Auf einer abgelegenen Insel im Pazifik arbeitete eine Zeit lang ein evangelischer Missionar unter den Einheimischen. Viele hörten seine leidenschaftliche Verkündigung, und einige nahmen sie sich zu Herzen. Einer der Inselbewohner, die zum Glauben an Christus gekommen waren, beschäftigte sich besonders eingehend mit der neuen Lehre. Er wollte mit dem Missionar unter vier Augen sprechen und besuchte ihn zu Hause.
„Kannst du mir erklären“, bat er, „warum ich jetzt ganz andere Gedanken und Gefühle habe als früher? Du weißt ja, dass ich deine Predigten gern höre. Doch früher zog es mich trotzdem zum gewohnten sündigen Leben zurück. Jetzt ist alles anders. Es zieht mich nicht mehr zur Sünde; ich möchte die Heilige Schrift lesen. Wenn meine früheren Gefährten versuchen, mich zu verführen und mich alles vergessen zu lassen, was ich bei dir gelernt habe, gelingt es ihnen nicht. Was mir früher so kostbar war, hat seinen Reiz verloren, und nun liebe ich ganz andere Dinge.“
„Sag mir, wie erklärst du dir selbst diese Veränderung?“, fragte der Missionar.
„Ich denke … mir scheint … aber ich wage es kaum auszusprechen, weil es so erhaben ist: Der Heilige Geist bewirkt diese Veränderung in mir. Er wendet mein Herz von der Sünde ab und zieht es zu Gott.“
Seine Worte atmeten tiefen Glauben, und sein ganzes Wesen schien von Ehrfurcht erfüllt.
Der neu bekehrte Christ hatte recht, wie wir aus der Schrift erkennen: „Ich werde meine Gesetze in ihren Sinn legen und sie in ihre Herzen schreiben. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein“ (Hebräer 8,10).