In einer Stadt war die örtliche Kirche fast leer geworden. Junge Menschen kamen nicht mehr zum Glauben, und Gleichgültigkeit prägte das geistliche Leben. Am Stadtrand lebte ein alter Schmied, der so stark stotterte, dass die Leute beim Zuhören innerlich zusammenzuckten. Eines Tages arbeitete er in seiner Schmiede, als ihn plötzlich große Sorge um die Gemeinde und um die Menschen ergriff, die nicht umkehrten und in ihren Sünden zugrunde gingen. Die Sorge wurde so stark, dass er die Arbeit niederlegte, die Tür abschloss und den Rest des Tages im Gebet verbrachte.
Am Sonntag bat er den Prediger, eine Versammlung zur gemeinsamen Aussprache einzuberufen. Nach einigem Zögern willigte der Prediger ein, obwohl er bezweifelte, dass die Gemeindemitglieder kommen würden. Man setzte das Treffen für denselben Abend an.
Am Abend kamen so viele Menschen, dass der Raum zu klein war. Zuerst schwiegen alle. Plötzlich weinte einer und bat darum, für ihn zu beten. Dann folgte ein zweiter, ein dritter und noch einer. Es stellte sich heraus, dass Menschen aus verschiedenen Teilen der Stadt ihre eigene Sündhaftigkeit zutiefst erkannt hatten.
Bemerkenswert war, dass sie alle bezeugten, diese Erkenntnis habe sie genau zu der Zeit ergriffen, als der alte Schmied für sie betete. Darauf folgte eine mächtige Erweckung. So errang der alte Mann, der so schwer sprechen konnte, im Gebet den Sieg.