Es wird gesät.
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Es wird gesät · Beitrag Nr. 77

Sei treu bis in den Tod — Beitrag Nr. 77

Zusammengestellt von Jakow Lewen · Ausgabe 2001 · Originalseite 39

Girolamo Savonarola predigte den Menschen von der Buße, der Umkehr zu Gott und der Vergebung der Sünden. Um ihn zu beschwichtigen und für sich zu gewinnen, bot der Papst ihm den Kardinalshut an. Savonarola antwortete:

„Gott bewahre mich vor einem solchen Hut! Wenn es mir bestimmt ist, einen roten Hut zu tragen, dann soll er mit meinem eigenen Blut gefärbt sein.“

Im Sommer 1497 schloss der Papst Savonarola aus der Kirche aus.

„Dieser Mönch muss sterben, selbst wenn er Johannes der Täufer wäre“, bemerkte er.

Am Palmsonntag 1498 überfielen seine Feinde auf Befehl des Papstes das Kloster. Sie legten Savonarola in Ketten, schlugen ihn und führten ihn über glühende Kohlen. Im Gefängnis sang er die Psalmworte: „Der HERR ist mein Licht … vor wem sollte ich mich fürchten?“

Der Papst erklärte Savonarola und seine beiden Freunde Fra Domenico und Silvestro Maruffi der Ketzerei sowie der Schmähung der Kirche und ihrer Geistlichkeit für schuldig und verurteilte sie zum Tod. Sie sollten gehängt und noch am Galgen verbrannt werden. Am 23. Mai 1498, am Vorabend von Christi Himmelfahrt, starben die drei Mitstreiter des evangelischen Glaubens den Märtyrertod. Ihre Asche wurde nach der Verbrennung in den Arno geworfen.

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