Es war mitten im Winter, als ich aus dem Lager floh, in dem ich zehn Jahre hätte bleiben sollen. Dreißig Tage war ich auf der Flucht, begleitet von Hunger und bitterer Kälte. Ich hatte weder Karte noch Kompass und musste mich oft durch tiefen Schnee kämpfen. Schließlich konnte ich mich nicht mehr bewegen und keinen Schritt mehr tun. Mit letzter Kraft lehnte ich mich an einen Baumstamm, sank auf die Knie und betete zu Gott: »Vergib mir meine Sünden, Herr, denn jetzt ist die Zeit gekommen zu sterben. Ich bitte um nichts als um Vergebung meiner Sünden!«
Das war das erste Gebet meines Lebens. Im selben Augenblick geschah ein Wunder. Ich stand mit neuer Kraft auf. Mit Gottes Hilfe erreichte ich mein Ziel.