In der Nacht zum 1. Februar 1953 durchbrach eine Sturmflut die Deiche und Dämme der Niederlande. Eine neun Meter hohe Wasserwand drang 60 Kilometer weit ins Landesinnere vor. Hunderte niederländische Dörfer, Rotterdam und viele andere Städte wurden überflutet.
Etwa fünf Jahrhunderte zuvor hatte das Wasser der Nordsee fast ganz Holland überschwemmt, darunter Rotterdam und Amsterdam mit seinen Werften. Noch früher, am 13. Januar 1362, war ein großer Teil der Insel Nordstrand überflutet worden. Rungholt, die Hafenstadt der Insel, versank für immer im Wasser.