Ein Junge zerbrach zu Hause eine kostbare Vase, räumte die Scherben weg und hoffte, niemand werde davon erfahren. Doch seine Eltern bemerkten sofort, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Als sie fragten, warum er so bedrückt sei, wich er aus. Er konnte sich nicht mehr freuen. Später erinnerte er sich, dass er damals auch aufgehört hatte zu beten. Eines Abends hielt er es nicht mehr aus. Als seine Mutter ihm eine gute Nacht wünschte und ihn küsste, brach er plötzlich in Tränen aus. Sie musste ihn lange trösten, bis er bekannte, was ihn bedrückte.
Die Mutter nahm ihn liebevoll an sich und sagte: „Warum hast du mir das nicht früher erzählt?“
„Ich hatte Angst. Ich wusste doch, wie viel dir diese Vase bedeutet – die Erinnerung an Großmutter.“
„Mein Sohn“, antwortete die Mutter, „ein reines Gewissen ist mehr wert als alle Schätze der Welt. Schlaf ruhig.“
Doch er konnte nicht einschlafen – diesmal vor Freude.