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Es wird gesät · Beitrag Nr. 405

Historische, archäologische und weitere Erkenntnisse — Beitrag Nr. 405

Zusammengestellt von Jakow Lewen · Ausgabe 2001 · Originalseite 159

Für die Erforschung des Neuen Testaments war die Entdeckung zahlreicher Papyrusdokumente in Ägypten von großem Wert. Bis zur arabischen Eroberung waren das Niltal und die westlich davon gelegene Oase Fajum dicht besiedelt. Die Städte blühten, und es wurde umfangreicher Handel getrieben. Nach dem arabischen Einfall wurden die Bewässerungskanäle zerstört, und die Gegend entvölkerte sich. In der heißen, trockenen Luft trockneten die Papyrusrollen aus und blieben dadurch bis in unsere Zeit erhalten. Im 19. Jahrhundert begann man, sie zu finden und an verschiedene Museen zu verkaufen. Besonders viele Dokumente kamen bei den Ausgrabungen von 1895 ans Licht.

Die gefundenen Papyri enthalten Aufzeichnungen unterschiedlichster Art, von Steuerquittungen bis zu literarischen Meisterwerken. Die meisten Texte wurden von berufsmäßigen Schreibern und Sekretären verfasst. Konnte der Absender selbst schreiben, fügte er gewöhnlich am Ende des Briefes eigenhändig einen Gruß hinzu. Ein amtlicher Brief musste unterschrieben werden. Auch der Apostel Paulus ‚beglaubigte‘ auf diese Weise einige seiner Briefe: den ersten Korintherbrief, den Galaterbrief, den Kolosserbrief und den zweiten Thessalonicherbrief.

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