Am Rand eines Dorfes lebte ein Mann in einer kleinen, halb verfallenen Hütte. Wenn man ihm sagte, er solle Gott sein Herz anvertrauen, verwies er stets auf seine Armut:
»Wenn ihr so arm wärt wie ich, hättet ihr keine Zeit, darüber nachzudenken! Ihr kennt keine Not. Ihr habt leicht reden …«
Tagelang quälte er sich mit düsteren Gedanken. Nachts konnte er vor Sorge kaum schlafen. Für etwas Besseres blieb ihm keine Zeit. Bald war ihm die Feldarbeit zu schwer, und er wurde krank. Gläubige Menschen sprachen mit ihm über das ewige Leben und darüber, dass der Glaube uns den Zugang dazu eröffnet. Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat ewiges Leben.
»Bisher habe ich immer nur an meine Armut gedacht. Ich war überzeugt, dass ich erst nach dem Tod in Gottes Reich kommen könnte. Jetzt begreife ich, dass ich schon hier, mitten in meiner Armut, ewiges Leben empfangen kann«, sagte der Mann.
Von da an begann für ihn ein neues Leben. Seine Lebensumstände blieben dieselben, doch er fand wahres Glück.
»Was macht dich denn so glücklich?«, fragten ihn die Leute.
»Jesus ist für Sünder gestorben, und ich glaube, dass er auch für mich gestorben ist. Wie dankbar bin ich dem Herrn für die Krankheit, die er mir geschickt hat! Sie hat mich dazu gebracht, diese tröstenden Worte zu hören.«
Mit der stillen Freude des Glaubens ging der Mann nun an seine tägliche Arbeit und vertraute sich dem Herrn an. Er gewann neuen Mut, und seine Arbeit ging ihm besser von der Hand. Keine Gelegenheit ließ er aus, anderen von seiner Rettung in Christus zu erzählen.