имя Ноах, потому что он прежде всего йенахе́м – утешит, избавит, «раскает». Но ведь любой знающий иврит человек скажет, что слово ноах происходит отглагола лану́ах (отдыхать), а глагол ленахе́м (утешать или раскаивать) – это совершенно другой глагол. Как может быть Ноах связан с ленахе́м? И здесь есть очень интересное явление. Действительно, в современном иврите имя Ноах читается как Ноах. В глубокой же древности, задолго до Моше, существовало такое понятие, как мемация, когда в конце слова (в именительном падеже) добавлялась буква מ (мэм), я сейчас упрощённо это говорю. Поэтому Ноах читался как Нохм и, соответственно, Нохм вполне мог происходить от ленахе́м, это была бы подходящая игра слов. Если бы писцы сами придумывали Тору в третьем веке до новой эры или даже в десятом веке до новой эры, они бы ни за что до этого не додумались, они не знали бы про мемацию. И это говорит о том, что Тора не придумана. Ещё одно доказательство того, что Тора не придумана. Спрятанное здесь, оставшееся здесь – свидетельство того, что игра слов, хотя она уже и не понятна, всё равно сохраняется. Кстати, эта самая мемация, которая вводит букву מ (мэм) в окончание слов, вполне возможно превращает слово Элоѓа – Бог в Элоѓим, и нам кажется, что это множественное число, но на самом деле это такая форма слова, вроде как некий артикль, форма именительного падежа. Есть об этом труды, есть те, кто спорит с этим, но тем не менее такая версия имеет право на существование.
Das Wort izzewón ist genau das Wort aus dem dritten Kapitel des Buches Bereschit, in dem wir das zu Adam Gesagte gelesen haben: „…verflucht ist die Erde deinetwegen, in Kummer wirst du dich ernähren alle Tage deines Lebens.“ Noach wird, nach Meinung Lemechs, diesen Fluch aufhalten. Warum kann Noach das tun? Weil man, wenn man sich ein wenig mit Mathematik beschäftigt, sehen kann, dass Noach der erste Mensch ist, der nach dem Tod Adams geboren wurde, der erste Vertreter einer völlig neuen Generation, die Adam nicht kennt, und gerade er kann die Mission auf sich nehmen, die Erde zu berichtigen und den Fluch Adams aufzuheben. Lemech weiß vielleicht noch nicht, wie.
Слово ицево́н – то самое слово из третьей главы книги Берешит, в которой мы читали сказанное Адаму: «…проклята земля за тебя, в горести будешь питаться ты во все дни жизни своей». Ноах остановит, по мнению Лемеха, это проклятие. Почему Ноах может это сделать? Потому что, если заняться немного математикой, можно увидеть, что Ноах – это первый человек, родившийся после смерти Адама, первый представитель совершенно нового поколения, которое не знает Адама, и именно он может взять на себя миссию исправления земли и снятия проклятия Адама. Лемех, может быть, ещё не знает как.
וַיְחִי־לֶמֶךְ אַחֲרֵי הוֹלִידוֹ אֶת־נֹחַ חָמֵשׁ וְתִשְׁעִים שָׁנָה וַחֲמֵשׁ מֵאֹת שָׁנָה וַיּוֹלֶד בָּנִים וּבָנוֹת:
wajchi-lémech acharé holidó et-nóach chamésch wetisch’ím schaná wachamésch me’ót schaná wajoled banímDie russische Umschrift schreibt hier ein doppeltes i. Nach dem Hebräischen heißt es „baním“ (Söhne), dem folgt die deutsche Umschrift. uwanót
вайхи-ле́мех ахарэ́ Ѓолидо́ эт-но́ах хамэ́ш ветишъи́м шана́ вахамэ́ш мео́т шана́ ваёлед бани́им увано́т
30. Und Lemech lebte nach der Geburt Noachs 590 Jahre, und zeugte Söhne und Töchter.
30. И жил Лемех после рождения Ноаха 590 лет, и родил сынов и дочерей.
וַיְהִי כָּל־יְמֵי־לֶמֶךְ שֶׁבַע וְשִׁבְעִים שָׁנָה וּשְׁבַע מֵאוֹת שָׁנָה וַיָּמֹת:
wajhí kol-jemé-lémech schéwa weschiw’ím schaná uschwá me’ót schaná wajamót
вайЃи́ коль-емэ́-ле́мех ше́ва вешивъи́м шана́ ушва́ мео́т шана́ ваямо́т
31. Und es waren alle Tage Lemechs 777 Jahre, und er starb.
31. И было всех дней Лемеха 777 лет, и он умер.
וַיְהִי־נֹחַ בֶּן־חֲמֵשׁ מֵאוֹת שָׁנָה וַיּוֹלֶד נֹחַ אֶת־שֵׁם אֶת־חָם וְאֶת־יָפֶת:
wajhí-nóach ben-chamésch me’ót schaná wajoled nóach et-schém et-chám we’et-jáfet
вайЃи́-но́ах бен-хамэ́ш мео́т шана́ ваёлед но́ах эт-ше́м эт-ха́м веэт-я́фет
32. Und Noach war 500 Jahre alt, und Noach zeugte Schem, Cham und Jefet.
32. А Ноаху было 500 лет, и родил Ноах Шема, Хама и Яфета.
Damit endet eigentlich das fünfte Kapitel, und wir gehen zum sechsten Kapitel über. Wohin ich auch fahre und wo ich auch, wie man so sagt, eine Rede halten muss, am Ende des Gesprächs, während der Fragen und Antworten, wird ständig eine Frage zu den folgenden vier Versen gestellt, die wir lesen werden. Diese Frage ist für die Leute sehr interessant, sie ist schon sprichwörtlich geworden: Wer ist denn zu den Töchtern der Menschen eingegangen? Ich maße mir nicht an zu sagen, dass ich nach 2000 Jahren verschiedener Kommentare, ach was 2000, nach 3000 Jahren verschiedener Kommentare, komme und die endgültige Antwort auf diese Frage sage, aber einiges werden wir zu erzählen versuchen.
На этом заканчивается, собственно, пятая глава, а мы перейдём к главе шестой. Куда бы я ни ездил и где бы мне ни приходилось, как говорится, речь держать, в конце разговора во время вопросов и ответов постоянно задаётся вопрос в отношении следующих четырёх стихов, которые мы прочитаем. Очень интересен людям этот вопрос, он стал уже нарицательным: кто же входил к дочерям человеческим? Не берусь говорить, что после 2000 лет разных комментариев, да что там 2000, после 3000 лет разных комментариев, я приду и скажу окончательный ответ на этот вопрос, но кое-что мы попытаемся рассказать.
וַיְהִי כִּי־הֵחֵל הָאָדָם לָרֹב עַל־פְּנֵי הָאֲדָמָה וּבָנוֹת יֻלְּדוּ לָהֶם:
wajhí ki-hechél ha’adám larów al-pené ha’adáma uwanót julledú lahém
вайЃи́ ки-ѓехэ́ль Ѓаада́м ларо́в аль-пенэ́ Ѓаада́ма увано́т юледу́ лаЃе́м
1. Und es geschah, als der Mensch begann, sich auf der Oberfläche der Erde zu vermehren, und ihnen Töchter geboren zu werden begannen.
1. И было, когда стал человек умножаться на поверхности земли и у них стали рождаться дочери.
Wörtlich steht hier – „auf dem Angesicht“ der Erde. Die Oberfläche von etwas kann Angesicht genannt werden. Vor jemandem stehen kann auch vor dem Angesicht stehen heißen; von jemandem weggehen – vom Angesicht weggehen. Das verwirrt und verunsichert die Übersetzer oft: Muss man hier „Angesicht“ wörtlich übersetzen oder mit irgendeiner russischen (oder einer der jeweiligen anderen Sprache entsprechenden) festen Wendung, hat „Angesicht“ hier eine Bedeutung oder ist es eine Redensart. Und jedes Mal fällt es dem Übersetzer schwer zu entscheiden. Wir erinnern uns, dass ständig die Rede war von – „auf der Oberfläche der Erde sein, von der Oberfläche der Erde weggehen“, wie Kajin sagt: „Du vertreibst mich von der Oberfläche der Erde“, und das ist – der Tod. Hier hat sich der Mensch vermehrt, der Mensch begann auf der Oberfläche der Erde, auf der Erde, zu gedeihen.
Дословно здесь – «на лице» земли. Поверхность чего-то может называться лицом. Стоять перед кем-то может тоже называться стоять перед лицом; выйти от кого-то – выйти от лица. Это часто путает и смущает переводчиков: надо ли здесь переводить «лицо» дословно или перевести каким-то русским (или соответствующим другому языку) фразеологизмом, имеет ли «лицо» здесь значение или это оборот речи. И каждый раз переводчику трудно решать. Мы помним, что речь шла постоянно – «быть на поверхности земли, уйти с поверхности земли», как Каин говорит: «Ты прогоняешь меня с поверхности земли», и это – смерть. Здесь человек умножился, человек стал процветать на поверхности земли, на земле.
Es begannen Töchter geboren zu werden. Nicht dass früher keine Töchter geboren worden wären, woher wären sonst die Kinder gekommen? Aber das männliche Übergewicht in der Bevölkerung verringerte sich, und es begannen mehr Töchter geboren zu werden. Oder es ist einfach erwähnt: je mehr Menschen, desto mehr Töchter, gute und verschiedene.
Стали рождаться дочери. Не то, чтобы раньше дочери не рождались, иначе откуда были бы дети? Но мужской перевес в населении уменьшился, и стало рождаться больше дочерей. Или просто упомянуто: чем больше людей, тем больше дочерей, хороших и разных.
וַיִּרְאוּ בְנֵי־הָאֱלֹהִים אֶת־בְּנוֹת הָאָדָם כִּי טֹבֹת הֵנָּה וַיִּקְחוּ לָהֶם נָשִׁים מִכֹּל אֲשֶׁר בָּחָרוּ:
wajir’ú wene-ha’elohím et-benót ha’adám ki towót hénna wajikchú lahémIn der russischen Umschrift ist das Wort „lahém“ (für sich) mit einem falschen Buchstaben und einem überzähligen Betonungszeichen geschrieben. Die deutsche Umschrift folgt dem Hebräischen. naschím mikkól aschér bacharu
вайиръу́ вене-ЃаэлоЃи́м эт-бено́т Ѓаада́м ки тово́т Ѓе́на вайикху́ лаН́е́м наши́м мико́ль аше́р бахару
2. Und die Söhne Gottes sahen die Töchter der Menschen, dass sie gut sind, und nahmen (begannen zu nehmen) sich Frauen, allerlei, welche sie auswählten.
2. И увидели сыновья Божьи дочерей человеческих, что хороши они, и взяли (стали брать) себе жён, всяких, которых выбирали.
Bevor wir in die Tiefen verschiedener Auslegungen eintauchen: Woran erinnert dieser Vers? Sehr oft haben wir im ersten Kapitel gelesen, dass der Höchste im Moment der Erschaffung über seine Schöpfung sagt, dass sie gut ist. Zum Beispiel wajár elohím et-haór ki–tów (und der HERR sah das Licht, dass es gut ist). Und praktisch über die ganze Schöpfung sagt Gott, dass sie gut ist, und als sie vollendet ist, sagt der HERR, dass sie sehr gut ist. Über wen ist nicht gesagt ki tow (dass er gut ist)? Über den Menschen ist es nicht gesagt. Warum? Weil dem Menschen eine Wahl gegeben ist: ob er in jedem konkreten Moment der Zeit gut oder schlecht sein soll, der Mensch hat das Recht, zwischen Gutem und Schlechtem zu wählen. Deshalb kann man über den Menschen nicht sagen, dass er gut ist – Gott hat über den Menschen nicht gesagt, dass er gut ist. Aber die Söhne Gottes (wir klären noch nicht, wer das ist) sahen die Töchter der Menschen, dass sie gut sind – das ist ein deutlicher Anklang an das erste Kapitel des Buches Bereschit.
Прежде чем мы окунёмся в глубины разных толкований, на что похож этот стих? Очень часто мы читали в первой главе, что в момент сотворения Всевышний говорит о своём творении, что оно хорошо. Например, вая́р элоѓи́м эт-ѓао́р ки–то́в (и увидел Господь свет, что он хорош). И практически про всё творение Бог говорит, что оно хорошо, и, когда оно завершено, Господь говорит, что оно хорошо весьма. Про кого не сказано ки тов (что он хорош)? Про человека не сказано. Почему? Потому что человеку дан выбор: быть ему хорошим или плохим в каждый конкретный момент времени, человек имеет право выбирать между хорошим и плохим. Поэтому про человека нельзя сказать, что он хорош – Бог не стал говорить про человека, что он хорош. Но сыны Божьи (пока ещё не разбираемся, кто это) увидели дочерей человеческих, что они хороши – это явная перекличка с первой главой книги Берешит.
Und wer hat noch „gesehen und genommen“? Das ist Chawa, zu jenem Zeitpunkt noch einfach die Frau (im dritten Kapitel des Buches Bereschit), als sie den Baum sah und die Hand nach der Frucht ausstreckte – sie sah und nahm.
А кто ещё «увидел и взял»? Это Хава, на тот момент ещё просто женщина (в третьей главе книги Берешит), когда она увидела дерево и протянула руку к плоду – увидела и взяла.
Also, einige bnej elohím (Söhne Gottes) sahen die Töchter der Menschen, sahen, dass sie gut sind, und begannen sie zu nehmen, jeder, welche er auswählt. Ein sehr scharfer Vers. So scharf stellt sich die Frage der Kommentierung dieses Verses, dass es in der frühen jüdischen Geschichte, im 3.–4. Jahrhundert, einmal einen gewissen Rabbi Schimon Bar Jochai gab, einen sehr bekannten Rabbiner, dem die Verfasserschaft des Buches Sohar, die Begründung der Kabbala und noch vieles mehr zugeschrieben wird. Dieser Rabbiner verfluchte all jene, die hier wirklich echte Söhne Gottes sehen. Er sagte, dass bnej elohim die Söhne der Richter sind. Und die Richter werden tatsächlich elohim, genannt, das kommt in Tehillim einige Male vor. Das heißt, das sind Söhne der Richter, die sich Töchter der Menschen nahmen, vielleicht indem sie irgendeine persönliche Stellung ausnutzten. Mir scheint, und ich wage es, den Fluch Rabbi Schimon Bar Jochais nicht zu fürchten, dass hier von etwas anderem die Rede ist.
Итак, некоторые бней элоѓи́м (сыны Божьи) увидели дочерей человеческих, увидели, что они хороши, и стали брать их, кто какую выберет. Очень острый стих. Настолько остро стоит вопрос комментирования этого стиха, что жил да был в ранней еврейской истории, в III-IV веке, такой рабби Шимон Бар Йохай, очень известный раввин, которому приписывается авторство книги Зоар, основание каббалы и много чего ещё. Этот раввин проклял всех тех, кто видит здесь действительно настоящих сынов Божьих. Он говорил, что бней элоѓим – это сыновья судей. И судьи, действительно, названы элоѓим, есть это в Теѓилим несколько раз. То есть это сыновья судей, которые брали дочерей человеческих, может быть, пользуясь каким-то своим личным положением. Мне кажется, и я посмею не побояться проклятия рабби Шимона Бар Йохая, что речь здесь идёт о другом.
Es gibt noch die Variante, dass hier möglicherweise von den Kindern Adams die Rede ist. Die erste Generation nach Adam – das sind, man kann sagen, solche supercoolen Menschen. Diejenigen, die später geboren werden, – das ist schon der Niedergang der Generationen, und nicht das, ganz und gar nicht das. Und die Namen der Nachkommen Adams, die nach der Ähnlichkeit Adams und nach dem Bild Adams erschaffen sind, stehen ihm näher, und man kann auch so denken: Da sind sie doch, die bnej elohim, die Söhne Gottes. Aber es ist unklar, wozu die Tora so verschnörkelt darüber geschrieben hat. Es gibt allerdings eine Version, dass man die Söhne Adams zu jenem Zeitpunkt schon zu vergöttlichen begann, und genau das sagt Vers 26 von Kapitel 4: „man begann, mit dem Namen Gottes zu nennen“, das heißt, man begann, Menschen mit dem Namen Gottes zu nennen von dem Moment an, als Schet geboren wurde. Und angeblich begann man auch andere Söhne Adams mit dem Namen Gottes zu nennen, es kam ein solcher Status von „Göttern-Supermenschen“ und „einfachen“ Menschen auf. Eine solche Erklärung gibt es auch, aber auch sie bin ich nicht bereit anzunehmen.
