In Indien gibt es ein Gleichnis von einem selbstsüchtigen Toren, der ein Reisfeld besaß. Im ersten Sommer überflutete das Bewässerungswasser sein Feld, machte es fruchtbar und floss dann weiter auf die Felder seiner Nachbarn. Überall brachte es Ernte und Segen. Im nächsten Jahr sagte der selbstsüchtige, hochmütige Mann: „Wasser ist doch Reichtum und Ernte! Wie töricht war es, dass ich es letztes Jahr auf die Felder der Nachbarn fließen ließ.“
Er hielt das Wasser zurück. Damit beraubte er die Nachbarn und ließ seine eigene Ernte verfaulen.
Wasser ist nützlich, solange es fließt. Hält man es zurück, steht es still und richtet Schaden an. So ist es auch im geistlichen Leben. „Lass dein Brot über das Wasser fahren …“, sagt die Schrift (Prediger 11,1).