Einmal war Martin Luther tief bedrückt und voller Kummer, weil er sich seiner Rettung nicht sicher war. Er führte lange Gespräche mit einem Doktor der Theologie, fand aber wenig Trost. Eines Tages wandte er sich an einen armen Mönch, einen unscheinbaren Mann mit wenig Bildung. Dieser war kein Theologe, glaubte aber in der Einfalt seines Herzens an die Wahrheiten des Evangeliums. Der Mönch zeigte Luther eine Stelle aus der Apostelgeschichte: „… ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich von der Finsternis zum Licht und von der Macht Satans zu Gott wenden, damit sie durch den Glauben an mich Vergebung der Sünden und einen Anteil unter den Geheiligten empfangen“ (Apostelgeschichte 26,18).
„Ich glaube an die Vergebung der Sünden“, sagte der Mönch zu Luther. „Glaube auch du daran, mein Bruder.“
Und Martin Luther antwortete: „Ich glaube!“