Есть ещё вариант, что речь идёт, возможно, о детях Адама. Первое поколение после Адама – это такие суперкрутые, можно сказать, люди. Те, кто родится позже, – это уже деградация поколений, и не то, совсем не то. И имена потомков Адама, которые сотворены по подобию Адама и по образу Адама, более близки к нему, и тоже можно так подумать: вот же они, бней элоѓим, сыновья Божьи. Но непонятно, зачем Тора так витиевато об этом писала. Есть, правда, версия, что сынов Адама к тому моменту уже стали обожествлять, и именно это говорит 26 стих 4 главы: «стали называть именем Божьим», то есть стали называть людей именем Божьим с того момента, как родился Шет. И, дескать, других сыновей Адама тоже стали называть именем Божьим, появился такой статус «богов-суперлюдей» и «просто» людей. Такое объяснение тоже есть, но я его тоже не готов принимать.
Eine andere Bedeutung ist meiner Ansicht nach näher an der Wahrheit: bnej elohim – das sind Engel. Im Buch Ijow und in anderer Literatur sind bnej elohim die Diener Gottes, das ganze Gefolge Gottes, das sind jene Engel Gottes, die auf der Erde dienen: Schutzengel der Menschen, allerlei andere Engel, die von der Erde in die Himmel aufsteigen. Wir erinnern uns, dass Jeschua von den Engeln sprach, die die Kinder behüten, und dass der Satan selbst einer der Söhne Gottes ist, der ebenfalls auf der Erde hin und her ging. Also, möglicherweise sind das irgendwelche Engel, die auf der Erde lebten, die Möglichkeit hatten, die Fähigkeit hatten, menschliche Gestalt anzunehmen. Vielleicht ist es so.
Другое значение ближе, на мой взгляд, к истине: бней элоѓим – это ангелы. В книге Йова и в другой литературе бней элоѓим – это слуги Божьи, вся свита Божья, это те ангелы Божьи, которые служат на земле: ангелы-хранители людей, всевозможные другие ангелы, которые с земли поднимаются на небеса. Помним, что Иешуа говорил об ангелах, которые охраняют детей, и сам сатана из сынов Божьих, который тоже ходил туда-сюда по земле. Итак, возможно, это какие-то ангелы, которые жили на земле, имели возможность, имели способность обретать человеческие формы. Может быть, так.
Noch eine Variante, die uns aus dem Buch Chanoch bekannt ist: dass die Engel Gottes die Töchter der Menschen sahen, auf dem Berg Hermon (der auch seinen Namen als „Bann“ erhielt) eine Verschwörung eingingen, und von hier begann die Geschichte, die wir als die Geschichte von den gefallenen Engeln kennen. Im Midrasch Pirkej de-Rabbi Elieser gibt es auch eine andere Geschichte. Als der Höchste den Menschen ganz am Anfang erst erschaffen wollte und den Engeln verkündete: „Lasst uns den Menschen erschaffen!“, teilten sich die Engel in zwei Gruppen. Die eine Gruppe sagte: „Natürlich, hurra, und es lebe der Mensch! Erschaffe den Menschen!“ Die anderen sagten: „Nein, auf keinen Fall erschaffe den Menschen! Nichts Gutes wird daraus werden. Er wird ständig sündigen, er wird verkommen, und von diesem Menschen wird es nur Unannehmlichkeiten geben.“ Als tatsächlich die Zeit kam und der Mensch zu verkommen begann, kamen eben jene gegnerischen Engel zum Höchsten und sagten Ihm den klassischen Satz: „Wir haben es doch gesagt!“ Der Höchste sagte: „Hättet ihr jenen jézer, jene Neigung zum Bösen, die der Mensch bekommen hat, ihr hättet auch nicht standgehalten.“ Die Engel begannen zu streiten: „Nein, wir hätten standgehalten!“ Und der Höchste sandte sie auf die Erde, sie sahen die Töchter der Menschen und begannen, zu ihnen einzugehen. Hier sei auch erwähnt, dass dieser Midrasch auch von jener Naama erzählt, der Schwester Tuwal-Kajins. Die erste Frau, der die Engel auf ihrem Weg begegneten (eben jene, die der Höchste auf die Erde gelassen hatte), war Naama. Sie sagten zu ihr: „Gib dich uns hin.“ Sie sagte: „Nein, so einfach gebe ich mich euch nicht hin. Gebt mir den Großen Göttlichen Namen, offenbart mir den Namen des Höchsten, und ich gebe mich euch hin.“ Sie offenbarten ihr den Namen, und sie flog von ihnen davon, indem sie diesen Namen benutzte. Deshalb heißt sie Naama (die Freundliche).
Ещё вариант, который известен нам по книге Ханоха, что ангелы Божьи увидели дочерей человеческих, вступили в сговор на горе Хермон (которая и название своё получила как «Заклятие»), и отсюда началась история, которую мы знаем как историю о падших ангелах. В мидраше Пиркей де-раби Элиэзер есть и другая история. Когда Всевышний ещё только хотел сотворить человека в самом начале и объявил ангелам: «Сотворим человека!», ангелы разделились на две группы. Одна группа говорила: «Конечно, ура, и да здравствует человек! Сотворяй человека!» Другие говорили: «Нет, ни в коем случае не сотворяй человека! Ничего хорошего из этого не выйдет. Он будет постоянно грешить, он развратится, и будут от этого человека одни только неприятности». Когда, действительно, пришло время и человек начал развращаться, те самые ангелы-противники пришли ко Всевышнему и сказали Ему классическую фразу: «Мы же говорили!» Всевышний сказал: «Вам бы тот е́цер, ту склонность ко злу, которую человек получил, вы бы тоже не устояли». Ангелы стали спорить: «Нет, мы бы устояли!» И Всевышний послал их на землю, они увидели дочерей человеческих и стали к ним входить. Здесь же упомянем, что этот мидраш рассказывает и про ту самую Нааму, сестру Туваль-Каина. Первая женщина, которую ангелы встретили на своём пути (те самые, которых Всевышний отпустил на землю), была Наама. Они сказали ей: «Отдайся нам». Она сказала: «Нет, так просто я вам не отдамся. Дайте мне Великое Имя Божественное, откройте мне Имя Всевышнего, и я вам отдамся». Они открыли ей Имя, а она от них улетела, пользуясь этим Именем. Вот поэтому она называется Наама (приязненная).
Aber all das sind Midraschim und Kommentare, Versuche, einzudringen, hineinzuschauen, unser Bewusstsein zu erweitern, schöne Bilder zu malen. Was können wir denn hier im buchstäblichen Text sehen? Am Anfang der Geschichte haben wir gelesen, wie der Mensch von der Erde in den Himmel durchbrechen will. Die ganze Schöpfung war durch eine Grenze geteilt: Erde und Himmel, Tag und Nacht, Licht und Finsternis, Festland und Meer. Die ganze Schöpfung beruht auf Grenzen. Der Mensch sollte tatsächlich Himmel und Erde verbinden, aber nicht von der Erde in den Himmel übersiedeln – das, woran der Mensch ständig krankt: den Platz des Höchsten einzunehmen. Das geschah vor allem mit Chawa, die sein wollte wie Gott, das geschah, wie wir gesagt haben, mit Kajin, der Partner des Höchsten sein wollte. Der Mensch wollte von der Erde in den Himmel durchbrechen. Hier sehen wir eine andere Geschichte, wo das Himmlische zum Irdischen durchbrechen will, wo das Himmlische Schönheit im Irdischen findet. Die Verderbnis ist so weit gegangen, dass schon auch die Engel begannen, sich von den Töchtern der Menschen verführen zu lassen. Vielleicht Engel, die auf der Erde leben, Engel-Boten, vielleicht himmlische Engel, aber so oder so entstand eine solche Versuchung in den Himmeln, und sie begannen, Töchter auszuwählen und zu ihnen einzugehen.
Но всё это мидраши и комментарии, попытки проникнуть, заглянуть, расширить наше сознание, нарисовать красивые картины. Что же мы можем здесь увидеть в буквальном тексте? В начале истории мы читали, как человек хочет с земли прорваться на небо. Всё творение было разделено границей: земля и небо, день и ночь, свет и тьма, суша и море. Всё творение держится на границах. Человек действительно должен был соединять небо и землю, но не переселяться с земли на небо – то, чем человек постоянно болен: захватить место Всевышнего. Это случилось прежде всего с Хавой, которая захотела быть как Бог, это случилось, как мы говорили, с Каином, который захотел быть партнёром Всевышнего. Человек хотел прорваться с земли на небо. Здесь мы видим другую историю, когда небесное хочет прорваться к земному, когда небесное находит красоту в земном. Порча зашла так далеко, что уже и ангелы стали соблазняться дочерями человеческими. Может быть, ангелы, которые живут на земле, ангелы-посланники, может, ангелы небесные, но, так или иначе, возник такой соблазн на небесах, и они стали выбирать дочерей и входить к ним.
וַיֹּאמֶר יְהוָה לֹא־יָדוֹן רוּחִי בָאָדָם לְעֹלָם בְּשַׁגַּם הוּא בָשָׂר וְהָיוּ יָמָיו מֵאָה וְעֶשְׂרִים שָׁנָה:
wajomer adonáj lo-jadón ruchí wa’adám le’olám beschaggám hu wassár wehajú jamáw me’á we’esrím schaná
ваёмер адона́й ло-ядо́н рухи́ ваада́м леола́м бешага́м Ѓу васа́р веЃаю́ яма́в меа́ веэсри́м шана́
3. Und der HERR sprach: „Nicht soll ewig rechten (oder sich abplagen) mein Geist im Menschen, denn auch er ist Fleisch. Und seine Tage sollen 120 Jahre sein.“
3. И сказал Господь: «Да не будет вечно судиться (или колотиться) Дух мой в человеке, потому что и он плоть. И будут дни его 120 лет».
Was für ein erstaunlicher Satz, und wie passt er in unseren Kontext? Natürlich, wenn das Himmlische ins Irdische einzudringen beginnt, das Himmlische in der irdischen Natur zu wirken beginnt, kann man an ewiges Leben denken. Wir erinnern uns, dass der Mensch den Weg zum Baum des Lebens verloren hat, und hier auf einmal – Engel, die zu den Töchtern der Menschen eingehen (oder meinetwegen Söhne Gottes). Vielleicht wird das eine noch unglaublichere Lebensdauer hervorbringen. Der Höchste sagt, dass sogar diejenigen, die aus der Verbindung mit Engeln geboren wurden, sogar sie – trotzdem Fleisch sind, obwohl es uns scheint oder von außen scheinen mag, dass sie eine übernatürliche Natur besitzen. Aber wenn Kinder Gottes mit dem Geist Gottes in den Menschen herabsteigen, dann ist das nicht für ewig. Der Höchste hat genau dieser Art, sagen wir so, von Lebewesen eine Grenze von 120 Jahren gesetzt.
Что за удивительная фраза и как она попадает в наш контекст? Естественно, когда небесное начинает проникать в земное, небесное начинает действовать в земной природе, можно подумать о вечной жизни. Помним, что человек лишился пути к Дереву жизни, и здесь вдруг – ангелы, которые входят к дочерям человеческим (или пусть сыны Божьи). Может быть, это породит какую-то ещё более невероятную продолжительность жизни. Всевышний говорит, что даже те, кто родился от связи с ангелами, даже они – всё равно плоть, хотя нам кажется или может показаться со стороны, что они обладают сверхъестественной природой. Но если дети Божьи с духом Божьим спускаются в человека, то это не навечно. Всевышний поставил границу именно этому виду, так скажем, живых существ в 120 лет.
הַנְּפִלִים הָיוּ בָאָרֶץ בַּיָּמִים הָהֵם וְגַם אַחֲרֵי־כֵן אֲשֶׁר יָבֹאוּ בְּנֵי הָאֱלֹהִים אֶל־בְּנוֹת הָאָדָם וְיָלְדוּ לָהֶם הֵמָּה הַגִּבֹּרִים אֲשֶׁר מֵעוֹלָם אַנְשֵׁי הַשֵּׁם:
hannefilím hajú wa’árez bajamím hahém wegám acharé-chén aschér jawóu benéj ha’elohím el-benót ha’adám wejaledú lahém hémma haggibborím aschér me’olám anschéj haschém
Ѓанефили́м Ѓаю́ ваа́рец баями́м ЃаЃе́м вега́м ахаре́-хэ́н аше́р яво́у бенэ́ ЃаэлоЃи́м эль-бено́т Ѓаада́м веяледу́ лаѓе́м Ѓе́ма Ѓагибори́м аше́р меола́м анше́ Ѓаше́м
4. Es gab Riesen zu jener Zeit, in jenen Tagen auf der Erde, und auch später, weil die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen. und sie gebaren ihnen Helden (oder starke Männer), die immer starke (oder bekannte) Leute waren (die immer bekannt wurden).
4. Были великаны в то время, в те дни на земле, и позже также, потому что сыновья Божии входили к дочерям человеческим. и рождали им они героев (или сильных мужей), которые всегда были сильными (или известными) людьми (которые всегда становились известными).
Gut möglich, dass die Töchter der Menschen aus dieser erstaunlichen Verbindung mit den Söhnen Gottes Überwesen gebaren, irgendwelche Giganten, irgendwelche unverhältnismäßig großen Menschen. Und auch später kam so etwas vor. Und uns scheint (vielleicht als Lektion), dass wir, wenn wir einen Menschen mit irgendwelchen übernatürlichen Fähigkeiten sehen, irgendeinen besonders begabten Menschen, plötzlich denken und sagen können: „Oh, was für ein großer Mensch er ist! Vielleicht ist er halb Engel, vielleicht ist er überhaupt ein Gottmensch?“ Aber jeder Mensch aus Blut und Fleisch ist sterblich; obwohl in ihm der Geist Gottes wohnt, ist er doch Fleisch, und der Geist Gottes wird nicht ewig in ihm wohnen. Sein Leben wird 120 Jahre sein. Und das betrifft auch jene Hünen, die in jenen Tagen auf der Erde waren.
Вполне возможно, что дочери человеческие от этой удивительной связи с сынами Божьими рожали сверхсуществ, каких-то гигантов, каких-то несообразно великих людей. И позже такое тоже бывало. И нам кажется (может быть, как урок), что, когда мы видим человека с какими-то сверхъестественными способностями, какого-то особо одарённого человека, мы вдруг можем подумать и сказать: «Ой, какой он великий человек! Может быть, он наполовину ангел, может быть, он вообще богочеловек?» Но любой человек из крови и плоти смертен; хотя в нём живёт Дух Божий, всё-таки он плоть и Дух Божий не вечно в нём будет жить. Будет его жизни 120 лет. И это касается и тех самых исполинов, которые были на земле в те дни.
Das Wort nafíl bedeutet nicht nur Hüne, sondern auch „Herabgefallener“, vom Wort linpól – fallen (nafál, zum Beispiel, bedeutet Fehlgeburt, „Ausgeworfener“, derjenige, der gefallen ist, ausgeworfen wurde, einen Fall vollzogen hat). Es gab, kann man sagen, auch Gefallene auf der Erde zu dieser Zeit. Das eröffnet uns das schwere Thema der gefallenen Engel, ihrer Existenz oder Nichtexistenz. Da das nicht im Text steht und das etwas ist, womit der Text überwuchert wurde, werde ich auf diese Frage nicht eingehen, außer dass ich ohnehin schon eine ausreichende Anzahl verschiedener Kommentare angeführt habe.
Слово нафи́ль означает не только исполин, но и «упаданец», от слова линпо́ль – пасть (нафа́ль, например, означает выкидыш, «выбросыш», тот, кто упал, был выкинут, совершил падение). Были, можно сказать, и падшие на земле в это время. Это открывает нам тяжёлую тему падших ангелов, их существование или несуществование. Поскольку этого в тексте нет, и это то, чем текст оброс, я не буду вдаваться в этот вопрос, кроме уже того, что я и так привёл достаточное количество разных комментариев.
Starke, bekannte Leute wird wörtlich übersetzt als Leute des Namens. Das heißt, es gab, sagen wir so, Celebrities, Medienfiguren jener Zeit, Menschen, die aus den Verbindungen der Töchter der Menschen mit den Söhnen Gottes geboren wurden. So war die Geschichte.
Сильные, известные люди дословно это переводится как люди имени. То есть были, скажем так, селебрити, медийные фигуры того времени, люди, которые рождались от связей дочерей человеческих с сынами Божьими. Вот такая была история.
