Schon bald nach den ersten Veröffentlichungen der Papyri bemerkten die Wissenschaftler, dass die Sprache dieser Aufzeichnungen mit der des Neuen Testaments übereinstimmte. Sie unterschied sich vom klassischen Altgriechisch Platons und Euripides'. Durch die ägyptischen Papyri wurde das Neue Testament verständlicher. Wörter und Wendungen, die im Neuen Testament nur einmal vorkommen, begegnen in den Papyri vielfach. Darum unterscheiden sich Bibelübersetzungen nach 1895 von früheren. Vor den Papyrusfunden kannte man Wörter oft nur in ihrer klassischen griechischen Bedeutung, die von der neutestamentlichen abweichen konnte. Das Wort zum Beispiel, das die russische Synodalübersetzung in Hebräer 12,2 mit ‚Anführer‘ wiedergibt, übersetzt man treffender mit ‚Urheber‘ oder ‚Begründer‘.
Einige Papyrusdokumente berichten von den Vorbereitungen örtlicher Behörden auf den Besuch des Staatsoberhaupts. Das Wort ‚Parusie‘, also ‚Ankunft‘, ist dasselbe, das die Autoren des Neuen Testaments für die Wiederkunft Christi verwenden. Bei den Lesern weckte es unmittelbar die Vorstellung eines königlichen Besuchs.