Ein alter indigener Mann kam einmal in eine Siedlung weißer Menschen, um um Nahrung zu bitten. Das geschah im ersten Viertel des vergangenen Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten. Gierig aß er das Brot, das man ihm gab. Während er seinen Hunger stillte, bemerkte sein Gastgeber einen kleinen Beutel an seinem Hals und fragte: „Was ist darin?“
Der Mann antwortete, es sei ein Talisman, den man ihm in seiner Jugend gegeben habe. Er öffnete den Beutel, nahm ein stark verblasstes und vor Schmutz glänzendes Papier heraus und reichte es dem Gastgeber. Es war eine Entlassungsurkunde der US-Armee, die ihm eine anständige Rente und ein auskömmliches Leben zusicherte. General Washington hatte sie persönlich unterschrieben. Jahrzehntelang hatte der Mann also ein Dokument bei sich getragen, das die Behörden sofort anerkannt hätten, wäre es ihnen vorgelegt worden. Stattdessen war er als Bettler umhergezogen, ohne Nahrung und ohne Obdach.
Wie sehr trifft das auf das Leben vieler Kinder Gottes zu, die ständig Mangel leiden und ihr Leben in einer trostlosen geistlichen Wüste verbringen! Die Vernachlässigung des Wortes Gottes und der Unglaube daran machen Menschen zu solchen ‚bettelnden Millionären‘, wie dieser alte Mann einer war.