Es wird gesät.
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Es wird gesät · Beitrag Nr. 190

Große Persönlichkeiten über die Bibel — Beitrag Nr. 190

Zusammengestellt von Jakow Lewen · Ausgabe 2001 · Originalseite 67

Ein fähiger deutscher Arzt trank gern. Er konnte sein Laster nicht überwinden, obwohl er Gefahr lief, seinen Beruf nicht mehr ausüben zu dürfen.

Eines Tages wurde sein Sohn nach einem Unfall ins Krankenhaus eingeliefert. Der junge Mann war schwer verletzt. Während der Krankheit seines Sohnes hörte der Vater auf zu trinken. Als der Sohn jedoch genesen nach Hause zurückkehrte, gewann die Trunksucht erneut die Oberhand.

Einmal hörte er zufällig, wie der junge Mann zur Mutter sagte: „Ich wäre lieber wieder krank, wenn Vater dann nur aufhören würde zu trinken.“

Dieser Satz traf den Arzt wie ein Pfeil ins Herz. Er ging in sein Arbeitszimmer und beschloss aus Verzweiflung über seine Ohnmacht gegenüber der zerstörerischen Sucht, sich das Leben zu nehmen. Bevor er seine Absicht jedoch umsetzte, bemerkte er eine Bibel im Regal. Er schlug sie auf und las: „Sei mir gnädig, Gott, nach deiner großen Güte; tilge meine Vergehen nach deiner reichen Barmherzigkeit“ (Psalm 51,3; in der russischen Vorlage Psalm 50,3).

Diese Worte befreiten ihn für immer von der Sucht, die ihn ins Verderben geführt hatte. Heute behandelt dieser Arzt in seiner Praxis nicht nur den Körper, sondern auch die Seele der Kranken; sein wohltuender Einfluss ist in der ganzen Umgebung spürbar.

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