Also, die Grenzen begannen zu zerreißen, nicht nur von der Erde zum Himmel, sondern auch vom Himmel zur Erde.
Итак, границы стали разрываться не только с земли на небо, но и с неба на землю.
וַיַּרְא יְהוָה כִּי רַבָּה רָעַת הָאָדָם בָּאָרֶץ וְכָל־יֵצֶר מַחְשְׁבֹת לִבּוֹ רַק רַע כָּל־הַיּוֹם:
wájar adonáj ki rabbá ra’át ha’adám ba’árez wechól-jézer machschewót libbó rak ra kol-hajom
ва́яр адона́й ки раба́ раа́т Ѓаада́м баа́рец вехо́ль-е́цер махшево́т либо́ рак ра коль-Ѓаём
5. Und der HERR sah, dass das Böse des Menschen groß war auf der Erde und alles, was die Gedanken seines Herzens hervorbringen, – nur Böses den ganzen Tag.
5. И увидел Господь, что велико зло человека на земле и всё, что производит думы сердца его, – только зло целый день.
Wenn die Engel das Gute der Töchter der Menschen sahen und dass sie gut sind, so sieht Gott das hier ganz anders an und sagt, dass sie schlecht sind auf der Erde. Alle seine Wünsche, der adam, der Mensch, bei dem schon im Namen „Adam“ das Ähnlichwerden mit dem Höchsten angelegt ist, – all das ist zum Bösen, und der Mensch funktioniert nicht, arbeitet nicht als jene Brücke, als die er gedacht ist. Und diese Brücke wiederherzustellen, hat er auch nicht vor. Alles läuft falsch.
Если ангелы видели добро дочерей человеческих и то, что они хороши, то здесь Бог смотрит на это совсем по-другому и говорит, что пло́хи они на земле. Все свои желания адам, человек, у которого и в имени «Адам» заложено уподобление Всевышнему, – всё это во зло, и человек не срабатывает, не работает как тот мост, которым он задуман. И восстанавливать этот мост он тоже не собирается. Всё идёт не так.
וַיִּנָּחֶם יְהוָה כִּי־עָשָׂה אֶת־הָאָדָם בָּאָרֶץ וַיִּתְעַצֵּב אֶל־לִבּוֹ:
wajinnachém adonáj ki-assá et-ha’adám ba’árez wajit’azzéw el-libbó.
вайинахе́м адона́й ки-аса́ эт-Ѓаада́м баа́рец вайитъацэ́в эль-либо́.
6. Und der HERR bereute, den Menschen auf der Erde erschaffen zu haben, und wurde traurig in Seinem Herzen.
6. И раскаялся Господь, что сотворил человека на земле, и загрустил в сердце Своём.
Hier sehen wir ebenfalls dieselbe Wurzel, die, wie wir sagten, mit dem Wort nóach – jenachém (bereute) verbunden ist. Was ist das für ein seltsamer Satz: „Der HERR bereute, überlegte es sich anders“? Der, Der Allwissenheit, Allsicht, Voraussicht von allem besitzt – bereute? Der HERR liebte den Menschen, und die Reue liegt nicht darin, dass Er den Menschen erschuf, sondern darin, dass Er die Erde mit dem Menschen verband, darin, dass Er diese Mission in Seiner Liebe und Seiner Gnade dem Menschen auferlegte, und der Mensch hielt nicht stand, wurde mit dieser Funktion nicht fertig. Das ist keine Enttäuschung Gottes über Sich mit dem Gedanken: „Was für ein nichtsnutziger Gott war Ich doch, all das ‚zusammengepfuscht‘ zu haben.“ Das ist die Enttäuschung Gottes über den Menschen und über Sein Vertrauen in den Menschen. Aber auch von dieser Idee rückt der Höchste hier nicht ab, und daran hat sich nichts geändert, es muss einfach etwas in der Schöpfung geändert werden, damit die Menschheit und das ganze Projekt „Erde“ eine neue Chance bekommen. Gott hat Seinen Plan nicht aufgegeben. Der Mensch mit all seinen Problemen hat Gott nicht an Starrsinn übertroffen, hat Ihn nicht gezwungen, irgendwelche Seiner Ideen aufzugeben. Das ist eine Lektion auch für uns: Wie sehr wir auch versuchen mögen, diese Welt und unser Leben zu verderben und zu zerbrechen, Gott wird es uns nicht zerbrechen lassen, und es gibt immer die Möglichkeit der Berichtigung, Er wird uns nicht aufgeben. Vielleicht wird der Preis hoch sein, aber Gott gibt Seine Pläne nicht auf.
Здесь мы тоже видим тот же самый корень, который, как мы говорили, связан со словом но́ах – йенахе́м (раскаялся). Что это за странная фраза: «Господь раскаялся, передумал»? Тот, Кто обладает всезнанием, всеви́дением, предвидением всего – раскаялся? Господь любил человека, и раскаяние не в том, что Он сотворил человека, а в том, что Он связал землю с человеком, в том, что Он возложил эту миссию на человека в любви Своей и милости Своей, и человек не выдержал, не справился с этой функцией. Это не разочарование Бога в Себе с мыслью: «Какой же Я был непутёвый Бог, что «понатворил» всё это». Это разочарование Бога в человеке и в Его доверии к человеку. Но и от этой идеи Всевышний здесь не отказывается, и в этом ничего не изменилось, просто нужно изменить не́что в творении, чтобы человечество и весь проект «Земля» получили новый шанс. Бог не отказался от Своего плана. Человек со всеми его проблемами не переупрямил Бога, не заставил Его отказаться от каких-либо Своих идей. Это урок и для нас: как бы мы ни пытались испортить и сломать этот мир и свою жизнь, Бог не даст нам её сломать, и всегда есть возможность исправления, Он от нас не откажется. Может быть, цена будет высокой, но Бог не отказывается от Своих планов.
Wir haben über die Verletzung der Grenzen gesprochen. Die ersten Grenzen in der irdischen Welt sind die Grenzen, die entstanden, als das Wasser zurückwich und das trockene Land erschien, es entstanden Grenzen zwischen dem Wasser und dem trockenen Land, es erschienen Wassertiere und Tiere, die auf dem trockenen Land leben. Und jetzt, da die Erde aus dem Wasser hervorgegangen, herausgekommen ist, soll gerade das Wasser die Erde reinigen. Der Höchste bereitet die Sintflut vor. Wir werden darüber noch lesen, das wird im nächsten Kapitel sein.
Мы говорили о нарушении границ. Первые границы в мире земном – это границы, которые возникли, когда отошла вода и явилась суша, появились границы между водой и сушей, появились водные животные и животные, которые живут на суше. И сейчас, поскольку земля произошла, вышла из воды, именно вода должна очистить землю. Всевышний готовит Потоп. Мы об этом ещё почитаем, это будет в следующей главе.
וַיֹּאמֶר יְהוָה אֶמְחֶה אֶת־הָאָדָם אֲשֶׁר־בָּרָאתִי מֵעַל פְּנֵי הָאֲדָמָה מֵאָדָם עַד־בְּהֵמָה עַד־רֶמֶשׂ וְעַד־עוֹף הַשָּׁמָיִם כִּי נִחַמְתִּי כִּי עֲשִׂיתִם:
wajomer adonáj emché et-ha’adám ascher-baráti me’ál penéj ha’adamá me’adám ad-behemá ad-rémes we’ád-óf haschamájim ki nichámti ki assitím
ваёмер адона́й эмхэ́ эт-Ѓаада́м ашер-бара́ти меа́ль пенэ́ Ѓаадама́ меада́м ад-беѓема́ ад-рэ́мес веа́д-о́ф Ѓашама́йим ки ниха́мти ки асити́м
7. Und der HERR sprach: „Auslöschen werde Ich den Menschen, den Ich erschaffen habe, vom Angesicht der Erde, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Kriechtier und bis zum Vogel des Himmels, denn Ich bin enttäuscht.“
7. И сказал Господь: «Сотру человека, которого Я сотворил, с лица земли, от человека до скота, до пресмыкающегося и до птицы небесной, потому что Я разочаровался».
Der Mensch, so haben wir am Anfang des Kapitels gelesen, hat sich auf der Erde vermehrt. Jetzt sagt der Höchste: „Ich werde ihn vom Angesicht der Erde auslöschen. Ich bin enttäuscht, sie erschaffen zu haben.“ Hier wieder ein Wort mit der Wurzel nacham, wie auch in Bereschit (5,29), als wir sagten, dass Lemech über Noach prophezeit.
Человек, мы читали в начале главы, умножился на земле. Сейчас Всевышний говорит: «Я сотру его с лица земли. Я разочаровался в том, что их сотворил». Здесь снова слово с корнем нахам, как и в Берешит (5:29), когда мы говорили, что Лемех пророчествует о Ноахе.
Wen plant der Höchste nicht zu entfernen, wer gehört nicht zu dieser Liste? Nun, natürlich die Fische. Möglicherweise gibt es hier noch einen alten, schon früher erwähnten Aspekt. Der Höchste sagt: „Ich habe den Menschen erschaffen, ihn auf die Erde gesetzt.“ Und mit der Erde gab es von Anfang an Probleme, noch vor der Erschaffung des Menschen. Wir haben, als wir Bereschit (3,3) studierten, über die Baum-Frucht gesprochen, den Baum, der Frucht bringt, und jetzt sagt der Höchste, dass man alles von Neuem beginnen muss, bei der Erde selbst. „Ich werde alles auslöschen, was auf der Erde ist, alles, was die Erde hervorgebracht hat“ – aber nicht die Fische; die Fische werden nicht umkommen. Wer wird noch nicht umkommen?
Кого Всевышний не планирует удалять, кто в этот список не входит? Ну конечно же, рыбы. Возможно, тут ещё один старый, уже упомянутый ранее аспект. Всевышний говорит: «Я сотворил человека, поместил его на земле». А с землей с самого начала были проблемы, ещё до сотворения человека. Мы говорили, изучая Берешит (3:3), про дерево-плод, дерево, приносящее плод, и сейчас Всевышний говорит, что нужно начинать всё заново, с самой земли. «Я сотру всё, что на земле, всё, что произвела земля» – но не рыб; рыбы не погибнут. Кто ещё не погибнет?
וְנֹחַ מָצָא חֵן בְּעֵינֵי יְהוָה:
wenóach máza chen be’enéj adonáj
вено́ах ма́ца хэн беэнэ́ адона́й
8. Aber Noach fand Gnade in den Augen des Höchsten.
8. А Ноах нашёл милость в глазах Всевышнего.
Hier endet der Wochenabschnitt Bereschit. In Wirklichkeit wird der Leser hier in Spannung gehalten. Wir wissen ja, wie das alles enden wird, aber für den Leser ist hier natürlich ein großes Rätselraten. Was wird weiter geschehen, wird Noach es schaffen, wird die Welt vernichtet werden? All das endet für den Leser, der zum ersten Mal liest, an der spannendsten Stelle.
Здесь заканчивается недельная глава Берешит. На самом деле, читатель здесь держится в напряжении. Мы-то знаем, чем оно всё закончится, но для читателя здесь, конечно же, большая интрига. Что же дальше будет, справиться ли Ноах, будет ли уничтожен мир? Всё это для читателя, кто читает в первый раз, заканчивается на самом интересном месте.
Das Rätsel des Wortes „Elohim“
Загадка слова «Элоѓим»
Wir werden die ersten Worte der Tora lesen:
Мы прочитаем первые слова Торы:
בְּרֵאשִׁית בָּרָא אֱלֹהִים אֵת הַשָּׁמַיִם וְאֵת הָאָרֶץ׃
bereschít bará elohím et haschamájim we’ét ha’árez
береши́т бара́ элоѓи́м эт ѓашама́йим веэ́т ѓаа́рец
1. Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
1. Вначале сотворил Бог небо и землю.
Dieselben Worte kann man übersetzen als im Anfang der Erschaffung von Himmel und Erde durch Gott, und die Erzählung wird sich ein wenig unterscheiden. Schon in den allerersten Versen der Tora, in den allerersten Worten der Tora sind unterschiedliche Lesarten im Verständnis möglich, und das ist sehr wichtig für das Durchdenken des Wochenabschnitts Bereschit. Er ist so lakonisch, so kurz, und enthält Informationen über unglaublich wichtige Ereignisse, über die grundlegendsten Ereignisse unseres Glaubens, über die für das Verständnis des Weltgebäudes entscheidendsten Ereignisse. Und natürlich hat das eine Vielzahl von Kommentaren hervorgebracht, eine Vielzahl weiser Betrachtungen über diesen Abschnitt. Und zugleich besteht ständig die Gefahr, dass wir in dem Bestreben, diese Symbole zu verstehen, unser Verständnis in die Deutung dieser Symbole hineinschreiben wollen, dass wir uns selbst betrügen und uns nicht mehr auf der Grundlage der Tora aufbauen, indem wir die Tora studieren, sondern selbst die Tora schreiben, indem wir in sie jene Auffassungen hineinschreiben, die unserem Glauben am meisten entsprechen und am besten zu unseren Vorstellungen vom gesunden Menschenverstand passen. Das ist sehr gefährlich. Und gerade bei der Auslegung des Wochenabschnitts Bereschit können wir mit dem Finger zeigen: „Da ist es doch! Da ist doch das, was auf das hinweist, woran ich glaube!“ Und das wird ein großer Fehler sein. Das ist eine große Versuchung beim Lesen des Wochenabschnitts. Deshalb, wenn wir irgendeinem Kommentar begegnen, der uns sehr gefällt und uns sehr am Herzen liegt, lohnt es sich immer zu prüfen: Schreibt unser Herz die Tora, oder wird die Tora auf unser Herz geschrieben. Das gilt für die ganze Schrift und gilt besonders für den Wochenabschnitt Bereschit.
Эти же самые слова можно перевести в начале сотворения Богом неба и земли, и рассказ будет немного отличаться. Уже в самых первых стихах Торы, в самых первых словах Торы возможны разночтения в понимании, и это очень важно для осмысления недельной главы Берешит. Она настолько лаконична, настолько коротка, и содержит в себе информацию о событиях невероятно важных, о самых основополагающих событиях нашей веры, о самых ключевых для понимания мироздания событиях. И, конечно же, это породило множество комментариев, множество мудрых размышлений об этой главе. И вместе с тем постоянно существует опасность, что, стремясь понять эти символы, мы захотим вписать наше понимание в толкование этих символов, мы обманем себя и уже не будем отстраиваться на основании Торы, изучая Тору, но будем сами писать Тору, вписывая в неё те понимания, которые наиболее соответствуют нашей вере и наиболее подходят нашим представлениям о здравом смысле. Это очень опасно. И именно в толковании недельной главы Берешит мы можем пальцем указать: «Вот же! Вот же то, что указывает на то, во что я верю!» И это будет большой ошибкой. Это большой соблазн при чтении недельной главы. Поэтому, когда мы встречаем какой-то комментарий, который нам очень нравится и очень нам по сердцу, всегда стоит проверять: это наше сердце пишет Тору или Тора пишется на нашем сердце. Это актуально для всего Писания и особенно актуально для недельной главы Берешит.
Und wir beginnen nun das Gespräch über das dritte Wort in der Tora. Die Tora beginnt mit den Worten bereschít bará Elohím. Bereschit (im Anfang) – ein Wort für sich, über das man viel sprechen kann; bara (schuf); Elohim (Gott). Und eben über das Wort Elohim werden wir sprechen.
А мы с вами начнём разговор о третьем слове в Торе. Тора начинается словами береши́т бара́ Элоѓи́м. Берешит (в начале) – само слово, о котором можно говорить много; бара (сотворил); Элоѓим (Бог). Вот о слове Элоѓим мы с вами и поговорим.
Die Sache ist die, dass jeder Mensch, der auch nur ein wenig mit der Grammatik des Hebräischen vertraut ist, euch sagen wird, dass das Wort Elohim einem Wort in der Mehrzahl ähnelt. Tatsächlich erhält ein Substantiv männlichen Geschlechts im Hebräischen in der Mehrzahl in der Regel die Endung –im. Zum Beispiel: bajt (Haus) – batim (Häuser); sefer (Buch) – sfarim (Bücher). Und es ist logisch anzunehmen, dass man das Wort elohim als Götter verstehen könnte. Dann würde es lauten: „Im Anfang der Erschaffung von Himmel und Erde durch Götter“ oder: „Im Anfang schuf Götter den Himmel und die Erde“.
