Die schwangere Dienerin Felicitas war zu Haft verurteilt worden. Im Gefängnis kam die Stunde ihrer Entbindung. Unter den Geburtswehen stöhnte sie.
„Du kannst schon die gewöhnlichen Schmerzen nicht ohne Stöhnen ertragen“, sagte der Gefängniswärter. „Was wird erst geschehen, wenn man dich den wilden Tieren vorwirft?“
„Jetzt leide ich allein“, antwortete sie. „Dann aber wird der mit mir leiden, für den ich leiden will.“
Beide Märtyrerinnen — Mutter und Tochter — mussten gegen wilde Tiere kämpfen und wurden mit dem Schwert enthauptet. Bis zum letzten Augenblick pries Felicitas ihren Erlöser.