Der englische General Gordon brauchte während seines Aufenthalts in Oberägypten einen Diener. Seine Wahl fiel auf einen jungen Muslim, der ihm besonders geeignet erschien. Er bot ihm die Stelle an. Zu Gordons Erstaunen ließ sich der junge Mann von der guten Stellung nicht locken, sondern lehnte ab. Nach dem Grund gefragt, gab er eine bemerkenswerte Antwort: „Weil du mich zum Christen machen würdest.“ Gordon, der einen guten Diener brauchte, versprach, mit ihm weder über Religion zu sprechen noch sich in sein inneres Leben einzumischen. Doch der Muslim ließ sich nicht umstimmen. Als Gordon weiter darauf bestand, erklärte er schließlich: Gordons Leben wäre für ihn die beredteste Predigt, selbst wenn der General kein einziges Wort über seine Religion sagte.
Gordon ist ein Beispiel für ein wahres, tätiges Christsein. Der General bekannte sich zu einem Christentum, das auf andere wirkte. Er strahlte gleichsam das neue Leben aus, das ihm in unserem Herrn Jesus Christus geschenkt worden war. Gordon brauchte nicht viel darüber zu sprechen: Die Menschen sahen es an seinen Taten, und das überzeugte mehr als viele Worte.
Schauen wir nun auf die Christen unserer Tage. Wie viele – oder besser: wie wenige – von ihnen lassen sich mit dem Herrn vergleichen! Fragen wir uns: Gehören wir zu diesen wenigen?
Wie groß ist die Macht des Retters, der aus uns elenden Sündern so vom Geist erfüllte Menschen wie Gordon macht!
Die Kraft des Herrn kann auch dich verwandeln. Überlass dich ihm nur ganz zu eigen. Folge ihm und bleibe ihm treu. Dann wirst du nicht viel über Religion reden müssen. Die Menschen werden von selbst merken, dass etwas Großes mit dir geschehen ist.