Дело в том, что любой человек, который хоть немного знаком с грамматикой иврита, скажет вам, что слово Элоѓим похоже на слово множественного числа. Действительно, существительное мужского рода в иврите во множественном числе приобретает, как правило, окончание –им. Например: байт (дом) – батим (дома); сэфер (книга) – сфарим (книги). И логично предположить, что слово элоѓим можно было бы понять как боги. Тогда звучало бы: «В начале сотворения богами неба и земли» или: «В начале сотворил боги небо и землю».
Natürlich besteht, wenn wir eine so erstaunliche Erscheinung sehen, die Versuchung, ihr die Bedeutung zuzuschreiben, die wir gern hätten. Deshalb sagen zum Beispiel die Anhänger der trinitarischen Theorie: „Na da ist es doch! Die Mehrzahl des Wortes elohim weist darauf hin, dass Gott eine Dreieinigkeit ist. Warum sehen diese sturen Juden das denn nicht in der Tora?“ Andere sagen: „Na da ist doch der Beleg dafür, dass die Juden nicht immer Monotheisten waren! Da habt ihr einen Beleg für den alten Polytheismus – die Mehrzahl des Wortes elohim.“
Естественно, когда мы видим такое удивительное явление, есть соблазн приписать ему то значение, которое нам хочется. Поэтому, например, сторонники тринитарной теории и говорят: «Ну вот же! Множественное число слова элоѓим указывает на то, что Бог – троица. Почему же эти упрямые евреи не видят этого в Торе?» Другие говорят: «Ну вот же свидетельство того, что евреи не всегда были монотеистами! Вот вам свидетельство древнего политеизма – множественное число слова элоѓим».
Wie soll man es nun doch verstehen? Warum steht dieses Wort, das doch das Monotheistische (die Einzigkeit) symbolisieren sollte, gerade dieses Wort, dieses erste Substantiv, das in der Tora vorkommt, in der Form der Mehrzahl. Warum ist es so gekommen?
Как же всё-таки понимать? Почему это слово, которое должно было бы символизировать монотеистичность (единственность), именно это слово, это первое существительное, которое встречается в Торе, стоит в форме множественного числа. Почему так случилось?
Das Wort Elohim stammt tatsächlich vom Singular Eloha – starker Gott; der Kraft besitzt; der die Quelle der Kraft ist. Tatsächlich gab es Götter, zum Beispiel, des Weinanbaus, des Linsenanbaus, es gab sehr lustige Götter, Götter des Spotts oder sogar Götter der Darmwinde, es gab Götter der Jagd und Götter des Fischfangs. Jeder Gott besaß Kraft in irgendeinem seiner engen Bereiche, alle Götter der Heiden waren enge Spezialisten, und das war für sie etwas Natürliches. Elohim weist darauf hin, dass Gott, der den Himmel und die Erde geschaffen hat – Er ist der Allmächtige. Der Allmächtige bedeutet nicht der Stärkste unter den Göttern, mit keinen Göttern, mit keinen Kräften gedenkt Er sich an Kraft zu messen. Elohim – das ist die Quelle alles Starken, die Quelle, die Leben gibt, die allem Kraft gibt, Er ist der, der Kraft gibt, die Quelle der Kraft. Deshalb kann nichts stark sein ohne Ihn, nichts kann natürlich stärker sein als Er, und keine andere Kraft existiert außerhalb von Ihm. Der allmächtige Gott ist der Gott aller Kräfte.
Слово Элоѓим происходит, действительно, от единственного числа Элоѓа – Бог сильный; обладающий силой; являющийся источником силы. Действительно, были боги, например, выращивания винограда, выращивания чечевицы, были очень смешные боги, боги насмешки или даже боги кишечных газов, были боги охоты и боги рыбалки. Каждый бог обладал силой в какой-то своей узкой области, все боги язычников были узкими специалистами, и это было для них чем-то естественным. Элоѓим указывает на то, что Бог, сотворивший небо и землю – Он Всесильный. Всесильный не означает самый сильный из богов, ни с какими богами, ни с какими силами Он не собирается силами мериться. Элоѓим – это источник всего сильного, источник, дающий жизнь, дающий силу всему, Он тот, кто даёт силу, источник силы. Поэтому ничего не может быть сильным без Него, ничего естественно не может быть сильнее Его, и никакой другой силы вне Его не существует. Всесильный Бог – это Бог всех сил.
Es gibt noch einen ähnlichen Namen des Höchsten. Er wird Zwaót genannt – Gott der himmlischen Heerscharen. Der Singular zawá (Heerschar), der Plural zwaót (Heerscharen), in der russischen Übersetzung klingt das wie SawaofSawaof ist die russische Form dieses Namens. In deutschen Bibeln heißt er Zebaoth.. Zwaót – Gott der Heerscharen. Nur bei Ihm gibt es himmlische Heerscharen, keine anderen himmlischen Heerscharen gibt es, Er ist der Gott, der die Heerscharen lenkt, Er ist der Gott, dem alle Kräfte gehören, Er ist die Quelle aller Kraft auf der Erde. Das ist die passendste Deutung des Wortes Elohim, wenn wir es in der Mehrzahl verstehen.
Есть ещё одно похожее имя у Всевышнего. Он назван Цвао́т – Бог небесных воинств. Единственное число цава́ (воинство), множественное число цвао́т (воинства), в русском переводе это звучит как Саваоф. Цвао́т – Бог воинств. Только у Него есть небесные воинства, никаких других небесных воинств нет, Он Бог, который управляет воинствами, Он Бог, которому принадлежат все силы, Он источник всякой силы на земле. Это наиболее подходящее толкование слова Элоѓим, если мы понимаем его во множественном числе.
Es gibt auch eine andere Variante. Das Wort Elohim, stellt, obwohl es wie ein in der Mehrzahl gebrauchtes Wort erscheint, überhaupt keine Mehrzahlform dar. Als Noach geboren wird, wird über ihn eine Prophezeiung gesagt, dass er mit dem Namen Noach genannt werden wird, denn „…er wird trösten (jenachem) vom Kummer unserer Hände“. Warum ist das Wort noach mit dem Wort jenachem verbunden? Woher kommt das zusätzliche Buchstäbchen ם (Mem)? In den alten semitischen Sprachen gab es die Erscheinung der Mimation: Ein Kehllaut schloss das Wort nicht ab, der Mensch konnte nicht noach sagen, er sagte noachm. Und dieses –em wurde in vielen Sprachen in der Schrift nicht festgehalten. Heute existiert es in vielen Dialekten des Arabischen, wird aber nicht transliteriert, nicht in der Schrift festgehalten. Und es gibt die Erscheinung der Mimation, wenn ein ם (Mem) hinzugefügt wird, es gibt die Erscheinung der Nunation, wenn ein –Nun hinzugefügt wird – das sind Besonderheiten der Phonetik semitischer Sprachen. Und es ist durchaus möglich, dass das Wort Elohim eine mimierte Form des Singulars des Wortes eloha ist, das heißt eine der Formen des Wortes Eloha in den semitischen Dialekten Kna’ans jener Zeit. Man kann es auch so verstehen, dass dieses Wort ein Wort im Singular mit Mimation ist. Darüber gibt es viele Streitigkeiten, ob es dort Mimation gab, ob es dort Nunation gab, aber ein solches Verständnis ist ebenfalls möglich.
Есть и другой вариант. Слово Элоѓим, несмотря на то что кажется словом, употреблённым во множественном числе, вообще не являет собой форму множественного числа. Когда рождается Ноах, про него говорится пророчество, что он будет назван именем Ноах, потому что «…он утешит (йенахем) от скорби рук наших». Почему слово ноах связано со словом йенахем? Откуда берётся дополнительная буковка ם (мем)? В древних семитских языках существовало явление мемации: гортанный звук не заканчивал сло́ва, человек не мог сказать ноах, он говорил ноахм. И вот этот –эм не записывался на письме во многих языках. Сегодня он существует во многих диалектах арабского языка, но не транслитерируется, не записывается на письме. И есть явление мемации, когда добавляется ם (мем), есть явление нунации, когда добавляется –нун – это особенности фонетик семитских языков. И вполне возможно, что слово Элоѓим – это мемированная форма единственного числа слова элоѓа, то есть одна из форм слова Элоѓа в семитских диалектах Кнаана того времени. Можно понять и так, что это слово – слово единственного числа с мемацией. Есть об этом множество споров, была ли там мемация, была ли там нунация, но такое понимание тоже возможно.
Wir werden versuchen, noch eine Erscheinung zu verstehen auf der Grundlage dessen, was wir über das Wort Elohim als Wort der Mehrzahl gesagt haben – Quelle aller Kräfte. Lasst uns Vers 27 aus Kapitel 1 lesen, der ebenfalls von Elohim spricht.
Мы попробуем понять ещё одно явление на основании того, что мы сказали о слове Элоѓим как о слове множественного числа – Источник всех Сил. Давайте почитаем стих 27 из 1 главы, который тоже говорит об Элоѓим.
וַיִּבְרָא אֱלֹהִים אֶת-הָאָדָם בְּצַלְמוֹ בְּצֶלֶם אֱלֹהִים בָּרָא אֹתוֹ זָכָר וּנְקֵבָה בָּרָא אֹתָם:
wajiwrá elohím et-ha’adám bezalmó bezélem elohím bará otó sachár unkewá bará otám
вайивра́ элоѓи́м эт-ѓаада́м бецальмо́ бецэ́лем элоѓи́м бара́ ото́ заха́р ункева́ бара́ ота́м
27. Und Gott schuf den Menschen nach Seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf Er ihn, Mann und Frau schuf Er sie.
27. И сотворил Бог человека по образу Своему, по образу Божьему сотворил его, мужчину и женщину сотворил их.
Die erstaunlich lakonische Tora, die, stellt euch vor, in nur ein paar Dutzend Versen die Grundlagen des Weltgebäudes darlegt, enthält plötzlich unerwartet eine solche Wiederholung: Wajiwrá elohím et-ha’adám bezalmó bezélem elohím bará otó – Und Gott schuf den Menschen nach Seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf Er ihn. Wenn geschrieben steht, dass Er nach Seinem Bild schuf, ist dann etwa nicht klar, dass Er nach dem Bild Gottes ihn schuf? Man kann das anders übersetzen, und dann verschwindet die Wiederholung: „Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild (das heißt nach dem Bild Adams), nach dem Bild Gottes schuf Er ihn.“ Als ob Adam, so wie er ist, jeder Adam, jeder Mensch nach seinem Bild geschaffen ist, nach dem für ihn bestimmten Bild, und nur im Potenzial bezélem elohím bará otó – nach dem Bild Gottes schuf Er ihn. Tatsächlich hat Adam, der einfachste Mensch, ein Atheist, ein primitiver Mensch, ein Mensch, der Gott nicht kennt, Macht über die Tiere, wie man sagt: Der Mensch zähmt die Tiere, aber die Tiere zähmen nicht den Menschen; der Mensch dressiert die Tiere, aber die Tiere dressieren nicht den Menschen; der Mensch bezwingt die Natur, passt die Natur an sich an, aber die Natur passt nicht den Menschen an sich an. Das heißt, im Menschen selbst, im Bild des Menschen selbst ist das Bild Gottes verborgen, und wenn wir auf das Bild des Menschen schauen, sehen wir in ihm das Bild Gottes dadurch, wie der Mensch über die Erde herrscht. Der Mensch ist nach dem Bild des Menschen und nach dem Bild Gottes geschaffen.
Удивительно лаконичная Тора, которая, представьте себе, всего в паре десятков стихов излагает основы мироздания, вдруг неожиданно содержит в себе такое повторение: Вайивра́ элоѓи́м эт-ѓаада́м бецальмо́ бецэ́лем элоѓи́м бара́ ото́ – И сотворил Бог человека по образу Своему, по образу Божьему сотворил его. Если написано, что сотворил по образу Своему, разве непонятно, что по образу Божьему сотворил его? Можно перевести это по-другому, и тогда повторение исчезнет: «И сотворил Бог человека по образу его (то есть по образу Адама), по образу Божьему сотворил его». Словно Адам как он есть, любой Адам, любой человек сотворён по образу его, по предназначенному для него образу, и только в потенциале бецэ́лем элоѓи́м бара́ ото́ – по образу Божьему сотворил его. Действительно, Адам самый простой человек, атеист, примитивный человек, человек, не знающий Бога, имеет власть над животными, как говорится: человек одомашнивает животных, а животные не одомашнивают человека; человек дрессирует животных, а животные не дрессируют человека; человек покоряет природу, подстраивает под себя природу, а природа не подстраивает под себя человека. То есть в самом человеке, в самом образе человека скрыт образ Божий, и, когда мы смотрим на образ человека, мы видим в нём образ Божий через то, как человек властвует над землёй. Человек сотворён по образу человека и по образу Бога.
Weiter werden wir darüber sprechen, wie Adam seine Kinder zeugte, nach welchem Bild. Aber es gibt im Menschen ein Potenzial geistlicher Macht, geistlicher Umgestaltung der Welt: die Welt nicht nur zu verändern, indem er in ihr Städte baut und sich die Natur unterwirft, sondern auch die Natur zu verändern, sie auf eine völlig andere geistliche Ebene zu heben. Darin bestand die ursprüngliche Bestimmung des Menschen – zélem elohím – das Bild Gottes zu verwirklichen. Aber alles hat sich verändert, und geblieben ist adám bezalmó – nach seinem Bild, der in verborgener Form das Bild Gottes in sich enthält.
Дальше мы будем говорить, как Адам родил своих детей, по какому образу. Но есть в человеке потенциал духовной власти, духовного преобразования мира, не только изменять мир, строя в нём города и подчиняя себе природу, но и изменять природу, поднимать её на совершенно иной духовный уровень. В этом было первоначальное предназначение человека – реализовывать цэ́лем элоѓи́м – образ Божий. Но всё изменилось и остался ада́м бецальмо́ – по образу своему, который в сокрытом виде содержит в себе образ Божий.
Das kann eine Einführung in eine andere Geschichte über das Bild des Menschen und das Bild Adams sein, darüber werden wir mit Gottes Hilfe noch sprechen, und das Thema der Mehrzahl des Wortes Elohim schließen wir hiermit ab.
Это может быть введением в другую историю об образе человека и образе Адама, об этом мы с вами ещё с Божьей помощью поговорим, а тему множественного числа слова Элоѓим мы на этом закрываем.
Ich füge hinzu, dass es tatsächlich Stellen in der Tora und in der Schrift gibt, wo das Wort Elohim mit Verben in der Mehrzahl verwendet wird, es gibt noch viele andere Beispiele, die einen über das Wort Elohim nachdenken lassen, und im Laufe des Lesens werden wir unbedingt zu ihnen zurückkehren, das hier aber können wir als eine gewisse allgemeine Einführung betrachten.
Добавлю, что действительно есть места в Торе и в Писании, когда слово Элоѓим используется с глаголами множественного числа, есть ещё множество других примеров, которые заставляют задуматься о слове Элоѓим, и по мере чтения мы к ним обязательно вернёмся, а это можем считать некоторым общим введением.
Denn vom Mann genommen
Ибо взята от мужа
Wir werden über die erste Begegnung Adams mit seiner Frau sprechen. Als Adam seine Frau sah, als der Höchste sie ihm brachte, sagt Adam unter anderem:
Мы поговорим о первой встрече Адама со своей женой. Увидев свою жену, когда Всевышний привел ему её, Адам среди всего прочего говорит:
לְזֹאת יִקָּרֵא אִשָּׁה כִּי מֵאִישׁ לֻקֳחָה־זֹּאת׃
lesót jikkaré ischá ki me’ísch lukocha-sót
лезо́т йикарэ́ иша́ ки меи́ш лукоха-зо́т
23. diese wird Ischa heißen, Denn sie ist vom Isch genommen.
23. эта будет называться иша, Потому что она взята от иш.
Traditionell übersetzen wir so (und das ist eine recht richtige Übersetzung): „Diese wird Frau heißen, denn sie ist vom Mann genommen.“ Hier ist klar, dass Adam, der den Tieren schon Namen gegeben hat, der Frau den Namen אשה (ischa) gibt. Das ist ein gewisses Wortspiel, und wir werden noch darauf zurückkommen.
Традиционно мы переводим так (и это достаточно правильный перевод): «Эта будет называться женою, потому что она взята от мужа». Здесь понятно, что Адам, который уже дал имена животным, дает женщине имя אשה (иша). Это определённая игра слов, и к ней мы ещё вернёмся.
