Ich erinnere mich, dass bei uns im Hinterhof ein schweres Brett direkt auf der Erde lag. Wir Kinder liefen manchmal hin und hoben es mit großer Mühe an, um darunterzusehen. Welch ein Schrecken! Graue, widerliche Insekten krochen in alle Richtungen und versteckten sich vor dem Licht. Schnell ließen wir das Brett wieder fallen und liefen davon. Doch später kamen wir erneut, um nachzusehen.
Vielleicht haben viele von uns ein solches ‚Brett‘ in ihrer Seele und in ihrem Leben. Seine Außenseite ist womöglich poliert und schön. Sie gefällt uns selbst, und wir zeigen sie anderen gern. Doch es gibt auch eine Innenseite: verborgen und dunkel, der Erde zugewandt, alles Unreine bedeckend. Das ‚Brett‘ muss angehoben werden! Möge Gottes Licht es ganz durchdringen. Möge der ‚verborgene Mensch‘ gereinigt werden und vor Gott stehen, ihm wohlgefällig, einer, dessen ‚Sünden bedeckt sind‘ und ‚in dessen Geist kein Trug ist‘ (Psalm 32,1–2; in der russischen Vorlage Psalm 31,1–2).