In Marseille lebte und starb ein Mann namens Gupot. Durch unermüdliche Arbeit, strenge Sparsamkeit und freiwilligen Verzicht hatte er ein großes Vermögen angesammelt. Seine Zeitgenossen hielten ihn für einen Geizhals. Sie mochten ihn nicht und machten sich über ihn lustig.
Nach seinem Tod las man sein Testament. Darin stand:
»Seit meiner Kindheit weiß ich, dass die Armen in Marseille unter Wassermangel leiden und für ihr Wasser bezahlen müssen. Darum beschloss ich, so fleißig wie möglich zu arbeiten, damit auch sie Wasser bekommen. Mein ganzes Vermögen soll für den Bau einer Wasserleitung für die Einwohner von Marseille verwendet werden.«
Christus kam auf die Erde und lebte hier in Armut und Leid, um der Menschheit die Quellen lebendigen Wassers zu bringen. Doch die Menschen verstanden ihn nicht und lieferten ihn dem Tod aus.