Es wird gesät.
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Es wird gesät · Beitrag Nr. 322

Sünde — Beitrag Nr. 322

Zusammengestellt von Jakow Lewen · Ausgabe 2001 · Originalseite 120

Ein Mann ging über einen Friedhof und bemerkte einen Totengräber, der neben einem alten Grab ein neues aushob. Beim Graben stieß dieser auf menschliche Knochen und warf sie an die Oberfläche. In einem der Schädel steckte ein alter, rostiger Nagel. Der Vorübergehende ließ zum Schein seinen Handschuh fallen. Er bückte sich, hob ihn auf und zog dabei unbemerkt den Nagel aus dem Schädel. Dann fragte er den Alten, ob er etwas über den Menschen wisse, dem diese Gebeine gehörten. Der Totengräber antwortete, der Schädel gehöre einem Mann, der vor vielen Jahren nachts im Schlaf gestorben sei. Als der Fremde erfuhr, dass die Witwe noch lebte, suchte er sie auf. Er trat mit dem Nagel vor sie und sagte: „Vor den Menschen haben Sie es verborgen, aber nicht vor Gott.“

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