Heute aber werden wir darüber sprechen, wie Adam sich selbst nennt. Sich selbst nennt Adam mit dem Wort איש (isch). Offenbar ist das, da wir diesem Wort vorher nicht begegnet sind, tatsächlich ein Name, den Adam sich selbst gegeben hat. Was bedeutet das Wort איש (isch – Mann)? An verschiedenen Stellen des Tanach kommt dieses Wort in der Bedeutung des ähnlichen Wortes יש (jesch – es gibt) vor – derjenige, der existiert. Zum Beispiel lesen wir im Buch Micha (6,10): „Gibt es noch im Haus des Sünders“. Das Wort es gibt יש steht hier genau in der Form, in der Bedeutung, die Adam verwendet. Im zweiten Buch Schmu’el (4,19), als die weise Frau dem König antwortet, verwendet auch sie das Wort isch: „Es gibt keine Möglichkeit, es existiert keine Möglichkeit auszuweichen“. Der Name des Vaters Davids – Jischaj wird gewöhnlich ישי (Jud-Schin-Jud) geschrieben, aber im Buch Diwre haJamim begegnen wir der Schreibung mit dem Buchstaben Alef. Wir sehen, dass die Bedeutung des Namens isch – das ist es gibt (der Seiende), wie Adam sich nennt. Einen sehr grandiosen, pompösen Namen hat er sich selbst ausgesucht. Davor haben wir im 2. Kapitel des Buches Bereschit gelesen: „Es gibt keinen Menschen, die Erde zu bearbeiten“ – Weadam ajin. אין (ajin) – es gibt nicht. Dieser Gegensatz, das Antonym des Wortes יש jesch (es gibt) – אין (es gibt nicht) kann sich in eine gewisse Ähnlichkeit von jesch verwandeln, wenn man die Buchstäbchen im Wort אין Alef-Jud-Nun (es gibt nicht) umstellt. Wenn man die zwei letzten Buchstaben vertauscht, erscheint das Wort אני (ani) – ich (Ego). Das kann ein Existierender sein, der nicht existiert, der einfach sein Fehlen beschönigt hat. Also, es gibt יש jesch – das echte Wesen, und es gibt אין ajin – das falsche, ausgedachte Wesen. Und Adam meint, dass er real existiert, das heißt real die Existenz des Schöpfers in dieser Welt fortsetzt, deshalb sagt er so eine grandiose und pompöse Sache: „Sie wird אשה ischa heißen (über die Bedeutung des Wortes ischa sprechen wir gesondert), denn sie ist vom Seienden genommen. Und ich, Adam, – der Seiende, von mir ist sie genommen.“
А сегодня мы поговорим о том, как Адам называет самого себя. Самого себя Адам называет словом איש (иш). Видимо, поскольку мы не встречали это слово раньше, это действительно имя, которое Адам дал самому себе. Что значит слово איש (иш – муж)? В разных местах Танаха это слово встречается в значении похожего слова יש (еш – есть) – тот, кто существует. Например, в книге Михи (6:10) читаем: «Есть ли ещё в доме грешника». Слово есть ישздесь именно в том виде, в том значении, которое использует Адам. Во второй книге Шмуэля (4:19), когда мудрая женщина отвечает царю, она тоже использует слово иш: «Нет возможности, не существует возможности уклониться». Имя отца Давида – Ишай обычно пишется ישי (юд-шин-юд), но в книге Диврей ѓаямим мы встречаем написание с буквой алеф. Мы видим, что значение имени иш – это есть (сущий), как называет себя Адам. Очень грандиозное, помпезное имя он выбрал самому себе. До этого во 2-ой главе книги Берешит мы читали: «Нет человека обрабатывать землю» – Веадам айин. אין (айин) – нет. Это противопоставление, антоним слова יש еш (есть) – אין (нет) может превращаться в некоторое подобие еш, если переставить буковки в слове אין алеф-юд-нун (нет). Если поменять местами две последние буквы, появится слово אני (ани) – я (эго). Это может быть существующий, который не существует, который просто приукрасил свое отсутствие. Итак, есть יש еш – подлинная сущность и есть אין айин – ложная, вымышленная сущность. И Адам считает, что он реально существует, то есть реально продолжает существование Творца в этом мире, поэтому он говорит такую грандиозную и помпезную вещь: «Она будет называться אשה иша (о значении слова иша мы поговорим отдельно), потому что она взята от сущего. А я, Адам, – сущий, она от меня взята».
Es wird ein wenig Zeit vergehen, ein Kapitel, und der Höchste wird die Frau fragen, wie es kam, dass sie sich verführen ließ und sündigte, indem sie von der Frucht des Baumes aß. Und die Frau wird antworten: „hanachasch (die Schlange) hischiani“. הישיאני (hischiani) – das ist ein erstaunliches Wort, ein vieldeutiges. Und viele übersetzen es als nahm zur Frau, ich selbst wende diese Auslegung oft an. Aber wenn wir heute in die Buchstaben eintauchen, die in den Wörtern drinstecken, dann werden wir sehen, dass das Wort hischiani aus dem Buchstäbchen ה (Hej) vorne besteht, das auf ein Fragezeichen hinweist. Das heißt, יש (jesch) bedeutet es gibt, und wenn wir fragen היש (ha-jesch), wird das bedeuten gibt es? Das heißt, das Buchstäbchen ה (Hej) kann man als Fragezeichen verstehen. Es bleiben die Buchstäbchen יש (Jud-Schin) – es gibt und אני ani – ejn, das heißt: „…die Schlange hat mich vor die Wahl gestellt, ob ich existiere, ob es mich יש (jesch) wirklich gibt oder ob ich – אני (ani) – ein ‚Es gibt‘ bin, das aus nichts gemacht istDieser Satz über das „leere Ego“ ist schon im Russischen grammatisch nicht eindeutig. Er wurde wörtlich übersetzt., nur ein leeres Ego. Vor eine solche Prüfung hat mich die Schlange gestellt: ob ich wirklich eine Seiende bin. Und ich habe gegessen. Ich habe diese Prüfung nicht bestanden.“ Das ist es, was die Frau dem Höchsten antwortet. „Nachasch (die Schlange) hat mich vor die Prüfung gestellt, ob ich wirklich an den Titel יש (jesch) heranreiche, an den Titel einer Seienden, oder ob ich einfach אני (ani) bin, das heißt ein gewisses Wesen, das einfach von meiner Einbildung gemalt ist.“
Пройдёт немного времени, одна глава, и Всевышний спросит жену, как так получилось, что она соблазнилась и согрешила, съев от плода дерева. И женщина ответит: «ѓанахаш (змей) ѓишиани». הישיאני (ѓишиани) – это удивительное слово, многозначное. И многие переводят его как взял в жёны, я сам часто применяю это толкование. Но, если сегодня мы ныряем в буквы, которые внутри слов, то мы увидим, что слово ѓишиани состоит из буковки ה (ѓэй) впереди, которая указывает на знак вопроса. То есть יש (еш) означает есть, а когда мы спросим היש (ѓа-еш), это будет означать есть ли? То есть буковку ה (ѓэй) можно понять как знак вопроса. Остаются буковки יש (юд-шин) – есть и אני ани – эйн, то есть «…змей поставил меня перед выбором, существую ли я, есть ли я יש (еш) действительно или я – אני (ани) – есть, который сделан из ничего, только пустое эго. Вот перед каким испытанием поставил меня змей: действительно ли я сущая. И я съела. Я не выдержала этого испытания». Это то, что женщина отвечает Всевышнему. «Нахаш (змей) поставил меня перед испытанием, действительно ли я тяну на звание יש (еш), на звание сущая или я просто אני (ани), то есть некая сущность, которая просто нарисована моим воображением».
Und gleich danach lesen wir, dass Adam sich für die Frau einen neuen Namen ausdenkt und sie nun mit dem Wort Chawa nennt – die allem Lebendigen Leben gibt. Über den Namen Chawa sprechen wir ein anderes Mal, auch er hat sehr viele Bedeutungen, es gibt sehr viele Fragen, die mit diesem Namen verbunden sind, aber jetzt ist es wichtig zu verstehen, dass Adam die Frau umbenannt hat. Obwohl der Name אשה (Ischa) der Frau erhalten blieb, gab Adam ihr doch einen neuen Namen, denn er begriff, nachdem er gefallen war, dass er all dem Pathos und all dem Deklaratorischen seiner Existenz, seines Wesens, nicht gewachsen war. Alles begann mit dem Stolz, und eben der Stolz hat Adam auch in sehr großem Maß im Stich gelassen.
И сразу после этого мы читаем, что Адам придумывает женщине новое имя и называет её уже словом Хава – дающая жизнь всему живому. Об имени Хава мы в другой раз поговорим, у него тоже очень много значений, есть очень много вопросов, связанных с этим именем, но сейчас важно понять, что Адам переименовал жену. Хотя имя אשה (Иша) сохранилось за женщиной, но Адам дал ей новое имя, потому что на весь тот пафос и всю ту декларативность своего существования, своей сущности, после того как пал, он понял, что не потянул. Началось всё с гордости, и гордость же Адама и подвела в очень большой степени.
Und Adam nannte den Namen seiner Frau Chawa
И нарёк Адам имя жене своей Хава
Letztes Mal haben wir mit euch über die Begegnung Adams und seiner Frau gesprochen. Adam, der sich selbst mit dem Wort isch nannte, was Mann bedeutet, sagte, dass seine Frau ischa heißen wird. ki me’ísch lukocha-sót (denn vom Mann genommen ist diese). Das Wort lukacha (genommen) – eine sehr seltene Form des Verbs lakachat (nehmen) – kommt selten in der Schrift vor, aber noch ein Mal werden wir dieses Verb sehr bald sehen, wenn der Höchste Adam die Strafe und das Urteil verkündet. Er sagt: „(Du wirst zurückkehren) el-haadamá (in die Erde), ki mimména lukáchta (denn du bist aus ihr genommen)“. Beachtet, das ist nicht Grammatik – das ist einfach ein Wortspiel: adám (Mensch) ist aus adamá (Erde) genommen, adám – adamá, ischá (genommen) von isch.
В прошлый раз мы говорили с вами о встрече Адама и его жены. Адам, который называл сам себя словом иш, что означает муж, сказал, что его жена будет называться иша. ки меи́ш лукоха-зо́т (потому что от мужа взята это). Слово лукаха (взята) – очень редкая форма глагола лакахат (брать) – редко встречается в Писании, но ещё один раз мы увидим этот глагол очень скоро, когда Всевышний объявляет Адаму наказание и приговор. Он говорит: «(Ты вернёшься) эль-ѓаадама́ (в землю), ки мимэ́на лука́хта (потому что ты из неё взят)». Обратите внимание, это не грамматика – это просто игра слов ада́м (человек) взят из адама́ (земля), ада́м – адама́, иша́ (взята) от иш.
Wie ähnlich das alles ist! Und wie man Adam in die Schranken gewiesen hat, wie man ihm erklärt hat, dass man nicht sagen sollte, dass du jemandem das Leben gegeben hast – von dir ist sie genommen, und durch dein Wesen hat sie das Leben empfangen! Adam hat die Lektion gelernt. Und sofort lesen wir, buchstäblich nachdem der Höchste Adam das Urteil verkündet hat: wajikrá haadám (und nannte Adam) schem ischtó (den Namen seiner Frau Chawwa) – Chawá, ki hi hajetá em kol-cháj (denn sie war die Mutter alles Lebendigen).
Как это всё похоже! И как Адама поставили на место, как ему объяснили, что не стоит говорить, что ты дал кому-то жизнь – от тебя она взята и твоей сущностью она получила жизнь! Адам урок усвоил. И сразу же мы читаем буквально после того, как Всевышний объявляет Адаму приговор, вайикра́ ѓаада́м (и назвал Адам) шем ишто́ (имя своей жены Хавва) – Хава́ ки ѓи ѓаета́ эм коль-ха́й (потому что она была матерью всего живого).
Der Name Chawá wird in alten Texten als Cheuua transkribiert, weil „wwa“ eher wie ein englisches w gelesen wurde. Aber heute wollen wir nicht auf die Phonetik achten, sagen wir einfach Chawwa oder Chawa im modernen Hebräisch, die die Mutter alles Lebendigen wurde.
Имя Хава́ в древних текстах транскрибируется, как Хэууа, потому что «вва» читался больше как английская w. Но сегодня не будем обращать внимание на фонетику, скажем просто Хавва или Хава в современном иврите, которая стала матерью всего живого.
Was bedeutet der Name Chawa? Wenn die Tora von Leuten geschrieben worden wäre, die zur Zeit des Zweiten Tempels lebten, hätten sie sicher geschrieben, dass Chawa, die Frau Adams, Chaja hieß – die Leben Gebende, oder Chajim – Leben, und dann wäre klar gewesen, welche Verbindung zwischen dem Namen Chawa und em kol-chaj (Mutter alles Lebendigen) besteht. Aber die Tora wurde viel früher geschrieben, und deshalb war schon zur Zeit des Zweiten Tempels die Verbindung zwischen dem Namen Chawa und dem Wort chajim fast verloren gegangen, so sehr verloren, dass die Übersetzer der Septuaginta, diejenigen, die die Tora ins Griechische übersetzten, diese Verbindung nicht aufzeigen konnten; deshalb übersetzten sie das Wort Chawwa als Wort und nicht als Namen, und es entstand Zoe. „Adam nannte seine Frau mit dem Namen Zoe – was Leben bedeutet“. Der heutige Name Zoe, der bei den Slawen beliebt ist, – das ist eine Übersetzung des Namens Chawa oder Chawwa.
Что значит имя Хава? Если бы Тору писали жившие во времена Второго Храма, они наверняка написали бы, что Хаву, жену Адама, звали Хайя – дающая жизнь или Хаим – жизнь, и тогда бы было понятно, какая связь имени Хава и эм коль-хай (мать всего живого). Но Тора была написана гораздо раньше, и поэтому уже во времена Второго Храма связь между именем Хава и словом хаим была почти утеряна, настолько утеряна, что переводчики Септуагинты, те, которые переводили Тору на греческий язык, не могли продемонстрировать эту связь, поэтому слово Хавва они перевели как слово, а не как имя и появилась Зоя. «Адам назвал свою жену именем Зоя – что значит жизнь». Современное имя Зоя, которое популярно у славян, – это перевод имени Хава или Хавва.
Was bedeutet denn nun der Name Chawa? Tatsächlich bedeutet der Name Chawa in alten Texten Leben. Jud geht oft in Waw über, und in den altsemitischen Sprachen klang der Name genau so: Chawa, oder Chewa, oder Chewat, und dann war alles klar. Aber allmählich entfernte sich der Name ein wenig vom Wort chajim, und das erlaubte, einige andere Bedeutungen in diesem Namen zu erschließen. Einige Kommentatoren sagen, dass Adam der Frau den Namen Chawa absichtlich gab, wobei er unter anderem auch ein gewisses Wortspiel mit dem Namen Chewja (Schlange auf Aramäisch) im Sinn hatte, damit Chawa ihr ganzes Leben lang daran denkt, dass da so eine trübe Geschichte mit der Schlange war, und damit dieses Ereignis sie beinahe ihr ganzes Leben lang verfolgt. Das ist eine der Deutungen des Namens Chawa. Mir fällt es schwer, eine solche Auslegung anzunehmen; ich sage oft, dass die Kommentare mehr über die Kommentatoren selbst sagen als über den Text der Tora. Mir scheint, dass Adam, der erste Mensch, seine Frau doch schützen wollte, und sie schützen selbst nach dem Fall, sie nicht bestrafen mit so einem, so einem Abstempeln.
Что же означает имя Хава? Действительно, в древних текстах имя Хава означает жизнь. Йуд часто переходит в вав и в древнесемитских языках имя так и звучало Хава, или Хэва, или Хэват, и тогда всё было понятно. Но постепенно имя немного отошло от слова хаим, это позволило раскрыть некоторые другие смысла в этом имени. Некоторые комментаторы говорят, что Адам дал жене имя Хава специально, подразумевая, в том числе, и некоторую игру слов с именем Хэвия (змея на арамейском языке), чтобы Хава всю жизнь помнила, что вот там была какая-то мутная история со змеёй и чтобы это событие преследовало её едва ли не всю жизнь. Это одно из пониманий имени Хава. Мне трудно принять такое толкование, я часто говорю, что комментарии больше говорят о самих комментаторах, чем о тексте Торы. Мне кажется, что Адам, первый человек, всё-таки хотел защитить свою жену и защитить её даже после падения, не наказывать её вот таким вот навешиванием ярлыка.
