Ein Affe sah, wie sein Herr Wodka trank, und betrank sich ebenfalls, weil er ihn nachahmte. Am nächsten Tag wollte man ihn wieder zum Trinken bringen, um sich an seinen lustigen Grimassen zu erfreuen. Auf den strengen Ruf seines Herrn kam der Affe aus dem dunkelsten Winkel seines Käfigs hervor. Dabei hielt er sich eine Hand an den Kopf — zum Zeichen dafür, dass er Kopfschmerzen hatte. Als der Herr versuchte, ihm einen Schluck Wodka anzubieten, kletterte der Affe im Nu auf das Hausdach. Man rief ihn, doch das Tier rührte sich nicht von der Stelle. Der Herr griff nach seinem Gewehr und legte an. Da begann der Affe hin und her zu laufen — jedoch nicht, um zu gehorchen, sondern um sich hinter dem Schornstein zu verstecken.
Als die Menschen ihm auf das Dach folgten, kroch er in den Schornstein hinein. Lieber wollte er sich mit Ruß beschmutzen und in der Hitze schmoren, als Wodka zu trinken.
Nach diesem entschlossenen Widerstand lebte der Affe noch zwölf Jahre. Sein Herr dagegen richtete sich durch den Alkohol zugrunde.
Wer zieht daraus eine Lehre für sich selbst?