»Ich verstehe nicht, warum du mich nicht mit ihm spielen lässt«, sagte ein Junge schmollend zu seiner Mutter. »Ich weiß, dass er raucht und flucht. Aber ich bin besser erzogen als er. Er kann mir nichts anhaben, und ich könnte ihm sogar etwas Gutes tun.«
»Mein Sohn«, sagte die Mutter, »nimm ein Glas Wasser und gib einen Tropfen Tinte hinein.«
Der Junge machte den Versuch und rief:
»Mama, wer hätte gedacht, dass ein einziger Tropfen das ganze Glas trüb macht!«
»Gib jetzt einen Tropfen sauberes Wasser dazu und sieh, ob du es wieder klar bekommst.«
»Ach, Mama, selbst fünfzig Tropfen würden das Wasser nicht wieder klar machen …«
»Genau, mein Sohn. Darum möchte ich nicht, dass du mit diesem Jungen befreundet bist. Eine einzige seiner schlechten Taten ist wie ein Tropfen Tinte im Wasserglas. Er kann dir damit so schaden, dass du es nie wieder gutmachen kannst.«
Ach, dieser eine Tropfen des Bösen! Ein einziger begehrlicher Blick, und David fiel in schwere Sünde. Wie viel Leid folgte daraus! Ein Augenblick der Feigheit, und Petrus verleugnete Christus dreimal. Die Habgier allein machte Judas zum Verräter.