Was bedeutet denn nun der Name Chawa, wie kann man ihn noch verstehen? Der bekannte Kommentator Baal haTurim verbindet die Auslegung dieses Namens mit dem, was in Tehillim (19,3) geschrieben steht:
Что же означает имя Хава, как это можно ещё понять? Известный комментатор Бааль ѓаТурим связывает толкование этого имени с тем, что написано в Теѓилим (19:3):
יוֹם לְיוֹם יַבִּיעַ אֹמֶר וְלַיְלָה לְּלַיְלָה יְחַוֶּה-דָּעַת׃
jom lejom jabbia omer welajla lelajla jechawwe da’at
йом лейом йабиа омер вэлайла лелайла йехавэ даат
3. Tag für Tag führen sie Rede, und Nacht für Nacht enthüllen sie Wissen.
3. День за днём ведут речь и ночь за ночью раскрывают знания.
Eben dieses Letzte, das Wissen Enthüllende oder das Verstehen Aussprechende, wenn man wörtlich übersetzt, das verständlich Machende, das klar Machende, das offensichtlich Machende – das ist die Bedeutung des Namens Chawa.
Вот это последнее, раскрывающее знание или проговаривающее понимание, если дословно переводить, делающее понятным, делающее ясным, делающее очевидным – это значение имени Хава.
Es gibt eine gewisse Parallele, die man in den aramäischen Übersetzungen sehen kann. Wenn die Tora davon erzählt, dass der Höchste Adam die Seele einhauchte und Adam zu einer lebendigen Seele wurde, sagt die aramäische Übersetzung: „Adam wurde zu einer redenden Seele“. So ist auch Chawa eine Frau, die die Fähigkeit zu reden besitzt. Was bedeutet das? Derselbe Baal haTurim sagt: „Von den zehn Maß an Gespräch, an Reden, die in diese Welt gefallen sind, haben sich 9 die Frauen genommen“. Im einfachen Verständnis, im allerprimitivsten Verständnis kann man sagen: „Na, was sind diese Frauen doch alle für Plaudertaschen. Sie reden aber gern“. Das ist wahr, Schwestern, Frauen reden gern, aber darum geht es nicht. Was ist überhaupt Rede? Was ist überhaupt Gespräch? Wenn die Luft aus der Lunge des Menschen kommt, durch die Stimmbänder geht, durch die Zunge, durch die Lippen, durch den ganzen Sprechapparat, durch die ganze Artikulation, wird der Laut gleichsam in Stückchen zerschnitten, es entsteht eine solche Detaillierung, die den einfachen Lufthauch, der keinerlei Information in sich enthält, informativ macht, ihn so zerschneidet, dass er verständlich wird, der Atem des Menschen verwandelt sich in Rede. Der Same des Mannes enthält, wenn er in die Frau gelangt, nichts in sich. Im Inneren der Frau entstehen zuerst drei Röhrchen – der Anfang des Embryos. Dann entwickeln sich immer mehr und mehr Teilchen, und alle Organe des Menschen, alle Organe des kleinen Kindes bilden sich im Inneren des Mutterleibs der Frau, die Details werden gleichsam ausgesprochen, und auch das Kind wird auf diese Weise ausgesprochen und wird zu einem lebendigen Wesen. Dieses Reden der Frau ist ihre Fähigkeit zu gebären, die Fähigkeit, die Ideen des Mannes zu realen Ideen zu machen, die Fähigkeit, jede Idee real zu machen. Die Frau gebiert nicht nur Kinder, die Frau gebiert die Ideen und Pläne ihres Mannes. Sie ist das Werkzeug ihrer Verwirklichung im Leben, selbst wenn sie selbst sich dessen nicht bewusst ist. Das ist die Natur Chawas. Deshalb sind die Frauen mit der Eigenschaft Bina verbunden – der Fähigkeit zu trennen, verständlich zu machen.
Есть определённая параллель, которую можно увидеть в арамейских переводах. Когда Тора рассказывает о том, что Всевышний вдунул душу в Адама и Адам стал душой живой, арамейский перевод говорит: «Адам стал душой говорящей». Вот и Хава – это женщина, обладающая способностью говорить. Что это значит? Тот же Бааль ѓаТурим говорит: «Из десяти мер разговора, говорения, которые упали в этот мир, 9 взяли себе женщины». В простом понимании, в самом примитивном понимании можно сказать: «Ну и болтушки же все эти женщины. Любят они поговорить». Это правда, сестры, женщины любят поговорить, но не об этом речь. Что такое вообще речь? Что такое вообще разговор? Когда воздух исходит из легких человека, проходит через голосовые связки, через язык, через губы, через весь речевой аппарат, через всю артикуляцию, звук как бы разрезается на кусочки, получается такая детализация, которая делает простое дуновение воздуха, не содержащее в себе никакой информации, информативным, разрезает его так, что оно становится понятным, дыхание человека превращается в речь. Семя мужчины, когда попадает в женщину, ничего в себе не содержит. Внутри женщины сначала рождаются три трубочки – начало зародыша. Затем развивается всё больше и больше деталек, и все органы человека, все органы маленького ребёнка формируются внутри утробы женщины, как бы проговариваются детали и ребёнок тоже, таким образом, проговаривается и становится живым существом. Это говорение женщины – это её способность рожать, способность делать идеи мужа реальными идеями, способность сделать любую идею реальной. Женщина рожает не только детей, женщина рожает идеи и планы своего мужа. Она инструмент их воплощения в жизнь, даже если она сама это не осознает. Вот это природа Хавы. Поэтому женщины связаны с качеством бина – способностью разделять, делать понятным.
Als der Höchste die Frau macht, ist gesagt, dass der Höchste wejawén. Es wird das Verb „und richtete ein, machte sie zu einer Vorrichtung“ verwendet. Die Frau kann irgendwelche Mechanismen schaffen, irgendwelche zusammenwirkenden Vorrichtungen, die es den Ideen erlauben, real zu sein, mit dieser Welt in Berührung zu kommen und sich in dieser Welt zu verkörpern. Deshalb ist über die Frau namens Chawa, die allererste Frau, gesagt, dass sie die Mutter alles Lebendigen wurde. Wie das – alles Lebendigen? Alles Lebendigen – das heißt nicht nur des Menschen, sondern auch des Krokodils, des Nilpferds, des Affen, des Pottwals und des grünen Papageis. Warum ist das so? Weil die Frau Chawa der Welt eben diese Eigenschaft gegeben hat, das Einfache umzuwandeln, es in Details zu zerteilen, die Eigenschaft gegeben hat, dass die Heiligkeit des Höchsten zur Heiligkeit des alltäglichen, routinemäßigen Lebens wird. Darin liegt die Einzigartigkeit der Natur Chawas. Darin liegt die Besonderheit, der tiefe Sinn von die Leben Gebende. Das Leben des Menschen ist die Detaillierung seines inneren Wesens in dieser Welt, und darüber werden wir noch sprechen, vielleicht, wenn wir über die Namen im Allgemeinen sprechen. Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass der ganzen Welt sowohl die Frau Chawa in ihrer Gestalt als auch alle Frauen die Fähigkeit geben zu gebären, die Fähigkeit, Ideen zu verkörpern.
Когда Всевышний делает женщину, сказано, что Всевышний вэявэ́н. Используется глагол «и устроил, сделал её устройством». Женщина может создавать какие-то механизмы, какие-то взаимодействующие устройства, позволяющие идеям быть реальными, соприкасаться с этим миром и воплощаться в этом мире. Поэтому про женщину по имени Хава, самую первую женщину, сказано, что она стала матерью всего живого. Как это так – всего живого? Всего живого – это не только человека, но это и крокодила, бегемота, обезьяны, кашалота и зелёного попугая. Почему так? Потому что женщина Хава дала миру само это свойство преобразовывать простое, разделять его на детали, дала свойство святости Всевышнего становиться святостью повседневной рутинной жизни. В этом уникальность природы Хавы. В этом особенность, глубинный смысл дающая жизнь. Жизнь человека – это детализация его внутренней сущности в этом мире, и мы об этом ещё поговорим, может быть, когда будем говорить об именах в целом. Очень важно понимать, что и женщина Хава в её образе, и все женщины дают всему миру способность рождать, способность воплощать идеи.
Tora in 5 Minuten
Тора за 5 минут
Im ersten Kapitel des Buches Bereschit lesen wir:
В первой главе книги Берешит мы читаем:
וַיַּרְא אֱלֹהִים אֶת-הָאוֹר כִּי-טוֹב וַיַּבְדֵּל אֱלֹהִים בֵּין הָאוֹר וּבֵין הַחֹשֶׁךְ׃
Wajár Elohím et-haór ki-tów wajawdél Elohím ben haór uwén hachóschech
Вая́р Элоѓи́м эт-ѓао́р ки-то́в ваявдэ́ль Элоѓи́м бэн ѓао́р увэ́н ѓахо́шех
4. Und Gott sah das Licht, dass es gut ist, und Gott trennte das Licht von der Finsternis.
4. И увидел Бог свет, что он хорош, и отделил Бог свет от тьмы.
Am ersten Tag der Schöpfung geschieht nicht nur die Schöpfung selbst, sondern auch noch eine Abtrennung: Gott trennt das Licht von der Finsternis. Und auch am zweiten Tag geschieht eine Trennung. Wir lesen in Vers 6:
В первый день творения происходит не только само творение, но ещё и отделение: Бог отделяет свет от тьмы. И на второй день тоже происходит разделение. Мы читаем в 6 стихе:
וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים יְהִי רָקִיעַ בְּתוֹךְ הַמָּיִם וִיהִי מַבְדִּיל בֵּין מַיִם לָמָיִם׃
Wajómer Elohím jehí rakía betóch hammájim wihí mawdíl ben májim lamájim
Ваё́мер Элоѓи́м еѓи́ раки́я бето́х ѓама́йим виѓи́ мавди́ль бэн ма́йим лама́йим
6. Und Gott sprach: „Es sei ein Gewölbe inmitten des Wassers, und es trennt das Wasser vom Wasser.“
6. И сказал Бог: «Да будет свод внутри воды и отделяет он воду от воды».
Das Wasser, das über dem Gewölbe ist, wird sich von dem Wasser trennen, das unter dem Gewölbe ist. Wieder ist ein wichtiger Teil der Schöpfung die Abtrennung.
Вода, которая над сводом будет отделяться от воды, которая под сводом. Снова важная часть творения – это отделение.
Ab Vers 14 lesen wir:
С 14 стиха мы читаем:
וַיֹּאמֶר אֱלֹהִים יְהִי מְאֹרֹת בִּרְקִיעַ הַשָּׁמַיִם לְהַבְדִּיל בֵּין הַיּוֹם וּבֵין הַלָּיְלָה וְהָיוּ לְאֹתֹת וּלְמוֹעֲדִים וּלְיָמִים וְשָׁנִים׃
Wajómer Elohím jehí me’orót birkía haschamájim lehawdíl ben hajóm uwén hallájla wehajú le’otót ulmo’adím uljamím weschaním
Ваё́мер Элоѓи́м еѓи́ меоро́т бирки́я ѓашама́йим леѓавди́ль бэн ѓаё́м увэ́н ѓала́йла веѓаю́ леото́т ульмоади́м ульями́м вешани́м
14. Und Gott sprach: „Es sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, um den Tag von der Nacht zu trennen. Sie werden auch Zeichen sein, sowohl für Zeiten als auch für Tage und Jahre.
14. И сказал Бог: «Да будут светила в небосводе, чтобы отделить день от ночи. Они и будут знамениями и для времён, и для дней, и годов.
וְהָיוּ לִמְאוֹרֹת בִּרְקִיעַ הַשָּׁמַיִם לְהָאִיר עַל-הָאָרֶץ וַיְהִי-כֵן׃
Wehajú lim’orót birkía haschamájim leha’ír al-ha’árez wajhi-chén
Веѓаю́ лимъоро́т бирки́я ѓашама́йим леѓаи́р аль-ѓaа́рец вайѓи-хэ́н
15. Und sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, um auf die Erde zu leuchten.“ Und es wurde so.
15. И да будут Они светилами в своде небесному, чтобы светить на землю». И стало так.
Und in Vers 17 lesen wir:
И в 17 стихе мы читаем:
וַיִּתֵּן אֹתָם אֱלֹהִים בִּרְקִיעַ הַשָּׁמָיִם לְהָאִיר עַל-הָאָרֶץ׃
Wejittén otám Elohím birkía haschamájim leha’ír al-ha’árez
Вэйитэ́н ота́м Элоѓи́м бирки́я ѓашама́йим леѓаи́р аль-ѓаа́рец
17. Und Gott setzte sie in das Himmelsgewölbe, auf die Erde zu leuchten und den Tag und die Nacht zu lenken und das Licht von der Finsternis zu trennen. Und Gott sah, dass es gut ist.
17. И поместил их Бог в небосводе светить на землю, и управлять днём и ночью, и отделять свет от тьмы. И увидел Бог, что это хорошо.
Wir sehen, wie wichtig im Vorgang der Weltschöpfung der Vorgang der Einrichtung ist. Gott erschafft nicht nur, Er ordnet auch das Erschaffene, trennt einen Teil der Schöpfung vom anderen ab. Dabei wird nicht vernichtet, nicht etwas aus der Schöpfung als etwas Unnötiges entfernt, sondern eben abgetrennt, Ordnung geschaffen. Das ist das Verb ulhawdil – trennen.
Мы видим, как важен в процессе мироздания процесс обустройства. Бог не только создает, Он и упорядочивает созданное, отделяет одну часть творения от другой. Причём не уничтожает, не убирает из творения что-то, как нечто ненужное, но именно отделяет, делает порядок. Это глагол ульѓавдиль – отделять.
Und was kann uns das erzählen, uns, die wir die Tora lesen, die ersten Kapitel lesen, die Geschichte der Schöpfung? In unserem Leben sehen wir oft etwas Chaotisches, etwas Vermischtes. Die Welt wird uns gegeben, und die Welt ist das Feld, auf dem wir dem Höchsten dienen. Ein Teil unseres Dienstes ist die Berichtigung der Welt, und die Berichtigung der Welt ist manchmal die Trennung des Lichts von der Finsternis, des Guten vom Bösen, des Alltäglichen vom Heiligen. Trennen ist ein Teil der Zusammenarbeit mit dem Schöpfer. Der Schöpfer als Schöpfer erschafft nicht nur, sondern trennt auch. Und indem wir mit dem Schöpfer zusammenarbeiten, müssen wir das Trennen lernen, nicht das Wegwerfen, nicht das Entfernen von etwas aus unserem Leben. Es gibt das Fleischliche, es gibt das Seelische, es gibt das Geistliche – alles hat seinen Platz. Man darf nicht etwas nehmen, das eine behalten und das andere wegwerfen. Wir müssen alles, was wir haben, in Harmonie anordnen, alles an seinen Platz stellen, trennen und verteilen. Das ist ein Teil unserer Zusammenarbeit mit dem Schöpfer, ein Teil unserer Teilnahme an der Erschaffung der Welt, das, was wir oft vergessen, wenn wir streng in Schwarz und Weiß teilen, manchmal das wegwerfen, was man einfach an seinen Platz stellen muss, manchmal umgekehrt das an seinen Platz stellen, was man hätte wegwerfen sollen. Und wenn wir die Geschichte der Schöpfung von neuem lesen, wäre zu wünschen, dass wir daran denken, dass die Schöpfung auch Trennung ist.
И что это может рассказать нам, читающим Тору, читающим первые главы, историю творения? В нашей жизни мы часто видим нечто хаотичное, нечто смешанное. Мир дается нам, и мир – это поле, на котором мы служим Всевышнему. Часть нашего служения – это исправление мира, а исправлении мира – это иногда отделение света от тьмы, добра от зла, будничного от святого. Разделять – это часть сотрудничества с Творцом. Творец как творец не только творит, но и разделяет. И, сотрудничая с Творцом, мы должны учиться разделению, не выбрасыванию, не удалению из нашей жизни чего-то. Есть плотское, есть душевное, есть духовное – всему своё место. Нельзя взять что-то, одно оставить, а другое выкинуть. Мы должны в гармонии располагать всё, что мы имеем, расставлять всё по местам, разделять и распределять. Это часть нашего сотрудничества с Творцом, часть нашего участия в творении мира, то, о чём мы часто забываем, деля строго на черное и белое, иногда выбрасывая то, что нужно просто поставить на место, иногда, наоборот, ставя на место то, что нужно было бы выбросить. И, когда мы перечитываем заново историю творения, хотелось бы, чтобы мы помнили, что творение – это ещё и разделение.
