Ein Mann, der sich vor einiger Zeit einer Gemeinde von Gläubigen angeschlossen hatte, war zuvor viele Jahre Atheist gewesen. Im Gespräch erfuhr ich, dass er seine Jugend an einer christlichen Schule verbracht hatte. Den Beginn seines Unglaubens führte er gerade auf diese Zeit zurück. Jeden Sonntag brachte man die Jungen in die Kirche und schloss sie auf einer hohen Empore in einem abgelegenen Winkel ein, wo die Predigt kaum zu verstehen war. Sie fühlten sich dort wie Gefangene. Im Sommer war es sehr heiß, im Winter unerträglich kalt. Den ganzen Sonntag wurde gebetet, gebetet, gebetet. Doch nichts geschah, das sein Herz erreicht oder berührt hätte. Diese fruchtlosen Gebete ermüdeten ihn so sehr, dass er beschloss, mit dem Christentum zu brechen, sobald er die Schule verlassen hätte.
Ein sehr trauriger, aber leider häufiger Fall. Man kann Kindern seine Religion in einer so ermüdenden Form vermitteln, dass sie anfangen, sie zu hassen. Es braucht Weisheit, um Seelen für Christus zu gewinnen.