Ein reicher Bauer hatte Scheunen voller Getreide und wartete darauf, dass die Preise stiegen. Oft sprach er sein gewohntes Gebet »für die Armen und Bedürftigen«. Dabei fügte er stets hinzu: »Gott, denke an die Armen und Hungrigen und gib ihnen, was sie brauchen!«
Er selbst half niemandem und erwartete, dass Gott alles tun würde. Als der Bauer eines Tages wieder »für die Armen und Hungrigen« betete, sagte sein Sohn:
»Darf ich die Hälfte des Getreides aus deinen Scheunen nehmen?«
Überrascht fragte der Vater:
»Wozu brauchst du es? Was willst du damit tun?«
»Ich werde dein Gebet erhören!«, antwortete der Sohn.