Gott meines Vaters
Бог отца моего
Der allererste, der bekannteste Kommentator der Tora, kann man sagen, war Rabbi Schlomo Jizchaki (Raschi), der im Jahr 1040 geboren wurde und im Jahr 1105 starb, also vor etwa tausend Jahren lebte. Gerade sein Kommentar wird heute praktisch in allen Ausgaben der Tora gedruckt. Gerade sein Kommentar ist der erste, mit dem die Schüler gewöhnlich beginnen, die Kommentare zur Tora zu studieren. Und man kann sagen, dass er der Stammvater aller Kommentatoren der Tora ist. Der allererste Kommentar zum allerersten Vers der Tora vom allerersten Kommentator bespricht das Wort im Anfang, bespricht eigentlich, warum die Tora mit der Erzählung von der Erschaffung der Welt beginnt?
Самый первый, самый известный комментатор Торы, можно сказать, был раби Шломо Ицхаки (Раши), который родился в 1040 году, умер в 1105 году, то есть жил около тысячи лет назад. Именно его комментарий сегодня печатается практически всеми изданиями Торы. Именно его комментарий первый, с которого обычно ученики начинают изучать комментарии на Тору. И, можно сказать, что он праотец всех комментаторов Торы. Самый первый комментарий на самый первый стих Торы самого первого комментатора обсуждает слово в начале, обсуждает, собственно, почему Тора начинается с рассказа о сотворении мира?
Am Anfang sagt Raschi so: „Rabbi Jizchak sagte: ‚Man hätte die Tora mit dem Vers beginnen sollen: dieser Monat ist für euch das Haupt der Monate, der das erste Gebot ist, das den Söhnen Israels gegeben wurde‘.“
В начале Раши говорит так: «Сказал раби Ицхак: «Надлежало бы начать Тору со стиха: этот месяц для вас глава месяц, который является первой заповедью, данной сынам Израиля».
Es gibt so ein Hindernis im Verständnis der Tora: Wozu braucht man all diese Erzählungen über die Familie Adams, Awrahams, Jizchaks, Jaakows? Wenn die Tora ein Buch der Gebote ist, dann gib sie als Buch der Gebote, schreib erstens, zweitens, drittens, wie eine Einkaufsliste, mach das hier, mach das hier, mach das hier? Warum beginnt sie denn mit bereschit, mit der Erschaffung der Welt? „Weil“, fährt Rabbi Jizchak fort, „Er die Kraft Seiner Taten seinem Volk kundgetan hat, um ihnen den Besitz der Völkerschaften zu geben, denn wenn die Völker der Welt zu Israel sagen: ‚Räuber seid ihr, die ihr die Länder der sieben Völker erobert habt‘, dann werden die Söhne Israels zu ihnen sagen: ‚Die ganze Erde gehört dem Heiligen, gepriesen sei Er. Er hat sie erschaffen und sie nach dem Willen dem gegeben, der Ihm wohlgefällig ist. Nach Seinem Willen hat Er sie ihnen gegeben, nach Seinem Willen hat Er sie ihnen weggenommen und uns gegeben‘.“
Есть такое препятствие в понимании Торы, зачем нужны все эти рассказы о семье Адама, Авраѓама, Ицхака, Яакова? Если Тора – это книга заповедей, то дай её как книгу заповедей, напиши первое, второе, третье, как список в магазин, вот делай вот это, делай вот это, делай вот это? Почему же она начинается с берешит, с сотворения мира? «Потому что, – продолжает раби Ицхак, – силу дел Своих явил Он народу своему, чтобы дать им владения племён, ибо, если скажут народы мира Израилю: «Разбойники вы, захватившие земли семи народов», то сыны Израиля скажут им: «Вся земля принадлежит Святому, Благословен Он. Он сотворил её и дал её по воле тому, кто Ему угоден. По воле Своей Он дал её им, по воле Своей Он отнял у них и дал нам».
Das ist so ein Kommentar. Von Anfang an versucht Raschi zu erklären, warum die Tora nicht nur aus einer Liste von Geboten besteht, warum man, wie sich herausstellt, hier noch die Geschichte des jüdischen Volkes hinzufügen muss. Viele Kommentatoren streiten mit Raschi und sagen, es sei hier klar, dass man schreiben musste, wer Gott ist, was Gott ist, warum Er Gott ist. Und andererseits ist klar, dass es die Notwendigkeit gibt zu glauben. Jede Grundlage des Glaubens besteht darin, dass Gott absolut allgewaltig ist. Deshalb muss man keinen besonderen Vers zum Beweis dieser Allgewalt schreiben. Und über diesen Streit ist sehr viel Tinte vergossen, sind sehr viele Federn zerbrochen, ist sehr viel Pergament verbraucht worden.
Вот такой вот комментарий. С самого начала Раши пытается объяснить, почему Тора не состоит только из списка заповедей, почему оказывается надо добавить сюда ещё и историю еврейского народа. Многие комментаторы спорят с Раши и говорят, что понятно здесь, что нужно было написать, кто есть Бог, что есть Бог, почему Он есть Бог. И, с другой стороны, понятно, что есть необходимость верить. Любая основа веры в том, что Бог абсолютно всевластен. Поэтому не нужно писать какой-то особый стих в доказательство этой всевластности. И на этот спор вылито очень много чернил, сломано очень много перьев, потрачено очень много пергамента.
Aber das hier ist interessant: Wir finden diese Aussage von Rabbi Jizchak nirgends außer im Kommentar Raschis. Mehr noch, es ist überhaupt unklar, wer dieser Rabbi Jizchak ist und warum der Kommentar Raschis mit den Worten des wenig bekannten Rabbi Jizchak beginnt? Rabbi Jizchak ist der Vater Raschis, darum heißt er ja Rabbi Schlomo Jizchaki, Rabbi Schlomo, Sohn Jizchaks. Dieser Mann war gerecht, aber er war nicht so bewandert in der Tora wie sein Sohn. Dennoch beschloss der Sohn, ihn in der Tora zu verewigen, und begann seinen Kommentar mit einer Frage an den Papa.
Но вот что интересно, мы нигде, кроме комментария Раши, не находим это высказывание раби Ицхака. Более того, вообще непонятно, кто такой этот раби Ицхак и почему комментарий Раши начинается со слов малоизвестного раби Ицхака? Раби Ицхак – это отец Раши, на то и он раби Шломо Ицхаки, раби Шломо сын Ицхака. Человек этот был праведный, но не был так сведущ в Торе, как его сын. Тем не менее сын решил увековечить его в Торе и начал свой комментарий с вопроса к папе.
Für mich ist es eine sehr lebhafte Erinnerung, wie ich an der Hand meines Vaters gehen und ihm Fragen stellen konnte. Es gab eine Zeit, in der Papa in meinen Augen alles wusste. Ich konnte ihn überhaupt alles fragen, was ich wollte. Ich denke, für sehr viele Menschen gab es solche Zeiten, gab es solche Erlebnisse, als Papa auf alles eine Antwort gab. Und manchmal möchte man sogar jetzt bei irgendwelchen schwierigen, komplizierten Gedanken, bei irgendwelchen komplizierten Fragen innerlich sagen: „Könnte ich jetzt doch Papa fragen.“ Obwohl ich verstehe, dass mein Papa sich in den Fragen, mit denen ich heute zu tun habe, überhaupt nicht auskannte. Aber da ist dieses Gefühl der Ehrfurcht, wenn du Papa eine Frage stellst, dem allwissenden Papa, und der allwissende Papa dir eine Antwort gibt. Und da ist Dankbarkeit dafür, dass wir diese Zeit hatten, in der Papa auf eure Fragen antwortete. Und als Zeichen der Dankbarkeit dafür, als Zeichen der Ehrerbietung, denn unser Gott – Er ist nicht nur mein Gott, nicht nur mein Gott der Weisen oder der Erzväter, sondern auch unmittelbar der Gott meines Vaters, auch wenn er kein großer Gelehrter war, kein großer Schriftkundiger in der Tora. Auch wenn er mich einfach nur lehrte, den Leuten danke zu sagen, Frauen in Bus und Bahn den Platz zu überlassen, höflich und gütig zu sein. Auch wenn der Vater ungläubig war, verdient er trotzdem Ehrerbietung. Und für Raschi ist der Vater, der ihn unterwies, so gut er konnte (vielleicht hätte das Wissen des Vaters nur für das Wissen der allerersten Grundschulklassen gereicht), für Raschi ist das so wichtig, dass er seinen Kommentar zur Tora, den allerersten Kommentar zum allerersten Vers, damit beginnt, dass er Papa fragt, Papa diese Frage stellt oder Papa bittet, sich irgendeine Frage und Antwort zur Tora auszudenken, um mit seinen Worten zu beginnen. Hier liegt ein Thema von gewaltiger Bedeutung, das Achtung heißt, Ehrerbietung gegenüber dem Vater. Dankbarkeit gegenüber dem Vater – das ist eine gewaltige Schule der Dankbarkeit, der Erinnerung daran, woher du gekommen bist. Und ich denke, dass das nicht weniger wichtig ist als der Inhalt dessen, was Rabbi Jizchak sagt.
Для меня очень яркое воспоминание, когда я мог ходить за руку со своим отцом и задавать ему вопросы. Было время, когда в моих глазах папа знал все. Я у него мог спросить вообще всё что угодно. Я думаю, для очень многих людей были такие времена, были такие переживания, когда папа на всё отвечал. И иногда даже сейчас с какими-то трудными, сложными идеями, с какими-то сложными вопросами хочется внутри себя сказать: «Вот бы сейчас папу спросить». Хотя я понимаю, что в тех вопросах, с которыми я сегодня сталкиваюсь, папа мой совсем не разбирался. Но есть вот это чувство трепета, когда ты задаешь папе вопрос, всезнающему папе, и всезнающий папа даёт тебе ответ. И есть благодарность за то, что это время, когда папа отвечал на ваши вопросы, у нас было. И в знак благодарности за это, в знак почтения, потому что наш Бог – Он не только мой Бог, не только мой Бог мудрецов или Праотцев, но и непосредственно Бог отца моего, даже если он не был великим учёным, великим грамотеем в Торе. Даже если он просто научал меня говорить людям спасибо, уступать место женщинам в транспорте, быть вежливым и добрым. Даже если отец был неверующим, он всё равно заслуживает почитания. И для Раши отец, который наставлял его, как умел (может быть, знаний отца хватило бы только на знания самой-самой начальной школы), для Раши это так важно, что он начинает свой комментарий к Торе, самый первый комментарий к самому первому стиху с того, что спрашивает у папы, задаёт папе этот вопрос или просит папу придумать какой-нибудь вопрос и ответ к Торе для того, чтобы начать с его слов. Здесь огромной важности тема, которая называется уважение, почитание отца. Благодарность к отцу – это огромная школа благодарности, памяти о том, откуда ты пришёл. И я думаю, что это не менее важно, чем содержание того, что говорит раби Ицхак.
Ach, wie gut!
Эх, хорошо!
Und Gott sah das Licht, dass es – gut ist.
И увидел Бог свет, что он – хорош.
Sehr oft stellt man mir Fragen zu diesem Vers und fragt streng: „Wusste Gott denn nicht im Voraus, dass das Licht gut ist? Besitzt Er denn nicht die Gabe der Voraussicht? Warum war es plötzlich eine solche Überraschung für Ihn, dass das Licht gut ist? Und dabei lesen wir im ganzen Kapitel mehrmals: ‚Und Gott sah, dass es gut ist‘, und wieder: ‚Und Gott sah, dass es gut ist‘ oder am Ende: ‚Und Gott sah, dass es sehr gut ist‘. Wie passt das zusammen, wie lässt sich das mit der göttlichen Allwissenheit vereinbaren?“
Очень часто мне задают вопросы по поводу этого стиха, строго спрашивая: «А разве Бог не знал заранее, что свет хорош? Разве Он не обладает даром предвидения? Почему вдруг такой неожиданностью стало для Него, что свет хорош? А ведь на протяжении всей главы несколько раз мы читаем: «И увидел Бог, что это хорошо», и снова: «И увидел Бог, что это хорошо» или в конце: «И увидел Бог, что это хорошо весьма». Как это совместить, как это сопоставить с Божественным всезнанием?»
Das ist wie bei einem Kind, das ein Fläschchen für Seifenblasen in die Hand nimmt, pustet, sieht, wie die Seifenblasen herausfliegen, seine Augen leuchten auf, und es sieht, dass es gut ist. Wusste es denn nicht, als es das Fläschchen nahm, dass es gut sein wird? Wusste es denn nicht, wie schön es ist, Seifenblasen steigen zu lassen? Natürlich wusste es das, aber dieses Erlebnis lässt einen spüren, dass es – gut ist, lässt die Augen aufleuchten und sich mit dem Gefühl füllen: „Wow, toll! Wie schön das geworden ist. Hurra! Es ist mir gelungen! Eine Welt ist Mir gelungen!“
Это похоже на ребенка, который берёт в руки бутылек для мыльных пузырей, дует, видит, как вылетают мыльные пузыри, глаза у него загораются, и он видит, что это хорошо. Разве он, беря бутылочку, не знал, что это будет хорошо? Разве он не знал, как это приятно пускать мыльные пузыри? Знал, конечно, но это переживание заставляет почувствовать, что это – хорошо, глазам загореться и наполниться ощущением: «Ух ты, здорово! Как же красиво получилось. Ура! У меня получилось! У Меня получился мир!»
Es ist sehr freudig zu erkennen, dass unsere Welt der Begeisterte erschuf, der Höchste, Der zu staunen, sich zu verwundern, sich zu begeistern vermag, mit Augen, die wie bei einem Kind leuchten. Nicht nur ist es freudig, das zu erkennen, sondern es ist freudig, in dieser Welt zu leben, wenn Gott nicht einfach sagt: „Na gut. Hat geklappt. Das wusste Ich doch.“ Wenn Er Seiner Schöpfung nicht gleichgültig gegenübersteht, sondern sie bewundert und sagt: „Mir ist eine wunderbare Welt gelungen! Ich habe sie angeschaut, und Ich habe verstanden: Eine Welt zu erschaffen – das ist sehr gut! Die Welt – das ist sehr gut!“ Genauso versteht eine Mutter, die ein Kind austrägt, natürlich, wie gut dieses Kind sein wird, und wenn sie es zur Welt bringt, schaut sie es an, versteht, begreift, dass es gut ist, und ihr Herz füllt sich mit Liebe. Es ist herrlich, in einer Welt zu leben, deren Schöpfer Gott ist, Der sich zu freuen, zu bewundern vermag, Der mit der Begeisterung eines Kindes zu erschaffen vermag. Es ist wirklich herrlich, in einer solchen Welt zu leben!
Очень радостно осознавать, что наш мир творил Восторженный, Способный удивляться, поражаться, восхищаться Всевышний, с горящими, как у ребёнка, глазами. Не только радостно это осознавать, но радостно жить в этом мире, когда Бог не просто говорит: «Ну, хорошо. Получилось. Я так и знал». Когда Он не равнодушен к Своему творению, но восхищается им, говоря: «У Меня получился замечательный мир! Я посмотрел на него, и Я понял, создавать мир – это очень хорошо! Мир – это очень хорошо!» Точно так же мама, которая вынашивает ребенка, конечно же, понимает, как хорош будет этот ребёнок, и, когда рожает его, она смотрит на него, понимает, осознает, что он хорош, и сердце её наполняется любовью. Здорово жить в мире, Создатель которого Бог, Умеющий радоваться, восхищаться, Умеющий творить с восторженностью ребёнка. По-настоящему здорово жить в таком мире!
Aber da ist das zweite Kapitel, und Gott spricht die Worte: „Nicht gut!“ Gewöhnlich übersetzt man das so: „Es ist nicht gut für den Menschen, allein zu sein!“ In Wirklichkeit steht es so nicht geschrieben. Geschrieben steht: „Nicht gut, dass der Mensch allein ist!“ Der Mensch hat keinen Partner. Der Mensch arbeitete den ganzen Tag, gab den Tieren Namen: „Du wirst ein Häschen sein, du wirst ein Desman sein, du wirst ein australisches TartönchenIm Russischen steht hier eine Verkleinerungsform, die kein bekanntes Tier bezeichnet und wohl scherzhaft erfunden ist. Im Deutschen ist sie lautlich als „Tartönchen“ nachgebildet. sein.“ Jedes Tierchen bekam seinen Namen, jedes Tier bekam seinen Namen. Alle Tiere zogen an Adam vorüber, das ist eine lange Arbeit – jedem muss man einen Namen geben. Und ein Name – das ist auch noch das Erlangen von Macht. So sehen wir es in der Tora: Wenn man jemandem einen Namen gibt, erhält der Mensch Macht über ihn.
