In meiner Jugend wohnte ich nahe bei einer Metzgerei, in der oft Vieh geschlachtet wurde. Die Kühe brüllten, die Schweine schrien. Das war ein sehr unangenehmer Lärm. Bei den Schafen war es anders: Sie gingen ruhig zur Schlachtung. Mich erfasst Entsetzen, wenn ich daran denke, wie man die Tiere mit Stricken festband. Dann schnitt man den Schafen mit einem scharfen Messer die Kehle durch. Ihr Blut floss, doch sie gaben keinen Laut von sich.
Jahrhunderte vor Christi Kreuzigung verkündigte der Prophet Jesaja: „Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtung geführt, und wie ein Lamm vor seinem Scherer stumm ist, so öffnete er seinen Mund nicht“ (Jesaja 53,7).
Ja, er wurde wegen unserer Sünden verwundet und wegen unserer Vergehen gequält.