In einer Stadt leitete ein gottesfürchtiger junger Mann den Gemeindechor. Er führte ein reines und heiliges Leben und gab niemandem Anlass zum Anstoß. Als er heiraten wollte, betete er, bat nach der Chorprobe alle Schwestern zu bleiben und öffnete ihnen sein Herz. Er sagte:
„Ich liebe euch alle gleichermaßen mit der Liebe Christi. Ihr seid alle schön, gut und liebenswert. Aber diejenige von euch, die jetzt aufsteht und sagt, dass sie meine Frau werden möchte, soll es sein.“
Nach einer kurzen Stille stand eine von ihnen auf — jene, die am wenigsten beliebt und begabt zu sein schien — und sagte:
„Ich möchte Ihre Frau werden.“
Alle hielten noch einen Augenblick den Atem an. Er aber ging auf sie zu und begrüßte sie als seine zukünftige Frau. Damit gab er ihre Verlobung bekannt. Zweifellos hatte er zuvor gebetet und vom Herrn die Weisung erhalten, sich auf diese Weise von ihm eine Frau schenken zu lassen. Ihr Eheleben war stets von Segen und Glück geprägt.