Но вот вторая глава, и Бог говорит слова: «Нехорошо!» Обычно это переводят как: «Нехорошо человеку быть одному!» На самом деле, так не написано. Написано: «Нехорошо, чтобы человек был один!» У человека нет пары. Человек работал весь день, давал имена животным: «Ты будешь зайчиком, ты будешь выхухолем, ты будешь австралийским тартончиком». Каждый зверёк получил своё имя, каждое животное получило своё имя. Все животные прошли перед Адамом, это долгий труд – каждому надо дать имя. А имя – это ещё и получение власти. Так это мы видим в Торе, когда кому-то дают имя, человек получает над ним власть.
Über alle Tiere erhielt Adam Macht, und deshalb, gerade deshalb fand sich für ihn kein Partner: Man kann keine Familie bekommen, man kann kein Paar bilden, indem man Macht über einen Menschen erlangt. Eine Frau wird nicht in die Sklaverei gekauft, wird nicht in die Unterordnung gekauft.
Над всеми животными Адам получил власть, и поэтому, именно поэтому ему не нашлось пары: нельзя получить семью, нельзя построить пару, обретя власть над человеком. Женщина не покупается в рабство, не покупается в подчинение.
Und als der Höchste einen Schlaf über den Menschen kommen lässt und die Frau zu ihm bringt, gibt Adam ihr tatsächlich einen Namen. Aber beachtet, wie das geschieht: „Diese wird Frau heißen, denn sie ist vom Mann genommen.“
И, когда Всевышний наводит на человека сон и приводит к нему жену, Адам, действительно, дает ей имя. Но, обратите внимание, как это происходит: «Эта будет называться женщиной, потому что она взята от мужа».
Zuallererst nennt Adam sich selbst Mann. Er denkt sich zum ersten Mal einen Namen für sich selbst aus, und dieser Name entsteht dadurch, dass die Frau von ihm genommen ist. Sie gibt ihm einen Namen, indem sie ihren Namen empfängt. Sie bestimmen einander gegenseitig. Ohne ihn ist sie gewissermaßen keine Frau, ohne sie ist er gewissermaßen kein Mann. Sie geben einander Namen. „Diese wird Frau heißen, denn ich werde Mann heißen.“ Und so verschwindet in einem solchen Zusammenwirken dieses es ist nicht gut für den Menschen, allein zu sein, nicht gut, dass der Mensch allein ist verschwindet.
Прежде всего Адам называет самого себя мужем. Он впервые придумывает имя самому себе, и это имя возникает благодаря тому, что от него взята женщина. Она даёт ему имя, получая своё имя. Они взаимно определяют друг друга. Без него вроде бы она не женщина, без неё вроде бы он не муж. Они дают друг другу имена. «Эта будет называться женщиной, потому что я буду называться мужем». И вот в таком взаимодействии, вот это нехорошо человеку быть одному исчезает, нехорошо, чтобы человек был один исчезает.
Und das ist wohl der Unterschied zwischen gut und nicht gut, den wir in diesem Kapitel sehen. Es ist einfach interessant festzuhalten, wie der Höchste diese Wörter gebraucht.
И это, наверное, разница в хорошо и нехорошо, которую мы видим в этой главе. Просто интересно отметить, как Всевышний использует эти слова.
Und es war Abend, und es war Morgen
И был вечер, и было утро
Lesen wir den 5. Vers aus dem ersten Kapitel des Buches Bereschit:
Прочитаем 5-ый стих из первой главы книги Берешит:
וַיִּקְרָא אֱלֹהִים לָאוֹר יוֹם וְלַחֹשֶׁךְ קָרָא לָיְלָה וַיְהִי־עֶרֶב וַיְהִי־בֹקֶר יוֹם אֶחָד׃
Wajikrá elohim laór jom welachóschech kára lájla wajhi-érew wajhi-wóker jom echád
Вайикра́ элоѓим лао́р ём велахо́шех ка́ра ла́йла вайѓи-э́рев вайѓи-во́кер ём эха́д
5. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Dunkelheit nannte Er Nacht. und es war Abend, und es war Morgen. ein Tag.
5. И назвал бог свет днём, а темноту назвал ночью. и был вечер, и было утро. день один.
Viele Fragen kann man natürlich zu diesem Vers stellen. Sie sind gestellt worden, und die Antworten darauf sind verschieden und in ihren Ansätzen sehr vielfältig, wie man das auch von jedem beliebigen Vers unseres Wochenabschnitts sagen kann. Wir halten nur bei einem kleinen Stückchen dieses Verses an, bei den Worten wajhi-érew – und es war Abend, wajhi-wóker – und es war Morgen. Was bedeutet das? Da wir doch ganz am Anfang gelesen haben, dass der Höchste das Licht Tag und die Dunkelheit Nacht nannte, warum schreibt man nicht: „Und es war Tag, und es war Nacht. Ein Tag“ oder „Und es war Nacht, und es war Tag. Ein Tag“ oder: „Und es war Dunkelheit, und es war Licht. Ein Tag“? Warum fügt die Tora hier für uns irgendwelche Begriffe hinzu und sagt: „Und es war Abend, und es war Morgen“?
Много вопросов, конечно, можно задать в отношении этого стиха. Они заданы, и ответы на них даны разные и очень разнообразные в своих подходах, как это можно сказать и по отношению к любому из стихов нашей недельной главы. Мы остановимся лишь на маленьком кусочке этого стиха, на словах вайѓи-э́рев – и был вечер, вайѓи-во́кер – и было утро. Что это означает? Раз уж мы прочитали в самом начале, что Всевышний назвал свет днём, а темноту ночью, почему не написать: «И был день, и была ночь. День один» или «И была ночь, и был день. День один» или: «И была темнота, и был свет. День один»? Почему Тора здесь добавляет нам какие-то понятия и говорит: «И был вечер, и было утро»?
Was sind Abend und Morgen? Lasst uns versuchen, tiefer einzutauchen in diese Wörter ערב (érew) und בקר(wóker) – Abend und Morgen.
Что такое вечер и утро? Давайте попробуем поглубже погрузиться в эти слова ערב (э́рев) и בקר(во́кер) – вечер и утро.
Das Wort ערב (érew). Die Wurzel ajin-resch-wet. Ein Wort derselben Wurzel ist das Wort Vermischung, gleichsam eine Vermischung von Dunkelheit und Licht. Wir haben gelesen, dass der Höchste das Licht von der Finsternis trennte. Und davor war érew, war eine Vermischung von Licht und Finsternis. Das Wort érew bedeutet außerdem etwas Angenehmes, etwas, das sich gut unter unsere Seele mischt, etwas, mit dem sich unsere Seele mit Zuneigung verbindet. Zum Beispiel heißt angenehmer Gesang schira riwa oder kol uriw – angenehme Stimme. Eine Stimme, die sich bequem, angenehm in unsere Ohren hineinschraubt, etwas, mit dem es uns angenehm ist, uns zu verbinden. Eine harmonische Vermischung – das ist das Wort érew.
Слово ערב (э́рев). Корень айн-рейш-вет. Однокоренное ему слово – слово смешение, словно смешение темноты и света. Мы читали, что Всевышний отделил свет от тьмы. А до этого был э́рев, было смешение света и тьмы. Слово э́рев означает ещё и что-то приятное, то, что хорошо подмешивается к нашей душе, то, с чем наша душа с приязнью соединяется. Например, приятное пение называется шира рива или коль урив – приятный голос. Голос, который комфортно, приятно ввинчивается в наши уши, что-то, с чем нам приятно соединиться. Смешение гармоничное – это слово э́рев.
Das Wort בקר (wóker). So seltsam es auch ist, ein Wort derselben Wurzel ist bakar (Rinder). Das ist noch seltsamer, wenn man bedenkt, dass auch das russische Wort für Morgen nach einigen Versionen (und da gibt es Streitigkeiten, in die ich mich als Nicht-Slawist und nicht slawischer Linguist nicht einmischen will) von einem Wort herkommt, das bedeutet – die Zeit, die Rinder in Herden zu sammeln, die Zeit, die Rinder vor ihrer Einführung in die Herde zu prüfen. Auch im Hebräischen kommt das Wort wóker her, ist verbunden mit dem Wort bakar – Großvieh, Rinder, ist verbunden mit dem Wort lewoker – besuchen oder kritisieren, das Gute vom Schlechten absondern. Bikoret – das ist Kritik, bikoret – das ist Qualitätskontrolle, das heißt die Fähigkeit, das Gute vom Schlechten zu trennen. Wieder: das Licht von der Finsternis absondern, das Gute aus dem Vermischten trennen, das Große aus dem Nichtigen herausholen. Und auch so kann man das auslegen. Nicht derselben Wurzel, aber in der semantischen Bedeutung nahe ist das Wort לבקוע (liwkoa) – aus dem Ei schlüpfen – die ersten zwei Buchstaben der Wurzel בק (bet-kof) sind gleich. Das sagt, dass diese Wörter einen gemeinsamen Sinn haben. Da habt ihr die Antwort auf die traditionelle philosophische Frage: Was war zuerst: das Huhn oder das Ei? Das Licht schlüpft gleichsam, trennt sich aus der Hülle der Finsternis, und hier sehen wir, dass zuerst – das Ei, und dann – das Küken, das aus ihm schlüpft, in diesem Fall das Licht.
Слово בקר (во́кер). Как ни странно, однокоренное ему слово бакар (быки). Это ещё более странно, если учесть что и русское слово утро происходит по некоторым версиям (а там есть споры, в которые я как не славист и не славянский лингвист влезать не хочу) от слова, которое означает – время собирать быков в стада, время проверять быков пред их введением в стадо. Также и на иврите слово во́кер происходит, связано со словом бакар – крупный рогатый скот, быки, связано со словом левокер – посещать или критиковать, выделять хорошее от плохого. Бикорет – это критика, бикорет – это контроль качества, то есть способность отделять хорошее от плохого. Снова: выделять свет от тьмы, отделять хорошее из смешанного, извлекать великое из ничтожного. И так тоже это можно истолковать. Не однокоренное, но близкое по семантическому значению слово לבקוע (ливкоа) – вылупляться из яйца – первые две буквы корня בק (бет-коф) одинаковы. Это говорит о том, что есть общий смысл у этих слов. Это вам ответ на традиционный философский вопрос: что было раньше: курица или яйцо? Свет словно вылупляется, отделяется из оболочки тьмы, и здесь мы видим, что сначала – яйцо, а потом – цыплёнок, который из него вылупляется, в данном случае свет.
In einem weiteren Verständnis können wir sagen, dass zuerst Jischmael erscheint, dann erscheint Jizchak. Zuerst erscheint Esaw, dann erscheint Jaakow. Und das ist die Finsternis, aus der sich das Licht absondert, das mit ihr vermischt ist. Die Absonderung des Lichts, das mit der Finsternis vermischt ist, aus dieser Mischung – der Morgen, der auf den Abend folgt. Der Morgen ist weiser als der Abend, weil aus ihm das Licht hervorgetreten ist. Genau das ist das allgemeine Prinzip des Weltgebäudes, nicht nur für diese Verse hier, sondern auch weiter werden wir das sehen: wie das Trockene hervorkommt aus, hervorschlüpft unter dem Wasser und viele-viele-viele andere solche Beispiele sowohl in der Schrift als auch in der ganzen Geschichte der Menschheit. Und im Leben jedes Menschen gibt es wajhi-érew (und es war Abend), und es gibt wajhi-wóker (und es war Morgen). Und jeder Abend hat seinen Morgen, und jeder Morgen hat seinen Abend. So richtet der Höchste Seine Welt ein. Und das, was wir hier sehen, das sind nicht einfach irgendwelche chronologischen Elemente. Jede Periode, jeder menschliche Tag besteht im geistlichen Sinn aus Abend und Morgen. Und genau darum geht es.
В более широком понимании мы можем сказать, что сначала появляется Ишмаэль, потом появляется Ицхак. Сначала появляется Эсав, потом появляется Яаков. И это тьма, из которой выделяется свет, смешанный с ней. Выделение света, смешанного с тьмой, из этой смеси – утро, следующее за вечером. Утро вечера мудренее, потому что из него выявился свет. Именно это общий принцип мироздания не только для вот этих стихов, но и дальше мы это увидим: как суша появляется из, вылупляется из-под воды и много-много-много других таких примеров и в Писании, и во всей истории человечества. И в жизни каждого из людей есть вайѓи-э́рев (и был вечер), и есть вайѓи-во́кер (и было утро). И у каждого вечера есть своё утро, а у каждого утра есть свой вечер. Так Всевышний устрояет Свой мир. И то, что мы здесь видим, это не просто какие-то хронологические элементы. Каждый период, каждый человеческий день в духовном смысле состоит из вечера и утра. И вот об этом идёт речь.
Natürlich kann man aus Sicht der Chronologie, aus Sicht der Beobachtung der Erde sagen: „Es war doch nie so, dass auf der ganzen Erde Abend war, es war doch nie so, dass auf der ganzen Erde Morgen war.“ Aber im Potenzial der Schöpfung kann es so etwas geben. Deshalb ist das vom Moment der Trennung des Lichts von der Finsternis an der erste Abend und der erste Morgen. Damit begann dieses Prinzip des Wechsels von Abend und Morgen zu wirken. Genauso wie es das Prinzip des Wechsels von Tag und Nacht gibt. Der Morgen entspricht, kann man sagen, dem ganzen Tag und wird in der Schrift entgegengesetzt, oft der Nacht entgegengesetzt. Zum Beispiel lesen wir: „Zu sagen am Morgen Deine Gnade und Deinen Glauben in der Nacht“. Und hier sind Morgen und Nacht Antonyme. Das heißt, Morgen bedeutet die Bewegung zum Licht, die Enthüllung, die Absonderung des Lichts und den darauf folgenden Tag. Und Nacht bedeutet Vermischung, wenn das Licht sich innerhalb der Dunkelheit befinden muss, um sich selbst innerhalb dieser Dunkelheit zu erkennen und aus ihr zu schlüpfen.
Конечно же, с точки зрения хронологии, с точки зрения наблюдения за землей, можно сказать: «Никогда ж так не было, чтоб по всей земле был вечер, никогда ж так не было, чтобы по всей земле было утро». Но в потенциале творения такое может быть. Поэтому с момента отделения света от тьмы это первый вечер и первое утро. С этого начал действовать вот этот принцип смены вечера и утра. Точно так же, как есть принцип смены дня и ночи. Утро, можно сказать, соответствует целому дню и противопоставляется в Писании, часто противопоставляется ночи. Например, читаем: «Говорить утром милость Твою и веру Твою в ночи». И здесь антонимы утро и ночь. То есть утро означает движение к свету, раскрытие, выделение света и следующий за этим день. А ночь означает смешение, когда свет должен находится внутри темноты, для того чтобы осознать себя внутри этой темноты и вылупиться из нее.
So ein nicht einfacher Sinn ist in diesen vier einfachen Wörtern angelegt. Von Anfang an, sobald Licht und Finsternis getrennt sind, entsteht genau dieser Zyklus: und es war Abend, und es war Morgen. Er ist aktuell für sehr viele in der Schrift beschriebene Geschichten aus der Geschichte des jüdischen Volkes. Und jeder von uns kann, wenn er ein klein wenig in sich hineinschaut, sehen, dass das auch für sein Leben aktuell ist. Unter einem solchen Blickwinkel kann man diese wenigen Wörter aus der Tora betrachten.
Вот такой непростой смысл заложен в этих четырёх простых словах. С самого начала, как свет и тьма разделены, возникает этот самый цикл: и был вечер, и было утро. Он актуален для очень многих описанных в Писании историй из истории еврейского народа. И каждый из нас, чуть-чуть заглянув в себя, может увидеть, что это актуально и для его жизни. Вот под таким углом можно на эти несколько слов из Торы посмотреть.
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Schaut euch auch die Wochenabschnitte der Tora, die Stenogramme der Gespräche und die Besprechung des Abschnitts Lech Lecha an.
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Russisches Original:Оригинал: alexblend.com
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