In einem Krankenhaus lag eine Frau, die große Schmerzen litt. Sie warf sich im Bett hin und her und stöhnte laut: „Niemand hat so gelitten wie ich!“
„O doch, es gab einen, der viel mehr gelitten hat“, sagte ein Mädchen vom anderen Ende des Krankensaals mit schwacher Stimme.
Eine Minute später stöhnte die Frau wieder: „Die Leiden, die ich ertragen muss, könnte niemand aushalten!“
„Und doch hat einer noch mehr ertragen“, erklang erneut dieselbe schwache Stimme.
Die Kranke wandte den Kopf zu ihr und fragte: „Du sprichst wohl von dir selbst?“
„Nein, ich spreche von Christus. Die Menschen kreuzigten ihn zusammen mit zwei Räubern und verspotteten ihn. Er aber ertrug alles ohne Klage.“
Es wurde still. Eine Krankenschwester kam herein und brachte etwas Erfrischendes zu trinken.
„Danke“, sagte das Mädchen. „Ihm aber reichten sie Essig, um seinen Durst zu stillen …“
„Ach, sie spricht von Christus!“, rief die Frau und warf sich wieder im Bett hin und her. „Aber von diesen Gesprächen wird es mir doch nicht leichter!“
„Still“, flüsterte das Mädchen kaum hörbar. „Er wurde für unsere Sünden gekreuzigt. Er trug die Strafe für uns, um uns Frieden zu schenken. Durch seine Wunden sind wir gerettet …“
Die Kranke wurde still. Verstand sie, was diese Worte für sie bedeuteten? Gott gebe es! Wenige Tage später starb das Mädchen.
„Ich gehe nach Hause, zu meinem Retter“, flüsterte sie. Dann schlossen sich ihre Augen für immer.
Jedes Mal, wenn wir sagen: „Ich kann nicht“, vergessen wir Christus, in dem wir ‚alles vermögen‘ (Philipper 4,13).