Ein Bäcker aus einem kleinen Ort kaufte seine Butter immer bei demselben Bauern. Einmal wog sie erheblich weniger als gewöhnlich. Der Bäcker beschloss, vor Gericht zu gehen.
„Ich nehme an, Sie haben eine Waage“, sagte der Richter zum Bauern.
„Ja, mein Herr, aber keine Gewichte!“
„Wie stellen Sie dann das Gewicht der Butter fest?“
„Ganz einfach: Als der Bäcker anfing, bei mir Butter zu kaufen, begann ich, bei ihm Brot zu kaufen. Ich habe die Butter immer mit dem Pfundbrot des Bäckers abgewogen. Wenn also das Gewicht der Butter nicht stimmt, muss der Bäcker die Schuld bei sich selbst suchen!“
So ist es mit jeder Sünde. Unausweichlich kommt der Tag, an dem ‚unsere Sünde uns findet‘ – in diesem Leben oder in der Ewigkeit. Dann wird der Betrüger selbst zum ‚Betrogenen‘. Das Gesetz der gerechten Vergeltung gilt ohne Ausnahme. Unbedingt kommt die Stunde, in der wir ernten, was wir selbst gesät haben!