Der byzantinische Kaiser Basileios II., genannt der Bulgarentöter, wollte den langwierigen Krieg mit Bulgarien, der vierzig Jahre gedauert hatte, endgültig beenden. Dazu befahl er, fünfzehntausend bulgarischen Gefangenen die Augen auszustechen. Hundertfünfzig von ihnen ließ er nur auf einem Auge blenden. Jeder Einäugige bekam anschließend hundert Blinde anvertraut, die er in die Heimat führen sollte.
Als Samuel, der Herrscher des westlichen bulgarischen Reiches, erfuhr, sein Heer kehre heim, eilte er ihm entgegen. Doch er sah nur hilflose, blinde Männer. Der Anblick war so furchtbar, dass Samuel zwei Tage später an einem Herzinfarkt starb.